Trockenbausockel an Außenwand

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    Hallo zusammen,

    ich möchte gerne im Wohnzimmer einen Sockel an einer Außenwand bauen.
    Dieser erstreckt sich über die Gesamte Wand ca. 4 Meter und wird eine höhe haben von ca. 90 cm.
    Die Tiefe wird ca. 20cm sein.

    Dies wird die TV Wand. Im Sockel sollen jede Menge Steckdosen und Netzwerkdosen ihren Platz finden.
    Die Außenwand ist im Moment Verklinkert und zwischen Mauer und Klinker ist eine Luftschicht.

    Aus Akustischen Gründen möchte ich den Sockel mit einem Dämm Material auffüllen.
    Kann man hier Dämmwolle benutzen oder bekomme ich dann Probleme mit Feuchtigkeit?
    Wenn ja, wie müssten dann der Aufbau sein?

    Wir spielen mit dem Gedanken eine Kerndämmung einbringen zu lassen, wenn das Technisch Sinnvoll Möglich ist.

    Ich freue mich über ein paar Ratschläge.
     
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  3. RMartin

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    Was bringt das wenn der Sockel mit Dämmmaterial gefüllt ist? Von aussen kommt sowieso das an Lärm ins Haus, was ohne Sockel auch schon innen zu hören war. Du verkleidest ja nur einen kleinen Teil der Wand.
    Und im Sockel werden doch keine Geräusche entstehen?
     
  4. R.B.

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    Vielleicht die Befürchtung, dass der Schall vom TV über die Vorwandkonstruktion weitgergeleitet wird?
     
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    Doch das wird mit Sicherheit passieren. Ein leerer Kasten würde durch einen Subwoofer schon ordentlich angeregt werden. Was dann dazu führen wird, dass es dröhnt.
    Und das möchte ich auf jeden Fall vermeiden.

    Im Grunde möchte ich vermeiden das ich mir durch so einen Vorbau die Feuchtigkeit ins Haus hole bzw. dort Zentriert versammelt.
    Die Gegenüberliegende Wand wird auch mit Trockenbau verkleidet, allerdings komplett. Dieses aber nur aus Akustischen Gründen damit ich den Nachbarn nicht zu sehr Quäle :)
    Diese würde ich mit Basotec füllen. Allerdings entkoppelt. Das ist an der TV Wand nicht so wichtig
     
  6. creator

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    Ich meinte Verbundschaumstoff.
    Basotec ist eher als Absorber gedacht und weniger für den Schallschutz. Habe mich vertan und konnte meinen Post nicht mehr Editieren
     
  7. #6 Alfons Fischer, 16. Februar 2016
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    dieses Risiko sehe ich tatsächlich. Auch, weil ich aufgrund der Beschreibung eine eher ältere Bausubstanz mit geringem Wärmeschutz im Ist-Zustand vermute.

    beachten Sie bei gewünschten Absorbern bitte auch den Frequenzbereich, für welchen dieser sinnvoll eingesetzt werden kann.
    Bei tieffrequentem Geräusch wird man andere Maßnahmen vorsehen müssen als bei hochfrequentem Geräusch...
     
  8. sarkas

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    Bei rund 20 cm Füllung mit Dämmmaterial hätte ich wirklich Bauchschmerzen mit der Taupunktverlagerung.
    Ob das überhaupt oder mit Kerndämmung funktioniert müsste man berechnen.
     
  9. creator

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    Ja das stimmt. Das Baujahr ist 73. Wärmeschutz ist quasi nicht vorhanden.
    Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ich meine das ist eine 17,5cm dicke Steinwand dann 8cm Luft und dann Klinker.

    Der Sockel hat für uns mehrere Vorteile.
    1. Ich durchlöchere nicht die Außenwand für vermutlich 8 oder 10 UP Dosen für Steckdosen und Netzwerk.
    2. Ich muss nicht wie ein wilder schlitze durch die Außenwand ziehen.
    3. Optische Gründe.

    Ich möchte mit der Dämmung keine besonderen Akustischen Eigenschaften erreichen. Ich möchte nur verhindern das ein so großer Hohlraum entsteht der dann als Resonanzkörper dient.
    Dann bringt mir kein Absorber später mehr was.

    Vermutlich funktioniert das nur wenn ich für eine Belüftung hinter dem Sockel sorge. hm..
     
  10. R.B.

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    Man könnte überlegen, nur die Rückseite der Vorwand zu dämmen, oder nicht den kompletten Raum dahinter, sondern mit Streifen aus MiWo den Hohlraum zu verkleinern. Wäre vielleicht eine Überlegung wert. Evtl. kann man damit auf eine Hinterlüftung verzichten, die unter Umständen sowieso nicht ordentlich funktioniert.
     
  11. creator

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    Danke für die Idee.

    Ich überlege noch mal ob vielleicht auch eine andere Alternative in Frage kommt.
    Würde es das Feuchtigkeits Problem auch an einer Innenwand geben?
    Das wäre dann die Wand zum Nachbarn.
     
  12. sarkas

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    Wenn das Konstrukt grundsätzlich in Ordnung ist - nein.
     
  13. R.B.

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    Wohl kaum, da hier mit deutlich höheren Wandtemperaturen zu rechnen ist.

    ABER der Nachbar könnte sich bedanken wenn Du die ganze Wand in Schwingungen versetzt, und während bei Dir Rambo 10 über den Bildschirm läuft, fällt er aus dem Bett.
     
  14. creator

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    Selber schuld. Hätte er mal gleich auf dem Boden geschlafen. :mega_lol:

    Natürlich ist hier Rücksicht geboten.
    Daher befasse ich mich ja auch jetzt schon mit dem Thema.

    Wenn ich das alles an der Wand zum Nachbarn machen kann, was Möbeltechnisch schwieriger ist, dann dachte ich so an folgenden Aufbau.

    Verbundschaumstoff direkt auf die Wand geklebt.
    Luftschicht ca. 1 cm
    Trockenbauwand entkoppelt

    Ob dann noch ein Sockel davor gebaut wird oder nicht ist wohl dann nur noch eine Optische Frage.
    Das sollte den Nachbarn schon ein wenig schonen.
     
  15. #14 Modernisierer70, 22. Februar 2016
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    Hi creator,

    die gesamte Konstruktion aus stabilen Gipsfaser-Platte bauen, sollte machbar sein.
    Damit du die Bauphysik allerdings nicht zu sehr beeinträchtigst, solltest du die gesamte Konsole mit einem großzügigen Spalt aufbauen. Ansonsten verlagerst du den Taupunkt des Raumes und der Resonanzkörper ist dann auch keine geschlossene Einheit mehr. Hier kann dann mit Dämmung gepuffert werden.
     
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    Ich bin dabei die Materialiste zu schreiben und Frage mich ob es noch Alternative Materialien gibt die eventuell Preiswerter sind und bessere Eigenschaften für den selben Preis haben.
    Allerdings für die Wand zum Nachbarn. Hier möchte ich Körper und Luftschall möglichst gut minimieren.

    Die Wand hat die Maße 2,50 * 4,50 also 11,25 m².
    Der Gesamte aufbau der Wand sollte wohl Maximal 20cm betragen.

    Meine Ansatz ist folgender:

    - Verbundschaumstoff RG120 direkt geklebt auf die Wand 4cm Dick
    - Schwerfolie ( Bitumenpappe ) auf den Verbundschaumstoff geklebt. 2 mm Dick. Da die 3,6kg wiegt pro m² reicht vielleicht nur kleben nicht aus.
    - 1-2cm Luft
    - Trockenbau wand 50mm aufgefüllt mit 5cm Verbundschaumstoff. Entkoppelt.
    - Rigibs doppelt oder OSB und dann Rigibs.

    Das wären dann so knapp 14cm. Nur die Dämmstoffe würde mich hier ca. 1000€ Kosten.

    Jetzt habe ich das Problem das ich nicht weiß was genau das ganze unterm strich bringt. :(
    Habe da halt keine Erfahrungswerte und finde das sehr schwer zu beurteilen.

    Ein Problem sehe ich z.b. in der Decke. Das ist eine Stahlbetondecke die liegt natürlich auf der Wand auf zum Nachbarn.
    Dazu kommen natürlich auch die Wände Links und Rechts davon die ja auch mit der Wand zum Nachbarn verbunden ist.
    Alle Wände Schall zu isolieren ist ja so nicht möglich da eine Außenwand an der Wand grenzt.

    Die Wand zum Nachbarn ist eine 24cm Dicke KSV Wand.

    Ich wäre bereit die 1000€ zu investieren wenn der nutzen gegeben ist.

    Wie ist da eure Erfahrung?
     
  18. creator

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    Nach weiteren Recherchen denke ich wohl, dass hier sehr viel Marketing gequatsche dabei ist. :(
    Eine Trockenbauwand mit einer stärke von 50 oder 60 mm gefüllt mit Glaswolle und dann doppelt beplankt tut es wohl auch
    und ist dann deutlich Günstiger. Das ganze 2 cm von der eigentlich Wand weg. ( Mit Metallständer )

    Die Bitumenpappe direkt an die Wand geklebt könnte wohl noch einiges bringen.
     
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