Steckdosen und Sicherheit

Diskutiere Steckdosen und Sicherheit im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo! Wir wollen uns für unseren Neubau mit Steckdosen und Schaltern umsehen. Dabei sind wir auf einen Hersteller (aus der Türkei) gestoßen,...

  1. sandi

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    Hallo!

    Wir wollen uns für unseren Neubau mit Steckdosen und Schaltern umsehen. Dabei sind wir auf einen Hersteller (aus der Türkei) gestoßen, dessen Produkte uns sehr gut gefallen. Wir haben uns auch Probeexemplare zuschicken lassen (von einem deutschen Lieferanten). Die Steckdosen machen einen sehr guten Eindruck.

    Gibt es eine Norm oder ein Prüfzeichen, welches auf der Steckdose /Packung stehen muss? Worauf muss man bei Steckdosen und Schaltern achten bzw. wie erkennt man sichere Steckdosen?

    Für Tips und Hinweise wären wir sehr dankbar!

    Andrea
     
  2. Julius

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    Ja, aber mehrere Normen und viele mögliche Prüfzeichen.

    Auf sehr vieles.
    Als Laie gar nicht, außer an (echten?) Prüfzeichen.

    Gib Eure Muster in ein akkreditiertes Prüflabor.
    Allerdings düften das dann auch bei Bestehen die teuersten Steckdosen des Landes werden...
     
  3. #3 Robert1, 06.05.2009
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    Wie Julius.

    Ich gehe mal davon aus, dass eine Elektrofirma den Ausbau übernehmen wird. Eine solche Firma wird kein -wo auch immer von euch gekauftes- Schalterwerk einbauen.

    Abgesehen davon: Wenn Ihr das Schalterwerk von eurem Eli nehmt, könnt ihr sicher sein, dass die Prüfsiegel echt sind. Nichts wird so oft gefälscht, wie das VDE auf elektrischen Billiggeräten. Zudem könnt Ihr (ziemlich) sicher sein, dass ihr bei Erweiterungen, Umbauten, die Rahmen und Einsätze, etc. der Serie nachkaufen könnt.

    Und: Billigschalter/Steckdosen können schmoren und einen Brand auslösen. Das Ergebnis habe ich schon einmal selbst gesehen.
     
  4. bernix

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    ...auch Markenschalter können schmoren, das Ergebnis hab ich schon mal selbst gesehen. Brand gab es keinen in dem Fall...
     
  5. R.B.

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    Normen müssen nicht auf dem Produkt bzw. der Verpackung genannt werden. Die meisten Hersteller nennen jedoch in ihren Konformitätserklärungen nicht nur die Richtlinien nach denen die Konformität erklärt wird, sondern auch die zugehörigen Normen.

    Pflicht für die Hersteller bzw. deren Inverkehrbringer in der EU ist nur die Kennzeichnung mit dem CE Zeichen sowie die o.g. Konformitätserklärung.

    Manche Hersteller unterziehen ihre Produktion zusätzlich einer regelmäßigen Überwachung durch eine externe Stelle (Bsp.: TÜV oder VDE oder....) und dürfen damit ihre Produkte auch mit einem GS-Zeichen oder VDE-Zeichen versehen.

    Leider ist so ein GS oder VDE-Zeichen nicht automatisch eine Garantie für ein "sicheres" Produkt, denn die normativen Anforderungen sind immer die gleichen, und solche Zeichen kann man auch kopieren. Es besteht jedoch die Möglichkeit über die genannten Prüfinstitute herauszufinden, ob die Produkte die Prüfzeichen zu Recht tragen (oder ob es sich um eine Kopie handelt).

    Diese Nachforschungen sind manchmal aber nicht ganz einfach, weil oftmals die Produkte unter verschiedenen Namen in den Handel kommen, und der "echte Hersteller" nicht unbedingt in Erscheinung tritt.

    Gruß
    Ralf
     
  6. R.B.

    R.B.

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    :mega_lol:
    Das mit Sicherheit. Kostenpunkt all inclusive etwa 10T€.

    Dafür gibt´s dann aber auch ein schönes "Zertifikat" :mega_lol::mega_lol::mega_lol:

    Gruß
    Ralf
     
  7. #7 Robert1, 06.05.2009
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    Mag sein, aber die Wahrscheinlichkeit ist beim Billigprodukt größer.;)
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Und was war wirklich die Ursache für den Brand?

    Ein neuer Steckdoseneinsatz wird bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keinen Brand verursachen, egal ob Billig- oder Markenware.
    Ausnahme: Produktionsfehler oder mangelhafte Montage.

    Der Unterschied zwischen Billig- und Markenware liegt woanders. Beispielsweise bei den verwendeten Kunststoffen (Stichwort: Schlag-/Stoßfestigkeit), Qualität der Klemmstellen (erleichtert die Montage) und die Markenhersteller lassen sich natürlich auch ihre Design-Ideen bezahlen. Zudem liefern Markenhersteller meist ein komplettes Typenspektrum, während sich die Billighersteller üblicherweise auf Schalter-/Steckdoseneinsätze und einfache Rahmen beschränken.

    Bei Schaltern habe ich schon erlebt, daß bei Billigware die Kontakte nach kurzer Zeit nicht mehr einwandfrei schließen. Die Anzahl der Schaltspiele reichte aber auch da noch locker für eine Lebensdauer > 10 Jahre.
    Brandgefahr bestand auch dort zu keiner Zeit.

    Gruß
    Ralf
     
  9. #9 blueflying, 07.05.2009
    blueflying

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    Bei unserem Bau haben wir uns auch entschieden, alle Steckdosen mit integrierter Kindersicherung auszustatten. Kostet nicht viel und ist komfortabler als die nachrüstbaren Einsätze zur Kindersicherung. War uns sehr wichtig. Ausserdem würde ich schauen, ob es denn auch noch andere Einsätze gibt: Antennendosen, Telefondosen, Netzwerkdosen, Jalousieschalter fallen mir da auf die Schnelle ein....
    Warum ein "exotischer" Hersteller? Ist das Design wirklich so einmalig? Gibt es das in ein paar Jahren noch, wenn Du plötzlich die Idee hast, noch ein paar Steckdosen nachrüsten zu wollen?
    Ich schicke Dir per PN mal einen Link zu einem Internethöker. Die haben alle möglichen Serien von bekannten Herstellern. Da kannst Du mal sehen, was es so alles gibt....

    Viel Erfolg,

    Andy
     
  10. SvenW

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    Das der Hersteller aus der Türkei kommt, sagt gar nichts aus. Was als Hersteller genannt wird und wo der Kram herkommt sind 2 verschiedene Dinge. Conti ist auch ein deutscher Hersteller der aber 90% seiner Reifen in Rumänien fertigt während Pirelli noch deutsche Werke hat.
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Jepp. :28:
    Es gibt viele "Hersteller" die ihre Produkte, oder zumindest Teile davon, irgendwo auf dieser Welt produzieren lassen.

    Manchmal wird auch das Produktspektrum erweitert indem man einige Produkte komplett zukauft, und nur einen Teil selbst produziert bzw. produzieren lässt.

    So lassen sich beispielsweise Kunststoffteile sehr günstig in Asien herstellen, zumindest wenn man entsprechende Mengen produziert. Das gilt auch für arbeitsintensive Produkte (Bsp.: Verdrahtung in Handarbeit).

    Geht es um Konformitätserklärungen, dann gibt es auch noch den Begriff des "Inverkehrbringers". Das wäre die Firma die das Produkt in die EU einführt, nicht zu verwechseln mit dem Importeur in Deutschland (sofern er die Produkte innerhalb der EU einkauft).

    Gruß
    Ralf
     
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