Umbau vom Kalt- zum Warmdach / Dampfsperre

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  1. pehor

    pehor

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    Bauphysik - Dampfsperre in EG-Profilholzdecke

    Umbau vom Kaltdach zum Warmdach
    Wir haben unser bisheriges belüftetes Kaltdach (Satteldach 30 Grad Neigung) in Binderkonstruktion mit Lüftungsöffnungen in der nicht gedämmten Dachschräge und aufgesetztem First mit beidseitigem Lüftungsspalt bei ca. 12cm Mineralwoll-Dämmung auf der EG-Decke (alu-kaschiertes Papier als Dampfsperre über Profilholzdecke) in ein geschlossenes Warmdach umbauen lassen:

    neues Warmdach
    Dachschräge:
    In den Dachschrägen unter der diffusionsoffenen Unterdeckbahn 14cm Dämmwolle zwischen den Sparren, darunter (zum Dachinnenraum hin) diffusionsgeschlossene PE-Folie (Dampfsperre) - (noch) nicht durchgehend dicht verklebt.

    EG-Decke:
    Sie besteht - von oben nach unten - aus
    - Dämmwolle 20 cm - offen zum Dachinnenraum hin
    - PE-Folie - unverklebt, überlappend zwischen den Untergurt-Sparen in Bahnen verlegt und seitlich an die Sparren getackert
    - alu-kaschierte Papierfolie (ursprünglich als Dampfsperre im Kaltdach) - inzwischen z.T. beschädigt und z.B. durch Deckenleuchten durchlöchert
    - Profilholzdecke zum Wohnraum hin.​

    Beurteilungen:
    Dachdecker:
    Neue Dampfsperre sei nun in der Dachschräge
    Sachverständiger:
    In der EG-Decke fehle funktionierende Dampfsperre, was zwangsläufig zu Feuchtigkeit durch Kondensation im Dachraum (Holzkonstruktion, Dämmung) und zu großen Schäden führen müsse.
    Erforderliche Dampfsperre könne nur funktionieren,
    a) durch dichtes Abkleben der kplt. PE-folie zwischen Profilholzdecke und Dämmung oder
    b) durch Abdichten der Decken sämtlicher Räume von unten durch verklebte und abgedichtete PE-Folie und Neuaufbrigen von Profilholzdecken bzw. Rigips.​
    Dachdecker:
    Viel zu aufwendig und teuer -
    Winter abwarten und sehen, ob es tropft.
    Es sagte nicht, was zu tun sei, wenn es tropft.

    Fragen:
    1. Ist die nach dem Umbau in Warmdach vorhandene Abdichtung mit
    alukaschierter Papierfolie (Altsubstanz) und neu verlegter PE-Folie (unverklebt im überlappenden Bahnen seitl. an die Sparren getackert) vielleicht doch ausreichend?

    2. Was ist sinnvoller, zweckmäßiger und / oder kostengünstiger
    a. neu vorhandene EG-Decken-Dämmung wieder entfernen und neue PE-Folie dicht verklebt als Dampfsperre einbringen oder
    b. alles, wie es jetzt ist nach Umbau, lassen, aber die Dampfsperre von unten auf der vorhandenen EG-Profilholzdecke je Raum anbringen? (Großer Aufwand + hohe Kosten für kplt. neue Unterdecke aus Profilholz bzw. Rigips)

    3. Gibt es andere Lösungsmöglichkeiten?
    z.B. Dachschräge kplt. diffusionsoffen zu gestalten, also auch die Folie unter der Zwischensparrendämmung in der Dachschräge als diffusionsoffene Folie statt jetzt PE-Folie wählen?

    4. Gibt es außer Folien noch andere Möglichkeiten, auf bzw. über der EG-Profilholzdecke eine geschlossene Abdichtung herzustellen?
    z.B. Abdichten durch Aufbringen bzw. Aufstreichen flexibler Dichtstoffe?


    Wir sind durch unterschiedliche und z.T. widersprüchliche Aussagen ziemlich verunsichert. :confused:
    Wir wollen uns keine dauerhaften Schäden ins Dach bauen lassen, aber auch kein Geld für unzweckmäßige Maßnahmen sozusagen "aus dem Dach" werfen.

    Für jeden Hinweis, Tipp, Erfahrungsschatz sind wir dankbar. :lock
     
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  3. Calimero

    Calimero

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    Glaub dem SV oder lass Dir vom Dachdecker eine Gewährleistungsbürgschaft für die Mangelfolgeschäden geben.

    Was da fehlt ist die Planung.
    Warum zum Warmdach ausbauen, wenn altes Dach gut belüftet funktionniet? Wir haben ein Neubaudach in Warmdachausführung, was wenigstens theoretisch dicht sein sollte. Die Praxis und die Dauerthaftigkeit schauen da schon anders aus.

    Mach Dir wenigstens die Mühe über ein umsonst im Internet eingestelltes Modul den Tauwassernachweis und die Feuchtebelastung zu kalkulieren:

    Ein wenig schaun, dann bekommt man es hin.

    Schichten werden von innen nach ausssen eingegeben, dann unter Standardbedingungen Tauwasserausfall berechnet und am Schluss schaut man, ob das anfallende Wasser theoretisch im Sommer wieder austrocknet.

    Wenn das funktionniert, wäre das die erste unbedingt notwendige Bedingung, heisst aber natürlich noch nicht, das alles fachgerecht ausgeführt ist und es nicht trotzdem zu Tauwasserausfall kommt.

    http://wasserdampfdiffusion.i-s-o.org/

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Thema: Umbau vom Kalt- zum Warmdach / Dampfsperre
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