Spanplatte 13 mm als Luftdichtheitsschicht?

Diskutiere Spanplatte 13 mm als Luftdichtheitsschicht? im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Wir haben bei unserem Fertighaus zusätzlich zum gedämmten, aber nicht ausgebauten Spitzboden 13 mm Spanplatte reingenommen, weil es nicht viel...

  1. capslock

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    Wir haben bei unserem Fertighaus zusätzlich zum gedämmten, aber nicht ausgebauten Spitzboden 13 mm Spanplatte reingenommen, weil es nicht viel Aufpreis kostete und wohl der billigste Weg war, den Spitzboden gleich in den Blower Door Test mit reinzubekommen.


    Definitive Antwort bekommen wir zwar noch, aber bislang überwiegende Meinung beim Hersteller war, daß keine Folie drunterkommt und die Stöße zwischen den Platten nicht mit Klebeband abgeklebt werden.

    Daß sowas nach DIN zulässig ist, habe ich schon ergoogelt, aber ist es auch eine in der Praxis dauerhaft luftdichte Lösung?
     
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  3. mls

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    sd-wert der spanplatte? aha! :p
    nicht abgeklebt und trotzdem luftdicht? :mega_lol:

    wo ist das geDINt?
    was daran soll dauerhaft luftdicht sein?
    das ist schon im anfang undicht.
    aber vielleicht luftdichtet ja die winddichte ebene :mauer
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 27. November 2008
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    Warum Markus. Das ist ne V 20 und die Feuchte lässt die Stösse so quellen, dass es dicht wird :p
     
  5. mls

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    ach ja .. sorptive intelligenz ;)
     
  6. #5 BauherrHilflos, 27. November 2008
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    Also bei uns hat ein Trockenbauer (und nebenbei Blower Doorér) den Spitzboden so aufgebaut:

    Zwischensparrendämmung
    Folie
    OSB Platten auf Kehlbalkenlage
    Folie von First bis zu den OSB-Platten luftdicht verklebt
    Stöße der Platten auch verklebt

    Der einzigste "Sprung" in die EG Räume findet über die Spitzbodentreppe statt, wo aber die Folie unterhalb der Kehlbalkenlage durch die Lucke bis auf die Oberseite der OSB Platten verklebt wurde.
    Er begründete dies damit, das dies auch ein funktionsfähiger Aufbau im Sinne der Luftdichtigkeit ist.

    Aber wie sagt der Laie: Lassen mich gerne eines Besseren belehren.
     
  7. capslock

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    Die Spanplatte ist diffusionsdichter als die drüberliegende Glaswolle und Unterspannbahn, insofern also kein Problem.

    Das mit der Luftdichtigkeit der Nut-Feder-Plattenstöße (zulässig, aber eventuell fragwürdig) habe ich schon verschiedentlich gelesen, u.a. in der von einer Stadt im Westfälischen in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Untersuchung der Bauqualität in einem Niedrigenergiebaugebiet. Die entsprechende Norm war aber nirgendwo angegeben.

    Genau deshalb frage ich ja nach Praxiserfahrungen.

    Ein anderer Fertighaushersteller läßt die Folie auch weg (Wand und Dach), klebt aber die Stöße mit Klebeband ab und schraubt versetzt Gipskarton drüber. So würde ich es im Zweifelsfalls auch in Eigenleistung nachrüsten.
     
  8. Rene'

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    Hallo!

    Zunächst müsste abgeklärt werden was damit gemeint ist. Sind die Dachschrägen bis zum First gedämmt oder sind die Dachschrägen nur bis zum Zwischenboden des Spitzbodens gedämmt ?

    Wenn die Dämmung incl. Dampfsperre bis zum First geht dann ist eine weitere Dampfsperre an der Decke zum Spitzboden nicht erforderlich.




    Gruß,
    Rene'
     
  9. capslock

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    Die Schrägen sind bis zum First gedämmt.

    Dieser Herr von Krono ist offensichtlich der Meinung, daß die Stöße halbwegs dicht sind und nicht abgeklebt werden sollen, weil ja die gespachtelte GK-Schicht die Luftdichtigkeit macht:
    http://www.krono.com/cms/beitrag/10012521/32427/

    Bei GK bin ich mir aber auch nicht sicher, ob Stöße ohne Gewebeeinlage nicht irgendwann Risse bekommen.

    Und sein Argument gegen Abkleben, die Stirnseiten der Stöße seien ja weiter undicht, kann man durch Abkleben der Fugen Wand / Wand oder Wand / Boden entkräften.
     
  10. Rene'

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    Hallo!

    Um es richtig zu verstehen:

    Die Schrägen sind gedämmt, aber es ist keine Folie vor der Dämmung. Davor (an den Schrägen) soll jetzt 13mm Spanplatte und dann der GK?

    Ohne Folie zwischen Dämmung und Spanplatte/GK ist definitiv keine Luftdichheit zu erreichen.

    Gruß,
    Rene'
     
  11. Peeder

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    Mal abgesehen davon, das diese Aussage stimmt, bezweifele ich immer wieder die Dauerhafte Luftdichte.

    Da gegnen spricht schon mal das unterschiedliche Dehnverhalten GK-OSB , was unweigerlich zu Rissbildung bei direktbeplankung führt. Ob mit oder ohne Gewebe. Auch die Wandanschlüsse können nicht Dauerhaft hergestellt werden.


    Peeder
     
  12. capslock

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    Hmm, GK direkt oder mit Folie auf Spanplatte ist im Fertighausbau ziemlich oft zu finden, auch bei Anbietern, die auf Qualität achten. Risse habe ich auch in älteren Musterhäusern noch nie gesehen. Ich hoffe mal, die werden nicht jährlich wegretuschiert...
     
  13. Gast943916

    Gast943916 Gast

    kann es sein, dass hier Spanplatte mit OSB verwechselt wird?
    ansonsten Peeder :28:
     
  14. mls

    mls Bauexpertenforum

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    eigentlich möchtest du deine meinung bestätigt wissen, oder?
    kann ich ja irgendwie verstehen - aber das passt nicht zum anderen fred mit rippe-gefach-isothermen.

    dort hängst du an spitzfindigkeiten, aber die echt dicken dinger hier jucken dich garnicht:

    • sd, innen und sd,aussen .. das ist eine nichtproportionale (!) angelegenheit
    • wie war das? 800 gr wasser pro lfm 1mm! fuge pro tag .. nur durch konvektion!
    zugegeben, das ist nicht so leicht zu ergoogeln - aber das ist der kleine unterschied
    zwischen gut wollen und gut können - und alles muss ein laie auch nicht wissen - da
    müssen fachleute lange schwitzen ;)

    als konsequenz sei verraten:
    • min sd,innen fängt bei ner guten osb-platte an
    • stösse gehören luftdicht abgeklebt

    wenn einzelinteressen oder "untersuchungen" anderes suggerieren: macht doch! :p
     
  15. mls

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    warum? v20 kostet 1/3 osb/4 :)
     
  16. capslock

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    Nein, ganz sicher Spanplatte.
     
  17. capslock

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    Denk doch nicht so schlecht von mir. Ich bin durchaus skeptisch, deshalb frage ich ja.

    Ich habe auch mit dem Statiker telefoniert, der die Energie- und Taurechnungen macht. Der hat mir glaubhaft versichert, von der Diffusion sei es ok. Wegen der Ausführung der Stöße muß er sich aber erstmal bei der Fertigung schlau machen.
     
  18. capslock

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    Jetzt ist die Info da, vor Durchführung des BDT sei eine Abklebung der Stöße bauseits durchzuführen.

    Dabei ist mir das ganze als kostengünstige Lösung zur Lösung des Luftdichtigkeitsproblems verkauft worden :motz
     
  19. mls

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    schon mal gut, dass der problemkreis *luftdicht* erkannt ist.
    bleibt noch das thema "sd".

    und von wegen aufwand und so: muss ich das verstehen?
    deswegen heisst´s doch fertighaus? danach is der bauherr fertig? :p

    hättest du dir besser mal beizeiten einen konsequent optimierten holzbau ang´schaut :)
     
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  21. capslock

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    Ehrlich gesagt habe ich das, sowohl vor Ort als auch in Musterhausausstellungen. Die meisten davon wollen einem diffusionsoffene Aufbauten verkaufen, und dabei ist die diffusionsdichteste Schicht häufig eine Spanplatte.

    Während ich nicht überzeugt bin, daß diffusionsoffen besser ist, glaube ich auch nicht, daß es ein Problem darstellt, solange es nach außen konsequent diffusionsoffener wird.

    Bei mir ist der Aufbau (momentan): Spanplatte, MiWo, diffusionsoffene Unterspannbahn, Konterlattung, Dachlattung. Das erfüllt doch genau die o.g. Voraussetzungen.

    Ist das jetzt ein echtes Problem oder - Hand auf's Herz - Glaubenssache?
     
  22. mls

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    weitab von glaser gehts um feuchtetechnische robustheit.
    der beschriebene aufbau ist natürlich besser, als ne plastiktütenkonstruktion, aber
    wenn sd,i gerade noch reicht, weil sd,a extrem klein ist (die berühmten "2cm"folien .. sd=0,02),
    dann sollte man sich was überlegen - das ist nicht meine privatmeinung, dazu gibts untersuchungen
    und veröffentlichungen.
     
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