Türausschnitt zumauern mit Schwierigkeiten (Anschluss an Stahlträger)

Diskutiere Türausschnitt zumauern mit Schwierigkeiten (Anschluss an Stahlträger) im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo Bauexperten! Weil es im Winter ja drinnen so schön gemütlich ist ;) will ich unsere Eigentumswohnung in den nächsten Wochen ein bisschen...

  1. philsch

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    Hallo Bauexperten! Weil es im Winter ja drinnen so schön gemütlich ist ;) will ich unsere Eigentumswohnung in den nächsten Wochen ein bisschen umbauen.

    Einige Fragen stellen sich mir allerdings noch bei einem Türausschnitt (Breite ca. 90cm), der zugemauert werden soll. Damit das alles auch stabil steht, wollte ich die Verbindung zur bisherigen Wand mit Mauerankern herstellen.

    Leider kommt jedoch erschwerend hinzu, dass der Türausschnitt an einer Seite von einem dicken H-Stahlträger begrenzt wird, an dem ich natürlich nicht so ohne weiteres rumhandwerken kann/darf. Der Träger steht so, dass man die Steine auch nicht einfach in das H "hineinstellen" kann.

    Gibt es dafür also evtl. irgendwelche Spezial-Maueranker oder eine andere Befestigungsmöglichkeit, die sich beschädigungsfrei an so einen H-Träger montieren lässt? Habt ihr irgendwelche Tipps, was ich ansonsten noch bei der Befestigung oder überhaupt bei diesem Vorhaben beachten sollte?

    Die vorhandene Wand besteht aus 11,5cm dickem Kalksandstein (Lochsteine), mit selbigen soll auch der Türausschnitt zugemauert werden.

    Danke fürs Lesen und fürs Helfen!
     
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  3. Robby

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    einfach 2 * 6er Rundstahl in jede 2 Schicht ein, die gehen dann bis in den Trägerflansch, den mörtelst du dann aus, oder Anker an den träger anschweißen und einmauern.
     
  4. cekodeko

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    Es reicht eigentlich, wenn die Ausmauerung auf der Trägerseite mit Mörtel
    satt gegen den Flansch des Trägers gepresst wird. Auf der anderen Seite
    können Anker mit eingebaut werden, sind bei guter Vermörtelung aber auch
    nicht unbedingt erforderlich, wenn die Laibung nicht gerade glatt wie ein
    Kinderpopo ist:konfusius

    Grüße
     
  5. Robby

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    Ich

    möchte da schon eine Verbindung sehen! Durch schwinden des Mörtels setzt sich das auf jeden Fall ab!
     
  6. #5 Carden. Mark, 27. Januar 2007
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    Wenn ich das Richtig verstanden habe, kann der Fragesteller halt eben nicht in den Flansch reinmauern – oder?
    Wenn dem so ist und nicht geschweißt werden soll, dann stumpf gegen mauern und mit Streckmetal den Träger so überbrücken, dass dieser beidseits ca. 15 cm auf den Wandscheiben aufgebracht ist.
     
  7. susannede

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    Ist der H-Träger denn ausbetoniert?

    Das mit der Schweiß-Möglichkeit hat ja nicht jeder.

    Andererseit kann Stahl auch gebohrt werden, wenn es auch eine gewisse Schinderei mit sich bringt.
     
  8. philsch

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    Danke schonmal für die Antworten :) Mark liegt genau richtig, ich kann in den Flansch nicht reinmauern, weil der Träger dafür eben genau um 90° gedreht steht. Wäre der Träger ein geschriebenes "H", würde die geplante Ausmauerung also nicht von oben nach unten verlaufen, sondern von links nach rechts.

    Der Träger ist (zum Glück?) nicht ausbetoniert. Zum Schweißen fehlt mir leider die Ausrüstung, und ein Anbohren des Trägers möchte ich möglichst vermeiden, da er ja genau genommen nicht (nur) mir gehört.

    Robby, bei deinem Lösungsvorschlag würde sich der Rundstahl also praktisch am Stahlträger entlang schlängeln (ihn sozusagen an einem H-Strich "umarmen"), richtig? Beide Vorschläge klingen auf jeden Fall sehr gut :28: jetzt hab ich ja wieder die Qual der Wahl :)
     
  9. Landbub

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    Witzig... genau heute hat ein Freund eins gebraucht. Meins ist nur für Drehstrom (haddanich), drum Baumarkt: 10 EUR fürn halben Tag, inkl. ein Bündel Elektroden und Schweissschild mit Glas, das auf Knopfdruck (!) dunkel wird.
     
  10. susannede

    susannede

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    Irgendwie geht's langsam in den Bereich Gebastel über. Der H-Träger ist überhaupt nicht irgendwie ummantelt oder ausgefacht? Seltsam, da er ja anscheinend ein tragendes Bauteil ist.

    Robbys Vorschlag mit den um die Ecken des Trägers eingebogenen 6er Eisen - wenn dies denn das so richtig verstanden ist, ich dachte eher er wollte die anschweißen - is mir nix, denn ich möchte mal sehen, wie 6er Eisen so perfekt gebogen werden sollten.

    Als Gebastel könnte man ja vorschlagen, ein 100er CW-Profil auf den Träger aufzukleben (mit Primur o.ä.) und dann 10er Dielen einzulassen, oder 11,5er Steine am Rand beizuarbeiten.:lock

    Das Überspannen mit Streckmetallgitter hieße ja, dass man erst ordentlich Putz links und rechts abschlagen muss, wobei dann vielleicht heraus käme, dass der MW(?)-Anschluß jenseits des H-Trägers auch nicht der Brüller ist....wackeldackel.

    Wie wäre es denn mit einer GK-Lösung?

    Grüße!

    Susanne

    Nachtrag: Genau Landbub, wußte nicht, das des so günstig ist.
     
  11. RMartin

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    Halfen-Schienen (HTA 28/15) für den nachträglichen Einbau besorgen (haben keine Anker) und die müssen dann an den Flansch mit ein paar Punktschweissungen angeheftet werden. Halfen-Maueranker ML 180 besorgen und in jede 2.te Schicht einlegen. Das ist richtig und kein rumgebastel.
     
  12. RMartin

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    Nicht dass ich hier noch einer sagt, ich mache Werbung, das geht natürlich auch mit den äquivalenten Produkten von z.B. Jordahl, etc.
     
  13. Robby

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    @Susanne

    ich wollte die nicht drumherum biegen sondern gerade in den Flansch laufen lassen und eine Halfenkonstr. halte ich für eine zugemauerte Tür für übertrieben
     
  14. RMartin

    RMartin

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    Okay, dann stellt sich bei einer 90er Türöffnungen wirklich die Frage, ob es nicht reicht die Anker auf der einen Seite fachgerecht zu montieren, unter dem Türsturz kraftschlüssig zu vermörteln und am Stahlträger ohne eine Verbindung lotrecht hoch zu mauern. Was kann passieren. Umkippen wird die zugemauerte Öffnung dann nicht. Cedeko schrieb dies schon, wie ich gerade sehe....
     
  15. philsch

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    Die Lösung soll halt hauptsächlich standsicher sein und es soll niemand einen Herzinfarkt kriegen wenn er die Lösung sieht. :p Einen Schönheitspreis muss es dafür aber auch nicht unbedingt geben.

    Wenn die Verbindung zum Träger bei fachgerechter Ausführung der anderen Anschlüsse wirklich unkritisch und nicht unbedingt nötig ist, hätte ich natürlich nichts dagegen, weil es gleichzeitig weniger Arbeit bedeutet. :D Aber wenn dabei doch jemand Bedenken hat, dann ist das eben so und ich muss mir evtl. sonst auch jemanden zum Schweißen suchen :)


    Susanne, sehr viel mehr weiß ich über den Träger leider auch nicht, außer dass er dick und wichtig aussieht ;) weitergehende Unterlagen scheint auch niemand zu haben, oder sie sind in den letzten 25 Jahren verloren gegangen.
     
  16. #15 Ingo Nielson, 28. Januar 2007
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    wo ist eigentlich das problem?
    versetzt 6mm löcher bohren, maueranker anschrauben, fertig.
    und wenn in 30 jahren mal einer auf die idee kommt, den stahlträger wieder
    sichtbar zu machen muss sowieso der maler kommen...
     
  17. Julius

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    wenn überhaupt

    Dürfte denn in einem MFH ein tragender Stahlträger überhaupt so ohne weiteres seiner Verkleidung beraubt werden (so von wegen Brandschutz)?
     
  18. #17 VolkerKugel (†), 28. Januar 2007
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    Wenn er jetzt schon ...

    ... den seitlichen Abschluss einer Türöffnung darstellt, dürfte sich der Brandschutz mit Ausmauern höchtens verbessern :konfusius .

    Ne ganz andere Frage:
    Wie ist denn der Türsturz mit dem Träger verbunden ?
     
  19. Julius

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    Das ist mir schon klar.
    Frage bezog sich auch nicht auf das Schließen der Öffnung, sondern auf die Überlegung von Ingo Nielson:
    "wenn in 30 jahren mal einer auf die idee kommt, den stahlträger wieder
    sichtbar zu machen"!
     
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  21. #19 Ingo Nielson, 28. Januar 2007
    Ingo Nielson

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    ich ging davon aus, dass er jetzt sichtbar ist.
     
  22. philsch

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    Danke für euer Interesse! :) Ich werd mal versuchen, die aufgetauchten Fragen so gut wie möglich zu beantworten. Bezüglich Statik bin ich leider ein unbeschriebenes Blatt, ob der Träger nur wichtig aussieht (für mich) oder auch wichtig ist kann ich also nicht beurteilen, aber ich werd die Begebenheiten mal näher beschreiben. Von der Verwaltung konnte ich leider auch keine Infos bekommen.

    Auf jeden Fall steht der H-Träger genau zwischen zwei Türöffnungen, sowohl rechts als auch links davon grenzte also gleich eine Türzarge an den Träger, eine davon ist jetzt entfernt. Ich schrieb, dass der Träger nicht ausbetoniert ist; komplett leer ist er allerdings auch nicht, sondern soweit ich das erkennen kann zwischen den Flanschen mit einer Art Mörtel verfüllt, den man allerdings fast mit den Händen zerbröseln kann.

    Es sieht dann so aus, als läge der Türsturz (ebenfalls ein Stahlträger) auf dem senkrechten Träger auf. Wie es oberhalb der Sturzunterkante weitergeht kann ich wegen dem Wandputz aber nicht erkennen.

    Vielleicht noch ein paar Infos zur Geometrie: Die definitiv tragenden Wände spannen eine rechteckige Fläche von ca. 10m x 7m auf, die Decke besteht aus Beton, auf dessen Unterseite man noch Spuren einer Holzverschalung erkennen kann. Parallel zur 10m langen Außenwand und im Abstand von ca. 4m von ihr steht die besagte 11,5cm Lochstein-Kalksandsteinwand, etwa in dessen Mitte steht der senkrechte Stahlträger. Oben auf der Betondecke steht noch ein weiteres Stockwerk, dessen Außenwand verläuft parrallel zu unserer 10m-Außenwand um geschätzte 1,5-2m nach innen versetzt.
    Es gibt natürlich noch mehr Wände, das sind aber Trockenbau- oder dünne Porenbetonwände und daher wahrscheinlich eher unwichtig.

    Kleine Nebenfrage nur aus Interesse: Kann die 11,5cm-Wand aus KS-Lochsteinen (hab hier mal ein (zugegebenermaßen schlechtes) Bild gefunden, wie die aussehen) eigentlich theoretisch auch eine tragende Funktion haben, oder ist sie aufgrund der Dicke und Steinart schon gar nicht dafür geeignet?
     
Thema: Türausschnitt zumauern mit Schwierigkeiten (Anschluss an Stahlträger)
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