Spannungsabfall bei hoher Last

Diskutiere Spannungsabfall bei hoher Last im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Experten, im Neubau des 3ten Milleniums hätte ich nicht erwartet, daß man bei aufheizen eines Bügeleisens (Typenschild 1600 bis 1800...

  1. Axel

    Axel

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    Hallo Experten,

    im Neubau des 3ten Milleniums hätte ich nicht erwartet, daß man bei aufheizen eines Bügeleisens (Typenschild 1600 bis 1800 Watt) erleben muß, daß das Licht dunkler wird.
    Ich habe nachgemessen, in der Heizphase bricht die Spannung um ca. 8 Volt ein. Die Installation war mir eigentlich immer suspekt, da das ganze Obergeschoß mit Ausnahme des Bades an einer 16 A Sicherung hängt und die Leitung komplett mit 3 x 1,5 mm² gezogen wurde.

    Soweit ich weiß, darf die Spannung um max 3 bzw. 4% (je nach Referenzpunkt) durch Last einbrechen. Diese Leistung, nehme ich an, ist bezogen auf den max. Strom (also fast 3,7 kW) den die Sicherung hergibt, korrekt? Somit wäre meine Erwartung, daß die Spannung bei "zwei Bügeleisen" sogar um 16 Volt einbricht :yikes was nun definitiv über 4 % wäre.

    Hat jemand detailiertere Inorfmationen über den zulässigen Spannungsfall?


    Viele Grüße

    Axel
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    VDE und TAB

    Hallo,

    soweit ich mich erinnere (bin kein Elektriker und habe somit nicht täglich damit zu tun) erlaubt die TAB einen Spannungsfall von 0,5% zwischen HAK und Zähler. Dann kommen (VDE...vermutlich 0100Txxx) 3% zwischen Zähler und Endverbraucher. Siehe auch angehängte Grafik.

    Weiterhin zu beachten ist die Absicherung und max. Leitungslänge je nach Verlegeart gem. VDE0298. Bei 3 x 1,5, also 2 belasteten Adern und Verlegung in Installationsrohren (in der Wand) sind 17,5A erlaubt, also 16A Automaten. Mit dem o.g. Spannungsfall ergibt sich bei 3x1,5 eine Leitungslänge von etwa 18m. Sicherheit bringt nur ein Messen der Werte, rechnen kann man viel.

    Ich denke, daß bei den gemessenen 8V entweder die Leitung zu lang ist oder irgendwo ein Übergangswiderstand vorliegt (schlechte Klemme o.ä.). Vorausgesetzt es liegt kein Messfehler vor... :lock

    Bei 16V Spannungsfall werden da immerhin irgendwo in der Leitung ca. 250W verheizt. Geht man davon aus, daß die Leitungslänge in Ordnung ist, dann kommt nur noch der Übergangswiderstand in Frage (Verteilerdose, Klemmen, Steckdose, Kontakte usw. prüfen) und dann ist Vorsicht angeraten.

    Ach ja, die Abschaltebdingungen für den LS mit 16A werden bei dem hohen Schleifenwiderstand sicherlich auch nicht eingehalten. Bei 16A mit B Charakterstik wird mit 5 x In gerechnet, also 80A Kurzschlußstrom, das ergibt einen max. Zs von etwa 2,8 Ohm. Der LS löst dann zu spät oder garnicht aus. Beides ist nicht im Sinne des Erfinders.

    Und immer daran denken, bei Arbeiten an spannungsführenden Teilen stehen einem schnell mal die Haare zu Berge...und im Extremfall geht das Licht aus...für immer.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Axel

    Axel

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    Im August 05 hoffentlich wieder entspannter
    Danke Ralf,

    prinzipiell ist das auch meine Vermutung, möchte mich aber gut vorbereiten undabsichern, bevor ich meinem Elektriker das um die Ohren haue. Man kann sich kaum vorstellen was ich schon alles vorgefunden habe. Ganzes Zimmer ohne Strom, Heizkreisverteilkästen unter Spannung gesetzt (Gruß ans Haupthaar), Potentialausgleich an der Gasleitung nicht verschraubt und Schelle gebrochen, fröhliches Adern zusammenschalten frei nach Farbe, ob's paßt oder nicht. Ausreden haben die nämlich schnell und ich suche nacher wieder Tage um erneut die Diskussion zu führen. Daher suche ich einfach genaueste Referenzen.

    Ciao

    Axel
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Tja die Handwerker,

    jetzt wären wir beim Thema. Ich kenne nur wenige Handwerker die Ihren Beruf auch aus Berufung ausüben. Die zu finden ist schwerer als die berühmte Nadel im Heuhaufen. Viele glauben ein "Meister" Brief und eine ordentliche Gebühr an die Lobby wird´s schon richten. Und ja nicht als "Laie" eine Frage stellen oder gar die Kompetenz des "Meisters" anzweifeln. Das kommt einem Landesverrat gleich.

    Und da wundern sich die Herren noch, daß die Leute heutzutage vieles selbst machen (oder zumindest versuchen...teilweise mit zweifelhaftem Ausgang) und warum Plattformen wie My Hammer oder ibäääh so im Trend liegen.

    Eine Elektroinstallation so auszuführen wie von Dir geschildert grenzt in meinen Augen an... :irre
    Das ganze OG an einem LS mit 16A, dann vielleicht noch einen Kilometer Leitung schön im OG verteilt und die Verbindungen von Hand verdrillt. Da ist doch Ärger vorprogrammiert. Immerhin kostet ein LS ja 1,80 EUR und der Meter NYM 3 x 1,5 ist mit 0,20 EUR auch nicht "billig". :fleen
    Und bei einem EFH für 200TEUR kann da ja schnell die Kalkulation den Bach runter gehen. Sarkasmus? Nö. Realität auf deutschen Baustellen.

    Da hilft nur eins. Ausführlich informieren und die "Experten" mit Fakten konfrontieren. Es zeigt sich dann sehr schnell wer wirklich Ahnung hat...und nur denen würde ich blind vertrauen.

    Gruß
    Ralf
     
  6. Gikauf

    Gikauf Gast

    Bei so einem Pfusch, rate ich: Sofort Sicherrung raus, und zur Verbraucherschutzstelle zu gehen, dringend machen, kein Strom im Haus durch Handwerker Pfusch. Alles Dokumentieren, Fotografieren und Amtlich bestätigen lassen, danach Anzeige erstatten und einen ganz anderen Elektriker holen.
     
  7. RolSim

    RolSim

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    Bauherr mit schmalem Buget aber hohen Ansprüchen
    Hm, da stellt sich nun doch gleich die Frage ....

    1. war der Elektriker auch wirklich ein Elektriker
    2. war der Schäferhund des Installierenden vielleicht der Hund eines ehemaligen Elektrikers
    3. hat das eine "richtige" Firma gemacht mit allem PiPaPo (Plöne, Meßprotokoll etc)
    4. Hast du es vielleicht selbst gemacht

    Aus der Ferne hörst sich dein geschilderter Fall wirklich grauenhaft an aber im
    Zeitalter der Ich AG`s, etc. etc. etc. wundert mich eigentlich nichts mehr.

    Das Problem mit den "hohen" Automaten- und Leitungspreis ist nicht neu aber
    wieviele Bauherren leben nach dem Motto "Geiz ist Geil" wobei eigentlich der
    Slogan "Gier grißt Hirn" viel passer passen würde.

    Wenn eine Küche oder ein Bad 20.000.-- EUR kostet ist das schick und angemessen aber wehe die
    Elektroinstallation kostet mehr als 5.000.-- EUR. Dann ist das gleich Wucher und Abzocke für das
    "bischen" Strom das ja eigentlich jeder selbst machen kann.

    OK, Ironie jetzt aus.
     
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