Stahlträgersturz erneuern - Womit?

Diskutiere Stahlträgersturz erneuern - Womit? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, wie es manchmal so ist, wenn man unsicher ist, weil man unterschiedliche Meinungen nicht bewerten kann, möchte ich mein...

  1. #1 Superrallo, 25. April 2014
    Superrallo

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    Hallo zusammen,

    wie es manchmal so ist, wenn man unsicher ist, weil man unterschiedliche Meinungen nicht bewerten kann, möchte ich mein Anliegen hier mal darstellen, mit der Bitte um eine kurze Bewertung.
    Bin dabei unser Haus zu renovieren. In der Außenwand gibt es zwei Schaufenster eines ehemaligen Ladens, die auch so bleiben müssen. Als Sturz über diesen Fenstern wurden irgendwann in den 30igern je ein Stahlträger innen und außen eingezogen. Der Äußere ist total verrottet, der Innere ist noch passabel, trägt aber keine Last. Zu erkennen an einem 15 mm größen Riss oberhalb des Trägers und daran, dass der Träger sich von Hand bewegen lässt. Kurzum: die Stürze müssen getauscht werden. Habe hierzu mit verschiedenen Maurern und Betonbauern gesprochen. Ergebnis bis jetzt: Den losen Sturz durch einen Kalksandsteinsturz austauschen und ausmauern. Nach Aushärten dasselbe mit dem äußere Sturz. Die zweite Meinung: alte Stahlträger raus und nach gleichem Schema neue, grundierte Stahlträger rein. Das die darüberligende Holzbalkendecke dazu abgestützt wird ist klar.

    Mein Dilemma gehz mehr in Richtung Bauphysik, Taupunkt und Kältebrücke. Da der äußere Sturz direkt hinter dem Außenputz liegt, besteht auch bei einem neuen Stahlträger nicht wirklich die Möglichkeit, diesen von außen vernüftig zu dämmen. Vollwärmeschutz fällt aus wg. Denkmalschutz. Bei den Kalksandsteinstürzen bin ich mir noch nicht so sicher was die Traglast angeht. Alternativ käme noch ein Betonsturz in Frage, der wiegt allerdings 180 kg und ist eigentlich zu groß für die Aussparungen der alten Stahlträger.

    Hier noch ein paar Daten: Lichtes Maß der Fensteröffnung: 2,50 m, 24er Backsteinmauer, Stahlträger (Art IPE) aktuell verbaut 14 x 7 cm.
    Weiterhin ist geplant, die betroffene Außenwand von innen mit 11,5er Poroton WDF abzumauern, um das ganze ein bisschen zu dämmen und die Wände zu begradigen.

    Würde mich über eine Entscheidungshilfe sehr feuen. Danke schon mal und schöne Grüße!
    Alex
     
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  3. Taipan

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    Denkmalschutzrechtliche Genehmigung eingeholt? Die Raparatur/Instandsetzung mit dem DA abgeklärt? Statiker ins Boot geholt? Bauklimatiker und/oder Energieberater für Denkmale einschaltet?

    Nein?

    Hopp, Hopp.
     
  4. Taipan

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    Ach noch was:

    Das Ding heisst Wärmebrücke, da es der Wärme die Möglichkeit ghibt, den Widerstand $Wand einfacher zu überwinden.

    Du musst Dir im Übrigen um den Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 und die Tauwasserfreiheit nach DIN 4108-3 gedanekn machen. Du musst die InnenDämmung bemessen und die Konstruktion luftdicht herstellen ... Ich wage zu behaupten, dass Du fachlich dazu nicht in der Lage bist.
     
  5. #4 Superrallo, 26. April 2014
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    Zu 1: ja und ja - mit vorherigem Ortstermin. Ja - die Lasten sind geklärt, beide Varianten realisierbar. Ich habe in die Kalksandsteinstürze nur irgendwie nicht so das Vertrauen - ist halt kein Stahlträger. Blöd - ich weiß. Nein - noch nicht, da noch nicht konkretisiert. Außenfassade ist erstmal dran.

    Zu 2: Wie auch immer es heisst - Du wusstet ja was ich meine. Also war meine Überlegung nicht unbegründet. Das Thema Innendämmung werde ich sowieso noch mal getennt angehen. Der Hinweis diente lediglich dazu, eine Aussage zu erhalten, ob die Innendämmung die Variante Stahl eher begünstigen würde - Im Hinblick auf die Wärmebrücke (ich bin lernfähig).
    Das Thema Mindestwärmeschutz beschäftig mich in der Tat - wurde allerdings vom Amt für Denkmalschutz mit der Aussage "Denkmalschutz geht vor Wärmeschutz" abgewürgt.

    Wozu ich in der Lage bin und wozu nicht, steht hier nicht zur Diskussion. Ich hatte eigentlich eher mit etwas in der Richtung Erfahrungswerte und Empfehlungen gerechnet. Danke schon mal für konstruktive Hinweise.
     
  6. Taipan

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    Ok ... Das mit der Aussenfassade ist eben genau das Problem ... Über Aussenbauteile verschwindet nämlich die meiste Energie eines Gebäudes (der Rest geht in Form warmen Wassers durchs Gossenknie oder macht in Form von Licht den Fussweg hell) Wenn man ein gesamtenrgetisches Konzept für ein Denkmal hat, dann ist auch die Frage nach dem Träger beantwortet ... Es kann sein, dass der KS-Sturz besser ist, es kann aber auch sein, dass der Eisenträger die bessere Lösung ist ... dafür müsste man zumindest mal eine Wärmebrückenberechnung machen ... sich die umliegenden Putze genauer anschauen ... Das Innendämmungskonzept durchdeneken ... Anschlüsse planen ... Oberflächentemperatuen ermitteln ... und und und

    Nein war Sie nicht ... springt nur zu kurz ... ERST: Anamnese, Bstandsaufnahme, Konzept, Planung, Genehmigung UND DANN: Bauen. Das ganze von Anfang an bis zum bitteren Ende mit einem Erfahrenen Planer in der Denkmalpflege, der dann auch weiss, welche Fachleute er sich ranholen muss ...

    NEIN! Das gehst du vorher an ... Erst dann kann eine Aussage getroffen werden, wie der Sturz am besten zu reparieren ist ... hier sind 1000 und eine Randbedingung zu beachten ... das willst nacheinander machen? Neeee.

    Dann sag deinem DA bescheid, dass der Mindestwärmeschutz bauaufsichtlich eingeführt und damit Gesetz ist ... den kann der Denkmalschutz nicht wegdiskutieren ... Ein Gebäude muss Tauwasserfrei und frei von Schimmel sein ... DAS muss auch im Interesse der Denkmalpflege sein ... von Weitergehendem Wärmeschutz bist Du allerdings nach §24 enev befreit, WENN es mit den Schutzzielen DIESES Denkmals nicht vereinbar ist ... Dies ist trotzdem kein Freibrief ... Auch das haben viele DA noch nicht begriffen ...
     
  7. Taipan

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    Wenn GoogleMaps mich jetzt nicht verarscht, dann lande ich bei Deiner Wohnangabe in einem Dorf drei Meter hinter dem Deich.

    Wenn das stimmt, dann HÖRe SOFORT AUF AN DER FASSADE ZU BASTELN! Ohne einen funktionierenden Schlagregenschutz wirst Du das Gebäude mit einer noch so dünnen Innendämmung umbringen. Schnellstens.
     
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  9. Spacy2k

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    Zum Thema Fertige Kalksandstein Stürze.
    Unser haus Baujahr 35, kein denkmalschutz musste der Erker erneuert werden. A) Wasserschadend urch regen und b) Stahlträger im Innen und Aussensturz. Sie haben innen aufgrund der fenster Breite stahlträger verwendet,w eil die KS Stürze irgendwann bei solcher Spannweite durchhängen.

    Anbei mal Bilder mit gemauertem aussensturz ohne Träger drin

    2013-11-15 13.58.36.jpg
     
  10. Spacy2k

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    Kann meinen Beitrag nicht bearbeiten. Hie rmal Bild Stahlträger sturz oben! Wird auch getauscht.

    2014-04-26 09.11.10.jpg
     
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