Spannweite von Betondecken

Diskutiere Spannweite von Betondecken im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, am Wochenende habe ich nochmal im Internet gestöbert zu kostengünstigen Grundrissideen. Unterm Strich lief es immer darauf hinaus, dass...

  1. #1 Bolanger, 28.01.2014
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    Hallo,

    am Wochenende habe ich nochmal im Internet gestöbert zu kostengünstigen Grundrissideen. Unterm Strich lief es immer darauf hinaus, dass man einen offenen Grundriss empfahl. Man spart die Innenwand, den Putz darauf, die Tür, die Steckdosen etc. und kommt gleichzeitig mit weniger Fläche aus, weil man einen offenen Grundriss anders nutzen kann und die Räume dann ohnehin relativ groß empfindet.

    Wenn ich diesen Gedanken weiterführe stellt sich schnell die Frage nach den möglichen Spannweiten von Betondecken. Was nützt es mir, wenn ich bei den Wänden spare, dafür dann aber entsprechend viel Stahl in den Decken brauche?!

    Die günstigste Baustahlmatte scheint die R188A. Eine preiswerte Betondecke hätte dann wohl in der oberen und unteren Lage eine dieser Matten verbaut. Kann mir jemand eine Größenordnung der maximalen Spannweite einer solchen Decke nennen, bei normalen Verkehrslasten des Wohnungsbaus? Ich glaube eine Dicke von 20 cm ist heute durchaus üblich.

    Danke,

    Bolanger
     
  2. #2 ralf9000, 28.01.2014
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    So einfach ist das Thema doch nicht. Das Haus muss seine Lasten nach unten abtragen können. Offene Bauweise mit wenig Innenwänden, die sonst zur Lastabtragung und Aussteifung (u.a. DG) verwendet werden können, bedürfen Kompensationsmaßnahmen, die auch teuer sind und die Effekte wieder kaputt machen. Man muss all diese Zusammenhänge, Abhängigkeiten und Möglichkeiten im Kopf haben, wenn man plant und optimiert. Das ist u.a. die Kernkompetenz des Architekten. Was sat denn Dein Architekt?
     
  3. #3 Bolanger, 28.01.2014
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    Hallo,

    einen Architekten haben wir noch nicht. Wir haben seit Jahrzehnten ein Grundstück in der Familie und machen uns endlich Gedanken zu dessen Bebauung. Aus diversen Gründen tendieren wir derzeit zu zwei Doppelhaushälften als Geldanlage zur Vermietung. Bevor ich zu einem Architekten gehe möchte ich eigentlich auch grob wissen, was gebaut werden soll. Ich kann dem Architekten ja schlecht sagen "mach was, das uns gefällt".

    Daher schaue ich mir schon seit längerer Zeit Baustellen von Reihenhäusern an. Die sind typischerweise 6 m breit und kommen ohne tragende Innenwände aus. Nun unterstelle ich den gewinnorientierten Bauträgern einfach, dass sie keine teure Deckenkonstruktion verwenden. Auf der anderen Seite denke ich auch, dass etwas mehr Breite dem Grundriss sehr zu Gute kommen würde. Ob man auch 7 m Spannweite mit vertretbarem Einsatz von Baustahl hinbekommt?

    Danke,

    Bolanger
     
  4. #4 RMartin, 28.01.2014
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    Also mit der von Dir oben erwöhnten R188A-Bewehrung kommst Du da definitiv nicht mehr hin. Okay, das schaffst Du natürlich auch schon bei 6m nicht...

    Also möglich ist es natürlich sowas zu machen. Aber was nun im Detail an Eisen bei welcher Dicke rein muss, wird Dir hier keiner vorbemessen denke ich mal (hängt auch darüberhinaus noch von mehr Faktoren wie nur der Spannweite ab).

    Für solche detaillierteren Betrachtungen solltest Du Dir einen Archi/ sonstigen Fachmann jetzt schon ins Boot holen.
     
  5. R.B.

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    und bei den Wänden daran denken, dass es nicht nur tragend oder nicht tragend gibt.
     
  6. #6 wairwolf, 28.01.2014
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    Wenn du Die Reihenhäuser als Geldanlage zur Vermietung baust, kommt es nicht darauf an was dir gefällt, sondern was der Masse gefällt. Wer ist also der typische Reihenhausmieter? Wenn du dir die Frage beantwortest hast (oder dein Architekt, der sollte da auch etwas Erfahrung haben), kannst du mit der Planung beginnen.
     
  7. mls

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    der eindruck täuscht.


    unabhängig davon, ob das stimmt - was leitest du daraus ab?
    wieder wie oben? die macht der pseudoempirie?
     
  8. #8 Bolanger, 28.01.2014
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    Hallo,

    bitte nenn' mir ein Beispiel einer Wand, die weder tragend noch nicht tragend ist.

    Gruß,

    Bolanger
     
  9. R.B.

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    Nicht weder, noch, sondern tragend bzw. nicht tragend ist nicht die einzige Eigenschaft, so war das gemeint.
     
  10. #10 Bolanger, 28.01.2014
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    Hallo,

    der Hinweis ist berechtigt und solche Fragen haben wir uns vielfach gestellt. Unterm Strich läuft es immer darauf hinaus, dass sich Geschmäcker ändern und sich die präferierten Baustile im Laufe der Zeit ändern. Um ehrlich zu sein gibt es bei Reihenhäusern auch nicht wirklich viel zu variieren. Um praxisnah zu bleiben kann man im EG eigentlich nur über eine angetrennte Küche und/oder ein abgetrenntes Treppenhaus nachdenken. Der Grundriss eine Reihenhauses ist in unseren Augen schon ziemlich durchdacht und sicherlich auch mit ein Grund, warum es sich in der Praxis bewährt hat.

    Gruß,

    Bolanger
     
  11. #11 Bolanger, 28.01.2014
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    Gut, damit ich weiterhin etwas lerne zu den Eigenschaften von Wänden, die ich bisher berücksichtigt hätte: Es gibt Anforderungen an die Wärmedämmung, an den Schallschutz, an den Brandschutz und prinzipiell auch an das Gewicht der Wand. Ferner kann man eigene Präferenzen beim Wandbaustoff setzen und muss sich bei übergroßen Wänden, die jedoch typischerweise in Einfamilienhausbereich nicht vorkommen, Gedanken zu maximalen Abmessungen und Aussteifungen machen. Welche dieser Eigenschaften man bei welchen Wänden berücksichtigen muss kann ich zumindest grob überblicken. Nur weil ich hier eine Anfängerfrage gestellt habe heißt das ja noch nicht, dass ich überhaupt keine Ahnung habe, auch wenn ich das Gefühl habe, dass mir das unterstellt wird...

    Welche Eigenschaften von Wänden gibt es noch, die ich nicht kenne oder berücksichtigt hätte?

    Gruß,

    Bolanger
     
  12. #12 OLger MD, 28.01.2014
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    Nur mal angenommen, Du brauchst einer 524er anstelle einer 335er Matte macht das einen Unterschied von ca. 30kg / Matte. Bei einer Deckenplatte von 10x10m und grob gerundet 10 Matten sind das 300 kg mehr. Könnten auch 500 oder 700 kg werden. Sollte daran ein offener Grundriss scheitern, wenn man ihn unbedingt haben will und sich die Möglichkeit des Verschiebens von Wänden offenhalten möchte?

    Gruß
    Holger
     
  13. #13 OLger MD, 28.01.2014
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    Es gibt z.B. stabile Wände.
    Die braucht's für Küchenhängschränke, Hochbettenverankerungen, für die Montage von Sprossenwänden im Kinderzimmer und für andere schwere Einbauten, die ich einer Leichtbauwand nicht anvertrauen würde.

    Je leichter und hohlraumreicher eine Wand ist, desto schwieriger lassen sich später Dübel, Haken oder sonstige Verankerungen einsetzen. Dann muss man wieder auf Spezialdübel zurückgreifen.

    Muss man wissen, was einem wichtig ist, und ob ggf. später Umbauarbeiten stattfinden werden (Kinder, Enkel, behindertengerechter oder altersgerechter Umbau, Verkauf, Vermietung, Büronutzung, etc...)

    Gruß
    Holger
     
  14. #14 Thomas B, 28.01.2014
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    Sagt mal was geht hier ab???

    Grundrisse sollten natürlich auch nach statischen und ökonomoschen Gesichtspunkten geplant werden. Aber die Vermutung, daß die Q188 ja landauf, landab eingebaut wird und dafür wohl reiche und überhaupt ist eine, na sagen wir, sehr unorthodoxe Herangehensweise an das Thema "Bauen".

    6m Spannweiten sind auch nicht üblich oder das gängige Maß der Dinge. Hier ist weniger angesagt. (Natürlich kann man 6 m frei überspannen...geht alles...kostet auch die ein oder andere Matte extra...)

    Sinnvoll wäre es einen stimmigen Grundriss zu haben. Beim RH gibt es da durchaus bewehrte Typen. Kein Hexenwerk...wirklich.

    Und die kalkulation ob nun 2 Matten Q188 oder R357 oder was weiß ich mehr oder gar weniger oder noch besser: beides, ist doch i.A. gänzlich uninteressant. Das macht den Kohl nahher nicht fett. Da gibt es noch gaaanz andere Stellschrauben.
     
  15. R.B.

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    Das kann einem auch im EFH Bereich treffen, oben war ja von Reihenhaus und offenem Grundriss die Rede. Schlanke Außenwände, Wärmedämmung erledigt ja ein WDVS, dann kann das schon zum (lösbaren) Problem werden. Gerade bei Reihenhäusern die ja eher eine geringe Grundfläche haben, geht´s dann in die Höhe, und ob dann eine 10m lange 17er KS Wand einfach so stehen bleibt wenn darüber noch 2 Etagen hängen?
     
  16. #16 Thomas B, 28.01.2014
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    je nachdem woran sie hängen...;)

    Hier könnte ich mir -gerade bei sehr offenen Grundrisslösungen- durchaus auch die verwendung von Betonteilen vorstellen. Doppelwände und Konsorten.
     
  17. #17 Nutzername, 28.01.2014
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    Die Herangehensweise ist einfach grundsätzlich falsch. Angefangen bei der Behauptung, dass der offene Grundriss kostengünstiger wäre, hin zu den Überlegungen, ab wann der vermeintliche Kostenvorteil durch die nun weiter spannende Decke wieder aufgefressen wird.

    Das ist vielleicht vergleichbar mit der Suche nach einem neuen Auto, unter der Maßgabe, dass die Motorhaube besonders günstig ist...

    Wirklich erschreckend ist aber, wie weit diese Diskussion gedeiht, anstatt die Sinnlosigkeit festzustellen.
     
  18. R.B.

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    Siemens Lufthaken damit sich die Wand darunter nicht durchbiegt. :)
     
  19. #19 gunther1948, 28.01.2014
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    hallo
    statik geht anders wie legospielen, komm mir vor mir vor wie bei de deerschlenkers meeri vun de gagarschmihl.

    gruss aus de pfalz
     
  20. R.B.

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    Jepp. Bei Statik braucht man auch noch Stäbchen, ist also wie eine Kombination zwischen Lego und Mikado. :mega_lol:
     
Thema: Spannweite von Betondecken
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