Taster für Torantrieb

Diskutiere Taster für Torantrieb im Elektro 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hi, ich wollte mal nachfragen, wie die Taster für einen elektrischen Torantrieb (Motor an der Decke, der ein Garagentor "hochhebt"), funktioniert....

  1. #1 Baumeister70, 11. Juli 2008
    Baumeister70

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    Hi, ich wollte mal nachfragen, wie die Taster für einen elektrischen Torantrieb (Motor an der Decke, der ein Garagentor "hochhebt"), funktioniert.
    Liegt dabei am Taster die ganzen 230V an (mit dem Multimeter zu messen wird nicht viel bringen, da ja der Taster dann vermutlich mit dem Verbraucher (Relais, o.Ä.) in Reihe geschaltet ist) oder schaltet man mit dem Taster nur eine Kleinspannung, welche dann über ein Relais den Motor bedient. Auffällig ist, dass vom Motor zum Taster eine dünne zweiadrige Leitung führt (ich weiß jetzt nicht, ob sie ein- oder feindrähtig ist), die von außen wie eine Lautsprecherleitung aussieht. Diese war beim Erwerben des Motors schon angeschlossen und führte von diesem weg.
    Es geht um einen PERFEKT S von Normstahl.

    Kann man da pauschal sagen, dass diese immer über Kleinspannung angesteuert werden oder immer über 230V.

    Es geht darum, dass ein zweiter Taster her soll, und ich mich fragte, welche Leitung man da am besten verwendet. Natürlich kann man einfach mal eine 1,5er Leitung nehmen, aber ich würde eben auch interessieren, ob Kleinspannung oder nicht! Evtl. könnte man da auch mal etwas basteln, wie man den Motor über PC oder so mit Relais bedient :bounce:.

    Den zweiten Taster sollte man einfach parallel zum ersten anschließen können, oder?

    mfg
     
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  3. BuergerX

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    im schönem osten
    wenn du basteln willst dann schalte ein relais mit nem potentialfreiem wechsler einfach mit ein
     
  4. R.B.

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    Nein. Es gibt sowohl als auch.

    Ich habe leider keine Unterlagen zur Deinem Torantrieb gefunden, aber die "dünne" Leitung lässt vermuten, daß über eine Kleinspannung geschaltet wird.

    Aber unabhängig davon solltest Du bei einer Steuermöglichkeit über einen PC immer eine galv. Trennung vorsehen. Wie das am besten geschieht, hängt von der Schnittstelle ab die Du dafür verwenden möchtest.

    Aber immer daran denken: Messen !

    Gruß
    Ralf
     
  5. #4 Baumeister70, 11. Juli 2008
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    Die PC-Steuerung ist kein Problem, das könnte ich über Relais schon basteln, am einfachsten an Druckerport und unter verwendung von Optokoppler.

    Die Frage ist jetzt erstmal, ob das ganze über Kleinspannung oder über die 230V geschaltet wird. Wie kann ich das rausfinden, möglichst ohne den Motor öffnen zu müssen.
    Ich hab den Schaltplan hier, den versteh ich aber nicht ganz. Darf ich den einscannen, oder gibts da ein Copyright?
    mfg
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Druckerport ist OK. Dann am einfachsten einen Opto-Switch verwenden.
    Zuvor könntest Du mal am Taster messen was dort anliegt.

    Schaltplan und Copyright....gute Frage.

    Du kannst mir den Plan per eMail schicken. Dann schaue ich mir das Ding mal an. Kann aber bis morgen dauern, da ich gleich nach Hause fahre und erst morgen meine eMails abrufen werde.

    PN ist unterwegs.

    Gruß
    Ralf
     
  7. R.B.

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    So Baumeister,
    ich habe den Plan mal ein wenig studiert. Das ist zwar kein richtiger Schaltplan, sondern ein Blockschaltbild, aber trotzdem kann man alle wichtigen Punkte erkennen.
    Der Tastereingang arbeitet mit Niederspannung, soviel ist klar. Was nicht zu erkennen war (nur Blockdiagramm), wäre die Versorgungsspannung dieser Stufe. So wie es aussieht werden intern 12V und 30V verwendet. Der Taster liegt vermutlich auf 12V, oder vor der Triggerstufe wurde ein entsprechendes Netzwerk angebracht das aus dem Plan nicht ersichtlich ist.

    Der Taster arbeitet als Pull-Down, d.h. er zieht die anliegenden 12V gegen Masse. Diese 12V müsste man direkt über dem Taster messen können. Ein Anschluß des Tasters liegt an Masse, der andere an den vermuteten 12V.
    Wird der Taster betätigt, dann sind beide an Masse (also 0V).

    Der Ausgang der Triggerstufe ist mit dem Ausgang der Triggerstufe des Empfängermoduls verbunden (vermutlich OR über Dioden o.ä. entkoppelt) und startet dort einen Timer. Dieser schaltet über Umwege das Relais für die Leuchte und die Relais für den Motor.

    Dur kannst am Taster gefahrlos mit einem Multimeter messen. Man kann auch jederzeit einen anderen Taster (Spannungsfestigkeit 30V ist ausreichend) parallel anschließen.
    Um den max. Strom zu ermitteln, könnte man mit dem Multimeter im Strommessbereich den Taster überbrücken. Vermutlich liegt am Eingang ein Pull-Up (Widerstand). Das Multimeter müsste dann den durch den Pull-Up begrenzten Strom anzeigen. Immer daran denken, zuerst hohen Strommessbereich einstellen und dann schrittweise den Messbereich reduzieren. Nicht jedes DMM hat einen ausreichenden Schutz gegen Überstrom.

    Weiter mit der PC Ansteuerung.

    Für eine Ansteuerung über einen PC vereinfacht sich das interface. Es genügt am Druckerport ein normaler Optokoppler mit nachfolgendem Schalttransistor. Damit der Schalttransistor berechnet werden kann, sollte die o.g. Strommessung gemacht werden.
    Die Software muß dann nur noch einen Triggerimpuls an den Druckerport schicken. LPT1 findest Du unter den HEX-Adressen 378h, 379h und 37Ah, wobei nur das erste Register benötigt wird.
    Beim Programmstart alle Ausgänge auf 0 setzen und dann das gewünschte Datenbit für eine definierte Zeit auf 1. Die Zeit kannst Du für einen ersten Test mit 0,5sec. wählen. Je nach Schaltung müsste man das Signal invertieren, also zum Programmstart alle Bits auf 1 und das gewünschte Datenbit für eine definierte Zeit auf 0.

    Schaltungen für den Druckerport finden sich wohl im I-Net. Ansonsten kann ich mal mein Archiv durchstöbern.

    Gruß
    Ralf
     
  8. #7 Baumeister70, 13. Juli 2008
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    Vielen Dank
    Wie gesagt, dass mit dem PC wäre nur so eine Spielerei, ich hab da auch schon einiges gemacht und hab den Port ganz gut unter Kontrolle.

    Die Relais, die ich bis jetzt angeschaut habe, besitzen einen Widerstand, z.B. fon Finder die Reihe 20 oder 22.

    D.h., der Taster (z.B.bei Stromstoßrelais) ist in Reihe mit dem Steuerkreis des Relais geschalten. Da dieser einen Innenwiderstand besitzt, sollte doch dort eine gewissen Spannung "abfallen", wodurch ich mit dem Multimeter über dem Schalter nicht die volle Spannung messen kann, oder?

    Wie ist das gemeint, dass der Taster Masse direkt mit 12V verbindet. Das wäre doch ein Kurzschluss, da müsste das Relais also einen gewissen Widerstand haben, damit das nicht passiert.

    Oder sehe ich das falsch?

    Nochmals vielen Dank, jetzt wurde mir im Elektrikbereich schon so viel erklärt, jetzt auch noch im Elektronikbereich. :respekt

    mfg
     
  9. R.B.

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    Der Taster ist mit einem Anschluß direkt auf Masse gelegt, mit dem anderen Anschluß an den EINGANG der Triggerstufe. Diese Triggerstufe hat einen sehr hohen Innenwiderstand (je nach Typ xxxkOhm bis xMOhm).
    Nun wird an diesen Eingang über einen Vorwiderstand (Bsp. 1kOhm) die Versorgungsspannung angelegt. Über den Eingang der Triggerstufe fließt kaum ein Strom da der Eingangswiderstand sehr hochohmig ist.

    Verbindest Du nun diesen Eingang mit Masse (über den Taster) dann fließt der Strom über den Taster nach Masse und der Vorwiderstand begrenzt den Strom. d.h. Die Versorgungsspannung wird NICHT direkt kurzgeschlossen, sondern nur der Eingangsanschluß der Triggerstufe.

    Man kann sich das vorstellen wie ein Spannungsteiler. Der Innenwiderstand der Triggerstufe gegen Masse (Bsp.: 1MOhm) und der ext. Pull-Up gegen +12V (Bsp. 1kOhm). Somit ergibt sich am Verbindungspunkt der beiden Widerstände eine Spannung von 11,988V. Es fließt ein Strom durch beide Widerstände von 11,988µA.

    Die Triggerstufe interpretiert diese Spannung an ihrem Eingang als "High" und setzt ihren Ausgang entsprechend.

    Nun wird der Taster aktiviert der den 1MOhm Widerstand überbrückt. Dann haben wir einen Spannungsteiler bestehend aus 0 Ohm (Taster) gegen Masse und 1kOhm gegen 12V. Die Spannung am Verbindungspunkt beträgt dann 0V und die Triggerstufe reagiert entsprechend. Der Strom ist durch den 1kOhm Widerstand begrenzt und beträgt 12mA.

    Einfach mal ein Blatt Papier nehmen und aufzeichnen.

    Gruß
    Ralf
     
  10. #9 Baumeister70, 13. Juli 2008
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    Vielen Dank.
    Ich dachte erst, man könnte die PC-Steuerung durch ein Installationsrelais (z.B. von Finder für Hutschienenmontage) realisieren, es werden also die beiden Adern, die auch zum Taster führen, über ein Relais verbunden. Das Relais selbst wollte ich mit 12V ansteuern. Da über den Taster aber nicht die vollen 230V geschalten werden, braucht man den Umweg über ein Relais nicht, denke ich. Könnte eine zu lange Leitung ein Problem darstellen bzw. ein zu geringer Leitungsquerschnitt? Ich dachte, bei 12V und einer relativ geringen Stromstärke würde eine Telefonleitung reichen, die ist günstig, und bietet noch ein paar freie Adern, z.B. um den aktuellen Zustand des Garagentors zu überprüfen.
    Mal schaun ob ich mal die Zeit finde, was daraus zu machen. :)

    Auf jeden Fall wollte ich wissen, ob die da nicht so eine Art Lautsprecherleitung für 230V benutzt haben. Ist es eigentlich zulässig, dass von einer UP-Steckdose eine Leitung nebenan herausführt (ist also unter Putz angeschlossen) und zu einer AP-Steckdose führt?

    mfg
     
  11. R.B.

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    Lautsprecherleitung? Oder evtl. doch Stegleitung?
    Ersteres wäre natürlich für 230V nicht erlaubt.

    Was die Niederspannung an den Taster betrifft, so kannst Du ruhig Deine "Telefonleitung" nehmen. Solange Du eine xxkm verlegen möchtest spielt das keine Rolle. Der Leitungswiderstand wird immer deutlich niedriger sein als der Pull-Up.

    Gruß
    Ralf
     
  12. #11 Baumeister70, 13. Juli 2008
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    ok, danke

    Die Leitung, die neben der UP-Steckdose aus der Wand kommt, ist eine NYM-J 3*1,5, da bin ich mir ziemlich sicher, für 2,5 ist sie zu dünn, aber egal. Sie führt zu einer nachträglich angebrachten AP-Steckdose. Ich meinte einmal gelesen zu haben, dass es nicht erlaubt ist, dass Leitungen einfach so aus UP-Steckdosen oder UP-Verteilerdosen kommen.

    Die "Lautsprecherleitung" ist am Taster für das Tor (12V) angeschlossen, kann auch sein dass es eine andere Leitung ist, evtl. starr, sieht von außen aber aus wie LS-Leitung.

    mfg
     
  13. #12 Baumeister70, 14. Juli 2008
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    Es handelt sich übrigens, wie ich eben von Normstahl erfahrenhabe, um eine Spannung von 24V , die eben gegen Masse geschalten wird.
     
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    24V ist gut möglich, das war aus dem Blockdiagramm nicht zu erkennen. Nur der 24Vac Trafo und im Diagramm irgendwo 12Vdc und 30Vdc.

    ALso dann, auf geht´s zum basteln. :biggthumpup:

    Gruß
    Ralf
     
  16. #14 Baumeister70, 15. Juli 2008
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    Danke, wenn ich was gutes habe, kann ich gerne ein Bild machen und hochladen.

    Kann mir das noch jemand beantworten? Dann wäre ich (fast) wunschlos glücklich.
     
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