Übergang der Dampfbremse OG / Spitzboden

Diskutiere Übergang der Dampfbremse OG / Spitzboden im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Guten Abend zusammen, ich saniere aktuell ein EFH von 1954 und stehe jetzt kurz vor der Dämmung der Dachschrägen und der Dampfbremse. Jetzt...

  1. fm611

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    Guten Abend zusammen,

    ich saniere aktuell ein EFH von 1954 und stehe jetzt kurz vor der Dämmung der Dachschrägen und der Dampfbremse. Jetzt kommen mir aber doch Zweifel an der geplanten Ausführung und ich würde gerne nochmal um Rat fragen um auf Nummer sicher zu gehen.

    Im Sommer wurde bereits das Dach erneuert:
    Sparren aufgedoppelt auf 18cm Stärke + 12cm Aufsparrendämmung mit Holzfaser
    Um keinen "Knick" auf der Dachfläche zu haben, wurde die Aufsparrendämmung bis zum First hochgezogen.

    Der Spitzboden soll soweit ausgebaut werden, dass die Kinder dort zumindest einen Bereich zum spielen bekommen. Allerdings ist keine Beheizung vorgesehen.

    Der ursprüngliche Plan war nun die Dampfbremse vom OG bis in den First zu ziehen, sodass der gesamte Dachbereich dann ein luftdichter Bereich wäre. Da wir aber die Zwischendecke zur Geräuschreduzierung ebenfalls dämmen werden (18cm) und die alten Holzdielen auf dem Spitzboden gegen OSB austauschen werden, mache ich mir nun Sorgen ob sich im Bereich der Zwischendecke nun Feuchtigkeit bilden könnte und an der Unterseite der OSB Platten kondensiert.
    Für mich lässt es sich schlecht einschätzen wie kalt der zwar gedämmte aber unbeheizte Spitzboden tatsächlich im Winter wird und ob es eine Temperaturdifferenz zwischen den beiden Etagen geben wird.

    Daher wäre die Alternativlösung das Obergeschoss ebenfalls mit einer Dampfbremse einzupacken und zwei voneinander getrennte Hüllen zu bilden.

    Meine Frage wäre jetzt ob meine ursprünglich angedachte Lösung tatsächlich die Gefahr der Kondensation in der Zwischendecke bietet?
    Falls ja, ist die Alternativlösung auch Murks, da der Bereich zwischen den Etagen dann quasi außerhalb beider luftdichter Bereiche liegt?

    Auf dem Spitzboden gibt es übrigens jeweils in den Giebeln ein Fenster zum lüften und ich hätte zur Not auch noch die Möglichkeit die Rohre der Fußbodenheizung bis nach oben zu ziehen und dort eine Wandheizung in den Drempeln zu erstellen. Letzteres würde ich mir aber gerne ersparen, auch wenn ich hierdurch sämtliche Temperaturproblematik erledigen würde.

    Danke schon mal für die Hilfe

    Gruß Felix


    PS: Auf dem angehängten Bild habe ich mal beide Varianten eingezeichnet (DB in rot, OSB in gelb)
     

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  2. #2 chillig80, 11.11.2021
    chillig80

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    Wenn da oben nicht beheizt ist und nur ab und an mal ein paar Zwerge sind, dann würde ich da oben überhaupt keine Dampfsperre machen. Weil bei unbeheizt sind die Kleinen in der kritischen Zeit (wenn’s draußen kalt ist) sowieso nicht lange da oben, da fehlt es einfach von vorne herein am Wasserdampf den man von der Dämmung fernhalten müßte.

    Untere Variante, ohne den „Spitz“.
     
  3. Hibernia2012

    Hibernia2012

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    Ich behaupte mal, dass man die letztendlich funktionale Ausführung von verschiedenen Parametern abhängt, welche hier noch nicht benannt wurden.
    Grundsätzlich würde ich die Variante mit der Dampfbremse in der Deckenschicht zum Spitzboden empfehlen, jedoch kann die OSB Platte im Fussboden des Spitzbodens hierbei Probleme verursachen. Abhängig von Hersteller und Plattenstärke kann der sd-Wert der OSB Platte im schlimmsten Fall höher sein als der sd Wert der Dampfbremse an der Unterseite der Decke. Ist der Spitzboden jetzt so kalt/ feucht, dass dort die Taupunkttemperatur unterschritten wird, besteht die Gefahr von Kondensatbildung in der Zwischendecke. Also bitte erstmal prüfen, welche sd-Werte bei Dampfbremse und OSB Platte vorliegen. Generell gilt "Innen dichter als Außen". Da der Spitzboden ungeheizt zu sein scheint, diesen bitte als "Außen" betrachten. Eventuell könnte man über eine Fussbodenplatte mit niedrigerem sd-Wert nachdenken, um den verbleibenden Wasserdampf nicht in der Zwischendecke "einzufangen". Alternativ müsste eine Dampfsperre eingebaut werden, wobei hier jegliche Durchdringung optimal abgedichtet werden muss.
     
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