Stellungnahme der DEKRA Automobile GmbH zum Feuchteschutz im Sockelbereich

Diskutiere Stellungnahme der DEKRA Automobile GmbH zum Feuchteschutz im Sockelbereich im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Es geht um den Feuchteschutz des Oberputzes im Sockelbereich eines WDVS. Was ist von der nachstehenden Stellungnahme der DEKRA zu halten? Ich...

  1. Eric

    Eric

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    Es geht um den Feuchteschutz des Oberputzes im Sockelbereich eines WDVS.

    Was ist von der nachstehenden Stellungnahme der DEKRA zu halten? Ich meine, die sollten besser weiterhin die in ihrem Namenbestandteil genannten Automobile begutachten:

    " Entscheidend für meine Beurteilung war die Angabe des Herrn M. ( GF des BT ), dass es sich hier um ein WDV-System der Firma Alsecco handelt. Gemäß der Herstellerangabe ist hier die Schichtenfolge für die Abdichtung des WDVS-Sockels unterhalb des Außenputz auszuführen. Diese ist in den Verarbeitungshinweisen des Herstellers für fassadenbündige Sockel wie folgt beschrieben (Auszug Verarbeitungshinweise der Firma Alsecco: "Verarbeitung von alsecco Fassadendämmsystemen"):

    " ....
    3 Bei Anwendung systemzugehöriger, sockelbereichsgeeigneter Armierungsmassen können diese flächenbündig bis in das Erdreich geführt werden. Werden unterschiedliche Armierungsmassen im Fassaden- bzw. Sockelbereich verwendet, müssen sich die Armierungsschichten mind. 10 cm überlappen. Die Verträglichkeit der Armierungsmassen ist im Einzelfall zu klären . Zur sauberen Ausbildung des Übergangs wird der Einsatz von Putzabschlussprofilen empfohlen. Im erdnahen und Untererdbereich ist ein zusätzlicher Feuchtigkeitsschutz aus Waterflex Carbon oder Waterstop-Kellerdicht W auf die ausgetrocknete Armierungsschicht aufzutragen.
    4 Anschließend wird der Strukturputz des Wärmedämm-Verbundsystems aufgebracht.

    ...."


    erfahrungsgemäß ist diese Ausführung auch bei einigen anderen Herstellern auf dem Markt (z.B. Sto) in gleicher Weise zu finden. Demgegenüber halten sich andere Hersteller wie z.B. Keim und Brillux an die in der Richtlinie ( Anmerkung: gemeint ist die RiLi " Fassadensockel/Außenanlage " ) empfohlene Schichtenfolge. Bei einem den Herstellerangaben der Firma Alsecco entsprechendem Einbau des Sockels, wäre der Feuchteschutz also rein visuell nicht zweifelsfrei erkennbar. Aber ganz gleich an welcher Stelle im System die Abdichtung sitzt, so ist sie ( Anmerkung: im vorliegenden Fall ) nicht gegen mechanische Einwirkungen, z.B. lokale Zwängungsspannungen, geschützt ".

    Gegenstand der Beurteilung sind Feuchteschäden im Sockelbereich eines WDVS mit Abplatzungen des Oberputzes an einem MFH, die der Bauträger durch Flickarbeiten am Oberputz mit jetzt deutlich sichtbaren Übertünschungen des Farbanstrichs behoben haben will.
     
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  3. Eric

    Eric

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    Aus der Broschüre des Herstellers:

    " Sockel- und Perimeterdämmung

    Zur Ausbildung des Wärmedämm - Verbundsystems im erdnahen und Untererdbereich werden spezielle Dämmplatten aus Polystyrol PS 30 SE oder extrudiertem Polystyrol eingesetzt.
    Der Sockel kann versetzt oder fassadenbündig ausgebildet werden. Die Mindestsockelhöhe beträgt 30 cm.

    Zur Untergrundvorbehandlung auf bauseits vorhandenen, DIN-gerechten, bituminösen Bauwerksabdichtungen, kann die Dämmstoffverklebung direkt mit Waterflex-Carbon als Spezialklebemasse vorgenommen werden. Alternativ kann auch eine Haftvermittlung für vergütete mineralische Kleber in der Art hergestellt werden, dass eine Haftvermittlungsschicht aus Waterstop -Kellerdicht W mit Quarzsand (0,3-0,7 mm) abgesandet wird. Die Bauwerksabdichtung, ausgeführt nach den anerkannten Regeln der Technik, muss vorhanden sein.

    Unabhängig von der Ausführung als versetzter oder flächenbündiger Sockel sind Putzbeschichtungen, die ins Erdreich geführt werden bis mind. 5 cm über Gelände mit einer Feuchteschutzmaßnahme zu versehen und durch zusätzliche Schutzschichten vor Beschädigungen zu schützen. Das Verlegen von Schutzschichten sollte als Leistungsbestandteil des Landschaftsgärtners vereinbart werden ".

    Der Fettdruck entspricht der RiLi ! Der Feuchteschutz kommt auf die Putzbeschichtung und davor kommt die Schutzschicht.

    Ist ja auch logisch, weil die oberste Putzschicht gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit im Putz und gegen Spritzwasser geschützt werden muß.

    In der nachfolgenden Beschreibung des Herstellers mit Bildern heißt es dann aber, der Feuchteschutz komme auf die Armierungsschicht und darauf dann der Oberputz.

    Hat auch der Hersteller seinen Beschrieb ( s.o. ) und den Sinn und Zweck des Feuchteschutzes nicht verstanden???

    Anbei Bilder vom Bauort:
     

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