Umbau einer Fachwerkscheune, wie richtig Dämmen?

Diskutiere Umbau einer Fachwerkscheune, wie richtig Dämmen? im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, ich hab da mal ne Frage die mir auf der Seele brennt. Ich habe vor eine Alte Scheune zu Wohnraum auszubauen, es handelt sich dabei um...

  1. Daniel79

    Daniel79

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    Hallo,

    ich hab da mal ne Frage die mir auf der Seele brennt.

    Ich habe vor eine Alte Scheune zu Wohnraum auszubauen, es handelt sich dabei um 14x14 Fachwerk mit alten Ziegeln augemauert und innen teilweise mit Lehm verputzt, wobei zu sagen ist, das der Lehm schon beim anschauen abfällt. Die Ausmauerungen sind sehr Undicht.

    Nun habe ich vor alles mit Trockenbau innen auszubauen und mit KG doppelt zubeblanken.

    Wie eurer Meinung sollt der Aufbau der Wand von aussen nach innen erfolgen.

    Ich hätte es so gemacht bis jetzt:

    -Fachwerk (mit Ausmauerung)
    -60 Glasswollenisolierung (035)
    -Ständerwerk mit doppelter Beblankung

    Eure Meinung?

    Gruß aus dem Harz
    Daniel
     
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  3. Peeder

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    Aussenisolierung ?

    Bei dem geplanten aufbau schimmeln dir ruckzuck die Platten , sobald du heizt.

    Baupysik und Wärmewert sind nicht so mein Spezialgebiet , ich würde mal einen örtlichen Fachmann zu rate ziehen.


    Peeder
     
  4. Daniel79

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    Aussenisolierung, ja, aber erst später, in so ca. Jahren. Ich baue diesen Objeckt ohne Finanzierung um und daher kann ich mich der Fassade erst in ca. 3 Jahren witmen.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 16. April 2008
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    Bitte nicht ohne KONZEPT anfangen.
    Ich kenne ne Menge Fachwerkbauten, die nach der Sanierung schneller rotteten als vorher im verwahrlosten, ungenutzten Zustand.
    Gerade das Thema Dämmung ist da heikel.
    Also bitte einen Fachmann für Fachwerk beiziehen.

    Ist denn die Nutzungsänderung überhaupt genehmigt????

    MfG
     
  6. Daniel79

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    Ja, alles genehmigt und der Rote Punkt hängt auch schon dran.

    Achso oben das soll heißen in ca. 3 Jahren^^.

    Für die Außenfassade dachte ich auch ich nehme mir ein Fachmann, dennoch wollt ich aber für die Überbrückungszeit Dämmung von innen anbringen.

    mmh, wie eurer Meinung nach sollte ich nun den Wandaufbau erstellen?
     
  7. #6 Jürgen Jung, 16. April 2008
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    gar nicht

    denn wenn jetzt innen gedämmt wird und später soll aussen gedämmt werden, können Sie die Dämung innen wieder entfernen, weil Sie sonst ein Kondensatproblem bekommen

    und überhaupt, wieso verschandelt man einen Fachwerkbau mit einer Aussendämmung

    (sprach der Holzwurm, dessen Diplomarbeit im Übrigen die bauphysikalische und technische Sanierung von Fachwerkhäusern war, hehehe)

    Gruß
     
  8. Daniel79

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    Das Fachwerk soll aussen Nachgebildet werden, nie im Leben würde mir einfallen das Fachwerk hinter cm-Dicker Dämmung zu Verstecken.
     
  9. #8 Jürgen Jung, 17. April 2008
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    und wo ist da

    der Unterschied?

    als ob man eine Oldtimerkarosse auf ein Käferfahrwerk stellt, um den Schein zu wahren :shades

    aber jetzt kommen wir in grundsätzliche Diskussionen und ein Glck haben wir ja alle unterschiedliche Auffassungen

    Innendämmung und später Aussendämmung funktioniert nicht, das war die Frage und das ist die Antwort :cool:

    Gruß
     
  10. Daniel79

    Daniel79

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    Danke so eine klare Antwort habe ich gebraucht, ich habe mich nun auch noch ein wenig erlesen und habe mich für die Innendämmung entschieden, auch wenn es mit nicht die optimale Lösung zur Wärmedämmung ist.

    Ich würde den Aussenwandaufbau so erstellen:

    -Fachwerkwand
    -2cm-3cm Hinterlüftung
    -50 Dämmung 035
    -Ständerwerk
    -Dampfsperre
    -Gipskarton doppelt beblankt

    Die Fachwerkausmauerung würde ich natürlich sanieren. Dann habe ich nochwas gelesen, das man evtl. Löcher vorsehen sollte die bis zur Hinterlüftung reichen, damit da es zirkulieren kann.
     
  11. R.J.

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    Da frage ich mich aber, wo du sowas gelesen hast?
    Ein Hinterlüftung ohne Öffnung funktioniert nicht, selbst mit Löchern ist das fragwürdig. Abgesehen davon werden 2-3cm Abstand vor einer Bestandwand nicht so einfach herzustellen sein.
    Wahrscheinlich ist der einzige Effekt, das hier die Feuchte aus der aufgewärmten Luft an der Fachwerkwand kondensiert.

    Wie Jürgen schon sagt, entweder Innendämmung oder Außendämmung und wenn innen dann richtig.
    Es hilft nicht zu sagen nimm diese oder jenen Aufbau ohne die Gesamtsituation zu kennen und zu beurteilen. Was auf der Südseite funktioniert muss auf der Nordseite nicht genauso gut sein. Entscheidend sind auch die Anschlusspunkte z.B. zur Decke, der Sockel usw.
    Dampfsperren sollten sind im Fachwerk tabu sein!

    Es macht wirklich Sinn ein paar Euros für ein Konzept zu investieren. Eigenleistung kannst du noch genug erbringen, angefangen von einer exakten Aufnahme des Bestandes.
     
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  13. Daniel79

    Daniel79

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    Kannst du mir das bitte genauer Erläutern, in wie fern sollten Dampsprerren/Dampfbremsen in einem Fachwerkgebäude nicht verbaut werden?
     
  14. R.J.

    R.J.

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    Insofern, dass zu dichte Dampfbremsen und Dampfsperren (bitte genau lesen und differenzieren) das Rücktrocknungsvermögen der Fachwerkwand be- und verhindern.
     
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