Trittschalldämmung Holzbalkendecke im HRB verbessern

Diskutiere Trittschalldämmung Holzbalkendecke im HRB verbessern im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Moin! Das Trittschallverhalten meiner Holzbalkendecke im frisch bezogenen HolzHaus finde ich suboptimal - nicht richtig schlecht, aber könnte...

  1. ultra79

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    Moin!

    Das Trittschallverhalten meiner Holzbalkendecke im frisch bezogenen HolzHaus finde ich suboptimal - nicht richtig schlecht, aber könnte eben besser sein. Hab mich vorher breitquatschen lassen und auf die Federschienen in der Decke verzichtet :-(

    Diese lassen sich mit überschaubarem Aufwand nachrüsten - allerdings frage ich mich ob man nicht im gleichen Arbeitsgang noch etwas tun kann.

    Die Decke ist wie folgt aufgebaut (oben nach unten):

    * 65mm Zementestrich
    * 30mm EPS Trittschalldämmung
    * 50mm EPS Dämmplatte
    * 22mm Spanplatte
    * 250mm Deckenbalken - 50mm Mineralwolle im Gefach
    * 27mm Sparschalung
    * 12.5mm GKF

    Nun habe ich mich leider erst nach dem bauen mit dem Aufbau von Holzbalkendecken befasst - zu spät. Die 50mm EPS Platte ist sicherlich suboptimal. Dort wäre (nach Studium diverser Quellen) eher etwas schwereres (Splitschüttung, Gewegplatten in Sandbett) angebracht gewesen.

    Nun komme ich an diesen Teil allerdings nicht ohne massiven Aufwand wieder ran - also Estrich samt Fußbodenheizung raus etc - kommt nicht in Frage.

    Allerdings gibt es ja auch noch den Platz zwischen den Balken - da ist immerhin 20cm Luft. Kann man also von unten beim öffnen der Decke einen Fehlboden einsetzen und den Hohlraum mit Schüttung füllen (oder Gewegplatten?)? Hat das jemand schonmal gemacht und ist der Effekt zu vergleichen mit einer schweren Lage auf dem Rohfußboden?

    Selbstverständlich muss ein Statiker hinzugezogen werden - zusammen mit einer schweren entkoppelten Unterdecke bringt man ja sowas wie 150 bis 200kg /m² an zusätzliche Masse ein. Liegt soetwas überhaupt im Bereich des statisch machbaren?

    Noch eine Frage zum jetzigen Deckenaufbau: nur 50mm Mineralwolle in 250mm Hohlraum zwischen den Balken - würde hier das einblasen von Zellulose z.B. überhaupt eine Verbesserung bringen? Masse ist das ja nicht wirklich, aber es würde den "Trommeleffekt" doch ver(h/m)indern, oder?
     
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  3. mls

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    theoretisch ja - praktisch (bei dir) nein (so viele reserven gibts nicht).
     
  4. ultra79

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    In welchem Bereich liegen denn die Reserven normalerweise?
     
  5. #4 Alfons Fischer, 2. Juni 2013
    Alfons Fischer

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    ist es wirklich ein Problem mit dem Trittschallschutz?
    Wenn ja, würde ich zunächst mal nach Schallbrücken im Estrich/-Bodenbelag suchen.

    Eine Trittschall-Dämmplatte ist ja da...
     
  6. ultra79

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    Das ist natürlich eine berechtigte Frage. Wie kann ich das herausfinden?

    Wir haben den Randdämmstreifen mit großer Sorgfalt selbst verlegt - allerdings bin ich im OG noch den Anweisungen des Heizungsbauers gefolgt und habe die Tackernadeln im Bereich des späteren Estrichs gesetzt. Das ist natürlich suboptimal - krieg ich die jetzt vielleicht noch raus?

    Zu den Oberbelägen vielleicht noch: wir haben im OG Teppich (Schlafzimmer), Fliesen (Bad) und Laminat (Kinderzimmer) - mit allen drei Oberbelägen ist die Trittschalldämmung suboptimal.
     
  7. #6 Alfons Fischer, 2. Juni 2013
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    stört es Sie, wenn dort oben jemand läuft/tanzt/hüpft oder wenn dort jemand laut Musik hört?

    Das mit den Tackernadeln müssten Sie noch genauer erklären. Eine Skizze wäre toll...
     
  8. ultra79

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    Es handelt sich definitiv um Trittschall. Die Luftschalldämmung ist gut (wenn meine kleine Tochter laut laut weint höre ich es über das Treppenhaus zuerst - und nicht durch die Decke).

    Es "rumst" und "rumpelt" halt ziemlich beim laufen, tanzen etc. Auch Bücherregal einräumen erzeugt Geräusche unten.

    Skizze liefer ich nach.
     
  9. Eric

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    Dürfte der Frequenzbereich bis 250 sein und der ist bei Trockenestrich bauartbedingt schlecht.
     
  10. ultra79

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    Dann bin ich froh das ich zementestrich habe :-)
     
  11. ultra79

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    Was würde es mich denn pi-mal-Daumen Kosten einem Statiker meine Statikunterlagen auf den Tisch zu legen und die Frage "wieviel zusätzliche statische Last kann ich pro m² noch einbringen" beantwortet zu bekommen?
     
  12. #11 Shadowblues, 19. Juni 2013
    Shadowblues

    Shadowblues Gast

    Hallo,

    gibt es eine Messung zum Schallschutz Deiner Decke? Wenn ich mir die Aufbauten hier http://www.baumarkt.de/nxs/7063///baumarkt/schablone1/Holzbalkendecken-und-der-Schallschutz anschaue und mit Deiner vergleiche, dann sollte der Schallschutz doch nicht sooo schlecht sein. Vor allem der massive Estrich sollte doch den in dem Artikel beschriebenen Betonplatten im untersten Aufbau eigentlich ähneln, oder?

    Wo siehst Du den Hauptmangel Deines Aufbaus? Wieso meinst Du, dass noch mehr Beton zwischen den Fächern etwas bringen kann? Ist es nicht so, dass der Trittschall vor allem durch die Schwingung der Einzelsegmente übertragen wird und daher eine Einzelsegmentbeschwerung eher wenig bringt?

    Andere Frage: Ist Dein Estrich wirklich 65mm? Denn in meinem jetzigen Haus hat mich der Estrichleger besch... wollen und hat nur 25mm statt 60mm eingebracht im Keller. Habs aber gemerkt :-)

    @Eric: Wieso Trockenestrich? Er schreibt doch Zementestrich und dieser sollte als Verbundmasse doch viel Trittschall abfedern, oder?

    Gruß
    Roger
     
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  14. Eric

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    Danach googel; Link funktioniert leider nicht:

    Schallschutz bei Holzbalkendecken Blatt 1 - Institut für Lärmschutz

    Vorhandenen Zementestrich hatte ich überlesen.
     
  15. ultra79

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    Nein

    Genau das dachte ich auch

    Nein - die unterste ist dann schon mit entkoppelter Beplankung.

    Die tiefen Frequenzen - das rumpeln von oben - dröhnen

    Es erschwert das schwingen der Balkenlage - und damit auch die Schallübertragung. Im Prinzip ist das ja der Vorteil der Massivdecke - mit schwimmendem Estrich hat man da ein Masse-Feder-System was aus Masse (Zementestrich), Feder (Trittschallplatte), Masse (Betondecke) besteht.


    Im Moment erfolgt die Schallübertragung wohl im wesentlichen über die Balken direkt, da die Unterdecke nicht entkoppelt montiert ist. Diese Entkopplung bringt wohl auch den größten Effekt. Will nur sicherstellen das es hinterher nicht heisst "ja hättest du mal gleich xy gemacht wo du die Decke eh schon unten hattest...".

    Ja.

    Also auf den mm vielleicht nicht, aber im wesentlichen schon.

    Das wäre bei mir schwierig gewesen, weil ja FBH drin ist und 25mm ja kaum die Rohre überdecken würde...
     
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