Stürze bei Türeneinbau beschädigt ...

Diskutiere Stürze bei Türeneinbau beschädigt ... im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Guten Tag ans Forum! Wir haben folgendes Problem: Im Novemebr letzten Jahres haben wir eine neue Haustür und Terassentür eingebaut bekommen....

  1. JayC

    JayC

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    Guten Tag ans Forum!

    Wir haben folgendes Problem: Im Novemebr letzten Jahres haben wir eine neue Haustür und Terassentür eingebaut bekommen. Dabei wurden die alten Türrahmen mit großen Brecheisen aus der Öffnung gedrückt. So weit so gut.

    Im März dieses Jahres hat der Maler, der unser die verbliebenen Fenster streichen soll, sich die Fenster und wegen der gleichen Farbe auch die neuen Türen angeschaut und festgestellt, daß bei beiden Türen die Stürze über den Türen beschädigt (Risse in den Fugen) sind.

    Daraufhin haben wir uns an den Türenlieferanten und -monteur gewendet, der die Verursachung der Risse und somit seine Haftung von sich wies. :mad:

    Bei der Haustür ist der Sturz abgesackt und der Riss geht bis in eine untere Ecke des darüber liegenden Fensters. Bei der Terassentür sind nur die Fugen des Sturzes beschädigt. Beide Stürze hängen und sind jetzt abgestützt.

    Meine Frage an die Fachleute: Ist es möglich, durch massiven Einsatz von Brecheisen Stürze und darüberliegende Bereiche des Klinkermauerwerks zu beschädigen?

    Interessanterweise haben wir vor dem Umbau die alte Haustür fotografiert, weil wir die Idee hatten, diese in unserer regionalen Tauschbörse zu verschenken. Auf dem Bild (ca. 1 Monat vor der Montage) war der Sturz der Haustür noch okay ... :D

    Gruß aus dem Norden
    JayC
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 23. Juli 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Jetzt erstmal GANZ langsam - zum Mitdenken!

    Es geht um die Stürze der Verblendschale, nicht der des tragenden Hintermauerwerks? Richtig?

    Weiter - Es sind Rollschichten so wie auf dem Bild?
    [​IMG]

    Ein Stahlprofil leigt nicht drunter?

    Wenn die Antwort 3* JA lautet - dann ist es möglich!

    Ein Bild sagt aber immer mehr als 1000 Worte
     
  4. BJ67

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    Nein, wenn so der Sturz kaputt geht, hätte ja die Tür getragen :wow

    Bitte vorher/nachher Bild !

    Oder wie im Beitrag zuvor, die Verblendschale kann dabei kaputt gehen (gute Idee) .
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 23. Juli 2009
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

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    Soll auch vorkommen!
     
  6. JayC

    JayC

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    @ Rolf Dühlmeyer + BJ67

    Zu 1.
    Es geht um das Verblendmauerwerk (Verblendschale?) > nicht um das Hintermauerwerk

    Zu 2.
    Das Bild kann ich nicht sehen > nur den Platzhalter (Kreuz). Was ist eine Rollschicht ???

    Zu 3.
    Im Verblendmauerwerk ist im Sturzbereich kein Stahl oder Ähnliches eingebaut > wenn das mit der Frage gemeint ist ...

    Ich werde Bilder hochladen!!!

    Gruß
    JayC
     
  7. JayC

    JayC

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    Hallo Bauexperten,

    bin wieder zurück! Der Upload der Bilder wurde von einem erholsamen Urlaub unterbrochen ... und hat etwas länger gedauert :(

    Ich habe einige Bilder der Stürze in einer kleinen "Website" hinterlegt :think :

    http://www.cbundt.de/tuerstuerze/index.htm

    Achtung! Das Laden dauert aufgrund der Bildgrößen etwas länger! Ich hoffe, die Bilder sind aussagekräftig ... und freue mich auf das Feedback.

    Freundliche Grüße
    JayC
     
  8. aldente

    aldente

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    Hm, über die Ausführung der Klinkerschale, ob sie so nach ARdT ist, kann ich nix sagen, zumindest wundert mich bei der Breite der Terrassentür, das hier anscheinend alleine dem scheitrechten Bogen der Klinker vertraut wird, ohne Einsatz eines zusätzlichen Eisens als Unterstützung, wie es man zumindest hier im Raum immer sieht.

    Aber über das Prozedere eines Ausbaus kann ich Dir ne Menge erzählen.

    Zunächst mal die Vermutung, durch den Ausbau wurden die Risse in der
    Klinkerfassade verursacht, muss ich entscheiden zurückweisen.
    Warum ? Die Klinker haben, ausser evt. Abdichtungen, keinerlei statische Verbindung mit
    den alten Fenstern/Türen. Klinker stellen eine vom eigentlichen Mauerwerk eher nur angehängte Fassade dar, die ggf. als Anschlag, nicht aber als Befestigungspunkt wirken kann. (von irgendwelchen komischen Ausnahmen aus welchen Gründen auch immer mal
    abgesehen)
    Fenster sägt man vor dem Raushebel mehrfach ein. Dann setzt man den Hebel innen, nicht aussen an, und hebelt einzelne Segmente des Fensters in Richtung der Öffnung, also von der Laibung weg, aus. Dabei giebt es ohne Zulage Verletzungen der inneren Laibung, bei verputzten Fassaden evt. auch Putzabrisse der äusseren Laibung.(Shit happens, wenn evt irgendwelche Kittschnüre oder Akrynähte nicht eingeschnitten wurden, auch konnten) Aber komplett abgehebelte Fassaden oder Klinker, hab ich noch nie gesehen.
    Zudem sieht es eher so aus, das die Risse sich durch Setzungen nach unten entwickelt haben, die Fassade an sich, sich aber selber tragen muss, wobei das Fenster keinerlei statische Relevanz haben darf (was nicht heisst, das der Klinker möglicherweise doch!
    statisch (versuchsweise) auf die oberen Querstücke aufgelegt wurde, das ist aber ein Mangel der Fassade, und nicht der Art des Ausbaus).

    Du gehst von ruppiger Ausbauweise aus, aber dann müsste ja die ganze Fassade, zumindest oberhalb der Haustür, mittels Hebel angehoben worden sein, um nachsacken
    zu können. Hast du eine ungefähre Vorstellung, wie viele Tonnen da gehoben werden müssten? Die gezeigten Risse erstrecken sich über min 15 Lagen Steine!

    Evt. sind die Risse auch erst nach dem Entfernen des Vordaches und der Markise so offensichtlich geworden?

    Also, normalerweise wird nicht gegen den Klinker gehebelt, weil diese Seite des Hebelns die denkbar ungünstigste technische Variante darstellt. Ein Raushebeln vom Klinker wäre möglich, aber nur nach aussen, weil Tonnen von Klinkerlagen sich gegen das Hebeln nach oben sperren, das schafft man mit nem Bagger, aber nicht mit einem Hebel.
     
  9. #8 gunther1948, 19. August 2009
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    hallo
    das mauerwerk folgt dem was es am liebsten macht -der erdanziehungkraft-
    ich seh da nix von stürzen sondern nur rollschichten.
    als die fenster raus waren siehe oben.
    fenster stützt verblendmauerwerk ganz neue statische gefühle kommen da hoch.
    zitat ralf Soll auch vorkommen!

    gruss aus de pfalz
     
  10. JayC

    JayC

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    Hallo @ all,

    danke für die Infos. Ich lerne dazu und muss mich ggfs. korrigieren. Ich lerne jetzt, daß die senkrecht gemauterten Klinker in der Verblendfassade Rollschichten sind und nicht Stürze heissen :think, richtig? Stürze sitzen also im Hauptmauerwerk und die sind dann nicht gemeint.

    Möglicherweise sind die Rollschichten weder bei der Haustür noch bei der Terassentür sind durch irgendwelche Eisen gesichert - was von der Logik her natürlich Sinn ergeben würde!

    Der untere große Riss über der Haustür war DEFINITIV vor dem Ausbau der alten Tür NICHT vorhanden. Die oberen Risse kann ich nicht mit Gewissheit sagen! Auch über den erheblichen Riss über der Terassentür kann ich nichts über den Zustand vor dem Umbau sagen - die Markise wurde auch nie entfernt.

    Da ich beim Umbau der Türen vor Ort war habe ich konkret gesehen, daß die Monteure insbesondere das obere Querteil des Rahmens mit dem Brecheisen zwischen Rahmen und Rollschicht mit Kraftaufwand ´rausgehebelt haben - habe mir aber nicht wirklich etwas dabei gedacht > ist ja ´ne "stabile Mauer" dachte der Eigentümer. Wenn allerdings jemand mit hohen Kraftaufwand von hinten gegen die Rollschicht drückt, kann ich mir gut vorstellen, daß die Fuge als Verbindung zwischen den Klinkern nachgibt ...

    Okay, wird also möglicherweise schwierig werden, den Umbau als Ursache nachzuweisen ...

    Wenn wir die Schäden beheben lassen, müssen die Klinker ja alle entfernt werden. Möglicherweise müssten dann auf der Rückseite Abdruckspuren vom Brecheisen sichtbar sein!?

    Wie ist die fachliche Bezeichnung für eine Sicherung der Rollschichten, damit ich ´mal über den Aufwand schlau machen kann?

    Gruß
    JayC
     
  11. Robby

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    doch die heißen noch anders nämlich Bööögen und zwar scheitrecht. Aber auch ein scheitrechter Bogen braucht einen Bogenradius den ich hier vermisse.

    Die Steine (KS) sind sowieso nicht unproblematisch weil es eine schechte Stein- Mörtelhaftung gibt.

    Hier hat sich wie bereits gesagt, der Bogen nach unten gesenkt und sich deutlich sichtbar ein Stützgewölbe ausgebildet. Sogar in Schulbuchmäßiger Form. Es ist durchaus möglich das Erschütterungen das erst ausgelöst haben. Falsch war es vorher jedoch auch schon.
     
  12. JayC

    JayC

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    Hallo @ all,

    okay > wie es scheint, ist der eindeutige Nachweis, daß die Schäden durch den Ausbau der alten Türen entstanden sind (ich bin mir da sehr sicher!), schwierig. Nun denn ...

    Da wir die Schäden so oder so reparieren lassen müssen, freue ich mich über Tipps und Hinweise, was dabei zu berücksichtigen ist.

    Robby schrieb, daß die Bögen nicht korrekt gemauert wurden, obwohl es ja beim Bau des Hauses von Fachleuten gemacht wurde. :motz

    Rolf Dühlmeyer fragte nach einem Stahlprofil, was darunter liegen muss!? :confused:

    Wie sollte die Reparatur der Bögen aufgebaut sein, damit es fachlich korrekt und dauerhaft ist? Ich möchte Angebote einholen und prüfen können, ob die Durchführung korrekt angeboten wird ... :28:

    Mögliche Verlinkungen auf website, wo der Aufbau ggfs. erklärt wird, helfen sicherlich auch.

    Danke für Eure Bemühungen.

    Gruß
    JayC
     
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  14. Robby

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    Mehreres Möglich, Lastabtragung des Verblenders über Winkeleisen, Konsolkonstruktion, Fertigsturz mit Verblendsteinansicht, oder gemaeuerter Bogen. Wie gesagt der Stein mag nicht dolle mit dem Mörtel anbinden.

    Stich wären bei scheitrechtem Bogen 2 cm / m erforderlich gewesen. Auch die "Seiten" schräg erstellt im Winkel des Bogenradius. (Kämpfer).
     
  15. JayC

    JayC

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    @ Robby,

    danke für die Antwort. Wir wollen die Fassade optisch wieder genauso herstellen wie vorher. Daher kommen tatsächliche Bögen möglichst nicht in Frage. Ein stabiler Sturz mit aufgesetzten Verblendsteinen wird sich durch die Steine sicherlich ebenfalls optisch vom restlichen Verblendmauerwerk abheben ...

    Ich bevorzuge eine Lösung unter Wiederverwendung der losen Klinker und somit scheint mir Einsatz eines Winkeleisens am effektivsten zu sein. Wie muss ich mir das vorstellen? Ist ein Winkel an der Rückseite und Unterseite der vertikal verbauten "Bogen"steine mit auflage links und rechts im Verblendmauerwerk gemeint, dessen einer Schenkel von unten im Türausschnitt zu sehen ist? Damit könnte ich leben, wenns es der Stabilität dient. Welches Material? Alu wohl eher nicht - aber verzinkter Stahl oder VA-Stahl?

    Oder ist der Einsatz der Winkels anders gemeint?

    Ich hatte mir schon überlegt, die vertikal gesetzten Verblender mit einer Schablone an der exakt gleichen Stelle zu durchbohren (z.B. 25 mm Durchmesser) und vor dem Einsetzen ein Rundstahl (z.B. 15 mm Durchmesser) durchschieben, der links und rechts auf dem normal gemauerten Verblendmauerwerk aufliegt. Durch das Spiel zwischen Bohrung und Rundstahl beeinflusst diese Lösung nicht das korrekte Plazieren der vertikalen Steine. Die Bohrungen müssen allerdings so plaziert sein, daß der Rundstahl auf Verblendern links und rechts aufliegen kann und die vertikalen Verblender auch in der korrekten Höhe verbaut werden können ... überlegt sich der Laie.

    Gruß
    JayC
     
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