U-Wert Haustüren, was ist gängiger Standard?

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  1. Memento

    Memento

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    Hallo,

    Wir haben heute Haustüren bemustert, hier wurde auch der U-Wert Angesprochen.

    Wir haben eine Haustür mit 110cm Breite und zwei feststehenden Glaselementen links und rechts von je 45cm.
    Der Händler nannte uns einen U-Wert für die gesamte Eingangsfront (Tür + Seitenverglasung) von 0,74. Ist das ein guter Wert für eine Haustür? Die restlichen Fenster im Haus haben bei uns Ug=0,6 und Uw=0,85. Ich dachte immer Türen haben eine viel bessere Dämmung als Fenster?

    Grüße,
    Memento
     
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  3. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Das klingt so gut, das man es fast nicht glauben kann.
     
  4. LaSina

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    Das ist PAssivhausstandard . Eher so 1,2 bis 1,6
     
  5. Gast036816

    Gast036816 Gast

    lass es dir mit einem prüfzeugnis einer anerkannten zertifizierungsstelle bestätigen. wenn der mögliche auftragnehmer kompetent ist, wird er dir das geben können.
     
  6. mls

    mls Bauexpertenforum

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    und wie soll das möglich sein? mit vip´s? wer kann sich das leisten?
    u-wert-raten: zb 0,025/0,05 + rahmenverschlechterung = highend ;)
     
  7. Memento

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    Hab grad nochmal nachgesehen, also der U-Wert für die Tür mit Rahmen ist 0,74. Die Seitenteile haben Ug = 0,6, Rahmen k.a.

    Ok dann weiß ich bescheid, ist also akzeptabel. Die Holz-Tür ist sogar billiger als ne Alutür trotz dickerer Ausführung und besserem U-Wert.

    Naja ich dachte immer in so ne Tür kann man ja viel Dämmung reinstopfen und die ist ja auch dicker als ein Fenster(-scheibe)
     
  8. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Du hast es nicht verstanden, oder ? :D
     
  9. Memento

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    Was? Ne tür mit 85mm ist doch dicker als eine Fensterscheibe, deshalb die Annahme der Dämmwert könnte besser sein als von einer 3-Fach Verglasung.
     
  10. LaSina

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    Glas.
     
  11. #10 Romeo Toscani, 22. Dezember 2012
    Romeo Toscani

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    @Memento:
    Weil du genau von 0,74 und Bautiefe 85 mm sprichst, weiß ich welchen Hersteller du meinst.

    Grundlegend sollte ein Fenster besser dämmen und dichter sein als eine Haustür.
    Aus dem Grund, weil in der Regel der Rahmen schlechter dämmt als die Verglasung, und ein Fenster einen höheren Anteil an Glas hat gegenüber einer Haustür.

    In deinem Fall hast du eine Türblatt-Füllung, das genauso breit ist wie der Rahmen und dementsprechend eine gute Isolierung drinnen hat. Das nennt man "beidseitig flügelüberdeckend".
    So eine Tür erreicht tatsächlich einen Gesamt-U-Wert von 0,74 im Bestfall.
    Bestfall bedeutet: Keine Unterbrechung der Füllung, keinen Glasausschnitt, keine gekoppelten Seitenteile usw.

    Vielleicht kann man das besser so erklären, in dem man das mit Verbrauchswerten eines Neuwagens vergleicht. Da steht im Werbeprospekt auch "5,1 l Verbrauch" drin, aber ob das unter deinen Umständen dann auch eintritt, ist fraglich.

    Der U-Wert von 0,74 kann durchaus auch geprüft sein, betrifft sicherlich aber ein volles Türblatt (ohne Glasausschnitt, ohne Seitenteile, etc.), also die optimalste Variante.
    Mit deinen Seitenteilen hast du automatisch einen größeren Anteil an Türstöcken (die dämmen schlechter als die Füllung des Türblattes), und hast anhand der Verglasungen der Seitenteile die Schwachstelle im Randverbund.
    0,74 erreichst du damit nicht. Vielleicht 0,9 bis 1,0 auf das gesamte Element, wenns gut eingebaut wird.

    Aber egal, auch das wäre noch ein sehr guter Wert für eine Hauseingangstür für deine Anfrage.

    Was mir hier persönlich aber noch wichtiger wäre als die Dämmung, wäre die Dichtheit. Bester U-Wert bringt ja wenig, wenn die Tür nicht gut abdichtet.
    Und das solltest du dir ansehen, wenn du die Möglichkeit hast.
    Die Türen haben in der Regel 3 Bänder, und gerade in dem Bereich sind bei Alu-Türen die Dichtungen gerne mal unterbrochen und nicht durchgängig.
    Die weitere Schwachstelle wäre der Bereich der Dichtung hin zur niedrigen Bodenschwelle.

    Du kannst also ruhig kritisch gegenüber dem Thema sein, und deine Kaufentscheidung nicht bloß anhand irgendwelcher U-Werte festlegen.

    Faste jede Hautür-Anfrage weicht von dem Standard-Modell ab, für das es ein Prüfzeugnis gibt.
    Deine ist ja nahezu ein Sonderwunsch: Modell "XYZ" mit Seitenteil links und rechts, das hat garantiert kein Hersteller geprüft. Wie denn auch? So ein Prüfzeugnis kostet etliches an Geld, und das wird man nicht für 85 verschiedene Modelle und 17 verschiedene Varianten mit Seitenteilen aufwändig prüfen lassen.
     
  12. Memento

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    Top Antwort! Also nochmal ganz genau:

    Tür: Ud = 0,76 (glattes Türblatt ohne Verglasung), Bautiefe 85cm, Holztür mit kratz und UV stabiler Lackoberfläche
    Seitenteile: Ug = 0,7 mit Warmer Kante, Rahmen ebenfalls Holz mit 85cm


    Unsere Tür hat einen schmalen Glasstreifen in der Mitte der Türfüllung. Du hast recht Sie ist beidseitig flügelüberdekckend.

    Der Hersteller sitzt ca 40km nördlich von Ingolstadt

    Des weiteren Schreibt der Hersteller noch:

    "Differenzklimageprüft: Unsere Türen erreichen die höchste Qualitätseinstufung „Toleranzklasse 4” nach EN-Normen (DIN EN 1121
    und 1530) in den Klassen c, d und e."

    Wir wollten eigentlich eine Alu-Tür, jedoch haben diese nur einen wert von 1,3 und sind 200-300€ teurer als die gut gedämmte Holztür. Optisch sieht man keinen Unterschied durch die Lackoberfläche.

    Was bedeutet dies?
     
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  14. #12 Romeo Toscani, 23. Dezember 2012
    Romeo Toscani

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    Das mit dem Preis erscheint mir jetzt ehrlich gesagt etwas unlogisch.

    Solche guten Holz-Haustüren in dieser Dicke haben in der Regel doch einen sehr hohen Preis. Kenne es von meinem Hersteller auch nur soweit, dass es er im Programm hat, aber das ganze nie verkauft wird, weil eindeutig zu teuer.

    Mir scheint fast so, als ob dein Alutür-Angebot nicht ganz optimal ist.
    Denn der Wert von 1,3 geht hier ganz klar in Richtung Einsatz-Füllung (das ist vom Prinzip her wie eine Balkontür, wo statt dem Glas ein relativ dünnes Paneel als Türblatt eingesetzt wird), und preislich dürfte die keinesfalls teurer sein als die Top-Holztür.

    Das sind Klimaklassen, die speziell bei Holz das Thema Verzug ansprechen.
    Bei einer Haustür ist zu erwarten, dass es mal auf der Außenseite -15 Grad und innen +22 Grad haben wird. Auf die unterschiedlichen Temparaturen und Luftfeuchtigkeiten wird daher geprüft, und da gibts dann verschiedene Klassen, die eine Haustür besteht, oder eben nicht.

    Weil du ursünglich eine Alu-Tür wolltest: Ich bin ja gar kein großer Verfechter von Aluminium-Haustüren und möchte auch keinesfalls Werbung dafür betreiben. Aber ich setz mich natürlich auch damit auseinander, und könnte dir schon einen Hersteller nennen, der für dich in Frage kommen kann, und von dem ich auch weiß, dass seine Produkte qualitativ und preislich in Ordnung sind.
    Wenn du möchtest kannst du mich ja via PN kontaktieren, dann schick ich dir den Link, damit du es dir anschauen kannst.
    Hier im öffentlichen Bereich möchte ich keine Produktempfehlungen abgeben, das wäre auch nicht im Sinn des Forums.
     
  15. Memento

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    Die Alutür hat ein 80er Profilsystem mit einem Ud von 1,3. Wobei hier das Glas in der Tür (schmaler Streifen) berücksichtigt ist.
    Es handelt sich nicht um ein Baumarktsystem, wir liegen hier preislich um die 5000€ für die Haustüranlage
     
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