Tauwasser, Dachdämmung

Diskutiere Tauwasser, Dachdämmung im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo! Ich habe vor bei mir vor folgenden Dachaufbau auszuführen: aussen nach innen 1. Tonziegel 2. Lattung 3. diffusionsoffene...

  1. #1 Andreas77, 24.11.2005
    Andreas77

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    Hallo!

    Ich habe vor bei mir vor folgenden Dachaufbau auszuführen: aussen nach innen

    1. Tonziegel
    2. Lattung
    3. diffusionsoffene Unterspannbahn sd-Wert ca. 0,1m
    4. Zwischensparrendämmung Isover Integra oder Ultimate WLG 0,035 180mm
    5. Klimamembran Isover Vario KM Duplex
    6. Untersparrendämung 50mm WLG 0,035
    7. GKB 12,5mm

    Meine Frage dazu: Wen man hier die 20% Faustregel anwendet, kommt man auf eine max. Stärke der Untersparrendämmung von 46mm. Also ist diese Konstruktion meiner Meinung nach doch schon ein Grenzfall des machbaren.
    Wenn ich mal nachrechne (bin mir zwar noch net so sicher obs stimmt!:-)) komme ich bei der Dampfbremse auf eine Temperatur von 12,3 Grad. Falls dieser Wert richtig ist, besteht hier schon Gefahr von Tauwasser?
    Was mich hier am meisten verunsichert sind die Pospekte und Anleitungen von Isover selbst. In einem Prospekt wurde derselbe Aufbau, nur anstatt der 180mm Zwischensparrendämmung sogar nur eine 160mm Dämmung verwendet!Also noch ungünstiger! Kann mich hier mal jemand aufklären?

    Eine Sache hab ich noch:
    Was ist mit dem Belag auf der Kehlbalkenlage? (Spitzboden nicht gedämmt und nicht beiheizt! Sollte aber schon gelegentlich begehbar sein!)
    Die Kehlbalken sind ebenfalls 180mm hoch. Ich hatte hier folgenden Belag geplant: oben nach unten

    1. OSB-Platte oder Rauspunddiele
    2. 180mm Zwischsparredämmung
    3. Klimamembran
    4. Untersparrendämmung 50mm
    5. GKB 12,5mm

    Frage: Könnte es hier zu Problemen (Tauwasser) am Belag der Kehlbalken kommen? Die OSB-Platte ist ja wahrscheinlich alles andere als Diffusionsoffen? Zumindest nicht mit einer Unterspannbahn zu vergleichen!

    Im voraus vielen Dank!

    Gruß Andreas
     
  2. #2 MichaelG, 24.11.2005
    Zuletzt bearbeitet: 24.11.2005
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    *räusper

    nach n paar Problemen mit dem Ädminischdräidor und dem PC.... :konfusius

    Faustregel hört sich so nach Gewalt an, nä? Wer sitzt nun am längeren Hebel, Isover oder Integra? ZKF oder UKF? :boxing

    Nach der Standardberechnung ist in beiden Fällen kein Tauwasserausfall zu erwarten, weder an der Dachschräge noch im "Spitzbodenbereich" mit den OSB-Platten. :Brille

    Und um dem Ar.chitekten Ralf Dühlmeyer ma Recht zu geben:

    Das machen wir immer so :smoke ,

    also das mit der Dämmung im Kehlbalkenbereich, auch wenn OSB drüber. Hab die ganzen jahre noch nichts gehört, dass da was net funzt.

    Mit den Schaubildern versuch ich es aber nun nicht mehr, mein Programm hat nebenher ein online-update gemacht. Nun hängt es sich und dann den ganzen Rechner auf, wenn ich die Schaubilder abspeichern will. Deshalb gibts da nur die SD- und Glaservariante für den Gefachbereich mit OSB
     
  3. #3 Andreas77, 24.11.2005
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    Hallo!

    Ich hab das ganz jetzt mal mit der Demo-Version von Rowa-Soft berechnet. Der Sparrenaufbau ist wohl absolut unbedenklich Diffusionsnachweis erfüllt ohne Tauwasser. Bei der Kehlbalkendecke kommt es zum Ergebnis Erfüllt(mit Tauwasser). Bedeutet das soviel wie: Das Tauwasser welches unter der OSB Platte anfällt ist von der Menge her unbedenklich?
    Wenn ich das ganze mit einer normalen Dampfbremsfolie rechne ist, ist alles ok!
    Laut der Verlegeanleitung von ISOVER könnte bei meinem Dachaufbau die Dämmung auf der Kaltseite sogar minimal 120mm anstatt meiner 180mm betragen. Erst bei eine Dämmstärke von 100mm mit 50mm Untersparrendämmung kommt der Hinweis ---> Isover Vario KM auf Rauminnenseite! Ich geh mal davon aus das bei ISOVER schon dementsprechend Qualifizierte Bauphysiker am Werk sind. Aber was ist dann mit dieser 20% Regel.

    Gruß Andreas
     
  4. #4 MichaelG, 24.11.2005
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    Faustregel

    meine Faustregel, die ich noch im Ohr hallen höre, von der Meisterschule her, war 1/3 vor zu 2/3 hinter der Dampfsperre/bremse, aber frag mich nich ob das der Anteil ám Wärmedurchgangswiderstand oder beim Dampfdiffusionswiderstand war; und sowas wie die Klimamembran gabs damals noch nich bei uns auf`m Land *glaube ich

    dass in deiner Berechnung die Dampfsperre(sd>100) besser abschneidet als die Dampfbremse(sd 2<5) wundert mich nicht. Die Folie ist halt intellent, aber das war ja n andrer thread, gell Eric;-)

    Das Tauwasser fällt in ungünstigen Situationen aber eher innerhalb als außerhalb an, wieviel die Folie dann rauslässt um den Feuhtigkeitshaushalt auszugleichen das weiß nur der Herr ISOVER...

    Gruß Michael
     
Thema: Tauwasser, Dachdämmung
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