Strom auf der Dachrinne?

Diskutiere Strom auf der Dachrinne? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, ich habe eine Frage die ich als Dachdeckermeister nicht beantworten kann und hoffe das mir das ein Elektriker der sich mit Strom...

  1. #1 DDM Ackermann, 24. Oktober 2013
    DDM Ackermann

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    Hallo,

    ich habe eine Frage die ich als Dachdeckermeister nicht beantworten kann und hoffe das mir das ein Elektriker der sich mit Strom auskennt erklären kann.

    Wir arbeiten zur Zeit an einem Satteldach flache Neigung und über uns läuft eine Hochspannungsleitung.
    Bei der Montage der Rinne haben wir permanent eine gewischt bekommen wenn wir dabei das Gerüst angefasst haben.

    Zum Spaß habe ich mein Multimeter mitgenommen auf 750 ACV eingestellt was meines Erachtens Wechselspannung ist.Plus an Dachrinne Minus an Gerüst.Abgelesen 350.

    Heist das da sind 350Volt drauf oder habe ich das Multimeter falsch eingestellt?
    Wenn ja wie kann das sein.
    Ach so und 1Ampere genau so gemessen nur auf Ampere umgestellt.

    Für Hilfe und Erklärungen wäre ich euch sehr dankbar.
     
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  3. mastehr

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    Kannst Du mit einem Messgerät umgehen?

    Wenn da wirklich ein Strom von 1 Ampere fließt, ist da etwas oberfaul und die Arbeiten müssen sofort eingestellt werden, bis die Ursache feststeht und abgestellt wurde.
     
  4. #3 ars vivendi, 24. Oktober 2013
    ars vivendi

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  5. Baumal

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    du glaubst das ?

    achte mal auf den nachthimmel, das feld, die personen die
    auf dem feld "stehen" zu scheinen, den mais und die leuchtstoffröhren.

    das foto ist ein wirklich ganz schlecht gemachter fake.

    und dann achte auch auf eigenArts
     
  6. #5 ars vivendi, 24. Oktober 2013
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    Ich seh selbst das dies ein Fake bzw Fotomontage ist, sieht ja ein Blinder mit... Stock.
    Trotzdem merkt man-hört man bei passender Wetterlage die Spannung unter den Leitungen.
    Und dort wird wohl, warum auch immer (Induktion ?) eine Spannung vorhanden sein.
     
  7. Baumal

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    ja, aber das bringt keine leuchtstoffröhren zum leuchten.

    bei solch einer propaganda kann man feng shui
    zu recht als feng pfui beschimpfen.
     
  8. roro

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    Unabhängig davon dass ich das Bild auch für ein Fake halte (zumindest wurde hier mit der Belichtungsdauer gut gearbeitet), ist es es sehr wohl möglich eine Leuchtstoffröhre durch Felder zum Leuchten zu bringen. Dazu braucht man nicht einmal eine Hochspannungsleitung, das geht auch zu hause.
    BTW: Diese Experimente sind ein Klassiker während des Physikstudiums, ich kenne bei uns keinen Professor der das nicht einmal seinen Studenten vorgeführt hat.
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 25. Oktober 2013
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    Wer misst, misst meistens Mist!

    U (Spannung in Volt) wird parallel zu den Leitern gemessen. I (Strom in A), aber in Reihe zum Verbraucher in einem Leiter.
    Wenn Du also nur den Schalter am Multimeter gedreht hast, war die Messung Müll.

    Lägen da wirklich 350V bei 1 A an, würdet Ihr alle aussehen wie die Grillhähnchen!

    Auch die Messung in V ist MIst, weil Du keinen Verbraucher hast. Nimm ml eine Bohrmaschine, klemm den einen Stift vom Stecker an die Rinne, den anderen ans Gerüst und schalte dann ein.
    Wäre Deine Messung richtig,würde die abrauchen.
    Real passieren hingegen wird gar nichts, weil Deine Spannung zusammenbricht.

    Zu klären wäre auch, wo diese Phantomspannung aufgebaut wird. Ich würde eher auf das dann ggf (da mögen unsere Elis genauer zu werden) zu erdende Gerüst als auf die Rinne tippen.
    Denn das Gerüst steht ja i.A. auf Bohlen o.ä., die aus Holz und damit nicht leitend sind.
    Die Rinne hingegen kann über Standrohre schon Erdkontakt haben.
     
  10. #9 Rudolf Rakete, 25. Oktober 2013
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    Ich finde das sehr ärgerlich dass solche Anleitungen von einem Herrn D. hier eingestellt werden. Schreibt jemand anderes solch einen gefährlichen Kram wird dies sofort mit einer Verwarnung gelöscht.
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 25. Oktober 2013
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    Was an der "Anleitung" ist denn verwarnenswert? Würden dort reale Spannungen anliegen,könnte ich den EInwand verstehen (und hätte das nie geschrieben), aber so......
     
  12. #11 Rudolf Rakete, 25. Oktober 2013
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    Das was du hörst sind Entladungen über die feuchten Isolatoren, ein zischen oder Summen. Das hat nichts mit "Induktion" oder ähnlichen zu tun, sondern nur mit der hohen Spannung.
     
  13. #12 Rudolf Rakete, 25. Oktober 2013
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    Weil dort sehr wohl "reale" Spannung anliegen (was sie damit auch immer meinen), bzw ein gefährlicher Körperstrom fließen kann. Alleine eine Anleitung zum Abklemmen in einem Stecker gehört hier nicht rein. Wie war das mit dem Schuster?
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 25. Oktober 2013
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    In welcher Höhe in V
     
  15. R.B.

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    Was verstehst Du unter "Hochspannungsleitung"? Meinst Du damit die Freileitungsversorgung der einzelnen Gebäude in der Straße? Im Ortsnetz hat man es normalerweise mit Niederspannung zu tun (400/230V), höchstens mit Mittelspannung zur Versorgung größerer Industriebetriebe oder zwischen einzelnen Ortschaften. Hochspannungsleitungen (110kV) findet man zur Versorgung einzelner Städte, zwischen Kraftwerken usw. und dann gibt es noch das Höchstspannungssnetz (220kV-380kV).

    Der Grund warum ich das frage, für jede Art dieser Leitungen gibt es unterschiedliche Vorschriften hinsichtlich Leitungsführung, Abständen usw.

    "Stromleitungen" erzeugen ein Feld um den Leiter herum, und dieses Feld kann in benachbarten el. Leitern wiederum einen Strom induzieren. Ein einfaches Beispiel wäre ein Trafo, der ja im Prinzip (sehr vereinfacht) auch nur aus parallel verlaufenden Leitern besteht.

    d.h. ist das Blechdach nicht mit einem Erder verbunden, dann kann sich dort ein Potenzial gegenüber Erde aufbauen. Berührt man dann das mehr oder weniger gut geerdete Baugerüst, dann wird dieses Potenzial über den Körper auf das Gerüst, und vom Gerüst in die Erde abfließen. Theoretisch wäre auch denkbar, dass das Dach korrekt geerdet ist, und das Gerüst mangels Erdung die Energie aufnimmt. Dann müsste man auch eine "gewischt" bekommen, wenn man auf dem Boden steht und das Gerüst anfasst.

    Normalerweise sind die Sicherheitsabstände zu den Leitungen so gewählt, dass keine Gefahr durch Induktion besteht. Für Personen die sich auf einem Dach aufhalten sind aber besondere Vorkehrungen zu treffen, bis hin zur Abschaltung der Leitungen. Das gilt in ähnlicher Form für den Aufbau eines Arbeitsgerüsts.

    Parallel zu den Schutzabständen gibt es noch Forderungen (BG, DIn etc.) dass bei Gefahren weitere Schutzmaßnahmen zu treffen sind. Im og. Fall könnte das so aussehen, dass sowohl Dach als auch Gerüst geerdet werden.

    ACHTUNG! Auch wenn ich davon ausgehe, dass der induzierte Strom bei Berührung erst einmal keine Gefahr für Personen darstellt, so wären trotzdem Sicherungsmaßnahmen zu treffen, denn allein schon der Schreck bei Berührung kann dazu führen, dass eine Person Zusammenzuckt, das Gleichgewicht verliert oder sonstwie vom Dach/Gerüst stürzt, oder auch nur etwas fallen lässt, das sich dann auf den Weg in Richtung Erdboden macht. Sicherheit hat immer Vorrang, das gilt erst Recht bei Arbeiten auf einem Gerüst oder Dach.

    Gruß
    Ralf
     
  16. kappradl

    kappradl Gast

    Da liegt eine "reale" Spannung an. Also doch besser nichts schreiben.
    Welche Höhe? Keine Ahnung aber wenn man eine "Gewischt bekommt", ist es eine höhere Spannung. Die Höhe einer Spannung alleine sagt aber noch nichts über die Gefährlichkeit aus.
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Jepp. Wir haben früher auch Antennen bzw. die Sendeleistung mit "Leuchten" abgeglichen. War ein einfaches Mittel wenn man einmal kein Wattmeter zur Hand hatte.
     
  18. Eumeltier

    Eumeltier

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    Ja, ich erinnere mich noch sehr genau, wie unser E-Technik Prof mit einer leuchtenden Leuchtstoffröhre herumwedelte... sah aus wie Luke Skywalker :-)
     
  19. Rheinbauer

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    Das hat er ja nicht behauptet.

    350 VAC wird er wohl mit einem hochohmigen Messegerät gemessen haben.

    Wenn tatsächlich die Induktion aus einer Hochspannungsleitung die Ursache ist, steckt da keine nennenswerte Leistung dahinter.

    1 A fliessen dann bei annähernd 0 V....wenn er die denn tatsächlich gemessen hat.

    Die Dachrinne wirkt dann wie die sekundär-Seite eines Trafos mit sehr hohem Innenwiderstand.

    Material der Dachrinne ? Kupfer ?

    Wie auch immer, die Gefahr von sekundär-Unfällen besteht unbestritten. Daher wie bereits geschrieben, Rinne ordentlich in den Potentialausgleich einbinden.
     
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  21. Rosmarin

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    Bevor ich über einen Potentialausgleich der Rinne oder Induktionserscheinungen durch eine Freileitung nachdenke, würde ich doch zunächst gefährlichere Ursachen wie z.B. defekte/durchgescheuerte/angebohrte Kabel etc. sicher ausschließen. Also vielleicht mal am Baustromverteiler alle Stecker ziehen und am Sicherungskasten des Hauses den Strom komplett abstellen und dann schauen, ob's immernoch in den Fingern bitzelt.
     
  22. #20 MisterX1000, 25. Oktober 2013
    MisterX1000

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    Ich würde hier ebefalls zwei unterschiedliche Massepotentiale vermuten! Auch könnte, wie schon erwähnt, ein Kabel etc. defekt sein und einen Kriechstrom auf die Dachrinne übertragen, welchen der Themenstarter dann deutlich spüren kann.

    Bei unterschiedlichen Massepotentialen wird die Multimetermessung "seltsame" Ergebnisse bringen, auf die man sich so nicht verlassen kann.

    Wäre alles schön sauber auf dem selben Potentialausgleich, würde man nichts spüren.

    Das erinnert mich an meine CB-Funk Zeiten. Hatte mal das gute Standmikrofon in der Hand (Metallboden) und wollte die Teleskopantenne meines kleinen TV´s einstellen...Autsch...hatte damals auch um die 350V AC "gemessen" und mich gefragt wo das nur herkommt :-))

    Gruß
     
Thema:

Strom auf der Dachrinne?

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