Stumpfstosstechnik beim Aussenmauerwerk?

Diskutiere Stumpfstosstechnik beim Aussenmauerwerk? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo, mein Rohbau wurde vor einigen Wochen fertiggestellt und nun bin ich dabei die Putz- und Estricharbeiten zu vergeben. Mittlerweile macht...

  1. #1 Martin Deutsch, 13. Juni 2006
    Martin Deutsch

    Martin Deutsch Gast

    Hallo,

    mein Rohbau wurde vor einigen Wochen fertiggestellt und nun bin ich dabei die Putz- und Estricharbeiten zu vergeben.
    Mittlerweile macht mich jeder Verputzer auf eine wohl ungewöhnliche Situation aufmerksam:
    In manchen Bereichen des Aussenmauerwerks wurden die Mauern in Stumpfstosstechnik hochgezogen, in einem Bereich sogar über alle Geschosse!
    Ich habe versuch über das Internet Infos zu bekommen, was mir auch teilweise gelungen ist und darin wird bei der Stumpstosstechnik immer nur von Innenwänden gesprochen!?
    Weiterhin sind die Fugen sehr schlecht verarbeitet...

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    Viele Grüsse
    Martin Deutsch
     
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  3. Cosmic

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    stellen Sie doch mal bilder rein, damit sich das die Leute vorstellen können wie es bei Ihnen aussieht
     
  4. #3 Martin Deutsch, 14. Juni 2006
    Martin Deutsch

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    Hallo,
    anbei ein Bild des angesprochenen Mauerwerks. Diese Situation gibt es an anderen Stellen auch noch.
    Gruss
     
  5. damy

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    Das ist aber

    eine ganz spezielle Stumpfstosstechnik :mauer.
    Zu dieser Technik gibts bestimmt keine Norm :think .

    Gibt es noch mehr Bilder und dazu auch einen Grundriss damit man die Innenwände sieht ?

    damy
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 15. Juni 2006
    Ralf Dühlmeyer

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    Das sieht...

    ähhhh, naja irgendwie sehr interessant und innovativ aus :cry , aber nicht unbedingt den Regeln der Standsicherheit entsprechend. Hierzu dringend den Statikus befragen (und ggf die Wand aufhaken, um zu sehen ob und wenn wie die Wände miteinander verbunden wurden)
    Aber das:
    klingt für mich auch nach Eingabeplan von irgendwem + Ausführungsplanung, Vergabe und Bauleitung in Heimwerkerlösung.
    Und das sind die Folgen davon.
    Viel Spass beim Streiten mit dem BU.
    MfG
     
  7. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    "hmmm"

    Splitlevel (!) ... kein Mauerwerksverband im Sprung vorhanden ... es sind
    mit Sicherheit auch keine Flachstahlanker vorhanden ... die Deckenplatten
    von links nach rechts werden sich auch ned kennen ... jetzt noch eine
    schlechte Gründung und die Party kann beginnen (!)
    .
    ansonsten wie der Ralf ... ich kann dabei "nur" den Kopf schütteln ...
    ein paar grössere Bilder wärn ned schlecht damit man die ganze
    Tragweite blicken kann ... gerne auch an info@baumurks.de
     
  8. Quelle

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    :biggthumpup: oder auch die nicht vorhandene TW
     
  9. #8 Martin Deutsch, 16. Juni 2006
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    Hallo,
    erstmal vielen Dank für die Antworten, auch wenn sie alles andere als beruhigend sind :-(
    Anbei noch ein paar Fotos...
     
  10. bauhexe

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    die stoßfugen auf bild 3 sind aba auch heftig!
    kommt mir so vor wie eine baustelle auf der keiner deutsch spricht und die helfer aus dem ausland gerade vom spargelstechen kommen.
    hol dir halt einen tragwerksplaner, der dem Bu ein paar sanierungsvorschläge macht, so du einen findest.
    einfach weitermachen iss nicht!!!
     
  11. #10 susannede, 16. Juni 2006
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    Maurer verzweifelte...

    Was ich mich gerade so frage, ist - da geht ja auch keine einizige Horizontalfuge durch (was an der gewählten Höhendifferenz liegt).

    Da stand der Maurer nun, kratzte sich mit der Kelle am Kopp und kam auf keine einizige Idee, wie er das im Mauerwerksverband verzahnt bekommen sollte...

    Oder doch? Wenigstens mit Laschen verbunden?

    [​IMG]

    Grüße!

    Susanne
     
  12. damy

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    Da helfen weder Mauerverbinder, Griprip oder sonst noch was. Selbst wenn Maueranker eingebaut wären, würden sie keinen Zug aufnehmen. Die Anker müssten zweimal abgeknickt sein. Bei Zugbelastung würden sie sich erst einmal wieder strecken. In dem Fall wäre die Fuge schon mal mindesten so breit wie der Höhenversatz der Lagerfugen ist.


    Da hilft nur eine Begutchtung durch einen örtlichen Fachmann (Tragwerksplaner)
     
  13. #12 susannede, 16. Juni 2006
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    Hallo Michael, Meister vom Fach,

    gibt mir mal einen Tipp, wie man das hätte lösen können ohne in den Laschen-Karton zu greifen (passenden Kimmstein wählen?).

    Wie es aussieht, ist in der linken Wandhälfte wenigsten eine angeschlossene Innenwand (oder täusche ich mir?).

    Beste Grüße!

    Susanne
     
  14. #13 damy, 16. Juni 2006
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juni 2006
    damy

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    Hallo Susanne,

    solche Höhenversätze sind immer ein Greul für die Ausführenden und so mancher Maurer hat sich , wie du es schon geschrieben hast, mit der Kelle am Kopf gekratzt. Einige sind davon auch Wund geworden. :cry

    Da gibt es eigendlich nicht viele Möglichkeiten um so etwas ordentlich auszuführen. Die einfachste Möglichkeit ist die Kimmschicht auf die erforderliche Höhe zu schneiden. Dadurch musst du aber auch die letzte Schicht unter der Decke schneiden, wenn die nicht sowieso geschnitten werden muss, damit wieder die lichte Raumhöhe eingehalten wird.
    Oder in dem Bereich eine Stahlbetonstütze mit Halfenschienen (oder gleichwertig) einbauen. In diese Strahlbetonstütze kann dann rechts und links das Mauerwerk mit Anker angeschlossen werden.

    Bei solchen Versprüngen hat der Ausführende immer die doppelte Arbeit. Wenn sich keiner im vorraus Gedanken mach dann kommt soetwas dabei heraus.

    Das Haus wird mit Sicherheit nicht zusammenfallen aber in es können mittelfristig Schäden entstehen.

    Gruß Michael
     
  15. #14 susannede, 16. Juni 2006
    susannede

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    Genau da liegt der Kasus Knackus...;) :D

    Ach, wat wäre dat doch so einfach und schön gewesen, hier einen Rohbau-Versprung im Mauerwerksmaß zuwählen - ganz schwer seufz.:cry

    Liebe Grüße und Thanx für die Erläuterung!

    Susanne
     
  16. Josef

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    "hmmm"

    gerade Splitlevel haben´s in sich ... das fängt
    bereits bei der Gründung an ... meist herrschen sogar
    unterschiedliche Bodenarten ... für gescheite Tragwerksplaner
    iss des kein Problem für 0815 Ausführungen kann sowas zum Overkill
    werden ... z.b. Setzung im Untergrund das Gebäude will auseinander
    triften weil oben "NIX" da iss was die Kiste zusammen hält ...
    die Folge unten kleine Haarrisse und oben kannste ne Bierflasche
    durch die Risse werfen (!)
    .
    das Mauerwerk gehört im Verband durchgelegt ... ohne wenn und aber
    und da möchte ich nix hören daß der Maurer schneiden muss (!) ...
    aber ned "nur" des ... die Deckenplatten gehörn auch zusammen gehängt (!)
    .
    wirksame Flachstahlanker sind bei dem gezeigten Mauerwerk gar ned
    möglich ... die Ausführung taugt nix (!) ... klar man könnte jetzt zu nem
    Tragwerksplaner raten ... "aber" was soll der denn machen ...
    etwa die Kiste zusammen beten ???
    .

    P.s. die gezeigten Bilder lassen so arg tief blicken ... daher wundern mich auch
    die Aussagen des Putzer´s nicht ... er wäre gut beraten die Gewährleistung
    seiner Putzarbeiten hinsichtlich dieses Mauerwerkes im Vorfeld bereits abzulehnen (!)
     
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  18. Robby

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    Nööö

    kleben :yikes

    Aber im Ernst! Sowas funktioniert in der Praxis nur wenn in Höhe des RK Ausgleichsschichten kommen und jede versetzte Etage mit Meterriss zur Höher gelegenen mitgenommen wird! Leider MUSS man dann schneiden und zwar ALLE Ausgleichsschichten aber was wäre der Aufwand gemessen zu dem der hier sicher noch kommt!
     
  19. #17 Christian S, 16. Juni 2006
    Christian S

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    normalerweise

    sind in diesem Fall Betonstützen am Versatz mit einbetonierten Halfenschienen die einfachste Lösung. Von mir auch aus Flachstahlanker aus der Wandscheibe in den Hohlraum rausgucken lassen, beischalen und ausbetonieren. Das ist dann druck-und zugfest. Geht natürlich bei hochdämmenden Mauerwerk nicht ohne Zusatzmaßnahmen.
    Gruss Christian
    PS: Wäre auch jetzt noch möglich, einschneiden, Verzahnung ausbilden und ausbetonieren.
     
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