Tiefenbohrung & Brunnen

Diskutiere Tiefenbohrung & Brunnen im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, Im Rahmen unseres Neubaus soll eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung verwendet werden. Ein Nachbar hat dies schon alles hinter sich und hat...

  1. klausi0815

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    Hallo,

    Im Rahmen unseres Neubaus soll eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung verwendet werden. Ein Nachbar hat dies schon alles hinter sich und hat von der Bohrfirma gleich noch ein Brunnenloch bohren lassen.

    Das klingt natürlich wirtschaftlich als auch praktisch sehr interessant.

    Daher meine Fragen:

    1. wie aufwendig wäre eine solche Brunnenbohrung? Finanziell und bautechnisch? Oder ist dies einfach nur ein 10m Loch mit Tauchpumpe?
    2. Gibt es Risiken? (Abstände zu den Tiefenbohrungen, etc.)
    3. kann ein solcher Bohrbrunnen eine Regenwasserzisterne vollständig ersetzen?
    4. müssen um den Brunnen herum noch irgendwelche Dinge beachtet werden.

    Ich danke für Hinweise und weiterführende Informationen.
     
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  3. Neutal

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    Als erstes wäre es wichtig zu wissen ob die Wasserentnahme über einen eigenen Brunnen erlaubt ist. In vielen Regionen ist es das nämlich nicht. Hierzu mal bei der Gemeinde anfragen.
     
  4. klausi0815

    klausi0815

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    die Wassenentnahme ist erlaubt....
     
  5. H.PF

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    Kann man ohne Kenntniss deines Grundstückes nicht beantworten. Am Rhein prügeln die einfach 4 m Rohr in den Boden und lassen das ganze Brauchwasser drüber laufen, zuverlässig auch im heißesten Sommer und bei unserem Nachbarn hier musste 80m tief gebohrt werden...

    Wir haben es dann direkt bleiben gelassen...
     
  6. klausi0815

    klausi0815

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    und der Bohrdurchmesser des Bohrers für die Wärmepumpen-Bohrungen ist hinreichend oder sind andere Durchmesser besser geeignet?
     
  7. flehmann

    flehmann

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    Für den Brunne sollte es schon ein DN115 Rohr sein, damit du 4" Tiefbrunnenpumpen nutzen kannst. Kosten ca. 55-70,-€ pro m. Anzeige für den Brunnen bei der unteren Wasserbeörde einreichen. Aber das muss das Bohrunternehmen für die Erdwärmebohrung so oder so machen. Brunnen ja oder nein hängt auch etwas von der Gartenfläche ab die du bewässern willst. Die Betriebskosten (kein Reparaturn nur Strom) sin auf alle Fälle günstiger beim Brunnen (Pries kWh Strom zu Preis m³ Frischwasser).
     
  8. Taipan

    Taipan

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    Was heisst aureichend?

    Es ist die Entnahmemenge, die Entnahmeleistung, die Bohrtiefe, der Untergrund, die Art der Förderung ... zu planen ...

    @Flehmann: Woher willst Du wissen, dass DN115 für die Bohrung richtig ist?
     
  9. flehmann

    flehmann

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    OK, ich hätte mindestens DN115 schreiben sollen.
     
  10. reezer

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    ob so ein Brunnen zufriedenstellend funktioniert kommt auch auf den Boden an (Filterschicht notwendig?) und auf das anstehende Grundwasser
    wenn das Eisen- oder Manganhaltig ist, kannst du dir alles komplett sparen weil du keine Freude damit haben wirst
     
  11. Taipan

    Taipan

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    Woher willst du wissen, dass es mindestens DN115 sein müssen?


    Ich habe hier einen Brunnen, der hat DN24 ... und nun?
     
  12. Taipan

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    Das ist so auch nicht richtig. Der Brunnen muss nur eben darauf ausgelegt werden.
     
  13. peterk61

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    Wenn das Grundwasser höhere Gehalte an eisen- und manganhaltigem aufweist, bilden sich Rostflecken auf allen Gegenständen, die vom Wasser benetzt werden. Die Auslegung des Brunnens hat damit nichts zu tun.

    Das gelöste Eisen- und Mangan muss ausgeflockt werden und mit einem rückspülbaren Kiesfilter abgetrennt werden. Der Aufwand für die Filtrierung kann die Wirtschaftlichkeit kippen. Aber der Nachbar hat diesbezüglich Erfahrung.

    Bei einem Brunnen DN24 kann nur eine Saugpumpe eingesetzt werden, die das Wasser auf der Saugseite max. 4 m bis 5 m Tiefe fördern kann.

    Wenn der Grundwasserspiegel tiefer liegt, muss eine Tauchpumpe eingesetzt werden, die mindestens 3 Zoll Durchmesser aufweist, wodurch der Mindestdurchmesser der Brunnenverrohrung bei 100 mm liegt.

    Je nach Durchlässigkeit des Untergrundes kann der Brunnen eine Zisterne ersetzen.

    Die Kosten von 55 bis 70 €/m sind nach meiner Erfahrung etwas zu niedrig. Die Bohrung mit Ausbau zum Brunnen in DN125 würde ich eher auf > 100 €/schätzen. Es gibt jedoch regional deutliche Unterschiede und da wo ich herkomme herrscht ein hohes Preisniveau.

    Das Freilegen und Fördern von Grundwasser muss zumindest angezeigt werden. In manchen Bundesländern ist eine wasserrechtliche Genehmigung erforderlich.
     
  14. flehmann

    flehmann

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    @tqaipan
    mindestenes DN115 weil der TE in #1 was von Tauchpumpe geschrieben hatte und man diese in DN24 nicht rein bekommt und die Auswahl bei 4 " Pumpe grösser ist als z.Bsp. bei 3" Pumpen.
    Aber der muss auch erstmal in Erfahrung bringen, wo der Grundwasserstand ist und wieviel m² er bewässern möchte.
    Es gibt übers Land verteilt Grundwassermessstellen. Kann bei der unter Wasserbehörde nachgefragt werden. Manche Baugrundgutachter haben manchmal auch diese Informationen.
     
  15. Taipan

    Taipan

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    Er hat nichts davon geschrieben, dass er eine Tauchpumpe will, sondern nur deutlichst zum Ausdruck gebracht, dass er keine Ahnung hat ... Was ja nicht weiter schlimm ist ... Deswegen ja mein Hinweis darauf, dass man sich vor der Bohrung gut überlegen muss, was zu tun ist ...

    @TE: Beschreibe mal bitte den Brunnen deines Nachbarn & kläre, warum du den nicht gleich mitbenutzen darfst (zahlst ihm die Hälfte für die Bohrung und die Technik und machst einen Nutzungsvertrag, dass ihr alle den Brunnen betreffenden Kosten teilt) ... und fertig die Laube .... wegen dem bisschen Gießwasser zwei Brunnen bohren, die nahe beieinanderliegen ? Nääää ... .
     
  16. Taipan

    Taipan

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    Wenn es das Plauen inmitten der vielen Kennzeichen mit V ist ... dann kannste die Grundwassermessstellen vergessen. Dann kannste die Wasserbehörden vergessen, dann musste einen Baugrundler konsultieren, der in der Gegend schon so gut wie jeden Stein umgedreht hat, oder auf Gut Glück bohren ... oder eben das eigene Baugrundgutschten, das Baugrundgutachten des Nachbarn und das Bohrprotokoll der Tiefenbohrung und des Brunnen des Nachbarn zu Rate ziehen ... Ich halte einen Brunnen für zwei kleinere direkt nebeneinader liegende Grundstück immer noch für schw***sinnig. die beiden werden die 1kcbm/a nicht schaffen, bevor es wasserechtlich interessant wird ...
     
  17. planfix

    planfix Gast

    zu 1. wo liegt dein grundwasserspiegel? was wird erlaubt? kläre gartenbewässerung, das ist meist erlaubt, aber WC und waschmaschine eher nicht.
    bei grundwasser nur wenige meter tief, geht ein schalgbrunnen mit saugpumpe.
    ist das grundwasser tiefer, macht ein ausgebauter bohrbrunnen mit tauchpumpe sinn.

    zu 2. immer, es kommt auf auf die randbedingungen an. wenn du als esteres mal klärst was alles erlaubt erlaubt ist, rduzierste du schon die risiken ;)

    zu 3. ne, weil regen kommt von oben :D. was machst du mit dem regenwasser? ... was wird erlaubt? versickerung, ... und wie, kanaleinleitung???

    zu 4. das läßt sich erst beantworten, wenn 1-3 geklärt ist.
     
  18. klausi0815

    klausi0815

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    Hallo,

    der Nachbar ist leider mehrere hundert Meter entfernt ...also nur auf der gleichen Str. angesiedelt.

    @Pumpe: ich bitte um Verzeihung, wenn es eine Oberwasserpumpe tut, dann sollte diese als günstigere Variante sicherlich bevorzugt werden.

    Ich hätte bei der Brunnenbohrung den Anspruch, das gesamte Brauchwasser damit abzuwickeln... Garten, Toiletten, Waschmaschine. Daher würde schon einige Mengen zusammenkommen. Die Frage ist eben auch, wie schnell das Wasser im Bohrvolumen wieder nachläuft, wenn ich z.B. in kurzer Zeit viel Wasser abpumpe (Sommer --> Garten + Auto waschen + Toilette + Waschen als Worst Case :)
     
  19. #18 toxicmolotow, 11. Februar 2015
    toxicmolotow

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    Oh... dann gibts ne zusätzliche Wasseruhr an den Brunnen, damit auch brav das Abwasser bezahlt werden kann.

    Überlege mal, ob sich das dann noch wirklich lohnt...
     
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  21. klausi0815

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    man kann diese Funktionen ja erst einmal probeweise testen ;)
     
  22. #20 toxicmolotow, 11. Februar 2015
    toxicmolotow

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    Können ja, oder nein... dürfen definitiv nein. Es dürfte nahezu überall verboten sein Abwasser "unbezahlt" der Kanalisation zuzuführen.
     
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