Trockenbau, aber ohne Risse...

Diskutiere Trockenbau, aber ohne Risse... im Trockenbau Forum im Bereich Neubau; ... gibt es sowas überhaupt? Ein halbes Jahr nach dem Spachteln und malen gibt es auf einmal an den Rollädenkästen innen so feine Haarrisse....

  1. #1 TDI nie, 25.03.2008
    TDI nie

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    ... gibt es sowas überhaupt?

    Ein halbes Jahr nach dem Spachteln und malen gibt es auf einmal an den Rollädenkästen innen so feine Haarrisse. Auch an einem Fenster genau neben der Fensterbank kommt immer an der selben Stelle ein Riss in der Fuge.
    Obwohl ich sicher sauber und korrekt gearbeitet habe, überall wo verschiedene Bauteile aufeinanderstoßen mit dem Messer einen Schnittgemacht, Fugebewehrungsstreifen verwendet, Acrylfugen mind. gleich tief wie breit ausgeführt.
    Das ganze wurde in einem klassischen Holzständerfertighaus gemacht (August 07)

    Komischerweise hat auch mein Schwager auch ein Fertighaus (vom Fachmann gespachtelt) und die gleichen Probleme mit Rissen wie ich.
     
  2. Peeder

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    nein, zumindest bei angrenzenden Bauteilen nicht.
    Zudem haben Holz und Gips unterschiedliche Längstdehnverhalten , die oft zu unkontrollierten Rissen bei den Spachtelfugen führen, da hilft auch keine Bewehrung.
    Deshalb sind die Trennung von Gips und anderen Bauteilen mit einer Haarfuge zu versehen, oder als Gleitenden Anschluss.
    und wer hat geschraubt ?

    So bringen flächige Verschraubungen auf Span oder OSB bei grösseren Flächen immer Probleme mit sich, weil zuviele befestigungsmittel verwendet werden. Der Gips kommt mit dem Holz nicht nach, Längst und auch Querrisse sind die Folge.
    Fenster und Türenbereiche sind besonders gefährdet, da hier noch andere Kräfte eine Rolle spielen.

    Peeder
     
  3. #3 TDI nie, 25.03.2008
    TDI nie

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    Danke für die Antwort!

    Beim Schwager hat alles die FH-Firmal gemacht.

    Ich habe selber nur eine Ausbaustufe genommen und viel selber gemacht.
    Mich ärgerts nur weil ich viel Arbeit investiert habe und alles möglichst gut hinkriegen will und dann kommen aufeinmal Risse. Vorallem weil ich alles ohne Zeitdruck und so hockwertig wie möglich gemacht habe.:cry:motz

    Werde die Risse wohl mit dem Messer öffnen und mit Acryl schließen.:confused:
     
  4. Peeder

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    An den angrenzenden Bauteilen soweit einschneiden, das der GK nichts mehr berührt, ein Malerband ankleben, anspachteln, Rest malerband wegschneiden.
    Was bleibt ist eine Haarfuge, die mit Acryl verfugen.
    Acrylfugen sind Wartungsfugen, grosse Wartungsfugen sind hässlich :yikes

    Peeder
     
  5. KPS.EF

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    :respekt

    Hört sich nach Gipskartonplatten an.

    Ein paar Frage dazu ...

    Fugen in der Fläche:
    Welcher Systemhersteller (Trockenbaumaterial)?
    Welche Plattendicke?
    Welche Längsfugen-Form?
    Welche Spachtelmasse?
    Warum keinen Phasenhobel statt Messer verwendet?;)
    Schnittkanten gesäubert und vorgenässt?
    Welche Bewehrungsstreifen?
    Welche klimatischen Rahmenbedingungen bei eventueller Zwischenlagerung bzw. beim Einbau am Objekt (Temp., Feuchte) und wie gelagert (liegend, ebenflächig)?
    Welche Art Estrich wurde wann eingebaut?
    Auf welchen Unterbau sind die Platten geschraubt?
    Werden Lasten zweifelsfrei nicht auf Unterbau und Plattenebene übertragen?
    Sind die vom Hersteller vorgeschriebenen lichten Einbaumaße der GK_Platten gegen begrenzende Bauteile eingehalten?
    ...

    Fugen gegen begrenzende Bauteile:
    Warum keine Schattenfugen ausgebildet?
    Verhinderung der 3-Flankenhaftung von Acryl- bzw. Siliconfugen beachtet?
    Maximale Ausdehnungsmöglichkeit im Verhältnis zur Fugenbreite beachtet?
    GK-Spachtelflächen nach herstellervorschrift vorbehandelt, gegebenenfalls
    mit Primer?
    ...

    Sicher spielen nach eine ganze Reihe andere Faktoren mit, die das Aufreißen
    von Spachtelfugen begünstigen(wie Schwingungsübertragungen auf die Schale, plötzliche starkeTemperaturschwankungen u.a.) ... das sollte jedoch besser vor Ort geklärt werden.

    ... sind Sie da wirklich so sicher?

    KPS
     
  6. #6 TDI nie, 25.03.2008
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    Gipskartonplatten von LaFarge
    Stärke 12,5mm
    Spachtelmasse auch von LaFarge (für ohne Bewehrungsstreifen)
    Als letzte Schicht hab ich ein superfeines Produkt von Molto genommen.
    Hobel hab ich mir gespart.
    Kanten wurden nach dem schneiden kurz saubergeschliffen und vor dem spachteln mit einem Pinsel vorgenässt.
    Bewehrung: bei HRAK die Glasfasergitter und bei den geschnittenen die aus Glasfaservlies.
    Vor dem Einbau liegend auf Palette und im Haus, foliert in Kunststoff.
    Betonestrich vor dem Spachteln. rund 8 Wochen getrocknet vor dem spachteln.
    Unterbau Wand: OSB-Platten, Decke: normale Lattung etwa alle 40cm.
    Hab an jedem Wandanschluß (zwischen Wand und Decke ebenso) einen Schnitt mit einem abgerundeten Messer gemacht um dort nirgends eine Berührung zu haben.

    Vor Acryl hab ich eine Tiefengrund 2 mal Nass in Nass gestrichen und den rund 3 Tage trocknen lassen. Dann erst Acryl und nach einer Woche gemalen mit Dispersionsfarbe.
    Mit dem Acryl hab ich auch keine Probleme auch nicht mit den Fugen in der Decke nur an den Wänden reißen nun einige Fugen.:mauer:frust:confused:
     
  7. #7 Peeder, 25.03.2008
    Zuletzt bearbeitet: 25.03.2008
    Peeder

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    menno, @K-Peter, bis die Fragen beantwortet sind, habe ich nee Weltreise hinter mir.
    Fakt ist, TDI war nur genervt, und jetzt überfordert.
    na , das mit der Fachfirma, als Friedensangebot:konfusius, die Frage hätte ich auch gestellt.



    Peeder

    Zitat
    Unterbau Wand: OSB-Platten, Decke: normale Lattung etwa alle 40cm.
    Für die Decke - OK- für die Wand, unterschiedliches verhalten in der Ausdehnung, Abhilfe- doppelt beplanken.
     
  8. drulli

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    Mich interessiert das aus aktuellem Anlass auch. Daher schließe ich mich mit einer Frage an:
    Besteht die Chance, dass nach der Bautrocknung und dem 'Setzen' des Dachstuhls nach z.B 2 Jahren die enstandenen Risse quasi den Endzustand darstellen? Ist das Problem voraussichtlich erledigt, wenn ich die Risse spachtele und neu streiche?
    Oder muss ich damit rechnen, dass diese Fugen wie beim ersten Mal immer wieder aufreissen?
     
  9. Peeder

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    ja, wenn keine Bewegungen mehr stattfinden .
    Risse haben viele Ursachen, und oft sind es die kleinen Dinge, die wieder zu Rissen führen.
    Regel Nr. 1-5 lassen wir jetzt weg, da es sich um einen alten Riss handelt, dessen Ursache nun beseitigt ist ( Setzriss )
    6. Die Risse stark anschäfften, also v-förmig ausschneiden, mit geeigneten Spachtel verfüllen ( Spachtel Faseranteilen ) z.B. Unitot .
    7. Nachspachteln ( der Spachtel fällt ein ) zur erzielung einer sauberen Oberfläche
    8. Trocknen lassen, mind. 72 std , dann erst grundieren.
    9. Trocknungszeit der Grundierung zur weiterbehandlung abwarten.
    10. über das Ergebnis freuen.

    PS, ist dir Punkt 8 zu lange, streiche Punkt 10 ( die Maler müssten es wissen, warum )


    Peeder
     
  10. KPS.EF

    KPS.EF

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    Hallo TDI nie,

    hast Du schon einmal auf der Web-Seite von LaFarge geschaut, ob diese Montagevariante dort vermerkt ist?

    Wenn nichts datwischenkommt, bin ich am 4.4.08 in einer Lafarge-Veranstaltung und werde Deine Probleme dem Systemhersteller vortragen

    MfG
    KPS
     
  11. sniper

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    das klingt gut kps.ef
    bitte dann auch hier berichten was lafarge dazu sagt
    danke im vorraus
     
  12. Peeder

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    @ KPS- dein nie bezieht sich auf immer wiederkehrende Risse, wenn einmal ein riss entstanden ist, trotz Nacharbeitung und keinerlei Mechanischen verformungen.

    Quatsch, und die Antwort von la farge kenne ich, am schluss kommt immer die umschreibung , " es ist aber nicht auszuschliessen, das.... "

    Ich weiss, das du eine ganze Zeit in der Trockenbaubranche tätig warst, und kompetent genug bist, aber das Märchen der Systeme, von einen Hersteller ( Knauf,Rigips,und LaFarge ) teile ich nicht mit dir.

    Wo ordne ich dann Danogips ein ?

    Peeder
     
  13. sniper

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    gute frage peeder ,wo steht danogips bei der ganzen sache:biggthumpup:
     
  14. mls

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    das sind wohl die hauptprobleme.

    wenn ich mir, nach jahren, "meine" holzhäuser anschau (oder mir fotos schicken
    lasse), finde ich keine risse, weil die konstruktion hinter/unter dem gipskarton
    ausreichend steif ist!

    wenn da gemurkst wird, bekommt der trockenbauer den
    schwarzen peter, obwohl die ursachen woanders liegen.

    die alternative zu "ausreichend fest" wäre eine "weiche" gipskartonschale ..
    möglichst entkoppelt vom bauwerk .. im efh-bereich meist viel zu aufwendig.

    was soll jetzt ein gipskarton- (oder gipsfaser-)plattenhersteller zu rissen
    sagen, die nicht in seinem zuständigkeitsbereich liegen?
     
  15. Peeder

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    z.B. Wand
    Systeme- Knauf

    Metallständer Knauf
    Gipsplatten Knauf
    Spachtel Knauf

    Nur so hat es scheinbar zu funktionieren.
    Für danogips gibt es kein System, trotzdem Knauf :confused:

    Scheinbar funktioniert es nicht, wenn ich die drei Komponenten , jedes Teil für sich nach DIN zusammenschraube, also Ständer von König -DIN, Gk Platten von Lafarge- DIN, Spachtel von GIMA- DIN .

    Geprüfte Systeme, Brand und Schallschutz, das sehe ich schon etwas enger, soweit ein Bauaufsichtliches Prüfzeugnis anwendung findet.

    Leider kann ich im Bereich Schall und Brandschutz kein unterschied finden, ob nun die GK Platte von Rigips oder Lafarge ist.

    Anders bei Abschottungen Brandschutz, wo das zusammenwirken einzelner Materialien einfluss auf die Schottung haben könnte, oder allgemein, z.B. Yton klebt man ja auch nicht mit Ansetzbinder, Mischungen verschiedener Materialien wie Zement und gipshaltige Stoffe, aber hierfür gibt es Richtlinien, nee DIN, und so auch nee DIN - ATV für Trockenbau .

    Spachtel für Gipskartonplatten z.B. , den ist es egal, ob Rigips, Knauf, Dano, oder sonstigen Platten.
    Oder seid Ihr der Meinung, das z.B. Unitot auf Lafrage nix taugt ??

    Die Leistung steht und fällt mit der UK. Eine unzureichende UK in einer Decke ist mangelhaft, somit die komplette Leistung. Der Riss kann nur die Ursache sein.

    Peeder
     
  16. sniper

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    die problematik mit den systemanbietern ist doch immer gleich,egal ob fussboden ,wand oder decke,wenn mal was ist ,heist es immer ,ihr seit nicht im system geblieben:mauer
    das aber viele factoren zusammenpassen müssen ist denen egal,hauptsache es wurde ihre systempalette benutzt
    ich frag mich nur wozu es dann in deutscheland eine din gibt in der alle produkte einer norm unterliegen
     
  17. mls

    mls Bauexpertenforum

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    in welcher DIN ist ein rissfreies trockenbausystem definiert? :D
     
  18. sniper

    sniper

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    so war das nicht gemeint
    es geht um die einzelnen produkte die alle einer DIN unterliegen und dann mit einnander kombiniert werden können
    genau wie peeder es geschrieben hat

    Zitat von Peeder

    Spachtel für Gipskartonplatten z.B. , den ist es egal, ob Rigips, Knauf, Dano, oder sonstigen Platten.
    Oder seid Ihr der Meinung, das z.B. Unitot auf Lafrage nix taugt ??
     
  19. Peeder

    Peeder

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    Hmmm, einen noch vor Feierabend,

    wie bringe ich das dem AG bei der Abnahme nur bei ?? :yikes

    Peeder
     
  20. mls

    mls Bauexpertenforum

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    peeder, einen noch nach feieraaamd ;)

    garnicht.
    was du schuldest, welche chancen auf positivleistung du hast, ist ein ganz
    anderes thema.
     
Thema: Trockenbau, aber ohne Risse...
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