Tauwasser?

Diskutiere Tauwasser? im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir haben Innenwände aus 8 cm Brettsperrholz (Lenotec), die eine Metallstütze direkt berühren. Ist hier eine Materialtrennung zu...

  1. #1 Dranamball, 16. Januar 2008
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    Hallo,

    wir haben Innenwände aus 8 cm Brettsperrholz (Lenotec), die eine Metallstütze direkt berühren. Ist hier eine Materialtrennung zu veranlassen, da schnellere Temperaturwechsel vielleicht zu regelmässigem Tauwasserniederschlag am Metall und damit zu permanenter Feuchte am Holz führen kann? Außen wird die Wand mit 2 Lagen Trockenputz aufgedoppelt.

    Wer kennt da eine Regelung, die die Berührung solcher Materialien verbietet oder git das nur für den Außenbereich?

    W.
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 16. Januar 2008
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    Wieso sollten im INNENbereich die Temperaturen schnell wechseln und unter den Taupunkt absinken???? Ferienhaus?? Nur zeitweise genuutzt ???

    MfG
     
  4. mls

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    innenbereich? oder innenraum? kein problem.
     
  5. #4 Dranamball, 16. Januar 2008
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    Ok

    danke für die Tipps, wir werden es also so lassen.

    Aber nochmal zur Richtigstellung der Terminologie ( --> Ralf): um Tauwasserniederschlag zu bekommen müssen Temperaturen nicht einen abslouten Wert haben, es reicht aus, wenn ein rascher Temperaturwechsel auf hohem Niveau herbeigeführt wird (zB durch Stoßlüftung). Das Metall kühlt sich sehr schnell ab, während das Holz noch länger die höheren Tempeaturen bewahrt. Und wenn die Luftfeuchte ohnehin schon hoch ist (zB in einem Schlafraum, wie hier der Fall), kann schon der eine oder andere Tropfen Tau entstehen, oder?
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 16. Januar 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Ein klares Jain hierzu.
    Metallteile geringer Wandungsstärke, die unmittelbar einem einem stark kühlenden Luftstrom ausgesetzt sind, mögen ja zur Kondensatbildung neigen (in Einzelfällen)
    Aber eine Metallstütze hat durch ihre Wandungsstärke ein gewisse Speichermasse und ist hier noch zusätzlich durch die GK-Platten vor direktem Luftkontakt geschützt.
    Das Kondensat würde also - wenn überhaupt - an der GK-Oberfläche ausfallen, wo es unschädlich wäre und sofort wieder verdunsten könnte.

    MfG
     
  7. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    ???? wieso kühlt das Metall schneller aus? Es ist schwerer und hat dadurch auch mehr Wärmespeichernde Masse....
     
  8. #7 Dranamball, 16. Januar 2008
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    einfacher Test: Du legst ein Stück Holz und ein Stück Metall in die Sonne, welches erwärmt sich zuerst? Das hängt nicht von der Masse ab, sondern von der spezifischen Wärmekapazität. Die ist bei Stahl etwa 0,47, bei Holt 1,7 kJ/(kg*K). s http://de.wikipedia.org/wiki/Spezifische_Wärmekapazität

    Gruß W.
     
  9. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    was natürlich nicht unbedingt etwas mit Wärmespeicherung zu tuen hat ;) sondern mit Energie....

    Hier wäre eher der Vergleich angebracht: Holz und Stahl gleichen Volumens auf z.B. 50 Grad zu erwärmen beides wird jetzt in ein 0 Grad Klima gebracht... was bleibt länger warm... merke:" Energie geht nicht verloren" sagte schon ein berühmter Phüsiker... der Energieaufwand zum erwärmen... anderes Thema
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 16. Januar 2008
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    Das ist kein einfacher Test, das ist Quark!
    Sonneneinstrahlung wirkt nur temporär (ein paar Stunden). Wenn ich eine Raum heize, speichern ALLE an die beheizte Luft grenzenden Materialien diese Wärme mehr oder weniger schnell.
    Und ungefähr genauso lange brauchen sie auch, um die gespeicherte Wärme wieder abzugeben.
    Da ist ein Stoßlüften wie das Ausgiessen eines Schnapsglas in die Elbe. Wirkung = 0.

    Und jetzt ist hoffentlich gut mir dem Schönreden der Füsik.
    (Robby - Ph ist abgeschafft mit Rächtschraibräform)

    MfG
     
  11. Lukas

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    ...wenn sich der Melall aber doch kälter anfühlt?! :p :D ;)
     
  12. Bruno

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    Beitrag 7 und 8 zeugen von physikalischem Unverständnis. Wer den Unterschied zwischen Holz und Metall daran festmacht, was sich unter Sonnenbestrahlung schneller erwärmt, sollte das Lichtenfelser Experiment durchführen.

    Nebenbei: sowohl die Aufnahme als auch die Abgabe von Strahlungswärme hängt vor allem von der Emissivität der Oberfläche ab, die je nach Rauigkeit und Farbe differiert.
     
  13. Bauwahn

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    Danke Bruno, ich konnte vor lauter Bauchschmerzen schon kaum noch weiterlesen
    Thomas
     
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  15. Dranamball

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    Danke Bruno, das ist doch ein interessantes Experiment.

    Und zum Umgangston in diesem Forum: hübsch! Ich finde auch, dass das Wissen des Antwortenden umso besser zum Ausdruck kommt, desto mehr er seinen Vorgänger hat niedermachen können. Also: Respekt!

    Zu meinen Behauptungen: da habe ich wohl mit der physikalischen Größe geschludert, die Größe, die ich meine, ist die Wärmeleitfähigkeit. Da ist der Unterschied zwischen Holz und Stahl sogar 300- und nicht nur 3-fach.

    Also Fazit: Natürlich kommt es bei Veränderung der Lufttemperatur auch zu Temperaturunterschieden zwischen Holz und Stahl (da kann Ralf immer noch den Handtest machen), aber es ist in dem genannten Fall wohl eher zu vernachlässigen.
     
  16. Lukas

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