U-Wert ermitteln

Diskutiere U-Wert ermitteln im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hi! Wie kann man den U-Wert von Aussenwänden und Fenstern ermittteln? Kann man das selbst machen oder benötigt man ein spezielles Messgerät?...

  1. ma4er72

    ma4er72

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    Hi!

    Wie kann man den U-Wert von Aussenwänden und Fenstern ermittteln?
    Kann man das selbst machen oder benötigt man ein spezielles Messgerät?

    Oder gibt es für Aussenwände irgendwelche Wäremedämmwerte aus ner Tabelle die man heranziehen könnte?

    gruß
     
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  3. R.B.

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  4. Jan81

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    es gibt auch eine super seite, einfach mal bei google: u-wert rechner eingeben und ist gleich die erst seite. Die beste seite dich ich bis jetzt gesehen habe. Da kann man auch Wärmebedarfsberechnung machen.
     
  5. ma4er72

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    Das ist aktuelle leider gerade nicht möglich wie ich lese.
    Haus ist nicht bewohnt und aktuell sind die TEmperaturen außen und innen eher gleich anstatt 20 Grad delta.

    Du hast Tabellen erwähnt. Da sind vermute ich mal Steinarten und die Dicke der Wände berücksichtigt. Gibts da Tabellen im WWW? Evtl. Link
    Wie kann man den Wandaufbau (als Leihe) zerstörungsfrei untersuchen?
     
  6. R.B.

    R.B.

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    U-Werte finden sich im I-Net in Mengen, die Schwierigkeit dürfte eher darin bestehen, zu erkennen, mit was man es im Bestand zu tun hat.

    Die in dem folgende Thema verlinkte Seite kann ganz hilfreich sein. Sie ersetzt aber nicht den Sachverstand vor Ort. Da ist schon so mancher mit seiner tollen "Berechnung" auf die Nase gefallen.

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?58898-U-Wert-Rechner

    Gruß
    Ralf
     
  7. ma4er72

    ma4er72

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    die Seite hatte Jan auch schon erwähnt. Sieht vielversprechend aus.
    Sachverstand kommt noch bei Gelegenheit dazu. Wollte die Info vorab nur möglichst haben, da Aussendämmung für mich noch nicht klar ist und ich mir die Kosten gerne sparen würde.

    Der Makler meinte am Telefon das die Wände Dick sind und wahrscheinlich nicht isoliert werden müssen. Habe demnächst einen ersten VorOrt Termin.
    Jetzt müsste ich noch feststellen können um welchen Wandaufbau es sich handelt..Wie oben schon gefragt. Wie kann ich das als Leihe feststellen...?
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Gar nicht.

    Am besten den Besitzer fragen, oder in den alten Bauunterlagen schauen. Sonst siehst Du außer Putz und der Wanddicke nicht viel. Manchmal kann man aus der Dicke Vermutungen anstellen, aber dafür braucht man schon eine gute Glaskugel.

    Wie alt ist das Gebäude? Wie dick sind die Wände?

    Erfahrungsgemäß kannst Du bei älteren massiven Gebäuden davon ausgehen, dass diese ohne Dämmung die heutigen Anforderungen (EnEV etc.) nicht erfüllen. Die U-Werte liegen meist jenseits der 1,0W/m2K, da spielt es dann auch keine große Rolle ob die Wand 24cm oder 30cm dick ist. Bei den Fenstern kann man aufgrund des Alters und Aufbaus ebenso eine grobe Abschätzung vornehmen. Alte Fenster mit Einfachverglasung haben einen unterirdischen U-Wert irgendwo um 4-5W/m2K. Zweifachverglasung die älter als 30-40 Jahr ist bewegt sich irgendwo um 3W/m2K.

    Wie gesagt, bei solchen Werten ist man so weit weg von den heutigen Anforderungen, dass es fast schon egal ist ob der U-Wert nun ein paar Zehntel höher oder niedriger liegt.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Jan81

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    der Makler meinte ... das kannst du wieder vergessen.

    Eigentlich kann man zum Teil nur raten. Bj der Hauses, Wanddicke, original Grundrisspläne, regionale typische Bauweise usw.
    Ob Styropor drauf ist kannst ja einfach mal klopfen. Wenn die Wand relativ dick ist und kein styropor ist, dann kann auch zwei schalige Wand sein, die irgendwann verputz wurde.
     
  10. ma4er72

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    50 Jaher alt. Dicke weiß ich nicht. ER meinte aber dicker als damaliger Standard, (24cm?). Wenn ich gegen 1,0W/m2K bei der Wand komme (ohne Dämmung) und ich neue Fenster rein mache, geht das, macht das Sinn?
    Also 3 Fach verglaste scheiden von vorneherein aus nehm ich mal. Aber 2-Fach verglaste..?
     
  11. R.B.

    R.B.

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    Vermutlich eher eine Wand mit 30cm, denn 24er Wände waren schon eher Standard. Oder der Makler hat, wie so oft, einfach keine Ahnung und seine Meinung ist daher....

    Wo in BaWü? Eher auf dem Land?

    Bei uns in der Gegend wurden vorzugsweise Hohlblock mit 24cm oder HLZ mit unterschiedlichen Wandstärken verbaut. In beiden Fällen liegt der U-Wert um die 1-1,2W/m2K. Zweischalig findest Du hier so gut wie gar nicht.

    Später wurden dann die Wände von Innen mit Gipskartonplatten verkleidet unter denen eine dünne (20mm) EPS schicht war. Der U-wert lag dann knapp unter 1W/m2K.

    Möchtest Du die Fenster ersetzen, dann gibt es 2 wichtige Dinge die Du beachten musst. Der U-Wert ist nämlich nur die halbe Miete, viel wichtiger ist, dass die neuen Fenster quasi luftdicht sind. Durch die "luftdichten Fenster" entfällt die Zwangslüftung, und erst dann kommt der U-Wert zum Tragen, der dazu führt, dass die Luftfeuchtigkeit an den kältesten Bauteilen kondensiert.

    Vereinfacht gesagt, ist der U-Wert der Fenster schlechter als der der Wand, dann wird Feuchtigkeit vorzugsweise dort kondensieren. Sind die Fenster besser, dann sucht sich die Luftfeuchtigkeit eine andere "kalte Ecke". ;)
    Dabei muss man aber berücksichtigen, dass solche Häuser auch erhebliche Wärmebrücken aufweisen können, die dann die Annahmen mit den (theoretischen) U-Werten völlig auf den Kopf stellen.

    Gruß
    Ralf
     
  12. Jan81

    Jan81

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    Bei uns wurden z.B. in der 50er und 60er viele 30 cm Wände aus Kalksandsein gemauert, dass würde man sich heute gar nicht mehr leisten können :(

    Bevor du das haus kaufst ... hol dir einen guten Sachverständiger, der Erfahrung hat. Der kostet nur paar hunder Euro, aber kann dir verdammt viel Geld sparen. Das Wissen was du brauchst, kann man sich gar nicht aneignen.

    Dem Markler würde ich garnichts trauen, der kann viel erzählen. Schriftlich gibt er dir gar nichts.
     
  13. Bruno

    Bruno

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    Der Verkäufer müsste eigentlich einen Energieausweis vorlegen. So will es die Energieeinsparverordnung EnEV. Im Ausweis stehen zwar nicht die U-Werte drin, aber die energetische Qualität des Hauses insgesamt ist abzulesen.

    Zur Bauweise: Das Stichwort zum Googeln heißt Gebäudetypologie. Darin findet man nach Altersklassen typische Bauteilaufbauten und ihre U-Werte.
     
  14. ma4er72

    ma4er72

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    Danke für die Infos!

    War gestern das Haus besichtigen. Also es sind 30er Ziegelsteine. Also wie Ralf schon vermutet hat U-WErt von ca. 1-1,2W/m2K.
    Die Fenster sind doppelverglaste. Mit einem Gas Zwischendrin. Waren die ersten Ihrer Art (vor 50 Jahren!). Sind noch nicht milchig, aber kurz davor. Sollten also raus.

    Wenn ich das richtig verstanden habe sollte ich im jetzigen Zustand Fenster mit einem U-Wert der 1,2 oder schlechter wählen um Schimmel an den Wänden zu vermeiden. Aussendämmung möchte ich vermeiden.
    Ist das energetisch gesehen aktzeptabel? Wieviel Energie würde mir durch die Wände und Fenster flöten gehen?
     
  15. #14 R.B., 15. August 2013
    Zuletzt bearbeitet: 15. August 2013
    R.B.

    R.B.

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    Die würde ich auch entsorgen. Es geht ja nicht nur um die Wärmedämmung der Scheibe, sondern nach 50 Jahren haben die ihre beste Zeit einfach hinter sich. Rahmen, Dichtungen usw. das ist alles schon längst nicht mehr Stand der Technik. Möchte man die verbessern, dann ist der Aufwand höher als ein neues Fenster, und man hat weiterhin "nur alte Fenster".

    So weit die Theorie, aber ich hatte oben schon geschrieben, dass die U-Werte nur die halbe Miete sind. Lüftung ist hier entscheidend, denn Dein Mauerwerk wird nicht durchgängig einen U-Wert von sagen wir mal 1,1W/m2K haben. Was ist mit Wärmebrücken? Es werden sich mit Sicherheit Stellen finden an denen der U-Wert deutlich schlechter ist.

    Warum? Aus Kostengründen? Das könnte ich noch verstehen, ansonsten gibt es in meinen Augen keinen Grund warum man hier nicht Nägel mit Köpfen machen sollte.

    Hier kann man doch nur vermuten, denn niemand kennt Deine Gewohnheiten, Heizverhalten usw. usw.

    Eine Pi*Daumenformel sagt, jährliche Einsparung = U-Wert-Verbesserung * 100kWh/m2. Je nach Region könnte man auch mit 80kWh oder knapp über 100kWh rechnen. Aber es geht ja nur um eine Abschätzung.

    Nehmen wir mal an, Du hast 30m2 Fensterfläche, aktuell mit einem U-Wert um die 3W/m2K. Diese Fläche verbesserst Du jetzt auf 1,3W/m2K (EnEV). Das macht dann, Einheiten lasse ich mal weg, 30 * 1,7 * 100 = 5.100kWh. Nimmst Du 80kWh/m2 dann regen wir über ca. 4.100kWh p.a.
    Mit Deinem Öler bedeutet das eine jährl. Einsparung irgendwo zwischen 410 Liter und 510 Liter, die aktuell um die 85Ct./l kosten, also grob 350,- € bis 450,- €. Über den Wirkungsgrad des Ölers etc. denken wir jetzt nicht nach, das ist ein anderes Thema.

    Das kannst Du nun auch mit der Fassade rechnen, die sagen wir mal von einem U-Wert von 1,1W/m2K auf 0,2W/m2K verbessert wird.

    Manche werden sich angesichts der Zahlen wundern, aber ich gebe zu bedenken, dass es schon seinen Grund hat, warum in älteren Gebäuden die Heizkosten so hoch sind. Werden diese richtig beheizt, dann jubelt so ein EFH ganz schnell mal 3.000-5.000 Liter Heizöl pro Jahr durch den Schornstein. Ich kenne auch genügend Häuser aus dern 60er und 70er Jahren die noch deutlich höher liegen.

    Gruß
    Ralf
     
  16. DerBjoern

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    @R.B.

    Muss es nicht 30*1,7*100 heißen?
     
  17. ma4er72

    ma4er72

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    Was meinst du mit Lüftung. KWL oder Fenster öffenen?
    Und Wärmebrücken.
    - Jedes Fenster hat Rolläden verbaut und Rollädenkästen. Hier würde ich auch neue Rolläden verbauen und den Kasten dämmen.
    - Fensterbretter sind so durchgängige Steinboliden. Was könnte man da machen?
    - wo könnten noch Wärmebrücken sein die man machen sollte?

    Ja. Wegen dem lieben GEld.


    Die Fensterfläche ist sogar noch größer. Das sind riesige Fenster und eine regelrechte Fensterwand mit 4 oder 5 bodentiefen Terassenfenstern.
    Ich habs jetzt net rausgemessen. Aber wir reden hier bestimmt von 40 m²
    Also macht das noch mehr Sinn die zu tauschen.

    Bei der Fassade sind es vlt. 200m². Auch hier wären es ca. 1300€ p.a.. Dagegen stehen die weitaus höhren Investkosten.
    Lass ich denke ich weg.

    Wie siehts aber noch beim Dach aus.
    Das ist null isoliert. Hinzu kommt noch das im Eingangsbereich eine Gelerie ist. Was geht mir da flöten?
     
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  19. R.B.

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    Danke, ich hab´s korrigiert. Es gibt halt Tage, da sollte man einfach im Bett bleiben.
     
  20. R.B.

    R.B.

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    Wärmebrücken kann es überall geben, ohne das gesehen zu haben ist das ein reines Ratespiel. Was ist mit Nischen in denen die Heizkörper hängen? Da ist die Wand dünner, und die Lufttemperatur höher als die übliche Raumtemperatur. Was ist mit Raumecken, usw. usw. usw.

    Ich habe oben meinen Rechenfehler korrigiert. Bei 40m2 reden wir schnell von 5.500-6.500kWh p.a.

    Hast Du überhaupt ein Angebot für die Fassadensanierung? Oder wie kommst Du darauf, dass hier weitaus höhere Investitionskosten erforderlich sind? 40m2 Fensterfläche gibt es, gerade bei solchen großen Fenstern bzw. Terrassenelementen, auch nicht gratis.

    Nehmen wir mal den vorhandenen U-Wert mit 1,2 an (Wärmebrücken einfach gesamt mit 0,1 Aufschlag), und die Fassade wird auf 0,2W/m2K verbessert. Dann sind das 200 * 1 * 100 = 20.000kWh. Mit 80kWh gerechnet wären es 16.000kWh. Wir reden hier über 1.380,- € bis 1.700,- € jährlich.

    Zu den Investitionskosten, wenn Du das in 10 Jahren machen musst, einfach weil die Heizkosten sonst zu hoch sind, dann darfst Du Dich nicht wundern, wenn Du dann deutlich höhere Investitionskosten hast. Alles was irgendwie mit Dämmung zu tun hat, hat sich in den letzten 10 Jahren im Preis teilweise vervielfacht. Mal abwarten was uns da noch an Preiserhöhungen bevorsteht. Zur Not wird halt wieder ein Förderprogramm aufgelegt und das Geld umverteilt.

    Ach ja, am obigen Beispiel sieht man schön die Grenzen solcher Abschätzungen. Bei sehr großen Flächen liefern solche Abschätzungen gerne mal zu hohe Ergebnisse. Das liegt daran, dass ein Haus ja nicht in allen Räumen und überall gleich beheizt wird. Genauso wie Abschätzungen basierend auf der Heizlast die zu hohe Ergebnisse liefert, einfach weil das Nutzerverhalten nur unzureichend berücksichtigt werden kann.

    Es gibt genügend Hausbesitzer die einen verdächtig niedrigen Ölverbrauch haben, und dann stellt sich heraus, dass das Haus nur unzureichend beheizt wird. In solchen Fällen laufen natürlich alle Abschätzungen in´s Nirwana.

    Kann man nur erahnen was da "flöten" geht. Ein Dach oder die obere Geschossdecke lassen sich aber meist einfach und mit geringen Kosten dämmen. Hier würde ich auf jeden Fall ansetzen, aber ohne das gesehen zu haben, kann kein Mensch sagen mit wieviel Aufwand das verbunden ist.

    Gruß
    Ralf
     
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