Stampfbetonwand atmen lassen, vernünftig?

Diskutiere Stampfbetonwand atmen lassen, vernünftig? im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Dickes Hallo und Grüezi Ich bin gerade an einer eher ausserordentlichen Sanierung. Mein Objekt ist ein Keller 44m2, 2.5m Deckenhöhe, 2.5 Wände...

  1. #1 Stampfbeton76, 11. August 2016
    Stampfbeton76

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    Dickes Hallo und Grüezi

    Ich bin gerade an einer eher ausserordentlichen Sanierung. Mein Objekt ist ein Keller 44m2, 2.5m Deckenhöhe, 2.5 Wände sind 3/4 im Erdreich. Ein Fenster ca. 80/40 cm ist vorhanden.
    Noch nicht spannend genug, ich weiss. Nun, der Keller ist ein ehemaliges Lager für Käselaiber. Sprich war das Innenleben ein abgesperrter Kühlschrank mit Innenwänden basierend auf Styropor und Faserverstärkter Deckschicht. Das war nun 25 Jahre so und ich habe mich dank Fügung mit dem Vermieter darauf geeinigt, dass ich alles aus dem Raum entferne, inkl. den Styroporwänden.

    Leider kam bei der Demontage ein ziemlich heftiges Wasserspektakel zum Vorschein. Die Wände waren nicht dicht und zwischen Styropor und Mauerwerk hat sich über die Jahre heftig Wasser angesammelt. Die Gestelle wurden regelmässig mit Hochdruck abgespritzt, ein Ablauf ist vorhanden. Der Rest des Wassers wurde wohl durch den Putz aufgenommen. Die ersten Wochen waren also erstmal Beobachtung angesagt. Das ganze trocknete oberflächlich wunderbar, jedoch zeigten Messungen einen stark feuchten Putz. Da ich hier einen Hobbyraum für die kommenden Jahre baue, war ich mir sicher den Putz runterhauen zu müssen. Es hat sich unter dem Putz ein Leck an der Decke aufgezeigt, welches ich noch unter Kontrolle bringen muss. Ist gleich bei einem Dachablaufrohr, vermute schlecht abgedichtet bzw verstopft, Rohr oder Umgebung.

    Nach wirklich starken Regenfällen hat sich bestätigt, dass die Wände und Boden bis auf das besagte Deckeneck trocken sind. Die Luftfeuchtigkeit halte ich im geschlossenen Raum im Moment mit einem elektrischen Entfeuchter auf ca. 60-70%. Es ist auch eine Permanentlüftung eingeplant, welche vermutlich über automatische Luftfeuchtigkeitserkennung innen/aussen für eine gute Luft sorgt. Auch ein Heizkörper mit Temperaturfühler/-Regelung wird vorhanden sein.

    Da die Stampfbetonwand sich in der Mitte gegen den Raum 'wölbt', beträgt die Wand-Differenz bis zu 4cm von Mitte zur Bodenkante.
    Ich habe mich die letzten Wochen etwas rumgetrieben und habe auch einige Fachkundige Leute im Raum gehabt, allerdings bevor der Putz unten war. Da wurde von Glasschaum (Bauphysiker) über Horizontalsperre (Kellersanierer) bis vorgesetzte Wandverschalung (Gipser-Trockenbauer) alles vorgeschlagen.

    Mein Bauch sagt mir, dass Luftkalkmörtel die einzig vernünftige und langfristig richtige Lösung ist. Aufgrund der ziemlich schrägen Wände befürchte ich jedoch, dass ich mit dem Luftkalkmörtel einen solchen dicken Unterputz bzw Aufputz nicht realisieren kann.

    Mir schwebt eine Vorschalen-Holzkonstruktion mit Dämmung und Dampfsperre vor.

    Einerseits 'schneller' und die Mauer kann über die kommenden Monate/Jahre wieder austrocknen.

    - Würde ein Holzlattenvorbau inkl. mineralischer Dämmung funktionieren? Die Wände werden so oder so aus akustischen Massnahmen verbaut
    - Ich habe erst den halben Raumputz entfernt (Aussenwände) und der Rest davon hält Bombe. Irgendein Zementgemisch. Muss das komplett runter?
    - Der Boden ist trocken und hat eine Sperrschicht AUF dem Beton. Dampfsperre und belegen notwendig?

    Ich habe nicht den Luxus des Geld, jedoch der Zeit und möchte nichts überstürzen. Da der Mietzins sehr gut ist, habe ich mir die Arbeit möglichst in Eigenregie vorgenommen, damit der Zins auch so bleibt.

    Danke für eure Tipps, Erfahrungen und Mahnungen!
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    Beste Grüsse
     
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  3. #2 Stampfbeton76, 11. August 2016
    Stampfbeton76

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    Au Mist ... falsche Rubrik, sorry. Kann das ein MOD in "Altbau - 11-Sanierung-konkret" verschieben? Danke.
     
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