Stromverbrauch Luft-Wasser-Wärmepumpe

Diskutiere Stromverbrauch Luft-Wasser-Wärmepumpe im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, wir möchten ein EFH mit ca. 130m² Wohnfläche bauen. Das Haus ist KFW-70-förderfähig, besitzt eine 20cm Dämmung und 3fach...

  1. #1 Daniel812, 20.06.2012
    Daniel812

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    Hallo zusammen,

    wir möchten ein EFH mit ca. 130m² Wohnfläche bauen.
    Das Haus ist KFW-70-förderfähig, besitzt eine 20cm Dämmung und 3fach verglaste Fenster.
    Zudem ist eine Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung geplant.

    Gezeit werden soll nun durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Verbindung mit einer Fußbodenheizung. Diese hat eine Vorlauftemparatur von 40° Grad.

    Ist diese Kombination aus eurer Sicht so sinnvoll?
    Es gäbe zum Beispiel auch die Möglichkeit für ca. 1.400 € auf eine Vorlauftemperatur von 35° Grad zu kommen.
    Rentiert sich das?

    Mit welchem Stromverbrauch würdet ihr ca. im Jahr kalkulieren?

    Vielen Dank für eure Antworten!

    Gruß
    Daniel
     
  2. #2 coroner, 20.06.2012
    coroner

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    40° bei nem KFW70 nach Enev2009???
    Was sind das für Verlegeabstände? Einmal rein, Schlaufe, wieder raus?
    Klar brauchen die um die Temp zu senken mehr Rohr und das kostet. Ob 1400 angemessen ist?
    Keine AHnung, spielt auch keine Rolle, weil du keine andere Wahl hast.

    Aber völlig die energetischen Aspekte mal ausser Acht gelassen: 40° ist höher als deine Körpertemperatur,
    du wirst also -wenns draussen sehr kalt ist und deine FBH in richtung Auslegungstemp. geht warme Füsschen
    bekommen. Sehr unangenehm. Solltest du in jedem Fall vermeiden.
    Frage mal die Verlegeabstände in den einzelnen Zimmern an ...
    Für 1400€ würd ich aber nicht lang herummachen...

    Stromverbrauch hochrechnen geht nur mit polierter Glaskugel, da tendiere Laienhaft ich zu ca. 2.500 kwh bzw. 500p.a. (kommt bei dem geringen Verbrauch schon auch auf die Anz. Personen fürs WW an...)
     
  3. #3 driver55, 20.06.2012
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    Das kann dir der Heizungsplaner Deines Vertauens (genau) berechnen.
     
  4. R.B.

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    Abgesehen davon, dass ich nicht wüsste, ob ich in Deinem Fall mit einer LWP arbeiten würde, würde ich eine Auslegung der Heizflächen mit 40°C in einem Neubau nicht mehr akzeptieren. Das geht besser, und wenn man sich dieses "mehr" für 1.400,- € erkaufen kann, ist das überlegenswert.

    Die Frage ist, was man für die 1.400,- € bekommt. Je nach Planung reicht es nicht aus ein paar Meter Rohr mehr im Estrich zu versenken. Es ergeben sich mehr FBH Kreise, daher größere HKV erforderlich, und es könnte spannend werden, ob in den kritischen Räumen (Badezimmer) ohne Zuheizung die erforderliche Raumtemperatur erreicht wird. Berücksichtigt man den worst case, dann wären 1.400,- € ein echtes Schnäppchen. Mangels Infos kann man aber nur raten.

    Gruß
    Ralf
     
  5. #5 Daniel812, 21.06.2012
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    Was würdest du mir denn für eine Heizung empfehlen?

    Euren Kommentaren entnehme ich aber, dass ich auf jeden Fall auf 35° gehen sollte.
    Das werde ich auch definitiv so tun.

    Ich frage mich noch, wie es dann im Badezimmer aussehen wird, wo man ja immer gerne ein paar Grad mehr haben will.
    Wir haben jetzt einen normalen Handtuchheizkörper eingeplant, der dann ja auch maximal auf 35° Grad kommen kann.
    Ob das ausreicht?

    Gruß
    Daniel
     
  6. #6 coroner, 21.06.2012
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    Ausreichnd? Wofür?
    Es ist und bleibt bei einem auf niedrige VL ausgelegten Heizkonzept (FBH) ein teurer Handtuchhalter. Mehr nicht.
    Es gibt aber technische Möglichkeiten dem entgegenzuwirken. Wenn man entsprechend beraten wird, oder hier
    nachfragt. :D
    In eurem Handtuchheizkörper könnte also eine Heizpatrone Sinn machen.
    Sowas gibts... und auch gleich an die Steckdose dazu denken :D
     
  7. #7 Daniel812, 21.06.2012
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    Dann ist ja gut, dass ich nachgefragt habe. ;-)
    Heizpatrone sagt mir erstmal nichts. Werde mal auf die Suche danach gehen.
    Aber Steckdose dazu hört sich schon gefährlich an, was die Stormkosten dieser Heizart betrifft!?

    Gruß
    Daniel
     
  8. R.B.

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    Das kann ich anhand der bisherigen Infos noch nicht entscheiden. Vermutlich würde ich auf eine WP mit Flächenkollektor setzen, sehr wahrscheinlich auf eine Sole-WP, evtl. auch auf eine DV.

    Das muss man halt planen, sprich durchrechnen.

    Weise Entscheidung.

    Im Badezimmer will man nicht nur ein paar Grad mehr haben, sondern das ist zwingend erforderlich. Ansonsten wäre das ein Planungsfehler.

    Das mit dem Handtuchheizkörper am FBH Kreis kannst Du vergessen. Das Teil wird so gut wie keine Wärme in den Raum liefern. Alternativ eine el. Heizpatrone einplanen die nur bei Bedarf zugeschaltet wird. Dann hält sich der Stromverbrauch in Grenzen.
    Oder aber man investiert in zusätzliche Heizflächen, beispielsweise in eine Wandheizung die zusätzlich zum FBH Kreis betrieben wird. Eine weitere denkbare Variante wäre ein Gebläsekonvektor am FBH Kreis. Der liefert am FBH Kreis etwas mehr "Leistung" als ein normaler Heizkörper oder so ein Handtuchdingens.

    Ich würde mich vermutlich wie folgt entscheiden (Priorität von oben nach unten)

    1. Wandheizung
    2. Handtuchwärmer mit el. Heizpatrone oder evtl. auch eine andere el. Heizfläche (IR Paneel o.ä.)
    3. Gebläsekonvektor am FBH Kreis

    Gruß
    Ralf
     
  9. #9 Daniel812, 21.06.2012
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    Was ist denn eine DV?
    Bei einer Sole-WP habe ich die Befürchtungen, dass die Erdbohrungen sehr teuer bwz. kaum zu kalkulieren sind. Bei der LWW-Pumpe weiß man vorher genau, was auf einen zukommt.

    Ob Flächenkollektoren gehen, weiß ich nicht, da uner Grundstück nur 475m² groß ist.

    Wie funktioniert die von dir angesprochene Wandheizung?
    Ist die völlig unabhängig von der FBH?
    Ich nehme dann an, dass es eine Stromheizung ist!?

    Gruß
    Daniel
     
  10. Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Mach Dich erst einmal mit den Begriffen vertraut.
    Der Gockel hilft! Ebenso die Suchfunktion hier im Forum.

    DV steht für Direktverdampfer.
    Und von Bohrung war keine Rede, Ralf nannte stattdessen ausdrücklich Anlage mit Flächenkollektor.

    Die Wandheizung wäre nicht elektrisch, sondern genau wie die FBH aufgebaut, nur eben in der Wand (weil beim Bad die Bodenfläche i.d.R. nicht ausreicht, zieht man quasi "die FBH weiter in einige Wände").
     
  11. R.B.

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    Das gilt für jede Heizungsanlage, vorausgesetzt sie wird ordentlich geplant.

    Wie Julius schon schrieb, habe ich bewusst den Flächenkollektor erwähnt und nicht von einer Tiefenbohrung gesprochen. Ob man auf Deinem Grundstück einen Kollektor unterbringen kann, das kann man rein anhand der Fläche nur schwer beurteilen.
    Man muss den Kollektor ja nicht großflächig verlegen, sondern man kann ihn in Grenzen auch kompakter gestalten. Ein typisches Beispiel wäre der sogenannte Grabenkollektor.

    Bei der geringen Wohnfläche und dem hohen Dämmstandard wird die Heizlast des Gebäudes auch niedrig liegen. Vermutlich irgendwo um 4-5kW, aber das weiß man genauer sobald die Heizlastermittlung nach EN12831 vorliegt.
    Bei so einer geringen Heizlast benötigt man auch nur eine kleine WP, und dementsprechend auch einen "kleinen" Kollektor. Überlege mal, ob Du auf Deinem Grundstück einen Graben mit ca. 1m Breite und sagen wir mal 50-60m Länge unterbringen kannst. Das wäre dann schon einmal die halbe Miete.

    Man könnte auch einmal ein Konzept mit einem Pelletkessel als Alternative durchrechnen, und natürlich die von Dir angesprochene LWP. Bevor man sich dann für ein Konzept entscheidet, sollte man alle Vor- und Nachteile genauer betrachten.

    Bleiben wir mal bei den LWP. Da muss man sich halt darüber im Klaren sein, dass diese nicht geräuschlos arbeiten. In vielen Fällen spielt das keine große Rolle, in manchen Fällen kann das jedoch ein K.O. Kriterium sein. Auch ist die Arbeitszahl der LWP nicht so berauschend. Die niedrigeren Investitionskosten verursachen halt höhere Verbrauchskosten, und da stellt sich die Frage, wie sich die Strompreise entwickeln werden. Aktuell 17Ct./kWh zzgl. monatliche Grundgebühr, die sich gerade bei geringem Verbrauch stark negativ bemerkbar macht (wir reden dann schnell von > 20Ct./kWh).

    Bei einer Sole-WP hat man Mehrkosten durch den Kollektor, doch dafür auch eine bessere JAZ. Solche Anlagen schaffen problemlos eine JAZ > 4.

    Betrachtet man dann den Preis für 1 kWh thermisch, dann reden wir bei einer LWP ruckzuck von 6,5-7Ct./kWh, bei einer Pelletanlage von 5,5Ct./kWh und die Sole-WP kommt auf etwa 4,5Ct./kWh. Eine DV kann diese Kosten noch ein bischen unterbieten, und wir reden dann von 4Ct./kWh.

    Mit einer LWP bewegst Du Dich also in einem Bereich der momentan auch mit einer Gastherme erreichbar wäre. Über (Heiz)Öl müssen wir nicht reden, das bewegt sich noch jenseits von Gut und Böse.

    Bei den Verbrauchskosten muss man natürlich auch noch so Dinge wie Schorni, Wartung berücksichtigen. Das alles gibt es ja nicht umsonst.

    Du siehst, es ist gar nicht so einfach hier die optimale Lösung zu finden. Eine pauschale Lösung gibt es sowieso nicht, also rechnen bzw. rechnen lassen.

    Gruß
    Ralf
     
  12. #12 Daniel812, 22.06.2012
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    Danke für euren vielen Denkanstöße!
    Ich werde noch weiter überlegen, wie ich mich am besten ausstatten lasse.

    Noch eine Nachfrage habe ich, auch wenn sie möglicherweise blöd erscheinen mag:
    Wenn ich eine FBH mit einer gewissen Vorlauftemperatur habe, ist dann das Brauchwasser auch nur so warm?
    Oder ist das unabhängig voneinander einstellbar?
    Ich kann mir die Antwort war denken, will aber sicher gehen.

    Gruß
    Daniel
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Bei einer ordentlichen Regelung sind die Parameter für Warmwasser und Heizen getrennt einstellbar. d.h. ich kann problemlos den FBH Kreis mit beispielsweise 35°C bedienen, während WW mit 55°C erzeugt wird.

    Wie das später hydraulisch miteinander verheiratet wird, ist dann ein anderes Thema.

    Gruß
    Ralf
     
  14. papeFT

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    Hallo Daniel, wir haben ein Haus gebaut, das etwa dem von Euch geplanten entspricht. Heizung über WP, Fußbodenheizung; Vorlauf der Fußbodenheizung zwischen 23 und 28 Grad, damit ist das Haus von September bis Mai auf 21 bis 22 Grad warm gewesen; Warmwasser ist mit 45 Grad eingestellt, reicht für unsere Bedürfnisse. Jahresverbrauch etwa 2.500 kWh; bei unserem Tarif ca. 600,- Euro. Genaue Zahlen finden sich zu einer ganz bestimmten Anlage unter: http://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/124363/Euer-Tagesverbrauch-LWZ-Sol-403-?page=57
    Die exakte Planung und Ausführung sind in diesem Falle sicher das A und O.
     
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