Terasse über Erdkollektoren

Diskutiere Terasse über Erdkollektoren im Regenerative Energien Forum im Bereich Haustechnik; Hallo! Wir planen zur Zeit die Außenanlage bei unserem Haus. Im Garten liegen auf 220m² Erdkollektoren (Direktverdampfer). Nun weiß ich, das...

  1. Raoul

    Raoul Gast

    Hallo!

    Wir planen zur Zeit die Außenanlage bei unserem Haus. Im Garten liegen auf 220m² Erdkollektoren (Direktverdampfer). Nun weiß ich, das man die Flächen nicht versiegeln soll.
    Wir stehen aber vor dem Problem, das unsere geplante Terrasse mit ca 17m² über den Kollektoren liegen würde. Geplant ist ein Plaster mit breiten Fugen (2-3cm) damit Regenwasser weiterhin versickert.

    Nun meine Frage. Wird die Leistung der WP durch die so geplante Terrasse sinken?


    Gruß

    Raoul
     
  2. matom

    matom

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    Laienmainung,

    Die Erdkollektoren profitieren von Sonneneinstrahlung und dem aufgewärmten Boden diese Energie ziehen die ja ab, denke mal die Terrasse wird einen Großteil der Sonnenstrahlen und Wärmeeinwirkung absorbieren so das es unter der Terrasse auf Dauer kälter ist bzw da nicht soviel Wärme abgezogen wird bzw. der Boden sich da nicht regeneriert.

    MfG
     
  3. Raoul

    Raoul Gast

    Danke für die Antwort. So dachte ich vor dem Hausbau und der Heizungsplanung auch, aber das stimmt so nicht.
    Die Energie wird zum aller größten Teil über das Niederschlagswasser dem Erdreich zugeführt. Deswegen ist es auch ein Ammenmärchen, das man im Schatten keine Kollektoren verlegen soll.


    Gruß

    Raoul
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Eindeutige Antwort: JA

    Die Frage ist eher, wie stark wird sich die Überbauung auswirken. Geht es nur um eine Terrasse, oder wird diese evtl. noch mit einem Dach versehen?

    Auch die Sonneneinstrahlung auf den Kollektor hat einen Einfluß, wenn auch nur einen geringen. Vor allen Dingen während der kalten Jahreszeit, kann die Sonne hilfreich sein um die Oberfläche anzutauen damit Wasser schneller versickern kann, was den Kollektor auch schneller regeneriert.

    Die überbaute Fläche ist im Verhältnis zur Kollektorgröße jedoch gering, und so lange sichergestellt ist, dass dort Niederschläge versickern können, hätte ich keine Bauchschmerzen.

    Ob die angedachten Fugen ausreichen, kann ich jetzt nicht beurteilen. Dafür müssten man schon genauer wissen, wie der Terrassenbelag (-aufbau) gestaltet wird. Für meinen Geschmack sind die paar Fugen etwas knapp bemessen um eine ausreichende Versickerung sicherstellen zu können, und wenn dann nur ein kleiner Teil der Niederschläge versickert, ist dem Kollektor auch nicht geholfen.

    Gruß
    Ralf
     
  5. Raoul

    Raoul Gast

    Ein Dach kommt nicht über die Terrasse. Im Moment sind wir beim Belag bei Standard Pflaster. Es gibt natürlich noch die Möglichkeit, auf ein "wasserdurchlässiges" Ökopflaster zu gehen. Dritte Variante wären WPC Terrassendielen die man mit einem Abstand von ca 1cm verlegt. Die Frage ist nur, wo sickert das meiste Wasser durch?

    Der Unterbau wäre bei allen Varianten Schotter und Splitt.


    Raoul
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Ich denke mal, Stadtplaner, Galabauer, die müssten sich mit solchen Dingen befassen, denn es gibt ja immer mehr versiegelte Flächen mit den bekannten Problemen.

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man bei so einem Pflaster, je nach Pflaster-/Fugengröße, gerade mal 10% der Niederschlagsmenge versickern kann. Deswegen gibt es ja spezielle Aufbauten, wobei dann auch die Tragschicht einen erheblichen Einfluß hat. Ist dann noch der Boden geeignet, dann kann man auch größere Niederschlagsmengen versickern.

    Gruß
    Ralf
     
  7. #7 wasweissich, 18.01.2011
    wasweissich

    wasweissich Gast

    ralf , wenn da ein kolektor verbuddelt ist , würde ich mir um das versickern keine sorgen machen . eine gepflasterte terrasse mit passendem pflaster sollte die wärmeleistung nur geringfügig beeinflussen ... denke ich .
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Sehe ich auch so, deswegen ja mein Kommentar. Wenn er halt irgend ein 08/15 Pflaster kauft, und damit die Oberfläche versiegelt, helfen die paar Fugen auch nicht mehr. Darauf wollte ich hinaus.

    Aber bei dem geringen Flächenanteil der Terrasse an der gesamten Kollektorfläche, dürfte auch das kein Beinbruch sein. Jetzt wäre zu überlegen, welcher Teil des Kollektors unter der Terrasse liegt.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Raoul

    Raoul

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    Damit der Verlust so klein wie möglich ausfällt, werden wir ein wasserdurchlässiges Ökopflaster nehmen und dieses dann noch zusätzlich mit breiteren Fugen verlegen. Welcher Hersteller weiß ich aber noch nicht, da muss ich mich auch erst schlau machen. Bin für Tipps offen.

    @Ralf
    Was meinst du mit "Jetzt wäre zu überlegen, welcher Teil des Kollektors unter der Terrasse liegt"?


    Gruß

    Raoul
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Die Hersteller liefern sicherlich Daten über die Versickerungsfähigkeit.

    "Anfang" des Kollektors, oder "Ende" des Kollektors, oder..... So ein Kollektor belastet das Erdreich ja nicht gleichmäßig über seine komplette Fläche.

    Gruß
    Ralf
     
  11. Raoul

    Raoul

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    Es liegen 5 Kreisläufe a 75m im Garten. Von den 5 Kreisläufen wären 2 vom Überbau der Terrasse betroffen. Beim ersten Kreislauf sind ca 7m am Anfang und rund 15m am Ende betroffen. Der 2. Kreislauf würde dann mit ungefähr 7m am Anfang "überbaut". Möglicherweise auch ein paar Meter am Ende. Ich kann das auf den Bilder nur abschätzen.


    Raoul
     
  12. #12 laus1648, 20.01.2011
    laus1648

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    Bei meinem Schwager ist die Terasse auch teilweise mit den Leitungen unterlegt, er hat riesige Probleme mit Senken und Heben der Terasse. Im Moment klärt ein Gutachter was die Ursache ist
    Gruß
     
  13. R.B.

    R.B.

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    Genau das ist ein Problem wenn der Kollektor überlastet wird, und sich das Erdreich in einen Eisklotz verwandelt. Ständige Soletemperaturen mit Minusgraden (bei DV ist das nicht anders) und ein Erdreich durch das die Wärme nur verzögert an die Kollektorrohre kommt, führen dazu, dass sich um die Rohre herum Eis bildet.

    Deswegen sollte man einen Kollektor möglichst üppig dimensionieren.

    Gruß
    Ralf
     
  14. SvenW

    SvenW

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    Wie wäre es mit einer normalen Terrasse und der Versickerung des Regenwassers unter der Terrasse? Z.B. wenn man mit Drainagerohren einen Teil des Regenwassers vom Dach direkt unter der Terrasse versickern läßt? Dann macht es nichts aus, wenn die Pflasterung relativ dicht ist, allerdings muß man dann natürlich tiefer auskoffern lassen um die Versickerung entsprechend zu verlegen.
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Und sicherstellen, dass das Wasser dort überhaupt versickern kann, sonst schwimmt ihm bei einem Starkregen oder Schneeschmelze mit Regen die Terrasse davon.

    Gruß
    Ralf
     
  16. #16 laus1648, 21.07.2011
    laus1648

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    Hallo zusammen
    so, bei uns sind die Kollektoren nun verlegt, nun stellt sich mir die Frage, soll die Erde verdichter werden, reicht es, wenn sich das ganze 2 Monate setzen kann. Was empfielt ihr
    danke
    Dieter
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Wurden die Rohre schon wieder komplett zugeschüttet? Normalerweise deckt man die Rohre lagenweise ab und verdichtet (einschlämmen geht auch).

    Gruß
    Ralf
     
  18. #18 keinSchlaubauer, 22.07.2011
    keinSchlaubauer

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    Hat man generell bei Erdkollektoren nicht das Problem von ständigen Setzungen?

    Oder kann man dann den Raum unter der Terrasse genauso verdichten?
    Ansonsten würde ich über Alternativen nachdenken (bspw. besser dämmen und dafür dann eine LW-WP), denn eine sich ständig weiter setzende Terrasse macht keinen Spass...
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Wenn´s richtig gemacht wird, dann nicht.

    LWP nur dann, wenn die Rahmenbedingungen passen. Region mit akzeptablen Außentemperaturen, Heizlast sehr niedrig, Heizflächentemperatur sehr niedrig, Aufstellort mit ausreichend Abstand zu den Nachbarn. Dann hat man unter´m Strich einen kleinen Vorteil gegenüber einer WP mit Flächenkollektor.

    Gruß
    Ralf
     
  20. #20 popolini, 11.08.2011
    popolini

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    Wie ist das mit dem Flächenkollektor, wenn der Boden rein aus Lehm besteht. Es wird zwar ein Sandbett gelegt und darüber dann der Humus. Aber das Wasser kann ja nicht mehr weg, es wird praktisch immer kälter und vereist dann nicht zwangsläufig das Erdreich. Oder mach ich da einen Denkfehler?
     
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