??? Tauwasser innerhalb WDVS ???

Diskutiere ??? Tauwasser innerhalb WDVS ??? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Guten Abend an alle Fachleute. Wir haben ein Haus Baujahr 1970 gekauft. Dach, Fenster, etc. alles erneurt, nun steht das WDVS an. Das Mauerwerk...

  1. jimmmy78

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    Guten Abend an alle Fachleute.

    Wir haben ein Haus Baujahr 1970 gekauft. Dach, Fenster, etc. alles erneurt, nun steht das WDVS an. Das Mauerwerk ist ein 36er Bimsstein. Hierauf soll 10 cm WLG 035 geklebt und gedübelt werden.

    Nun hab ich die Kostruktion berechnen lassen, und komme auf 0,226 W / m²K . Soweit so gut, jedoch weist die Berechnung einen Tauwasserausfall innerhalb der Styroporschicht aus...trocknet in den Sommerminaten aus, macht mir aber dennoch Sorgen..

    Was sagen die Fachleute dazu ??

    Vielen Dank im Voraus für Eure geschätzen Ratschläge

    U.S.
     
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  3. R.J.

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    Wieso dröselt das nicht derjenige auf der es für dich berechnet hat?
    Wenn es die zulässige Menge nicht überschreitet und rechnerisch wegtrocknet ist doch soweit alles klar. Wurde denn mit den richtigen Materialwerten gerechnet?

    Wieso wird die Dämmung geklebt und gedübelt? Muss das so sein?
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 16. April 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Altbau - in 99,99 % der Fälle muss es sein!

    An sonsten wie RJ - den Berechner fragen. Auch nach den Randbedingungen.
     
  5. #4 Herr Nilsson, 16. April 2009
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    Man kann auch die Abreißfestigkeit nachweisen, aber wer will das schon bei einem Altbau? Zumal es einige Putzsysteme je nach Flächengewicht auch unabhängig davon, ob es eine Bestandsfassade ist, erfordern.
     
  6. #5 Hundertwasser, 16. April 2009
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    Hat jemand ein Messgerät mit dem man den Wert (min. 0,08 N/mm²) messen kann? Ich kenne nur die geräte für Betonflächen, da liegt aber der Wert fast um den Faktor 20 höher (1,5 N/mm²)
     
  7. #6 Herr Nilsson, 16. April 2009
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    Aber so einen Aufwand zu betreiben, wer macht das schon. Trocknungszeit der Stempel, etc.. Was genau die 18556 darüber sagt weiss ich auch nicht, ehrlich gesagt habe ich mich aufgrund des fehlenden Bezugs zur Realität noch nicht wirklich damit auseinandergesetzt. Ist halt Theorie.
     
  8. #7 Hundertwasser, 16. April 2009
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    Sehe ich schon auch so, ist mehr aus akademischen Interesse.
     
  9. jimmmy78

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    Hier das Ergebnis:

    Während einer Tauperiode von 60 Tagen fallen dort 0.027 kg Tauwasser pro Quadratmeter an. Im Sommer verdunsten (davon) bis zu 0.207 kg/m2 (Verdunstung über 90 Tage bei 12°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70% - innen wie außen).
    Demnach kann die Konstruktion in der warmen Jahreszeit wieder austrocknen. Das anfallende Tauwasser kann trotzdem schädlich sein, wenn feuchtigkeitsempfindliche Baustoffe (z.B. Holz) zu stark beeinträchtigt werden.
    Der sd-Wert dieser Konstruktion beträgt 11.9 m.


    Fassadenbauer sagt, ohne Dübeln wäre Murks.

    U.S.
     
  10. R.J.

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    Ist ja gut jetzt mit den Dübeln, einmal kurz nicht weitergedacht schon bekommt man das dreimal unter die Nase gerieben.

    Wo hast du denn Holz in deiner Konstruktion?
    Schreib mal die genauen Materialdaten und Randbedingungen auf die der Berechnung zugrunde liegen, oder lade den Ausdruck der Berechnung hoch.
     
  11. jimmmy78

    jimmmy78

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    Tauwasserausfall innerhalb der styroporschicht. Der Hinweis mit dem Holz ist eher allgemeiner Natur. Die einzigen Holzbestandteile in meiner Berechnung liegen in Schicht 2 ( von innen ) Es handelt sich um eine ca. 2 cm dicke Heraklithplatte

    Aufbau grob von innen nach aussen

    1 cm Gips,2 cm Heraklith, 1 cm Luft stehend, 36 Bimsstein ( alt ), 10 cm Styropor Wlg 035, 1cm Putz

    Viele Grüße
    U.S.
     
  12. pauline10

    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Wer so etwas berechnen läßt möchte ja auch etwas für sein Geld erhalten. Also hat der "Sachverständige" einmal ein Programm für den Tauwasserausfall gekauft und wendet es hier natürlich an.

    Bei einer Außendämmung von 10 cm, besser noch einige cm mehr, gibt es nichts mit Tauwasserausfall zu berechnen. Das muß man während der Ausbildung einmal können, aber danach nicht mehr für eine 10 cm dicke Außendämmung anwenden.

    Probleme mit der Außendämmung gibt es lediglich, wenn nach DIY-Methode mit einer besonders teueren, aber eben wasserdampdichten Farbe 2 bis 3-mal gestrichen wird.
    Da mußten schon vereinzelt die Dämmschichten entsorgt werden, weil man die fehlerhafte Farbe allein nicht entfernen kann.

    Ansonsten ist der Tauwasserausfall bei einer Außendämmung kein Thema.
    Aber das zeigt ja auch die Rechnung, es trocknet 10 mal so viel aus, wie eingetragen wird.

    pauline
     
  13. R.J.

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    Spielverderberin :)
     
  14. #13 Hundertwasser, 18. April 2009
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    Deckt sich auch mit meinen Erfahrungen (Berechnungen).
     
  15. jimmmy78

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    Na dann bin ich beruhigt..

    .. vielen Dank für Eure Ratschläge.

    Danke
    U.S.
     
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  17. Zwieback

    Zwieback Gast

    Das ist wörtlich das Ergebnis, das der Online U-Wert-Rechner auswirft, wenn man deinen Aufbau

    1 cm Gips,2 cm Heraklith, 1 cm Luft stehend, 36 Bimsstein ( alt ), 10 cm Styropor Wlg 035, 1cm Putz

    eingibt (Heraklith durch OSB-Platte ersetzt). Damit hast du das wohl auch gerechnet, oder?

    Warum dämmst du nicht dicker? Wenn der Fassadenbauer sowieso dübelt, ist es arbeitskostenneutral, ob er Platten mit 10cm Dicke oder 20cm Dicke an die Wand bringt. Wie hoch sind deine reinen Materialkosten für die Dämmplatten?
     
  18. jimmmy78

    jimmmy78

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    Hallo Zwieback,

    der reinen Berechnung nach hast Du recht..... aber da die Fenster nicht weiter zur Aussenwand hin versetzt werden konnten, wäre eine dickere Dämmung der Optik nach nicht toll. Auch der Lichteinfall reduziert sich durch die immer dicker werdende Leibung....also quasi Kompromiss....

    Gruß
    U.
     
Thema:

??? Tauwasser innerhalb WDVS ???

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