U-Wert Iso-Span aus den 70ern

Diskutiere U-Wert Iso-Span aus den 70ern im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, könnt ihr mir sagen, was für einen Dämmwert ein "original" 70er Jahre Iso-Span Haus ungefähr hat? Wir haben keine...

  1. Stefanie

    Stefanie

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    Hallo zusammen,

    könnt ihr mir sagen, was für einen Dämmwert ein "original" 70er Jahre Iso-Span Haus ungefähr hat?
    Wir haben keine Vergleichswerte zu dem was heute Standard ist. Und ich vermute mal, daß heute errichtete Iso-Span Häuser naturgemäß bessere Werte erzielen.

    Wieviel Heizkostensparpotential steckt in einer Fassadendämmung (mal angenommen Dach und Fenster sind modernisiert)? Ich hab was von 25% gelesen, aber das kommt mir so viel vor ...
    Kann man die Fassade so einfach dämmen, wenn die ja angeblich so atmungsaktiv etc. ist? Oder gelten für Iso-Span Häuser andere Regeln als für konventionelle Massivbauten?

    Viele Grüße,

    Steffi
     
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  3. H.PF

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    30 cm Mauerwerk mit 9 cm Dämmung: U-Wert von ca 0,028

    36 cm Mauerwerk mit 15 cm Dämmung: U-wert von ca 0,22


    WDVS ist kein Problem, ist heutzutage Standart bei vielen Anbietern...
     
  4. greentux

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    irgendwie ein Komma an der falschen Stelle?
     
  5. H.PF

    H.PF

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    nee, nur je eine Null zu viel ;)
     
  6. ecobauer

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    Die von H.PF. angegebenen Werte 0,43;028 und 0,22 halte ich für Bauten aus den 70er Jahren nicht für realistisch. Soweit ich die Frage verstehe, handelt es sich um ein Isospan-Haus noch ohne WDVS und die Holzschale - etwas anderes ist der Isospan nicht, der ja in der Mitte mit Beton verfüllt wurde - dürfte solche Dämmwerte wohl kaum erzielen.
    Bei den Verbraucherzentralen gibt es kompetente Energieberater. Einfach mal einen Termin vereinbaren, die Bauunterlagen mitnehmen und sich beraten lassen, was an Dämmung wirtschaftlich und auch sinnvoll ist.
    Alternativ gibt es natürlich auch freie Energieberater. Da diese Bezeichnung jedoch nicht geschützt ist, dürfte es schwierig werden, jemanden zu finden, der solide und zuverlässig ist.
     
  7. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Also ich habe einst mal die Werte für dieses System nachgerechnet und kam auf einen Wert, wie ihn auch eine 24-er Hohlblockwand hatte. Heute habe ich die Zahlen nicht mehr.

    Dieser WErt scheint im ersten Moment nicht zu stimmen, weil man im rohbau eines solchen Hauses eine gewisse Wärme von der Wand spüren kann.

    Das sind aber nur die Späne an der Oberfläche, die dieses Gefühl erzeugen. Dahinter ist nackter Beton.

    Eine Außendämmung , wie sie heute üblich ist, sollte keine Probleme bereiten und wird vermutlich sehr viel mehr Verbesserung, bezogen auf die Wandfläche, bringen, als die 25%.

    pauline
     
  8. H.PF

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    Wenn im Isospan die Dämmung drin ist dann stimmen meine Werte. Ich habe leider nicht den Wert ohne Dämmung. Worüber wir aber nicht großartig diskutieren müssen ist das das sich auf jeden Fall lohnt, die Aussenwand zu dämmen. Vorhangfassade, WDVS, völlig egal... Geht alles ohne größere Probleme...
    Also keine größeren Probleme als bei anderen Baustoffen...
     
  9. Baucon

    Baucon

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    Hallo Stefanie,

    eine Außenwand aus mit Beton verfüllten Isospan-Steinen der Wanddicke d=25cm ohne Wärmedämmung hat mit Innen- und Außenputz einen Wärmedurchgangskoeffizienten ( U-Wert ) von ca. = 0,77 W/(m²K).
    :winken
     
  10. ecobauer

    ecobauer

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    Wenn im Isospan die Dämmung drin ist dann stimmen meine Werte.

    Im Isospan ist ja halt keine Dämmung drin. Das einzige, was an dem Stein ein wenig Wärmedämmung bringt, ist die aus zementgebundenen Holzfasern bestehende Hohlschale. Der von Baucon angegebene Wert scheint mir eher realistisch.
    Natürlich ist es nicht notwendig darüber zu diskutieren, dass eine Wärmedämmung von Vorteil ist. Jedoch werden leider gerade in diesem Bereich, Dämmung von älteren Gebäuden oft erhebliche Fehler gemacht, die dann zu Bauschäden führen.
    Ohne einen Fachmann zu Rate zu ziehen, würde ich das Thema nicht angehen. Günstig kann ein solcher bei der Verbraucherzentrale gefunden werden.
     
  11. Stefanie

    Stefanie

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    Hallo,

    ja wir sind schon auf der Suche nach einem Menschen, der mit uns eine Begehung des Gebäudes macht und uns sagt, was genau zu tun wäre und was das finanziell bedeutet. Wir versuchen nur rauszufinden, was in etwa auf uns zu kommt - um durchzukalkulieren, ob sich dieser Mensch lohnt, oder ob wir die paar hundert € sparen und es ganz bleiben lassen und die Finger vom Haus lassen.

    Die Verbraucherzentrale in Bonn ist da leider keine Hilfe. Die haben mich an IHK & Co verwiesen. Ich habe mir jetzt drei Kandidaten ergoogelt - einen Architekten, der Altbauten saniert, eine Ingenieurbüro für Bauphysik und ein Sachverständigenbüro (da steht leider nicht was da für Leute arbeiten) - Energieberatung machen sie alle drei.

    Danke auf jeden Fall für die Informationen, das ist sehr hilfreich! Und es ist auf jeden Fall interessant, daß man die 25% tatsächlich mit einer Außendämmung erreicht.

    Sind 100€/qm für die neue gedämmte Fassade eine realistische Annahme?

    Herzlichen Dank noch mal,

    Stefanie
     
  12. pauline10

    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Eine richtige Hausnummer sind sie schon. Aber ich vermute mal, da kommen noch Merkelaufschlag und Gerüst dazu.

    Auch die Verlegung der Fallrohre und sonstiger Schnickschnak treiben da noch den Endpreis.

    Einfach mal die örtlichen Handwerker aufsuchen!! und dazu befragen.

    Beim Selbstmachen wird sich das Material übrigens im Bereich 25 bis 35 / m² bewegen.

    Diese Iso... Häuser wurden einst wegen ihres gelungenen Grundrises bei Tests gelobt. Aber ob sie noch heutigen Vorstellungen entsprechen muß jeder selbst beantworten.
    Preise für alte Objekte kann man sich übrigens über die NHK2000 selbst ermitteln.

    pauline
     
  13. Stefanie

    Stefanie

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    Wir hatten jetzt eine Begehung mit einem Architekten, der sich in Sachen Altbautensanierung auskennt. Er hat uns grundsätzlich den guten Zustand und Wert des Hauses bestätigt, und uns noch ein paar Dinge gesagt und gezeigt, die uns nicht aufgefallen waren. Hat sich also gelohnt. :-)

    Daß die Fenster als erstes fällig sind, ist klar. Er hat uns geraten, den Keller auszubuddeln, um die Kellerwände gegen Nässe und Wärme zu dämmen (wir wollen ordentliche Fenster dort reinmachen und den Keller relativ warm halten, da wir die Kellerdecke nicht dämmen können, das wird sonst zu niedrig), und danach die Fassade mit 14cm Dämmung + Putz zu versehen. 75€/qm + Gerüst sagt er ist für die Region realistisch und er kann auch Firmen empfehlen. Selber machen kommt für uns nicht in Frage.
    Ehm, ich hoffe mal daß das mit Märchensteuer war ... o_O ... ich frag besser noch mal. ;-)

    Ach so, die günstigen Angebote der Verbraucherzentrale kann man nur in Anspruch nehmen, wenn einem das Haus schon gehört. Kaufberatung haben die entrüstet abgelehnt. Sonst hätten wir den Menschen auch noch direkt mit eingeladen, für 60€ für eine Besichtigung kann man nicht meckern.
     
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  15. Stefanie

    Stefanie

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    Ach so, inzwichen wissen wir, daß die Außenwände aus 24er Steinen bestehen, vermutlich ohne nennenswerte zusätzliche Dämmung.
     
  16. H.PF

    H.PF

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    Der Stein ist aber schonmal eine gute Basis für ein solides Haus, da könnt ihr sehr gut drauf aufbauen. Der ist recht problemlos für alle Aussenwandbekleidungen. Egal, ob Vorhangfassade oder für ein WDVS.

    Ich mag den Stein :bounce:

    Wäre meine erste Wahl an Bausystem :28:
     
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