Tragende Innenwand geschlitzt, wie wieder verfüllen?

Diskutiere Tragende Innenwand geschlitzt, wie wieder verfüllen? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, unser Altbau von 1972, 1 1/2 geschossig, wird etwas umgebaut. Im OG, Bad, hat der Installateur für das Abwasserrohr DN 40 des...

  1. Imprez

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    Hallo zusammen,

    unser Altbau von 1972, 1 1/2 geschossig, wird etwas umgebaut.
    Im OG, Bad, hat der Installateur für das Abwasserrohr DN 40 des Waschbeckens eine tragende Innenwand (unverputzt) ziemlich waagerecht aufgeschlitzt auf einer Länge von 3,50 m. Die Innenwand besteht aus 24 cm Bims HBL 25 II, grenzt an die Außenwand 30 cm Bims HBL 25 II, und trägt den Dachstuhl mit.

    Abgesehen davon, dass nur eine Vorwandinstallation in Frage kommt, also wie bekommen wir den Schlitz wieder so ordentlich geschlossen, dass die Tragfähigkeit der Wand wieder hergestellt wird? Kann man hier Mauermörtel nehmen (welchen?) und damit den Hohlraum im Bimsstein komplett verfüllen?

    Vielen Dank für eure Antworten.
     
  2. #2 Gast036816, 16.12.2014
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    nimm kalkzementmörtel und zum mauerwerk passende steine. der mörtel muss hohlraumfrei eingebracht werden.
     
  3. #3 LesFleursduMal, 16.12.2014
    LesFleursduMal

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    Dazu habe ich mal eine Frage: Ist es nicht so, dass die Tiefe der "Schlitze" in tragende Wände abhängig von deren Dicke ist?
     
  4. H.PF

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  5. #5 LesFleursduMal, 16.12.2014
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    Da würde ich gerne nochmal nachhaken: Wenn bei einer 24er Wand ein Schlitz für ein 40er Rohr gehauen, oder wie auch immer, wurde, ist da nicht schon die Statik gefährdet, gerade bei dieser Länge?
     
  6. R.B.

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    Der Kandidat hat 100 Punkte.

    Google "Schlitze und Aussparungen Mauerwerk", da findest Du eine Menge Lesestoff. Das Haus wird jetzt nicht gleich einstürzen, aber das Mauerwerk ist geschwächt. Wie sich das später äußert, darüber kann man spekulieren. Risse sind möglich, wenn nicht gar wahrscheinlich. Deswegen sind tiefe Schlitze jenseits DIN1043 ohne stat.Nachweis nicht zulässig.
    Das wird in der Praxis aber immer wieder vergessen, und so zertrümmern auch heute noch einige Handwerker das Mauerwerk ohne nachzudenken.
     
  7. #7 LesFleursduMal, 16.12.2014
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    Danke für die Antwort.

    Mein Nachhaken hat den Hintergrund, dass bei mir alle Stromleitungen neu verlegt werden, ich selber aber (aus Kostengründen) gerne die Vorabeit übernehmen möchte, und da leider eine tragende Wand von betroffen ist, mich das natürlich interessiert:-)
     
  8. Julius

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    Da kann man sich oft anderweitig behelfen, z.B. mit Stegleitungen, dickerem Putz oder Leitungsführung über die Decke, den Keller etc.
     
  9. #9 LesFleursduMal, 16.12.2014
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    Decke ist leider ausgeschlossen, die besteht aus Lehmwickeln und darauf neu Lehmputz. Mehr Putz will ich der Decke auch nicht zumuten, da von oben noch gedämmt werden soll. Keller gibt's auch nicht;-) An zusätzlichen Lehmputz habe ich auch schon gedacht, ist aber wegen der Türen ein wenig problematisch. Muss man sich wegen der Schlitze eigentlich unbedingt an der DIN-Normen halten bzgl. Abstände zu Decke etc.? Davon abzuweichen würde mir die Arbeit ein wenig erleichtern:-)
     
  10. Imprez

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    @ rolf a i b
    Herzlichen Dank! Auch insbesondere für deinen wichtigen Hinweis, dass der Mörtel hohlraumfrei eingebracht werden muss. Werde ich genauso machen.

    Noch eine kurze Frage: Soll ich Kalkzementmörtel II oder IIa nehmen?

    Wegen der zum Mauerwerk passenden Steine würde ich einige Bimssteine HBL 25 kaufen, zerschlagen (hoffentlich halbwegs passgerecht) und versuchen, diese Stücke in den vorher schon mindestens 3/4 gefüllten Schlitz zu drücken und dann den Mörtel glatt abziehen.

    P.S. Mir ist immer noch ganz übel, wenn ich an den Schlitz denke.
     
  11. #11 LesFleursduMal, 16.12.2014
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    So als Laie würde mich ja auch mal interessieren, wie Mörtel und ein "Rohr" die Tragfähigkeit einer Wand wieder herstellen können.
     
  12. helge2

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    Ganz einfach-wenn falsch und zu tief geschlitzt wurde-überhaupt gar nicht.

    Gruß Helge 2
     
  13. R.B.

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    Elektroleitungen erfordern normalerweise keine tiefen Schlitze, zumindest so lange wir von Endkreisen reden. Diese Schlitze lassen sich mit einer Mauernutfräse problemlos und sehr exakt herstellen.
     
  14. #14 LesFleursduMal, 17.12.2014
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    Ja, so eine Mauernutfräse (kleinste Ausführung) hatte ich mir mal im Baumarkt angeschaut. Ich glaube wenn ich damit über Kopf arbeite, wird sie mir sehr schnell auf selbigen fallen ... ist ja doch schon etwas schwer;-)
     
  15. R.B.

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    Nicht nur schwer, man will damit ja auch noch "gerade" Schlitze erstellen. Zudem staubt´s bei der Arbeit ganz heftig, selbst mit Absaugung.
     
  16. Muppet

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    Müssen tut man nicht, aber es gibt nichts ätzenderes als Leitungen, die nicht da liegen wo sie sollten, und die man dann bei der Montage von Fußleisten, Deckenabhängern etc. findet.

    Hast du mal geschaut, wie dich der Lehmputz bei dir ist? Bei Lehmputz denke ich an ein Fachwerkhaus? Sofern das komlpett Lehm ist sollte die Dicke eigentlich mehr als ausreichen, um die Elektro-Leitungen aufzunehmen. Bei Lehmputz braucht es auch nicht unbedingt die Fräse, da kann man auch mit deutlich kleinerem Gerät arbeiten (weil Lehm so weich ist). Und bei (intaktem) Fachwerk brauchst du dir auch keine Gedanken über tragende Wände machen, da hat der Lehm nichts mit zu tun, die Balken tragen.
     
  17. #17 LesFleursduMal, 17.12.2014
    LesFleursduMal

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    Ja, da bin ich ganz deiner Meinung.

    Es handelt sich um ein Bauernhaus, kein Fachwerk. Der Lehmputz ist zwischen zwei und vier Zentimeter dick, wobei nochmal zwei- bis drei mm Endputz drauf kommt, wenn die Leitungen verlegt sind. Na ja, ganz soooo weich ist der auch nicht, habe ihn fast komplett neu auftragen müssen und dafür die Ziegelreste verwendet ohne Beimischung von Stroh etc., das hält schon was aus;-)

    Aber da die Arbeit überschaubar ist, werde ich mich an der DIN halten und die alten Schlitze schliessen (wenn ich schon mal dabei bin).
     
  18. #18 Gast036816, 17.12.2014
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    Imprez - nimm MG IIa, dürfte von der festigkeit das richtige sein.

    du solltest die steine nicht mit einem hammer zurecht kloppen, das ist eh schon bröselkram, da kommen dann nur krümel raus. die steine sollten geschnitten werden.

    wie tief ist denn der horizontale schlitz?
     
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