Theorie der nachträglichen Abdichtung von Altbauten mit gemauertem Fundament

Diskutiere Theorie der nachträglichen Abdichtung von Altbauten mit gemauertem Fundament im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Es ist hier schon öfter angeklungen und auch einleuchtend warum eine Abdichtung oben genannter altbauten problematisch ist, sobald ein Lastfall...

  1. #1 buddelchen333, 5. Juli 2008
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    Es ist hier schon öfter angeklungen und auch einleuchtend warum eine Abdichtung oben genannter altbauten problematisch ist, sobald ein Lastfall größer Bodenfeuchte vorliegt und fast unmöglich oder extrem aufwendig, wenn drückendes Grundwasser ansteht.

    Das größe Problem ist wohl, wie eine nachträgliche Bodenabdichtung an eine (eventuell vorhandene) horizontale abdichtung angeschlossen werden kann.

    Jetzt habe ich neulich etwas gelesen über Tonabdichtungen, Ton ist ja wohl das älteste abdichtungsmittel, was der Menschheit bekannt ist. Mit dem Zeug werden sogar gartenteiche erfolgreich abgedichtet.

    Und da ich je Theoretiker bin, wie Ihr wisst....ihr ahnt es schon...möchte ich euch jetzt wieder mit unausgegorenen Theorie....

    Fußbodenaufbau:

    15cm Ton
    12cm Beton
    8cm Dämmung
    5cm Estrich
    1cm Belag

    41cm Aufbauhöhe

    abgesehen von der aufbauhöhe, die manchmal sicher nicht vorhanden ist, nun zum eigentlichen Punkt. Wäre es nicht möglich, daß der Ton ein recht wasserundurchlässige verbindung mit dem Fundament eingeht, auch bedingt durch das aufgewicht des Betons+Estrich, und so an dieser Schwachstelle kein wasser mehr hochdrücken kann?

    Und jetzt gebe ich mich selbst zum Abschuß frei.:offtopic:
     
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  3. Jonny

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    Was willste eigentlich bauen? Ein Wasserschloss?

    Eine Platte dicht zu bekommen ist sicherlich kein grösseres Problem, auch ohne Ton. Ich schätz mal die Anschlüsse sind's, auch mit Ton.

    Aber in dem Bereich auch totaler Laie!

    Mir gefallen halt Wasserschlösser. ;)

    Grüsse
    Jonny
     
  4. #3 buddelchen333, 5. Juli 2008
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    gar nichts, mir bringt nachdenken nur spaß
     
  5. #4 buddelchen333, 5. Juli 2008
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    aber ringsrum könnte man einen Tonwulst platzieren und dann eine auszinkung ringsrum in einer dickeren Betonplatte 25cm. Der Tonwulst würde dann unter dem Gewicht der Betonplatte gequetscht, so daß ein druckwasserdichter anschluß entsteht....soviel zur theorie....
     
  6. Julius

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    Aber was hilft der druckwasserdichte Anschluß zur Bodenplatte, wenn daneben das Fundament und das aufgehende Mauerwark saugen...?
     
  7. #6 buddelchen333, 5. Juli 2008
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    die frage ist wie weit die hochsaugen, es gab da mal vom renommierten frauenhofer institut was zu, einen modellversuch, gemauerte Ziegelwand im Wasserbecken, das Wasser ist nich höher als zwei steinreihen gestiegen, weil die übergänge stein/mörtel den wassertransport sehr behindern

    fazit: die aufsteigenden Feuchtigkeitsschäde breiten sich über den homogenen putz von der untersten Steinreihe aus...

    wenn die platte 25 oder sogar 30 dick ist, dann beginnt der putz oberhalb der kritischen zone
     
  8. KATMat

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    oder Bentonit - nehmen wir zum Bohrungen abdichten. Der macht Anschlüsse schon wasserdicht. Gibt´s als Pellets oder feiner. Für die ganze Bodenplatte wird´s aber etwas teuer. Was sonst so als "Ton" läuft ist oft keiner, sondern Ton/Schluff-Gemisch. Richtigen Ton gibt´s nicht überall in Deutschland (oberflächennah).
     
  9. Julius

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    Und was ist mit dem Außenputz???
     
  10. #9 buddelchen333, 5. Juli 2008
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    da hättest Du ja auch wieder mindestens zwei Wechsel drinnen

    Fundament->Außenputz->steigen->Stein->Mörtel->Stein(->Innenputz) oder nochmal stein zwischendrinnen, bei z.B. den damals üblichen Hamburger Klinkern

    es wäre also recht unwahrscheinlich, daß von nach dem langen aufsteigen im putz, das wasser dann wieder die komplette mauer durchfeuchtet..
     
  11. Julius

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    Nö - Du hast nen Gedankenfehler drin:

    Das Wasser steigt im Außenputz hoch, geht dann (parallel an vielen Stellen) horizontal durch den Stein. Dort liegt der Innenputz an. Und schon ist die ganze Mauer wieder naß...

    Außerdem halte ich die Behauptung, daß der üblicherweise in Altbauten verwendete Mauermörtel (oder besser gesagt DIE, denn über die Jahrhunderte waren das ganz verschiedene Mischungen) wirksam das Saugen der Steine sperrt, für unzutreffend.
    Dafür hab ich schon zu viele nasse Altbaukeller (mit zum Teil elend dicken Wänden) gesehen!
    Daß die inneren Stoßfugen stets vollflächig und hohlraumfrei vermörtelt seien, ist auch mehr ein Wunschtraum.

    Außerdem setzt Deine Überlegung voraus, daß eine wirksame Außenabdichtung der Mauer vorhanden ist (in der Praxis meist nicht gegeben) oder nachträglich erstellt wird (oft auch nicht möglich oder nur sehr aufwendig).

    Die wenige, durch den Kellerboden diffundierende Feuchtigkeit kann man auch mit gängigen Methoden nachträglich gut absperren.
    Das Problem ist und bleibt jedoch die Außenmauer und vor allem deren Übergang zur Boden"platte", also der Fundamentbereich.
    In unserer Gegend wurden dafür selbst bei Ziegelbauten übrigens gerne großformatige Sandsteine eingesetzt. Und wahrlich, ich sage Dir - nur Pumpen fördern besser das Wasser...
     
  12. #11 buddelchen333, 6. Juli 2008
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    ne julius, das sehe ich nicht so, weil:

    ich gehe davon aus, das außen auch saniert wird.

    Außen ist ja meistens nichts, als purer Ziegel. Meistens werden die Unebenheiten mit zementputz verschlämmt, dann dichtschlämme als rückfeuchteschutz und eine KMB drauf

    Der zementputz an sich ist ja schon kein ideales Medium für kapillaren Wassertransport, aber diese dünneschicht, welche effektive querschnittsfläche stünde für kapillaren Wassertransport zu verfügung, außerdem muß diese schicht ja nicht bis ins erdreich, die endet ja meißens oberhalb der gemauerten Fundamentsteine
     
  13. Julius

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    Dann muß es an dem Unterschied zwischen Deiner Theorie und der von mir beobachteten Praxis liegen, daß es in der REalität deutlich anders aussioeht, als Du postulierst...
     
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  15. #13 buddelchen333, 6. Juli 2008
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    womit Du recht haben könntest...hast Du vielleicht Bilder, wo außen abgedichtet wurde und innen der Boden ohne horizontalabdichtung und das wasser gewaltig aufgestiegen ist?
     
  16. #14 buddelchen333, 6. Juli 2008
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    ohne horizontalbdichtung der Wände natürlich, das ist gemeint, der boden ist schon horizontal abgedichtet...
     
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