Umfrage!

Diskutiere Umfrage! im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; Liebe Planerkollegen! Gestern habe ich mich auf einer Vortragsveranstaltung mit einigen Architekten und Energieberatern unterhalten. Dabei hat...

  1. #1 Christian Wolz, 14. Februar 2008
    Christian Wolz

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    Liebe Planerkollegen!

    Gestern habe ich mich auf einer Vortragsveranstaltung mit einigen Architekten und Energieberatern unterhalten. Dabei hat sich gezeigt, dass bei uns im Baden-Württemberg die Einhaltung der EnEV von Seiten der Baurechtsbehörde so gut wie gar nicht kontrolliert wird. In der Baugenehmigung steht zwar, dass die Anforderungen der EnEV einzuhalten sind, mehr aber auch nicht. Meistens gibt es nicht mal einen EnEV-Nachweis, weil den keiner sehen will.

    Wie ist das bei Euch? Würdet Ihr mir für eine kleine "statistische" Erhebung Eure Erfahrungen mitteilen (gerne auch als PM)? Einfach nur Bundesland, evtl. Landkreis, und Kontrolle nein oder ja (und wenn ja, wie)...

    Hintergrund ist die Aussage, dass die nächste Novelle der EnEV 2009 das KfW60 zum Neubaustandard machenl und dadurch auch das KfW60-Programm fallen soll :fleen. Meine Meinung ist, dass eine Verschärfung der Anforderungen in so weit unsinnig ist, weil sie oft (wenn nicht gar meistens) eh nicht eingehalten werden. In Gegenteil, solange es noch "Anreize" wie die KfW-Programme gibt, haben wir wohl noch eine höhere Quote an energetisch guten Häusern als ohne diese Programme. Und die KfW will ja zumindest noch einen EnEV-Nachweis...

    Ich bin schon mal auf die Ergebnisse und Eure Meinungen gespannt. ;)
     
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  3. #2 VolkerKugel (†), 14. Februar 2008
    VolkerKugel (†)

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    In Hessen ...

    ... muss der EnEV-Nachweis von einem Nachweisberechtigten aufgestellt und spätestens mit Beginn der "energetisch relevanten" Arbeiten vorgelegt werden
    (kontrollieren tut ihn keiner).
    Mit der Fertigstellungsmeldung muss der Nachweisberechtigte dann die übereinstimmende Ausführung bestätigen.

    Privatrechtlich hat der Bauherr damit jemand am Kanthaken, wenn bei Berechnung oder Ausführung geschlampt wurde.
    Öffentlich rechtlich interessiert das niemand.
     
  4. sepp

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    mir ist auch keiner bekannt, der den nachweis sehen will.
    andere frage- wie isses in B-W mit dem wärmeschutzgesetz, daß eine 20%ige alternativenergie im neubau vorschreibt. (ich glaub ab april oder so)
     
  5. JoSeb

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    Dies ist auch meine Erfahrung. Die Baubehörde prüft nichts, weil ja der Nachweisberechtigte dafür unterschreibt, sind die damit zufrieden-, ruhiggestellt.
    Oft ist es jedoch so, dass auch bei Wohnhäusern die bautechnischen Nachweise, insbesondere die Statik, zum Prüfer müssen wenn verschiedene Punkte (tragende Wände stehen nicht exakt übereinander, etc.) nicht eingehalten sind, dann prüft der auch den Energieausweis mit.
    Verschiedene Bauherren greifen zudem auf zinsgünstige Darlehen der kfW-Bank zurück (kfW-60 Haus z.B.), dann muss dieser Nachweis auch vorgelgt werden, dort sitz einer, welcher auch (zumindest) drüberschaut.
     
  6. #5 Christian Wolz, 14. Februar 2008
    Christian Wolz

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    Das war gestern u. a. auch Thema. Diese 20% sind im Prinzip Makulatur. Es gibt wieder bestimmte Möglichkeiten, von denen man eine Erfüllen muss. Beim Neubau gilt das ganze z. B. als erfüllt, wenn 0,04 m² Solarkollektoren/m² WFL aufs Dach kommen. Andere Möglichkeiten gibt's natürlich auch noch. Im großen und ganzen ist das aber als Anschub der Solarthermie gedacht. Ob jemand das Gganze prüft, wage ich sehr zu bezweifeln!
     
  7. #6 Der Bauberater, 14. Februar 2008
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    Hallole @ all,
    ich glaube in der Durchführungsverordnung steht ".... ist auf Verlangen der Behörde vorzulegen."
    Mit Verwaltungsreform und Einsparungen, wer soll dann den noch die Ausweise oder Berechnungen kontrollieren?
    Außerdem füllt es unnötig die Archive obwohl es eh keiner überwacht und prüft! Also lassa mas
    Gruß aus Baden
    Peter
     
  8. #7 BauherrHilflos, 14. Februar 2008
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    In unserem Fall hätte es gereicht, wenn neben dem Nachweis auch eine Material-Liste der verwendeten Bauteile vorhanden gewesen wäre. Allein der Abgleich dieser Punkte hätte gezeigt, das sowohl unter dem Esstrich, als auch im Dach die falschen Produkte verbaut wurden.
    Diese einfache Prüfung könnte schon einiges bringen, falls wahrheitsgemäß die Materialzettel eingereicht werden.
    Dazu gesagt: Der Energiemensch, der die Berechnung erstellte, ging davon aus, das das Haus SO gebaut wird. Der Bauleiter dachte, das wird schon richtig vom Material-Disponent eingeleitet. Das Ende vom Lied: Der Laie (Bauherr) weist Bauleiter, als auch Energiemensch daraufhin, das das Haus nicht dem Nachweis entspricht.

    Wobei die angesprochene "Verwaltungsreform und Einsparungen" wohl genau der Schlüssel ist, warum halt auch die kleinsten Prüfungen nicht gemacht werden können.
     
  9. #8 Der Bauberater, 14. Februar 2008
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    Das ist vom Gesetzgeber,

    eben so gewünscht :yikes
    Der Gesetzgeber möchte mehr Eigenverantwortung der am Bau Beteiligten :biggthumpup:
    Viele, sehr viele Archi, Statikus, Vermesser und Bauherren wissen (noch) gar nicht welches Risiko sie mit einem, wie es auch in den einzelnen Bundesländern heißt, Kenntnisgabe, Freistellung... eingehen. Wehe da kommt irgendwann mal einer auf die Idee, nichtgeprüfte Bauvorhaben zu kontrollieren :bounce::bounce::bounce:
    Da wird die eine oder andere Berufshaftpflicht in einen finanziellen Engpass kommen, wenn sie dann überhaupt zahlungspflichtig wird :deal
    Und so wird das Spiel mit dem Energieausweis, -pass und der -brechnung genau so laufen. :eek:

    Es geht sicher nicht lange oder ist schon so, dass bei x-hammer die Berechnungen verkauft werden. (vielleicht auch von einem Bäcker):shades
    Das liegt dann eben in der Eigenverantwortung des Bauherren :biggthumpup:
    Gruß aus Baden
    Peter
     
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  11. #9 Ralf Dühlmeyer, 14. Februar 2008
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    Hannover und Umland.
    Architekt oder TWP macht ein Kreuzl an der rictigen Stelle und das wars.
    Ich kenne Bauten, die sogar vom TÜV :cry kontrolliert wurden, bei denen der EnEV für die Tonne ist/war.

    MfG
     
  12. #10 BauherrHilflos, 14. Februar 2008
    BauherrHilflos

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    Ob man es glaubt oder nicht!
    Um den Nachweis zu verstehen, habe ich mich lange im Internet herumgetrieben. Dabei konnte man sogar einen Nachweis als WORD :biggthumpup::mauer Datei finden. Frei editierbar!! :biggthumpup:
    Da braucht man noch nicht mal x-hammer oder den Bäcker.
     
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