Trockenestrich mit Dämmschicht (schwimmend) soll mit Vinyldielen belegt werden

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  1. julind

    julind

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    Guten Tag,
    Dringende Frage:
    Wir haben unsere Wohnung mit Trockenestrich auslegen lassen. Die Platten sind bereits mit Dämmmatten kombiniert und wurden schwimmend verlegt.
    An Dehnungsfugen zwischen den Räumen und an den Rändern zu Wänden sieht man, wie die Trockenestrichplatten teilweise 2 cm absacken, wenn sie mit Personen belastet werden. Wir haben die Platten nun jeweils rundrum an den Rändern und den Dehnungsfugen fest am Boden (Bodenaufbau: Spanndecke (1 Ziegelstein stark mit Trägern), Kanthölzer, Bretter, Kleber, Parkett (ca. 20 x 20 cm, 90° versetzte Holzlaminatriegelchen)) oder Betonestrich) verschrauben lassen. Dort bewegt sich sichtbar nichts mehr, wohl aber noch in der Mitte der Flächen geben sie wenig nach.
    Das Niveau in der Wohnung schwankt immer noch großflächig um Zentimeter.
    Ziel ist:
    Den Estrichboden nun mit Vinyldielen zu belegen. Dazu will der Bodenleger alles mit Gips "ausnivellieren", dann das Vinyl drauflegen.
    Meines Erachtens wird der Gips auf dem leicht nachgebenden Boden unter dem Vinyl brechen und später ein schlechtes Ergebnis zeigen.
    Wie verfährt man jetzt am besten?

    Danke für Hilfe
    julind
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Gleich vorweg, ich bin weder Estrichleger noch Trockenbauexperte.

    Das von Dir geschilderte Verhalten deutet in meinen Augen auf einen mangelhaften Unterbau hin. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Dämmschicht an den Platten dafür verantwortlich ist, sonst hätte der Hersteller ein grundsätzliches Problem.
    Schaut man in die Verlegerichtlinien, dann finden sich dort Vorschläge und Vorgaben wie der Unterbau gestaltet werden könnte, und welche Anforderungen er erfüllen muss. Ein Unterbau der um 20mm nachgibt ist sicherlich nicht fachgerecht.
    Ein punktuelles Unterstützen der Platten erachte ich nicht als fachgerecht. Schaut man in die Verlegerichtlinien dann ist von einem tragfähigen Unterbaus auszugehen und die Platten müssen flächig auf dem Unterbau aufliegen. Aber wie gesagt, s.o. Laienmeinung

    Ein Nivellieren mit Nivelliermasse wird in meinen Augen das Problem nicht lösen, denn wenn der Unterbau nicht tragfähig ist, wird auch diese Schicht bei Belastung reißen.

    Nach meiner Laienmeinung müssten die Platten wieder entfernt und der Unterbau komplett neu aufgebaut werden. Ich kann mir nicht vorstellen wie man hier nachträglich einen tragfähigen Unterbau schaffen kann, bei dem auch noch die Platten flächig aufliegen wie es der Hersteller vorgibt.

    Aber wie gesagt, das ist meine Meinung. Warte mal was noch an Antworten kommt. In der Zwischenzeit kannst Du Dir ja mal die Verarbeitungsrichtlinien zu diesen Trockenestrichplatten anschauen. Dann siehst Du vermutlich selbst was hier schief gelaufen ist.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Julius

    Julius

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    Ich habe schon Trockenestriche selbst verlegt, auf Mineralfasermatten (sogar dicker als die "angewachsenen", aber eben spezielle druckfeste für diesen Einsatz). Und zwar auf Holzbalkendecken (mit erneuertem Unterbau in Form von NuF-Dielen bzw. OSB-Platten).
    Da gibt nichts dermaßen nach. Darf es auch nicht! Etwas hingegen muß sein (und ist auch unproblematisch).

    Daher steht - wie Ralf schon sagte - zu vermuten, daß da etwas nicht stimmt.

    War der Untergrund denn ausreichend eben und fest?
    Warum wurde überhaupt auf Oberbelag nochmals Estrich gelegt?

    Das Verschrauben ist ME grober Unfug.
    Und das mit dem Ausgleich mittels Gips soll wohl ein schlechter Scherz sein?
     
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