Stützmauer Gartenanlage im Neubaugebiet durch Hanglage Höheunterschiede zu Nachbarn

Diskutiere Stützmauer Gartenanlage im Neubaugebiet durch Hanglage Höheunterschiede zu Nachbarn im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, hier geht es um die Frage der Kostenübernahme einer erforderlichen Stützmauer Situation: Neubaugebiet in Baden-Würtemberg, die...

  1. #1 launemaus, 18. Mai 2015
    launemaus

    launemaus

    Dabei seit:
    18. Mai 2015
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    öffentlicher Dienst
    Ort:
    89129
    Hallo,

    hier geht es um die Frage der Kostenübernahme einer erforderlichen Stützmauer

    Situation: Neubaugebiet in Baden-Würtemberg, die Grundstücke sind ca. 30 m lang, Beginn und Ende der Grundstücks liegen jeweils an parallel zueinander verlaufenden Straßen. Das Grundstücksniveau ist zum Grundstücksende ansteigend (auf 30 m ca. 150 cm), was bedeutet, dass der Garten etwas höher liegt. Und hier beginnt das Problem. Jeder Nachbar hat natürlich seine eigenen Vorstellungen der Gartenanlage.
    A wählt einen komplett ebenen Verlauf des Gartens hinter dem Haus und lässt die gesamte Erde bis zum Grundstücksende abtragen. Am Ende vom Grundstück errichtet er eine Mauer von ca. 150 cm bis zur Höhe des hinteren Straßenniveaus.
    B möchte lieber terrassieren bzw. eine ca. 1m hohe Mauer direkt hinter der Terrasse errichten mit einigen Stufen in den Restgarten. Der Garten verläuft dann ebenerdig bis zum Grundstücksende auf dem hinteren Straßenniveau.
    Bei B ist damit der ursprüngliche Geländeverlauf hinter seiner Mauer an der Terrasse fast unverändert (lediglich begradigt), am Ende vom Grundstück böscht er noch etwas an, damit er auf Straßenniveau kommt. Nun liegt er aber mit dem restlichen Garten 1 m höher als der Nachbar B, der ja komplett begradigt hat.
    Nun stellt sich die Frage: Wer von Beiden muss eine Stützmauer an der Grenze zum Nachbarn errichten und wer trägt hierfür die Kosten?
    Grundsätzlich wäre B für die Einfriedung der gemeinsamen Grundstücksgrenze zuständig (rechte Seite vom Grundstück). Hier entstehen aber nicht unerhebliche Mehrkosten für die erforderliche Stützmauer von mindestens 1 m Höhe und ca. 8 m Länge. Diese Mehrkosten entstehen aber nur, weil A sein Grundstück komplett begradigt hat und damit unter dem hinteren Straßenniveau liegt.

    Meine bisherige Recherche ergab:
    Nachbarschaftsrecht Ba-Wü: wer aufschüttet muss für eine Abstützung sorgen ---> greift nicht, da nicht aufgeschüttet wurde. Von B wurde der bisherige Geländeverlauf seit Grundstückskauf im hinteren Teil in der Höhe nicht verändert. B hat das Grundstück auf sein Hausniveau / Terrassenniveau angepasst
    Wo ist ggf. die rechtliche Grundlage, dass derjenige, der die ursprüngliche Geländeform verändert auch für die Kosten eienr erforderlichen Stützmauer zum Nachbarn verantwortlich ist?

    A vertritt die Auffassung, dass B für die Stützmauer zuständig sei, da seine Seite und dieser höher liegt.
    Wer kann hierzu rechtliche Auskünfte geben?
    Vielen Dank
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. howa

    howa

    Dabei seit:
    9. Februar 2009
    Beiträge:
    241
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bautechniker
    Ort:
    Niederbayern
    Also einen Gesetzestext kann ich dir nicht geben. Aber Ursprung ist immer das Urgelände und der Grenzverlauf. Wer abgräbt muss dafür sorgen, das bis Höhe des Urgelände das Erdreich stehen bleibt. Entweder mit einer Stützmauer, Steine, Böschung,...! Wer aufschüttet hat ebenfalls dafür zu sorgen das das Erdreich auf seiner Seite bleibt, Stützmauer, Böschung,.....! Man kann sich natürlich auch mit dem Nachbarn gemeinsam eine Lösung ausdenken, damit es optimal passt und sich die Kosten teilen, falls sowieso jeder was machen muss!
    Ganz einfach gesagt, wer sein Gelände verändert muss was machen und auch bezahlen!

    Kannst ja mal ein Foto oder Skizze einstellen, dann kann man es besser beurteilen!
     
  4. #3 OLger MD, 19. Mai 2015
    OLger MD

    OLger MD

    Dabei seit:
    16. Juli 2012
    Beiträge:
    1.589
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bau-Ing.
    Ort:
    Magdeburg
    siehe auch:
    [URL="http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?86835-Abgrabung-und-Aufsch%FCttung-von-zwei-Grundst%FCcken"Abgrabung und Aufschüttung von zwei Grundstücken[/URL] hier im Forum
     
Thema:

Stützmauer Gartenanlage im Neubaugebiet durch Hanglage Höheunterschiede zu Nachbarn

Die Seite wird geladen...

Stützmauer Gartenanlage im Neubaugebiet durch Hanglage Höheunterschiede zu Nachbarn - Ähnliche Themen

  1. Grundriss für Neubau in Hanglage

    Grundriss für Neubau in Hanglage: Servus, wir haben vor bauen zu lassen, und zwar Schlüsselfertig alles aus einer Hand. Wir hatten schon viele Überlegungen und Gespräche mit der...
  2. Gartenmauer/Stützmauer

    Gartenmauer/Stützmauer: Hallo, Wir haben folgendes Problem. Haben uns im Sommer von einer Baufirma eine Stützmauer/Gartenmauer machen lassen. Auf der Rückseite vom...
  3. Stützmauer ohne Fundament - Abdichtung Bodenplatte

    Stützmauer ohne Fundament - Abdichtung Bodenplatte: Hallo zusammen, da unser Architekt noch 2 Wochen im Urlaub ist, wende ich mich an Euch und bitte um Hilfe."Die Im UG unseres Hauses haben...
  4. Entwässerung nach Aufschüttung durch Nachbarn

    Entwässerung nach Aufschüttung durch Nachbarn: Hallo, wir wohnen auf einem Hang Grundstück in Aichach (Bayern), das zu Nachbargrundstück relativ eben ausläuft. Nun soll das Grundstück bebaut...
  5. Niedersachen: Carport mit dem Nachbarn bauen / wie macht man es am besten?

    Niedersachen: Carport mit dem Nachbarn bauen / wie macht man es am besten?: Hallo Leute, wir planen mit unserem Nachbarn gemeinsam ein Carport zubauen. Wir stellen und das so vor, dass die Mittelpfeiler auf der...