Steinstatik

Diskutiere Steinstatik im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Ob es für diese Beispiele ne Steinstatik gibt??? Die Häuser sind inzwischen fertig ...

  1. #1 BetonMiller, 12. Mai 2008
    BetonMiller

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    Ob es für diese Beispiele ne Steinstatik gibt???
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  3. Robby

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    Ja gibt es... Sieht nur wegen der nicht ergänzten Perimeterdämmung komisch aus.

    Problem ist hierbei meist die Abdichtungshochführung...
     
  4. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "hmmm"

    wenn ich´s richtig deute ist die XPS-Stärke 10cm ???

    alles über 6cm ist unzulässig ... es sei denn ein fiter
    Tragwerksplaner bringt den Einzelnachweis (!)

    das ganze ohne wenn und "aber" (!)

    die gezeigte Ausführung ist m.e. nach eh für die Tonne (!)
     
  5. #4 BetonMiller, 12. Mai 2008
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    Ich schätze die Steinbreite auf 30cm, den Überstand auf min. ca. 8cm
    Das wäre schon eine Menge, oder?
     
  6. #5 BetonMiller, 12. Mai 2008
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    Zu den 6 cm zul. Auskragung.
    Sind die nicht auch abhänging von der Steinstärke?
    Was wäre z.B. bei einem 49er Mauerwerk?
     
  7. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    die 30ig ergeben sich aus dem Eckverband raus ... sprich
    Wandstärke 30cm ist klar ... die 10cm hab ich anhand von
    3 Dritteln rausgeschätzt.

    ganz einfach HLZ haben allesamt eine Steinstatik die
    von max. 6cm Überstand ausgeht ... alles drüber hinaus
    in "NICHT" zulässig ... es sei denn es wird ein
    Einzelnachweis geführt ... der wird "aber" ned grad
    billig auszuführen ... sprich ist auch garantiert nicht
    gemacht worden ... den Rest dazu kannste Dir denken ...
    wo kein Kläger da kein Richter (!)
     
  8. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    beim 49er Mauerwerk kannste sowas vernachlässigen ... interesant
    wird das eher bei schlanken Mauerwerken wie hier mit 30cm ...
    zieh mal den nichttragenden Bereich von der Wandstärke ab
    da siehste was noch übrig bleibt und obste dann noch mit den
    Ablasten samt Überstandablast zurecht kommst :p

    Wandstärke 30cm ist hier sicher ein monolitisches Mauerwerk
    sprich dämmtechnisch noch stark, ablasttechnisch so arg zurück
    geschraubt :)
     
  9. #8 BetonMiller, 12. Mai 2008
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    Leuchtet mir ein.
    Was mir noch auffällt, ist bei dem ersten Bild, daß die Feuchtiglkeitssperre ( sieht nach einer Deltafolie aus )
    direkt ohne Mörtelschicht auf die Betondecke aufgelegt wurde. Sollte hier nicht auch eine Mörtelchicht drunter und besandete Sperrbahn R500. So wie auf dem Bild sehe ich das immer wieder.
    Ist das ok so?
     
  10. Josef

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  11. Robby

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    Die Bahn muß nicht besandet sein. Nur bei Erddruck...

    Das mit dem Überstand meinte ich mit dem Problem bei der ABdichtungshochführung...
     
  12. #11 BetonMiller, 12. Mai 2008
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    ok. dann habe ich den Erddruck als Horizontallast nicht...
    verstanden
     
  13. #12 BetonMiller, 12. Mai 2008
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    Josef, Danke für den Link!
     
  14. Volker E

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    Hallo Josef,
    ich habe die Hinweise in dem Link mit großem Interesse gelesen. Wir werden auf unserer Baustelle so viel wie möglich Vom System Thalhammer umsetzen und selbstverständlich auf den Verantwortlichen hinweisen. Ich habe auch den Bericht über den Forumsbau im Osten gelesen und daher ein Verständnisproblem. Gelten die Ausführungen in dem obigen Link auch bei einer Ausführung mit Frostschürze, oder sehe ich das richtig, daß da die Abdichtung unter der Perimeterdämmung entfällt? Ich verstehe den Bericht über den Forumsbau im Osten so, daß da direkt gegen die Dämmung betoniert wird. Dann ist es ja wohl nicht möglich zwischen Dämmung und Beton noch abzudichten, oder sehe ich das falsch?

    Volker E
     
  15. Josef

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    Hallo Volker,

    das ist "alles" eine Frage auf welcher Höhe das spätere Gelände
    angelegt wird ... beim Forumsbau war das Gelände ca. 30cm unter
    OK Bodenplatte ... in Bayern ist´s die Mode geworden daß bis auf
    OK Kellerdecke bzw. Bodenplatte aufgefüllt wird ... teilweise
    sogar barrierefrei sprich ca. 15cm über Kellerdecke (!)
     
  16. Volker E

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    Danke Josef, daß war eine erschöpfende Antwort, die alle Unklarheiten beseitigt hat.

    Volker E
     
  17. andif

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    Habe gerade den Artikel bzgl. der Steinstatik gelesen und möche diesen nochmals kurz aufgreifen:

    wir sind dabei, ein EFH mit T9-Steinen (30cm) zu bauen und haben das Problem bereits vor einiger Zeit mit unserem Architekten und Statiker durchgesprochen.

    Es wurde uns damals mitgeteilt, dass der Überstand von 10cm im EG (zum Anschluss der Perimeterdämmung) kein Problem darstelle.
    Ein Anruf bei dem Hersteller verwies darauf, dass der Stein lediglich für ein flächiges Auflager geprüft sei. Jede Abweichung hiervon sei im Einzelfall rechnerisch nachzuweisen. Ein Überstand von 1/3 der Steinbreite solle jedoch keinesfalls überschritten werden.

    Nun ist der T9 ja von Haus aus nicht allzu druckfest und wird im Datenblatt mit 6N/mm2 sowie einer zul. Mauerdruckspannung von 0.7MN/m2 angegeben.
    Wenn der Stein 1/3 übersteht, stehen immerhin 3 der 8 kräftigen Längsstege über und fallen somit für die Kraftübertragung weg.
    Kann man denn einfach hergehen und nur 2/3 der Druckfestigkeit als Basis annehmen oder muss da detaillierter gerechnet werden?
    Rechnungen bzgl. der Steinstatik sind in den Statikunterlagen nicht zu finden.
    Der Prüfstatiker hat diesen Punkt somit auch nicht überprüfen können.

    Zur Info: Das EFH befindet sich in der Erdbebenzone 3, mit 1 Vollgeschoss und 1 Dachgeschoss.

    Sicherlich, es ist in diesem Thread bereits auf die 6cm verwiesen worden - nur sind diese weder vom Steinhersteller (habe extra nachgefragt) nicht generell zugelassen und zudem in unserem Fall auch überschritten.
    Was kann oder soll man tun? Es steht bislang nur Keller und EG-Mauerwerk ohne Decke. D.h. man könnte im schlimmsten Fall sicherlich noch in irgend einer Form Abhilfe schaffen...

    Ist der Statiker zwingend verpflichtet, die ausführlichen Berechnungen in diesem Fall durchzuführen oder kann er generell die vereinfachte Berechnung heranziehen?

    Danke für Eure Ratschläge,
    Andreas
     
  18. #17 Ralf Dühlmeyer, 4. Juni 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Wenn der Statiker die tragenden Aussenwände nicht mit 20 cm, sondern mit 30 cm nachgewiesen hat, wirds schon mal spannend.
    Ich würde den Statiker um eine AUSDRÜCKLICHE SCHRIFTLICHE Freigabe bitten.
     
  19. andif

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    Die 200 Seiten Statik-Berechnungen enthalten überhaupt kein Mauerwerk, lediglich einen Mauerwerkspfeiler im EG.
    Sonst nur alles Stbt-Berechnungen und Dach. Aber kein Aussenmauerwerk.
    Kann man das denn generell einfach weglassen, wenn gewisse Kriterien (Scheibenausbildung etc.) erfüllt sind? V.a. auch hinsichtlich der Erdbebensicherheit? Der Prüfstatiker hatte jedenfalls nichts bemängelt und die Statik freigegeben...

    Ich werde auf jeden Fall hier nochmal konkret nachfragen und mir dies schriftlich bestätigen lassen... (dieser eventuelle Mangel fällt nun ja in der Summe aller bisher aufgetretenen Mängel auch nicht mehr ins Gewicht) :)
     
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  21. Robby

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    Na ja... jetzt kümmern bedeutet später nicht belämmert zu sein ;)
     
  22. PeMu

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    Sie können auch mal beim Prüfer nachfragen:

    Wie wurde das Thema Außenmauerk mit dem T9 statisch berücksichtigt?
    Ist der Überstand aus statischer Sicht unbedenklich?


    Erdbebenzone 3 , da ist das Thema eh nicht so locker.
    Würde mich nicht wundern, wenn das Mauerwerk im Wesentlichen als Ausfachung betrachtet wurde.
    Dann gibbet in der Statik auch nix zum Mauerwerk, außer vielleicht einem Hinweis.
     
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