Übergang Druckentwässerung auf Freispiegelleitung

Diskutiere Übergang Druckentwässerung auf Freispiegelleitung im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, mein Haus steht rd. 50 m von der Straße entfernt. Da reichen die 20 cm Höhenunterschied zwischen Kanalsystem und...

  1. fmjuchi

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    Hallo zusammen,

    mein Haus steht rd. 50 m von der Straße entfernt. Da reichen die 20 cm Höhenunterschied zwischen Kanalsystem und Hausentwässerung nicht aus.

    Daher soll vor dem Haus ein Fertigpumpenschacht von einem der bekannten Hersteller installiert werden. Die Gemeinde nutzt ein Vacuumsystem zur Entwässerung. Die Pumpenleistung ist bereits mit dem Betreiber abgestimmt.

    Allerdings kommt es gelegentlich zu Störungen, von daher sollen die letzten 20 m als Freispiegelleitung ausgeführt werden, damit etwas Rückhaltevolumen vorhanden ist.

    Gibt es Übergangsstücke von dem HD-Rohr (63 bzw. 50 mm) auf das KG-Rohr?
    Der Tiefbauer war zunächst ratlos.

    Den elektrischen Anschluss der Anlage übernimmt der Elektriker, der auch den Neubau ausführt.

    Besten Dank für die Antworten!

    Gruß
    FM
     
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  3. sepp

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    kapier ich nicht....
    50m = ca. 50cm höhenunterschied. daran scheiterts? wie hoch liegt der kanal und wo der hausabgang? (rein interessehalber)
    hat bei der entwässerungsplanung einer gepennt?
    oder redest du über eine hebeanlage nur für kellerentwässerungen?
    und du willst den tiefbauer die anlage anschliessen lassen?
     
  4. #3 Manfred Abt, 8. September 2011
    Manfred Abt

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    so wie ich es verstehe:
    • der öffentliche Kanal ist ein Unterdrucksystem
    • Da benötigt man zwischen der Hausentwässerung und dem "Kanal" eine Übergabestation; im Grunde ein Ventil, was je nach Abwasseranfall im Haus ab und an mal aufmacht und dann wird das Abwasser in den Kanal gesaugt
    • hier wurde überlegt, die Übergabestation 20 m vom Haus wegzulegen und die Strecke vom Haus bis zur Übergabestation als kleinen Abwasserspeicher zu gestalten, um bei Störungen im Unterdrucksystem etwas Speicherreserve zu haben.
    aber die eigentliche Frage (Adapterstück) versteh ich auch nicht.
    und auch nicht, wozu man bei einem Unterdrucksystem eine Pumpe braucht
     
  5. Uwe!

    Uwe!

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    meine Interpretation:

    Pumpe ist nötig weil zu wenig Gefälle. Da ändert auch das Unterdrucksystem nichts dran, oder?

    Und Adapter: Die Pumpe hat ja wohl ein 50 oder 63mm HD-Rohr als "Ausgang", also so was:
    http://de.wavin.com/master/master.j...ame=oc_middle_product_detail_I&bmLocale=de_DE

    Von da dann ein Übergang auf KG-Rohr.

    Klingt aber so, als wenn das die falsche Pumpe wäre....müsste es doch auch direkt mit 110er Ausgaang geben?
     
  6. fmjuchi

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    Zunächst mal besten Dank für die Antworten.

    Der Übergabeschacht vom Unterdrucksystem wird von der Gemeinde in Auftrag gegeben, sitzt nach deren Vorgaben in Straßennähe (2 bis 3 m) und hat einen Einlauf bei - 120/130 cm gegenüber Gelände. Der Übergabeschacht hat einen üblichen Einlauf mit DN 150 bwz. 200.

    Die Hausentwässerung liegt bei - 110 cm. Die Höhendifferenz von weniger als 20 cm reicht nicht aus, um im freien Gefälle über > 40 m zu entwässern.

    @ bausepp:
    Wir sind von Anfang an davon ausgegangen, dass nicht im freien Gefälle entwässert werden kann. Ursprünglich sollte das Haus noch weiter von der Straße weg stehen.

    Tiefbauer ist vielleicht der falsche Ausdruck. Die Firma ist auch für die Gemeinden bei kleineren Arbeiten an den Straßen oder dem Kanalnetz im
    Einsatz.

    @ uwe:

    genau den Übergang suche ich. Die Schächte werden von den Herstellern mit fertiger Pumpenbestückung angeboten. Problem ist, dass der Betreiber des Unterdrucksystems die Pumpenleistung mit 3 bis 4 Liter die Sekunde vorgibt.
    Gruß
    Frank
     
  7. #6 Achim Kaiser, 8. September 2011
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    Übergänge von Druckrohr auf *Kanalrohr* ist immer so ein *Gepfriemel*.
    63 mm kannste gleich Erden ... da kriegst den Nullinger.

    Aus dem KG-Programm wirst keine Lösung kriegen. Da ist DN 100 die kleinste Nennweite - Ende Gelände.

    Was bekommen kannst sind Reduktionen DN 100 (Da= 110 mm) auf 50 mm und 75 mm Aussendurchmesser die in das KG Programm passen.
    Mit Zulassung zur Veregung im Erdreich gibts das von Polo-Kal oder z.B. von Geberit.

    Bei Druckleitung 63 mm muss dann auf 75 mm auf den letzten 50 cm vor dem Übergang erweitert werden.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  8. #7 Manfred Abt, 8. September 2011
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    ist es nicht möglich, dass der Übergabeschacht tiefer eingebaut bzw. mit einem tiefer liegenden Zulauf ausgerüstet wird ?

    Wenn irgend möglich -> Freispiegelentwässerung (mit Ausnahme des Wassers aus dem Keller)

    Ansonsten münden Druckleitungen halt nicht in den weiterführenden Freispiegelkanal sondern in einen Übergabeschacht, schon wegen der Druckverhältnisse im Kanal.
     
  9. fmjuchi

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    @ achim kaiser:
    Danke für den Tipp, wäre zumindest eine Möglichkeit mit DN 50.

    @ Manfred Abt:
    einen Keller gibt es leider nicht, das Haus steht etwas tiefer als die Straße. Bebauungspläne in Wochenendgebieten sind meist nicht so großzügig, wie man es möchte.

    Die Anschlusstiefe am Übergabeschacht ist leider nicht verhandelbar.

    Das mit dem Übergabeschacht war auch mein Gedanke, wurde aber nicht unbedingt für notwendig gehalten. Der Druckschlauch dürfte auch direkt am Übergabeschacht zum Unterdrucksystem angeschlossen werden, allerdings sind Pumpenleistung und Laufzeit vorgegeben.
     
  10. #9 Achim Kaiser, 8. September 2011
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    In solchen Fällen setze ich als Übergabepunkt zur Freispiegelentwässerung einen dichten Kunststoffschacht ein. Abdeckung in dem Fall gelocht zur Be- und Entlüftung der Freispiegelleitung (Standard ist die geschlossene Variante.

    Der Anschluß passt für Kunststoffabwassersysteme DN 150/DN100 - Doppelmuffe drann und Übergansstück für die Druckleitung ... durch den Durchmesser gibts auch noch etwas Stauvolumen wenns klemmt und wenn man mal reinigen muss gehts von da aus ebenfalls.

    Vorteil : Schacht ist dicht, einfach zu verarbeiten ...

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  11. sepp

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    einlauf 1,2 m uk gelände, son schwachsinn......
    ich würde zusehen das dein hausabgang bei 80 cm uk gelände ausm haus abgeht, spülschacht dazwischen und färdisch (0,5 cm/m gefälle = 25cm)
     
  12. Manfred Abt

    Manfred Abt

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    Gut, GOK am Haus muss ja nicht GOK am Übergabepunkt sein

    Ohne Absoluthöhen (mNN o.ä.) kann man da keine Aussagen zu treffen.
     
  13. fmjuchi

    fmjuchi

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    Hallo,

    alle Angaben beziehen sich auf GOK Erschließungsstraße, also Übergabepunkt.

    Das Haus ohne Keller steht gegenüber der Straße etwas tiefer, da 4,20 m Traufhöhe (ab Straße) und 22 Grad Dachneigung vorgegeben sind.

    lg frank
     
  14. Manfred Abt

    Manfred Abt

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    In der Tendenz dann wie Sepp,

    Ablauf aus dem Haus hoch, soweit noch irgendwie machbar, Freispiegel-Rohrleitung lieber kleiner als zu groß dimensionieren, DN 80 passt für SW allemal. Kleine Schächte dazwischen, um mal spülen zu können.

    Und vielleicht geht es ja doch, den Übergabeschacht etwas tiefer zu setzen, und sei es 5 cm.

    Der Wartungsaufwand einer mit knappem Gefälle verlegten Freispiegelleitung dürfte immer noch geringer sein als der Wartungsaufwand einer Pumplösung.
     
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  16. sepp

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    vielleicht gehste mal ins rathaus und prüfst die abwassersatzung bezüglich der erschliessungshöhen. dann kann vielleicht der manfred sagen obs in der din 1986 oder 752 eine geforderte mindesthöhe an grundstückgrenzen gibt.
    ich kann noch nicht verstehen, warum die idioten eine derart geringe erschliessungshöhe wählen.
     
  17. Aquaman82

    Aquaman82 Gast

    Wir haben super Erfahrungen mit dem xxxxx gemacht. Der Schacht ist extrem belastbar bis 12 oder gar 40 t, wenn ich mich nicht irre. Schau mal auf isdochegal. Da sind viele Experten auf diesem Gebiet.
     
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