Tradition contra Moderne

Diskutiere Tradition contra Moderne im Architektur Allgemein Forum im Bereich Architektur; Artikel in der "Welt" - Rückkehr zum Giebel In Hoffnung auf einen konstruktiven Streit - vG Helge

  1. HelgeK

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    Artikel in der "Welt" - Rückkehr zum Giebel

    In Hoffnung auf einen konstruktiven Streit -
    vG Helge
     
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  3. dilbert

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    Den Artikel finde ich dann doch etwas zu tendenziös. Die Architektur der 50er bis 70er Jahre muss einem nicht gefallen und sie entspricht in vielem nicht mehr den heutigen Ansprüchen an ein städtischen Wohnquartier. Trotzdem ist es einfach, aus der Perspektive der Nachgeborenen die damaligen Architekten und Stadtplaner für ihre angebliche Zerstörungswut zu tadeln. Damals wie heute wird nach den Erfordernissen der Zeit gebaut.

    Es kann gut sein, dass das geplante Gründungsviertel in Lübeck in 50 Jahren ganz oben auf der Liste der Abrisskandidaten steht. Das ist aus heutiger Sicht unmöglich vorauszusagen.
    Den Entwurf von Thomas Fischnaller (http://thomasfischnaller.com/#grundungsviertel-hansestadt-lubeck) finde ich persönlich sehr ansprechend. Gerade die Kombination aus Reihenhaus und Eigentumswohnungen spricht mich an. Aber auch die Fassadengestaltung finde ich stimmig. Sie greift traditionelle Elemente von Lübecker Häusern auf, wirkt auf mich aber nicht historisierend wie z.B. die Kölner Altstadt.
     
  4. #3 Frau Maier, 9. Juli 2015
    Frau Maier

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    Ja, da ist ein Pressefuzzi, der privat dem Traum des jodelnden Hauses nachtrauert, wie wir hier im Süden so sagen. Der Giebel hat keine Renaissance weil er nie ausgestorben ist, weder in Innenstädten noch sonst wo. Wenn der sich in modernen Städten nicht wohl fühlt, soll er doch hoch auf die Alm...

    ...und selbst da wird sich der Autor wundern wie österreichische und schweizer Architekten und Senner und Bergbewohner überhaupt, heute so drauf sind...
     
  5. #4 qwertzuio, 9. Juli 2015
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    Was in Frankfurt zu funktionieren scheint, kann ja auch für Lübeck gut sein.
     
  6. Baumal

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    natürlich wurde in der nachkriegszeit
    viel zu viel zerstört.

    die welt ist aber nicht besser als
    die bild. das bringt uns nicht weiter
    oder hätte altstädte gerettet.
     
  7. #6 Frau Maier, 9. Juli 2015
    Frau Maier

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    Naja, damals musste schnell Wohnraum geschaffen werden. Da blieb keine Zeit für ausführliche Städteplanungen mit Studien usw. Die Leute standen buchstäblich auf der Straße. Als Nachgeborener ist es leicht das zu verurteilen. Selbst hätte man es unter dem Druck und Zeitnot auch nicht besser gemacht. Das Zeug ist ja nun auch schon ur-alt und es hindert keiner einem das abzureissen und besseres zu machen. Aber selbst an diesen Ergebnissen stören sich manche. Wir leben nun mal im Heute und Jetzt und nicht in der Vergangenheit. Die Städte der Vergangenheit wurden im 2.WK zerstört. Die gibt es nicht mehr und wird es auch nie wieder geben. Daran sollten sich auch mal die ewig Gestrigen so langsam gewöhnen.
     
  8. R.B.

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    Eben. Und jeder Versuch eines Nachbaus würde scheitern, denn es wäre immer nur eine Kopie.

    So wie die Menschen früher der Zeit ihren Stempel aufgedrückt haben, so machen das auch die Menschen heute, und ich bin mir sicher, dass unsere Kinder und Enkel das auch so machen werden. Die Lebensweise, die Geschmäcker, alles ändert sich.
     
  9. HelgeK

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    Ich finde, der Artikel hat durchaus ein Stück weit recht.

    Hier in meiner Heimatstadt Hamburg ist die Aussage, dass die Moderne ab 1945 einen vergleichbaren Schaden angerichtet hat wie die Bombardierungen im 2. Weltkrieg, fast schon "common sense".

    Die Aussage von Frau Maier, dass keine Zeit für sorgfältige Planungen da war, ist historisch nicht korrekt. Die Konzeptionen für die Nachkriegszeit begannen in den größeren Städten bereits während des Krieges, und in den ersten Nachkriegsjahren wurden in den meisten deutschen Großstädten sorgfältige Planungen für den Wiederaufbau vorgenommen. Zunächst war das Geld für die Umsetzung der Ideen schlicht nicht vorhanden - und somit hatte man reichlich Zeit.

    Die Leitideen, die dabei entwickelt wurden, unterschieden sich zum Teil deutlich und waren beispielsweise in Köln andere als in München, auch wenn gemeinhin die Charta von Athen die Grundlage bildete.

    Persönlich gefallen mir viele Bauten aus den 50 Jahren hier bei uns in Hamburg noch recht gut - von Außnahmen abgesehen, fing man dort wieder an, wo man in den 30er Jahren mehrheitlich aufgehört hatte - beim lokaltypischen Backstein, Satteldächern und schlichten Fassaden.

    Weniger erfreulich finde ich die stadtplanerischen Ansätze, die voll auf die "autogerechte", gegliederte und locker bebaute Stadt abzielten. Diesen Ideen haben wir unsere "Ost-West Straße" quer durchs historische Zentrum Hamburgs zu verdanken, die bis heute die Raumzusammenhänge zerreisst und Durchgangsverkehr in die Innenstadt zieht.

    In den 60er Jahren verabschiedete man sich hier dann vollständig von lokalen Bautradtionen und phantasierte vom Abriss ganzer Stadtteile, um z.B. so was zu schaffen:

    [​IMG]

    Gott sei Dank fehlte dafür letzlich das Geld. Der mehrheitlich gründerzeiltlich geprägte Stadtteil St. Georg ist heute eines der "In-Viertel" Hamburgs.

    Und natürlich hat der Artikel recht, wenn er darauf verweist, dass Giebel (und damit Satteldächer) bei städtischer Architektur heute quasi ein Tabu sind. Architekten legen sich diebezüglich ein "Denkverbot" auf, dass ich nicht nachvollziehen kann. Der hunderttausendste Kubus ohne Regionalbezug ist OK, jeglicher Anklang ans Bauen vor 1945 oder gar vor 1918 aber ein No-Go. Gleichzeitig wird Wohnen im renovierten Altbau der Gründer- oder Jugenstilzeit zum Luxus für Privilegierte.

    Historisch betrachtet gab es wahrscheinlich noch nie eine Zeit, in der ein so großer Anteil der Bevölkerung mit Architektur und Städtebau der Gegenwart und jüngeren Vergangenheit so wenig anfangen kann wie heute. Wird man x-beliebigen Menschen auf der Straße Bilder eines zentralen Platzes seiner Heimatstadt aus der Zeit vor 1945 und von heute vorlegen und fragen, welches besser aussieht, wird die Antwort zu 2/3 oder mehr zugunsten der alten Variante ausfallen.

    Ich vermisse bei den Profis ein Stück weit selbstkritisches Hinterfragen des eigenen Vorgehens.
     
  10. dilbert

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    Dass die meisten Menschen (in ganz Nordeuropa) zwischen 1920 und 1960 nur wenig Lust auf die heute so hippen Szeneviertel ihrer Altstädte hatten, darf aber auch nicht verwundern. Bis auf einen Teil der Nazizeit war die Mehrheit der Bürger ja grundsätzlich für die Neugestaltung ihrer Innenstädte.

    Wie sah es denn in den historischen Altstädten aus? 90% Überbauung im Kölner Rheinviertel, kaum Sanitäranlagen, die Häuser seit Ewigkeiten nicht renoviert. Diese heute so beliebten Viertel mit mittelalterlicher Bausubstanz waren in einem fürchterlichen Zustand und das praktisch überall in Europa. Dass man sich das Leben der Zukunft nicht so gewünscht hat, war wohl klar. Heute haben wir ein etwas romantisch verklärtes Bild von diesen Stadtteilen. Damals war man froh, neue Formen des Stadtlebens verwirklichen zu können.
     
  11. Nana55

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    Wie sehr du damit Recht hast, zeigt auch das Beispiel Passau mit seiner wunderbaren historischen Innenstadt und der nun im Zuge der Erneuerung des Exerzierplatzes entstandenen "modernen" Neuen Mitte. Diese wurde schon vor ihrer baulichen Umsetzung von einem Großteil der Bevölkerung als "Architektursünde" und "Verschandelung" des Stadtbildes (zu Recht wie ich finde) bekämpft!
     
  12. dilbert

    dilbert

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    Dieser "Großteil" war aber offenbar nicht die Mehrheit, die im Volksentscheid 2004 für das Projekt gestimmt hat.:e_smiley_brille02:
     
  13. #12 Frau Maier, 10. Juli 2015
    Frau Maier

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    Wenn Du meinst. Aber dann haben nicht die Nachkriegsarchitekten Schuld, sondern der Führrrrer. Immerhin waren die Planungen von Berlin ja die umfangreichsten, zum Leidwesen der Ewiggestrigen wurde nix davon umgesetzt... :D

    Wenn immerhin schon vor Kriegsende die Planungen begonnen haben kann man das nicht der Nachkriegszeit anlasten. Aber Hand aufs Herz, das waren nur wenige Städte, wenn überhaupt etwas davon umgesetzt wurde. Die meisten mussten handeln wie ich schon geschrieben habe. Man hat dann einfach entlang der vorhandenen Straßenzüge möglichst schnell gebaut, egal was, Hauptsache Wohnraum und das Leben konnte weiter gehen. Teilweise wurden Häuserzüge weg gelassen womit alte Proportionen nicht mehr stimmen (der Platz vor dem Ulmer Münster ist so ein Beispiel).


    Ah geh....
    Du willst doch nicht im Ernst, dass wir heute den alten Schrott bauen? Wirklich? Gehts noch? So ein Schmarn... :mauer
    Das sind dann die DIY in diesem Forum, mit den vielen Erkern und Giebelchen und so... Egal warum, Hauptsache es sind welche drin...

    Das nette Bildchen ist aber mit Sicherheit keine Planung von vor dem Krieg, denn die Idee der "Wohnmaschine" - und das wird dieses Projekt wohl darstellen - wurde erst später erfunden (kannst ja mal danach googeln). Ja, das war noch aus einer Zeit, wo man an den Fortschritt des Atomzeitalters glaubte, als man noch glaubte, im Jahr 2000 würden man kein Auto mehr fahren, sondern mit dem atomangetriebenen Privat-Hubschrauber herum fliegen...
     
  14. Nana55

    Nana55

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    Ja, klar! Mangels Alternativen und aufgrund von Wirtschaftlichkeit! Das sehr gelungene Konzept des Künstlers Andre Heller konnte aus Kostengründen nicht umgesetzt werden und dass der Exerzierplatz neu gestaltet werden musste, stand ja außer Frage. Ein Bündnis "pro Neue Mitte", bestehend überwiegend aus Passauer Geschäftsleuten mit rein finanziellen Interessen, versprachen der Bevölkerung Wirtschaftwachstum und finazielle Vorteile (neue Stadtgalerie als zentrale Einkaufsmeile der ganzen Region) und so entschied man sich mit knapper Mehrheit für eine sog. kleine Lösung (Aber was soll's: Statt Grünflächen gibt's nun einen grünen Klotz :D ). Funktionalität spreche ich der Neuen Mitte auch nicht ab, ich gehe auch zum Einkaufen hin. Aber anschließend geht's dann auf dem schnellsten Weg in die "alte" Stadt, um dort bei einem gemütlichen Kaffee die Seele baumeln lassen zu können und den Charme und das Flair des historischen Kerns genießen zu können.
     
  15. HelgeK

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    Man muss Stadtplanung und Architektur trennen.

    In Bezug auf Hamburg (dort kann ich's beurteilen) begannen die Planungen für eine stark aufgelockerte, autogerechte Stadt angesichts der "platzschaffenden" Zerstörungen bereits während des Krieges. Nach dem Krieg wurde (häufig in personeller Kontinuität in den entsprechenden Behörden) dort nahtlos aufgesetzt. Nach der Währungsreform folgte dann der Wiederaufbau gem. eben dieser städtebaulichen Leitlinien im großen Stil. Architektonisch für mein empfinden in den 50er Jahren noch wesentlich ansprechender als später in der 60er und 70ern - sprich, es war weniger eine Frages des Geldes wie gebaut wurde, sondern mehr eine des Zeitgeistes.

    Je mehr von dem "alten Schrott" noch steht, desto lebendiger, beliebter und leider auch teurer sind die Wohngebiete (Eppendorf, Ottensen, St. Georg, die Elbvororte). Ich hätte in der Tat nichts gegen punktuelle Ergänzungen im Stil der Gründerzeit, des Jugendstils oder der 20er Jahre, damit das Milieu dieser Quartiere nicht weiter verwässert. Was an "Kopien" so böse sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Die Kästen, die überall enstehen, sind doch auch nur Kopien ihresgleichen.

    Ja, sicher - ich habe aber auch nichts anderes behauptet. Dass die ersten städtebaulichen Konzepte für die Nachkriegszeit bereits vor 1945 entwickelt wurden, heißt ja nicht, dass nach 1945 aufgehört wurde, zu planen. Von der Weiterentwicklung der Architektur ganz zu schweigen.

    Mit meiner Kritik an der Moderne will ich nicht ausdrücken, dass ich sämtliche Bauten, nach 1918 und inbesondere seit etwa Mitte der 50er Jahre entstanden sind, schlecht finde.

    Aber ich finde die Stadtviertel, die seither entstanden sind, in Summe weniger gelungen als das was davor gebaut wurde, und stehe damit ganz offensichtlich nicht eben alleine. Die "Abstimmung mit den Füßen" (und dem Geldbeutel) spricht für sich.

    In letzter Zeit gibt es Anzeichen einer Besserung. Mit der "Hafencity" ist es erstmalig in Hamburg gelungen, einen neuen Stadtteil zu entwickeln, der es in Punkto Lebendigkeit und Beliebtheit mit den alten Vierteln aufnehmen kann (zumindest partiell - ausgerechnet der als Zentrum des Quartiers gedachte Überseeboulevard kriselt bisher noch).
     
  16. #15 Vorgartenzwerg, 11. Juli 2015
    Vorgartenzwerg

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    Ich denke, man sollte nie unterschätzen, dass es sich auch bei Architektur um Moden handelt.

    In Frankfurt ist es derzeit ebenfalls so, dass die Viertel heiß begehrt sind,
    in denen die alten Bauten von +- 1900 stehen. Ob Nordend, Bornheim, Ostend
    oder Sachsenhausen - Wohnungen in diesen Altbauten sind im Moment kaum
    mit Gold gepresstem Latinum zu bezahlen. Eine Luxussanierung jagt die nächste. :D

    Während im einstmals populären Sonnenring am Sachsenhäuser Berg
    die 110-Quadratmeter-Wohnungen zum Schnäppchenpreis rausgehauen werden.
    Dieser Terrassenbau aus Beton und Travertin war in den 70ern absolut hip
    und ebenso unbezahlbar. Heute machen Käufer und Mieter einen Bogen darum.
    Aber wer weiß, wie das in 10 Jahren aussieht...

    Gleichzeitig entsteht Richtung Messe mit dem Europaviertel eine Wohnstadt,
    die sich zwar mit ihrer Formensprache und Materialwahl an die Wohnquartiere
    im Riederwald aus den 1910er Jahren ein wenig anlehnen will. Aber keinen zieht's dahin.
    Das liegt sicher an der Architektur (die an die Trabantenstadt bei Asterix erinnert),
    aber sicher genauso daran, dass dieses Viertel ganz jung ist und vollkommen neu
    aus dem Boden gestampft. Hier hat sich noch keine Wohn- und Lebenskultur entwickelt.
    Auch da ist es spannend, zu sehen, was in den nächsten 10 Jahren aus dem Viertel wird.

    In den alten Vierteln tragen alle Häuser eine Handschrift, ohne uniform zu sein.
    In den neuen Vierteln hat man entweder 100 Häuser nebeneinander, die aussehen
    wie geklont. Oder wie in Preungesheim: Es wird Kraut und Rübe gebaut.
    Da stehen 0815-Reihenhäuser neben modernen kubischen Wohnanlagen, dazwischen
    holzverschalte, "biologisch dramatische" Kettenhäuser... :wow
    Hier hätte ein rigiderer Bebauungsplan Wunder wirken können.

    Auf jeden Fall trägt man in Frankfurt und Umgebung an mindestens einer Fassadenwand
    im Moment dunkel gebrannte Klinker. Mal sehen, wie lange. Wahrscheinlich werden die in
    15 Jahren abgeklopft, weil dann schlichter Rauputz oder Bossen wieder angesagt sind. :lock

    Kurz und gut: Im Moment ist das "Alte" total im Trend. Ob echt historisch oder nachgebaut.
    Aber wer weiß wie das in 20 Jahren aussieht.
     
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  18. sniper

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    in jeder epoche schwappen nun mal wellen hin und her hin und her

    das war so, ist so und wird immer so bleiben
     
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    und das ist auch gut so.
    hat aber nur bedingt mit architektur zu tun,
    sondern mit städtebau.
     
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