Spots in der Decke, Hoch- oder Nidrigvolt?

Diskutiere Spots in der Decke, Hoch- oder Nidrigvolt? im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo liebes Forum, das Häuschen steht, wir sind glücklich und zufrieden. Jetzt soll es von Innen ein wenig schöner werden... Meine Frau...

  1. #1 bschmal, 28.02.2008
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    Hallo liebes Forum,

    das Häuschen steht, wir sind glücklich und zufrieden.
    Jetzt soll es von Innen ein wenig schöner werden... Meine Frau möchte gerne, wie in der jetzigen, bald alten Wohnung, Spots in die Decke. Also Gipskartonplatten drunter... :o

    Spots sollen in die Küche, das Wohnzimmer / Esszimmer und in den Flur, alle Räume sind im EG.

    Nun zur eigentlichen Frage: was ist besser? Hochvolt- oder Nidrigvoltspots?
    Ich habe mal gehört, dass Nidrigvolt das bessere Licht bringen (schöner) und die Bauhöhe nidriger ist (ca. 6-7 cm), man aber noch die Trafos benötigt (1x120er Trafo für ca. 3 Spots zu je 35 Volt). Stimmt das, habe ich was übersehen? Gibt es andere Vor- oder Nachteile?

    Vielen Dank im voraus für Eure Antworten!
     
  2. R.B.

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  3. #3 bschmal, 28.02.2008
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    Hallo, danke für die schnelle Antwort. Strombedarf? Also Du meinst den Stromverbrauch, oder? Ist das wirklich so viel? In der "alten" Wohnung hängen 7 Spots im WHZ und 5 in der Küche, diese dienen als mal als Zusatzbeleuchtung und mal als Vollbeleuchtung und unsere Stromrechnung bleibt echt immer im Rahmen (ca. 50 € bei 85 qm und 2 Pers.)

    Dem Link nach sollte man somit Nidrigvolt nehmen, ja? Also wie ich es schon geschrieben habe, und mich von Bauchgefühl her auch für entschieden habe?!

    Gibt es ein sinnvolle Begrenzung wie viele Spots / Trafos ich an ein Stromkabel hängen darf / sollte. Zur Zeit liegen für WHZ 5 Stromkabel (alles Licht) bereit. 1xEsszimmertisch, 1x Wohnzimmertisch und 2 bzw. 3 für die Spots (evtl. 1 Kabel als Reserve?).

    Gruß Björn
     
  4. R.B.

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    Überlege mal, ein einzelner Spot hat 25W oder 35W oder gar 50W.
    Ich beleuchte ein komplettes Zimmer mit >30qm problemlos mit 20W ESL.

    Deine Netzzuleitungen stellen sicherlich kein Problem dar. Die mögliche Last hängt von der Absicherung der einzelnen Kreise ab. Die paar Leuchten sind aber "harmlos" solange Du kein Stadion-Flutlich montieren möchtest.

    Gruß
    Ralf
     
  5. #5 bschmal, 28.02.2008
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    OK, der Groschen ist gefallen (sorry Cent).

    Wir dachten an 35 W Spots. Wohn- und Esszimmer haben 39,5 qm (8-9 Spots, 1 Deckenfluter, 1 Essz.tischleuchte und 1 Whztischleuchte). Also viel zu viel, oder?
    Dann Küche, ca. 24 qm (Küchenbeleuchtung und 7 Spots) und Flur mit ca. 7 Spots und 2 Wandleuchten (Treppe OG und Treppe KG).

    Die Spots dienen hauptsächl. der Optik, Licht sollen sie schon bringen, jedoch ist es nicht so, dass die Spots 4 oder 5 Stunden am Stück brennen sollen...

    Abgesehen vom Preis (Anschaffung Elektrik, Gipskarton, etc.), wird das für die RWE ein Glücksfall und für uns eine Strom(rechnungs)falle? :confused:

    Und was ist oder heißt ESL?? Sorry für die blöden Fragen...

    So, schönen Abend und guts Nächtle! Bis Morgen...
     
  6. #6 Stefan61, 29.02.2008
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    ESL = Energiesparlampe (Laienjargon). Technisch handelt es sich um Kompaktleuchtstoffröhren. Sie ähneln den Leuchtstoffröhren (Laienjargon: Neonröhren), bauen aber kleiner und haben eine etwas ungünstigere Energiebilanz. Zudem ist die Lichtqualität nicht besonders, weil die Lampe nicht das gesamt Wellenspektrum abstrahlt. Darunter leidet die Farbwiedergabe.

    Die beste Qualität haben Halogen-Niedervolt-Lampen, die aber erheblich mehr Strom verbrauchen. Wer Lichtqualität und Energieverbrauch optimieren will, nimmt Metalldampf-Halogenlampen. Aber auch diese haben einen Nachteil, der sie für den Wohnbereich disqualifiziert: Sie benötigen mehrere Minuten Aufheizung und können nach dem Ausschalten nicht sofort wieder eingeschaltet werden.
     
  7. #7 Rüganer, 29.02.2008
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    Rüganer Gast

    Willst Du die Spots eventuell auch dimmen können?
    Dann haben HV eine bessere Effizienz haben als NV.

    Ich habe bspw. in meinem Wohn-/Eßzimmer 5 dimmbare HV-Halogen-Wandfluter mit je 150 Watt und eine 5x25Watt Esstischlampe installiert.

    Wenn ich alle Wandfluter voll aufdrehe habe ich schon fast Stadionhelligkeit und dann rennt der Zähler natürlich auch. Aber in der Regel sind nur ein Teil davon fast auf Minimum gedimmt und der andere Teil ist aus.
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Auch das lässt sich ändern. Meine ESL liegen mit einer Farbtemperatur von etwa 2700K in einem Bereich der sehr angenehm für die Augen ist. Diese "Filterung" kostet jedoch ein wenig Helligkeit.
    Man sollte auch nicht vergessen, daß das Licht in einem Raum auch von den Einrichtungsgegenständen beeinflußt wird. Weisse Wände und dann noch ESL mit einer Farbtemperatur von 6000K oder gar 7000K, und schon wirkt der Raum steril wie ein OP-Saal. Das muß aber nicht sein.

    Eine 150W Leuchte zu dimmen halte ich für völligen Unsinn. Allein die dabei auftretenden Verluste reichen mir um einen ganzen Raum auszuleuchten.

    Gruß
    Ralf
     
  9. #9 Rüganer, 29.02.2008
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    Rüganer Gast

    Ich dimme ja nun nicht gerade mit einem Potentiometer!
     
  10. #10 Stefan61, 29.02.2008
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    @R. B. Hier kann ich Ihnen nicht zustimmen. Sie verwechseln die Farbtemperatur und die Lichtqualität. Es stimmt, daß Kompaktleuchtstofflampen sowohl in Warmweiß angeboten werden als auch in Neutralweiß und Tageslichtweiß.

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, daß das abgestrahlte Wellenspektrum, das nichts mit der Farbtemperatur zu tun hat, nicht dem Wellenspektrum des natürlichen Lichts entspricht. Aus diesem Grund werden Farben verfälscht, und es entsteht ein unwohles Gefühl.

    Bei Interesse am Thema: Hans Rudolf Ris, Beleuchtungstechnik für Praktiker: Grundlagen - Lampen - Leuchten - Planung - Messung. 3. Aufl. VDE-Verlag.
     
  11. R.B.

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    Der Begriff "Lichtqualität" ist ein Modeausdruck und in keinster Weise definiert.

    ABER die Farbtemperatur hat sehr wohl etwas mit dem Spektrum, genauer gesagt den Frequenzanteilen im Spektrum, zu tun.

    Richtig ist, daß künstlich hergestelltes Licht, egal wie es hergestellt wurde, nicht das Frequenzspektrum von Tageslicht erreichen kann. Dazu müßte man den Entstehungsprozess (Sonne), sowie die vielen Filter die das Licht auf dem Weg von der Sonne zur Erde durchläuft, simulieren. Technisch in einer Leuchte bzw. mit einem Leuchtmittel so gut wie nicht machbar.
    Man kann nur versuchen sich dem "Sonnenlicht" anzunähern.

    Die Sonne liefert ein sehr breites Spektrum, das neben unsichtbaren (Röntgen, UV. IR usw.) Frequenzanteilen auch sichtbare "Frequenzen" enthält. Diese sichtbaren Anteile zusammen (gemischt) ergeben das weiße Tageslicht, welches auch variieren kann (je nach Tageszeit, Luftfeuchtigkeit usw.).

    Bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit liefert die Sonne beispielsweise ein Licht mit einer Farbtemperatur die von uns gerne als kaltweiss bezeichnet wird (Bsp.:7000K) und die annähernd dem Spektrum einer ESL entspricht.

    Gruß
    Ralf
     
  12. #12 Stefan61, 29.02.2008
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    Lieber R. B., da haben Sie eine Wissenslücke. Die Lichtqualität ist sehr wohl definiert. Sie wird gemessen durch den Farbwiedergabe-Index (Ra), der im Idealfall den Wert 100 annimmt. Bei Werten ab 90 ist die Qualität "1A", bei 80 bis 89 "1B" usw. Die Lampen mit der besten Lichtausbeute (Na-Hochdrucklampen) erreichen nur einen Wert von 20 bis 40, das entspricht Stufe "4".
     
  13. #13 Rüganer, 29.02.2008
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    Rüganer Gast

    Geht es hier nicht eigentlich darum, ob bschmal sich zwischen HV- oder NV-Halogenspots entscheiden möchte?

    Was hat das denn jetzt mit ESL, Farbtemperaturen und Lichtqualitätsdefinitionen zu tun?
     
  14. R.B.

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    Akzeptiert. Wir reden hier bei uns nur von Farbwiedergabeindex, und so wird auch protokolliert. Dafür den Begriff "Lichtqualität" zu nutzen, darauf sind wir noch nicht gekommen. Ich habe aber schnell mit einem Kunden telefoniert, und bis in einer Stunde weiß ich mehr. Hoffentlich rufen die mich heute am Freitag wirklich noch zurück.

    Gruß
    Ralf
     
  15. R.B.

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    Es geht nicht nur darum ob HV oder NV, sondern auch darum, welche Leuchtmittel eingesetzt werden können. Diese haben einen erheblichen Einfluß auf die Leistungsaufnahme und bestimmen auch den "Wohlfühlfaktor".

    Gruß
    Ralf
     
  16. #16 Ralf Dühlmeyer, 29.02.2008
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    Hochvolt-Halo = regelmässiges Birnenwechseln.
    NV haben deutlich höhere Lebenserwartung
    NV über konv. Trafos = viel Platzbedarf + ggf. Brummgeräusch
    NV über elektr. Trafos = teure Trafos + eingeschränkte Dimmerauswahl
    Es gibt Dimmer, die alles können -> Materialpreis > 90 €/Stck für Markenschalterserien.

    So - und nu fröhliches Würfeln.

    MfG
     
  17. R.B.

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    @Stefan61
    So. Lange telefoniert. Wissenslücke geschlossen. Ich werde aber weiterhin beim Farbwiedergabeindex bleiben, und zwar beim 3stelligen.
    Davon den Begriff Lichtqualität ableiten, dürfte sich mit den 3 Stellen sowieso erledigt haben, aber mal sehen, vielleicht können mir die Jungs vom großen "O" noch etwas dazu erzählen. Da erreiche ich heute aber niemanden.

    Ganz nebenbei erfahren, die 25W LEDs sind in Stückzahlen verfügbar. Datenblatt trudelt heute noch hier ein.

    Gruß
    Ralf
     
  18. #18 Stefan61, 29.02.2008
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    @R. B. Dann ist ja alles klar. Ich habe den Begriff "Lichtqualität" statt "Farbwiedergabeindex" gewählt, weil er zwar laienhaft ist, aber anschaulicher. Und gewählt wurde der Begriff ja im Zusammenhang mit "Energiesparlampen" usw., also anderen Laienbezeichnungen. Schließlich sind wir hier im Bau- und nicht im Lichtexpertenforum.:)
     
  19. R.B.

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    Mit den Begriffen ist das so eine Sache, da kommt man schnell durcheinander. Wie ich bei meinem Gespräch erfahren habe, bastelt man schon am nächsten Begriff um auch die Spektralverteilung stärker zu gewichten. Dann soll nicht nur der einzelne Spektralanteil sondern auch dessen Breite mit berücksichtigt werden. Über die Integration der Kurve kriegt man dann den Energieinhalt der einzelnen Anteile die sich dann zu einer Farbe mischen.

    Für den Laien der nur sein Zimmer ausleuchten möchte, dürfte das aber ziemlich uninteressant sein.

    Die techn. Spezifikationen zu bekommen ist garnicht so einfach. Man kann heute ja schon froh sein, wenn auf der Verpackung die Leistungsaufnahme steht. :fleen

    So. Jetzt hat der Fragesteller auch noch erfahren, daß es mehr gibt als nur NV oder HV Halogen. :D

    Gruß
    Ralf
     
  20. #20 Contoso, 29.02.2008
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    Da muß ich Dir recht geben, die Lebensdauer ist nicht besonders. Ich habe auch einige von denen gedimmt und bin nicht zufrieden. Laut Herstellerangaben muß es funktionieren, tut es auch recht und schlecht, aber zum Teil brummt und flackert es, nicht so das Wahre.
    Werde es nächstes mal anders machen.

    Contoso
     
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Spots in der Decke, Hoch- oder Nidrigvolt?

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