Tauwasser an den Fenstern

Diskutiere Tauwasser an den Fenstern im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, seit hier Minusgrade herrschen haben wir jeden Tag Tauwasser an allen Fenstern in der Wohnung. Ich lüfte nach dem Aufstehen...

  1. London

    London

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    Hallo zusammen,

    seit hier Minusgrade herrschen haben wir jeden Tag Tauwasser an allen Fenstern in der Wohnung.
    Ich lüfte nach dem Aufstehen (Heizung aus) alle Räume (solange bis die dann beschlagene Aussenscheibe wieder ok ist) - Heizung wieder an 20 Grad. Nach 2-3 Stunden bildet sich dann schon wieder Tauwasser an allen Fenster- also gleiches Spiel nochmal und dann ist Ruhe. Abends lüfte ich auch nochmal alles durch. Die Rollläden sind unten und die Wohnung ist auf 20 Grad beheizt, Schlafzi ca 18 Grad. Luftfeuchtigkeit ist nach dem Lüften ca auf 42-45% (geeichtes Thermometer) und steigt dann wieder auf ca. 55% an.
    Also normal würde ich sagen. Morgends liegt die Luftfeuchtigkeit auf höchstens 58%.
    An allen Fenster haben wir letztes Jahr neue Dichtungen angebracht (Hohlkammer) und haben die Fenster so gut es geht wieder eingestellt. An machen kann man mit Gewalt schon noch das Papier durchziehen.
    Ich weiss allerdings auch nicht ob wir schon Isolierglasfenster haben. Wie kann man das rausfinden?? Heizkörper sind unter den Fenstern.
    Woran kann das liegen das wir Tauwasser haben, hatten wir sonst in noch keiner Wohnung??

    Bin um jeden Rat dankbar da ich es echt leid bin jeden morgen alle Fenster abzuwischen.

    LG
    London
     
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  3. #2 Jürgen Jung, 20. Dezember 2009
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    Hast Du 1 Scheibe oder 2 Scheiben ?

    Ist das Kondesat vollflächig am der Scheibe oder nur in den Randbereichen?

    Gruß
     
  4. London

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    Hallo,

    es sind 2 Scheiben und Holzrahmen (BJ 84), Beschlagen sind sie überall unten und es zieht sich dann an beiden Seiten hoch.

    Schimmelschäden / Wasserschäden gibt es nicht und auch sonst ist die Luftfeuchtigkeit ja ok.

    LG
    London
     
  5. lulu66

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    Bei der abartigen Kälte ist das wohl nichts Ungewöhliches...
     
  6. #5 Romeo Toscani, 20. Dezember 2009
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    Bei 25 Jahre alten Fenstern wohl auch nicht ...
    Da kommt einfach zuviel Kälte durch die Fenster in den Innenbereich und die Luft dort ist nun mal feuchter als die -10° von außen.

    Zitat:
    "Ich weiss allerdings auch nicht ob wir schon Isolierglasfenster haben. Wie kann man das rausfinden?"

    BJ 84 sollte schon mit Isolierglas sein, aber natürlich nicht mit den Wärmdedämmeigenschaften lt. heutigem Standard.
    Zwischen den beiden Glasscheiben ist ein Abstandhalter (das silberne Teil), schau dort entlang des Fensterflügels ob du dort eine Beschriftung siehst.
    zB "Ug 1.5 588 x 1170 mm"
    Die Zahl hinter Ug zeigt dir den Glaswert an.
     
  7. London

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    Auf dem silbernen Abstandshaltern zwischen den Scheiben steht nur
    Flachglas AG 84 ,sonst nichts rundrum alles abgesucht, wohl also keine Isolierglasfenster.

    LG
    London
     
  8. #7 Romeo Toscani, 20. Dezember 2009
    Romeo Toscani

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    Doch...

    Heute sagt man Floatglas statt Flachglas, das bezeichnet nur die Herstellungsmethode.

    Ist also schon ein Isolierglas, allerdings ein 25 Jahre altes, das wie gesagt nicht die Wärmedämmeigenschaften von heutigen Gläsern hat (in Kombination mit modernen Abstandhaltern, deiner wird aus Aluminium sein = das derzeit schlechteste).

    Ich nehme an, das Problem tritt nur bei diesen ekelhaften Außentemperatueren auf, wie wir sie die letzten Tage hatten?
    Wenn ja, dann kann man auch keinen besseren Tipp geben, als das Fenster innen mal zu putzen (wenn dort Staub etc. drauf ist, vergünstigt es das Beschlagen der Innenscheibe), oder eben in den Tagen wo es vorkommt, mit einem Tuch abwischen, so wie du es jetzt schon machst.

    Vielleicht äußert sich Olaf noch dazu und hat Erfahrungswerte mit T-Stripe (quasi ne Fensterheizung, die nachträglich installiert wird, und lt. Werbung genau das vermeiden soll, was dir passiert.) Ich kann dazu leider nichts sagen, weil keine Erfahrung damit.
     
  9. Bauwahn

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    Doch, sonst wäre da gar kein Alu zu sehen.

    Mit Verlaub, diese Antwort war eindeutlig zu flach.
    Die Flachglas AG ist ein oberpfälzer Hersteller von Floatglas, der zur Pilkington-Gruppe gehört.
     
  10. #9 Romeo Toscani, 21. Dezember 2009
    Romeo Toscani

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    Ja???

    Floatglas hat der Threadersteller ja anscheinend...

    Unabhängig ob es ein ein oberpfälzer Hersteller ist, ihm laufen die Scheiben innen an!

    Wie lautet dein Lösungsvorschlag, Bauwahn?
     
  11. Olaf (†)

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    Baujahr...

    84? Da reden wir über Isolierverglasung ohne Edelgasfüllung und unbeschichtete Innenglasoberfläche. Plus Rahmen (ich schätz mal 58 mm Bautiefe) reden wir von einem U-Wert von 2 bis 2,5
     
  12. London

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    Guten Morgen,

    aktuell 3,5 Grad minus und die Scheiben nur minimal beschlagen.
    Also haben wir wohl "alte Isolierglasfenster".
    Neue Fenster sind im Augenblick wohl nicht drin. Haben insgesamt 5 "normale" 2x Doppelflüglig und 2 Türen, schätze mal so um die 10.000 ?? (habe aber noch nie Fenster gekauft) vielleicht liege ich auch voll daneben.

    Falls wir nun doch zu neuen Fenstern tendieren würden, habe ich nur Angst das die dann besser als die Wände sind und sich somit der Taupunkt auf die Wand legt und das wäre ja schön Schimmel fördernd.
    Wände sind 30 cm Ziegel (Poroton) incl. Putz.

    So eine Heizung hört sich ja ganz witzig an, nur frage ich mich ob es das bei den alten Fenstern bringt.

    LG
    London
     
  13. ManfredH

    ManfredH Gast

    Wurde das damals auch schon gemacht ?

    Wenn ja, dann wird aber sicher kein U-Wert, sondern der damalige k-Wert angegeben sein. Der fällt zahlenmässig etwas günstiger aus; der entsprechende U-wert liegt - wenn ich es richtig in Erinnerung habe - um ca. 0,2 W/m2K höher.
     
  14. #13 Ralf Dühlmeyer, 21. Dezember 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Ich hab bei alten Fenstern schon alles mögliche gelesen, aber den k-Wert noch nie.

    @ Fragestellerin
    Machen könnt Ihr gar nichts, so lange Ihr keine mech. Lüftung einbaut.

    MfG
     
  15. ThomasMD

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    Aha. Und die Firma heißt dann jetzt Floatglas AG?:cool:
     
  16. Bauwahn

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    Das hatten wir doch schon...
     
  17. ThomasMD

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    Sorry, hatte noch nicht den ganzen Thread zu Ende gelesen. Wenn man hier selbst editieren könnte, hätte ich bereits gelöscht.;)
     
  18. Bauwahn

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    @Thomas: Keine Panik

    Wenn die wirtschaftlichen Möglichkeiten fehlen, bauliche Veränderungen durchzuführen, dann hilft halt nur regelmässig abwischen. In der Tat, lieber Wasser an den Scheiben als an den Wänden.
     
  19. Pascal82

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    Hallo,

    ist es nicht ein physikalisches grundgesetz das sowas passiert??

    wir hatten am wochenende auch tiefstwerte von -21° nachts, tagsüber waren die höchstwerte bei -14- -17°C in den unbeheitzten räumen hatten wir auch etwas tauwasserausfall unten an den bodentiefen fenstern.....
    abwischen, lüften und gut........ wir haben o,9er fenster......:winken
     
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  21. Justarius

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    Hallo,

    bin neu hier und das von London geschilderte Problem betrifft uns auch. Allerdings sind Haus und Fenster Baujahr 2001!!

    Ich wollte nicht extra einen neuen Abschnitt starten und hänge mich daher mal ganz unverschämt hier dran, in der Hoffnung auch noch ein paar Antworten/ Hilfestellungen zu bekommen...

    Problem:
    • Tauwasserbeschlag an allen Fenster und Terrassentüren, mit dicker Tropfenbildung. Über Nacht kanns schon mal runter tropfen...
    • Beginnt ab ca. 0 bis -2 Grad
    • Luftfeuchtigkeit im Schnitt ca. 35% bis 50%
    • Raumtemperatur: zwischen 18 Grad (Schlafzimmer) und 21,5 Grad Wohnzimmer
    • Die Fenster haben nen U-Wert/K-Wert (?) von 1,1.
    • Der Bau selbst ist wie gesagt auch aus 2001 und zwar kein Passivhausstandard aber gut gedämmt.
    • Folgendes steht zwischen den Scheiben (Prägung auf dem Alustreifen):
      RADEBURG 10330 CLIMAPLUS V 1.1 N 2 X 4SZR 18 4 MM PLANILUX PLT FUTUR

    Bitte helft mir Obi-Wan Kenobi ihr seit meine letzte Hoffnung.... ;(

    Mal im ernst: Ich würde die Fenster ja austauschen, wenn ich wüßte das es besser wird... Außerdem hätte ich Muffe, daß das Wasser welches sich z.Zt. noch an den Fenstern niederschlägt, an irgendwelchen Ecken der Mauern bleibt und zu Schimmel führt...


    Der J.
     
  22. #20 Ralf Dühlmeyer, 21. Dezember 2009
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    Das Problem sind weder Baujahr noch U-Wert der Scheibe, sondern der Randverbund aus (vermute ich mal) gut leitfähigem Alu statt "warmer Kante" aus Plaste oder edlem Stahl.

    Dagegen an zu lüften ist schon sehr schwer - händisch.
     
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