Spitzboden Wärmedämmung sanieren

Diskutiere Spitzboden Wärmedämmung sanieren im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich bewohne ein 25 Jahre altes Haus, bei dem die Wärmedämmung des Spitzbodens sehr dilettantisch ausgeführt wurde, bzw. einfach defekt...

  1. Anthex

    Anthex Gast

    Hallo,

    ich bewohne ein 25 Jahre altes Haus, bei dem die Wärmedämmung des Spitzbodens sehr dilettantisch ausgeführt wurde, bzw. einfach defekt ist.
    D.h. konkret, es wurde Steinwolle mit einer Aluminiumbeschichtung verwendet, diese wurde zwischen die Kehlbalken geklemmt und vom Obergeschoß her die Decke mit Reegipsplatten verkleidet. Die Alufolie ist an vielen Stellen defekt und eine Dampfsperre ist somit nicht mehr vorhanden, bzw. war noch nie richtig vorhanden. Der Spitzboden ist zur Zeit noch nach oben hin offen und bedigt duch die Dachkonstruktion Hinterlüftet.
    Ich möchte nun die komplette Isolierung vom Spitzboden her entfernen und erneuern ohne die Reegipsplatten zum Innenraum entfernen zu müssen. Gleichzeitig möchte ich den Spitzboden begehbar machen.

    Mir wurde nun empfohlen, nachdem die alte Dämmung entfernt wurde, den Boden mit einer diffussionsfähigen Folie als Dampfbremse( INTELLO von proclima) auszulegen.
    D. h. wie eine "Welle" über die Kehlbalken und die Oberseite der von unten angebrachten Reegipsplatten.
    Danach soll ich die Zwischenräume der Balken mit Mineralwolle (press) auslegen.
    Um den Spitzboden begehbar zu machen wurde mir empfohlen unbehandeltes Fichtenholz (Sägerauh) in Dielenform verlegen, da dies besser die Feuchtigkeit reguliert als mit Leim versehene, gepresste OSB Platten.

    Nun meine Fragen:
    1. Kann ich wirklich die Kehlbalken mit unter die Folie legen, oder sollte ich lieber mit einer Art "Wannensystem" nur zwischen den Balken arbeiten?
    2. Kann ich Mineralwolle verwenden, oder muss ich ein anders Material verwende, um eine Feuchtigkeitsregulierung der Folie zu ermögliche?
    3. Kann ich die Dielen aus unbehandeltes Fichtenholz verwenden oder sollten es doch OSB Platten sein.

    Vielen Dank für Information jeglicher Art.

    Anthex
     
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  3. Latino

    Latino

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    Sachverständiger für Immobilienbewertung
    Hallo,

    Ich sehe das Problem bei einer Lösung dieser Art wie folgt:
    - Wenn Dachschrägen verkleidet und in den Wohnraum einbezogen sind, ist hier sicher die gleiche Qualität der Dämmung zu erwarten.
    - Gemäß der EneV ist zwar die Dämmung des Bodens der Dachdämmung vorgesehen, aber ein Raum unter dem ungedämmten Dach kühlt aus, somit auch die Giebelwände von innen. Das ist und bleibt so immer eine Wärmebrücke. Wenn das Haus ansich ungedämmt ist, kein Problem. Dann kühlt die Wand von aussen auch. Aber bei einem Vollwärmeschutz bleibt der Effekt in diesem Bereich stark reduziert.

    Die Intello ist als variable Dampfbremse gut, das Spitzenprodukt von ProClima. Ich würde die Folie über die Balken unter die Dämmung legen, also durchgehende Wannenausbildung luftdicht angeschlossen. Luftdichtigkeit ist ebenso wichtig wie die Dämmung selber.

    Wollematerialen sind ok, sie sind durchlässiger als andere Materialien, man kann ja fast durchblasen. Aber wehe, eine Glaswolle wird mal nass, die bekommt man nicht mehr trocken.

    Dielen, hmm, schwer zu sagen. Wenn kein Nässeanfall, dann auch Massivholz, wobei ich gern OSB verarbeite. Wasserfest, mit Nut und Feder, schwindet nicht und verwirft sich nicht beim trocknen oder bei Änderung der Feuchtigkeit, bzw. Wärme.

    Grundsätzlich würde ich zu etwas anderem raten: Auf den Boden, so wie er ist, OSB drauf, dann das Dach phsykalisch korrekt über den Sparen von aussen dämmen. Dan wäre man für die nächsten 30 Jahre fertig. Ok, das bedeutet auch neue Ziegel, eine etwas größere Baustelle.

    Grüße aus dem Schwabenland
     
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