Umkehrdach für Holzfertighaus

Diskutiere Umkehrdach für Holzfertighaus im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich bin momentan auf der Suche nach einem geeignetem Flachdachaufbau für mein Holzhaus. Ein hinterlüftetes Flachdach ist aufgrund der Länge...

  1. #1 Alexander27, 19. Dezember 2013
    Alexander27

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    Hallo, ich bin momentan auf der Suche nach einem geeignetem Flachdachaufbau für mein Holzhaus. Ein hinterlüftetes Flachdach ist aufgrund der Länge der Sparren nicht möglich (Attikahöhe ca, 1,6m).
    Als nächstes bin ich auf ein Umkehrdach (Aufdachdämmung) gestoßen, wo die Abdichtungsbahn gleich die Dampfbremse ist. Somit habe ich ja laut Glaser kein Tauwasser in der tragenden Ebene. Laut Informationsdienst Holz ist dieser Aufbau als sehr günstig beschrieben. Was haltet ihr von der Konstruktion. Gibt es Erfahrungen von jemanden über das Thema?
    Welche Dachneigung ist zu empfehlen?

    Danke schonmal für die Infos.

    Grüße,
    Alexander
     
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  3. Gast036816

    Gast036816 Gast

    das muss detailliert geplant werden, auflast gegen windsog, eventuell zusätzliche auflast mit platten, statik und dann weißt du erst ob es funktioniert.
     
  4. #3 Alexander27, 19. Dezember 2013
    Alexander27

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    Hallo,
    ich habe den statischen Nachweis schon gemacht.
    Auflast: 50mm Kiesschüttung; teilweise mit Terrassenbelag. Die Balken habe ich dann dementsprechend dimensioniert mit l/200.Die Tragfähigkeit ist nicht ausschlaggebend.
    Aus statischer Sicht beteht hier keine Bedenken. Da ich ja noch nicht gebaut habe, kann ich ja noch eventuell die Balkenhöhe korrigieren.

    Mir geht es eigentlich mehr um das Thema an sich. Was so Erfahrungen mit dem Dachaufbau gibt und worauf man speziell achten muss.
    WElche Dachneigung ist zum empfehlen? 3°? Würde es reichen, das Dach einseitg zu neigen, oder braucht man hier Kehlen,... damit das Wasser zu einem Punkt laufen kann. Wie sieht hier die Konstruktion aus?

    Danke schonmal für die Antworten.
     
  5. Friedl1953

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    Wie Rolf, aber Attikahöhe 1,6 m????? wie sieht den der Bau aus? Sprichst Du von einem Neubau oder willst Du dein bestehendes Haus sanieren?? Und bei Dachneigung meinst Du doch bestimmt Gefälle, oder.
     
  6. Friedl1953

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    Also ich traue mir auch zu die Durchbiegung eines Balkens zu berechnen aber den statischen Nachweis zu führen da gehört schon deutlich mehr dazu und L/200 na danke. Die Durchbiegung ist bei Holzbauteilen sowieso zu 99,9 % das k.O. Kriterium. 3 % Neigung sind sicherlich im Normalfall i.O. und die Kehlen ergeben sich doch schon automatisch an der Attika. Ich würde niemals eine große Dachfläche nur nach einer Seite entwässern. Um das alles zu verstehen sollte man schon deinen Entwurf kennen.
     
  7. Gast036816

    Gast036816 Gast

    wer hat denn die statik gemacht, du???

    kommst du mit kiesschüttung als windsogsicherung aus???
     
  8. #7 Alexander27, 19. Dezember 2013
    Alexander27

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    Die Statik hab ich selbst gerechnet mit meinem Statikprogramm.

    Das Haus ist noch nicht gebaut. Also Neubau. Erst wollte ich ein hinterlüftetes Flachdach planen, aber man braucht ja eine bestimmte Dachneigung, damit eine Zirkulation im Hinterlüftungsraum funktioniert. Da die Ansicht vom Haus aus mehreren "Würfeln" sein soll, möchte ich um das Dach eine Attika hochziehen. Diese wird ja dann dementsprechend hoch aufgrund der großen Dachneigung. Somit bin ich auf das Umkehrdach gekommen.Ich habe insgesamt 3 Dachflächen (Hauptdach 1.OG, Hauptdach EG was als Terrasse genutzt wird und ein Garagendach). Alles sind rechteckformen.

    Die Abdichtung liegt ja auf meiner Holzschalung drauf und auf der Abdichtung die Dämmung mit Vlies. Meine Frage ist unter anderem, ob ich die Holzbalken schon neigen muss, damit das Wasser ablaufen kann.
     
  9. H.PF

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    Du hast schon falsche Ansätze bei den Bemessungen. Tischler sind keine Statiker, das wird nix...

    Du kannst vielleicht eine ganz grobe Vorbemessung machen, mehr auch nicht! Und DIE ist bei dir schon falsch...

    Bei einem Umkehrdach muß das Gefälle schon mit der Schalung vorgegeben werden. Ob durch die Balken oder ob durch Keile, die da drauf montiert werden ist egal.

    Wie willst du die Luftdichtigkeit erreichen?
     
  10. Gast036816

    Gast036816 Gast

    wahrscheinlich entwurf und statik in diy - ich klinke mich schon mal aus, bevor der mod mit dem schlösschen und einem schlüssel kommt.
     
  11. Alexander27

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    Hallo H.PF,
    Das ist richtig, dass Tischler keine Statik rechnen können und dürfen. Ich bin mittlerweile Dipl.Ing und darfs/ kanns somit mittlerweile. Sollte mal mein Profil ändern.
    Ich möcht gar nicht auf die Statik eingehen. Für mich ist der Aufbau interessant, wie ihr das lösen würdet. Die Statik krieg ich in Griff.

    Ich habe eine Holzbalkendecke mit einer Holzschalung drauf. Zusätzlich möchte ich eine Attika herum und die Terrasse sollte begehbar sein.
    Wie würdet ihr das lösen mit einem Umkehrdach? Beschreibt doch mal, wie ihr vorgehen würdet.
     
  12. Kalle88

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    Warum Umkehrdach? Mir ergibt sich hier kein Nutzen für den höheren Aufwand...
     
  13. Alexander27

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    Beim Flachdach hat man ja immer das Problem, dass man innen dicht ist und außen ebenso. Somit fällt ja dazwischen Tauwasser an, wo auch meine tragende Balken sind.
    Beim Umkehrdach übernimmt die abdichtende Ebene auch meine dampfdichte Schicht.
    Durch den Aufbau fällt somit kein Tauwasser in den "kritischen"Bereichen an.
    Laut Informationsdienst Holz ist dieser Aufbau sehr günstig.
    Was meint ihr dazu? Seid ihr anderer Meinung?
     
  14. Kalle88

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    Ihrer Beschreibung nach bin ich anderer Meinung. Keine Ahnung was der Informationsdienst Holz da schreibt, aber sie haben es höchstwahrscheinlich falsch verstanden...

    Falls sie davon reden, die Gefache zu dämmen - ist möglich bedarf aber einer vernünftigen Planung und 100% Fehlerfreien Anschlüssen/ Arbeiten an der Luftdichtigkeitsebene.

    Der Dachdecker von heute packt die Dämmung auf den Holzbelag, mit Trennschicht/Dampfsperre und anschließendem 2 lagiger Abdichtung mit Polymerrbahnen. Dann braucht es auch kein Umkehrdach. Umkehrdächer sind gut, aber ich mag es bezweifeln, dass es sich am Ende für ein EFH lohnt... Ich denke da eher an Bauten wie Parkdecks etc. ;)
     
  15. Alexander27

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    Hallo Kalle,
    bin auch Ihrer Meinung, dass der Aufbau von Ihnen funktioniert, sofern die Anschlüsse sauber gemacht sind. Aber ich sehe das Tauwasser als kritisch im Bereich der Balkenlage. Ich weiß, dass der Aufbau von Ihnen üblicherweise so ausgeführt wird. Jedoch möchte ich gerne mal Alternativen diskutieren.

    Was meinen Sie mit "lohnen". Wegen den Kosten?
     
  16. Friedl1953

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    Also zum Umkehrdach auf Holzschalung gibt es auch negative Stimmen. Wäre mir nichts.
    Zum Thema L/200 hast Du dich nicht geäußert, L/300 über Wohnraum sollte es schon sein.
    Für mich wäre der Aufbau klar:
    - Massivholzdecke
    - Dampfsperre
    - Flies
    - Gefälledämmung
    - Abdichtung
     
  17. Kalle88

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    Schuster bleib bei deinen Leisten. Ist nicht böse gemeint. Es ist aber offensichtlich das hier kein wirkliches Wissen vorliegt. Sie bewerten auf ihrem eigenem Empfinden, was nicht schlimm ist. Aber auch keine Grundlage für eine Diskussion bietet. Es gibt kein Tauwasser in der Balkenlage, wenn es ausgeführt wird wie ich es geschrieben habe. Weil Dachschalung wie Tragwerk garnicht in Kontakt mit kalter Außenluft ist. Braucht natürlich noch mehr Detailpunkte (Attika, Stirnseiten der Balken usw.) die berücksichtig werden müssen um alles in den warmen Bereich zu holen.

    Das Umkehrdach ist, meiner Auffassung nach, keine Alternative für Sie. Da es in meinen Augen keine Erforderlichkeit bietet. Punkte wäre da z. B. ein Dachgarten mit intensiver Begrünung. Scheitert aber vermutlich schon am Tragwerk aus Holz, wenn es nicht entsprechend gerechnet ist.

    Es spielt in meinen Augen auch keine Rolle ob mit L200 oder L300 gerechnet wurde. Fakt ist, das es Durchbiegungen geben wird, je Höher umso kritischer sehe ich das bei einem Umkehrdach. Bedeutet, das darüber nachgedacht werden muss, ob der Abfluss nicht in die Durchbiegung eingebaut wird. Es ist mit stehendem Wasser zu rechnen, das kritisch ist. Durchfeuchtung der Dämmung, höhere Flächenlast (noch mehr Biegung) Frostschäden, minderung der Dämmeigenschaft durch Eisschicht usw.

    Umkehrdächer funktionieren, schon seit langer Zeit. Meiner meinung nach fällt das Vorhaben mit der Statik! Ein pfiffier TWP mag das auch mit Holz sauber hinbekommen, mir scheint es aber nicht so als wäre das hier der Fall.

    Es gibt Alternativen, die es leichter und genauso sicher machen. Darüber sollte man diskutieren, nicht über die Ausführung eines Umkehrdaches, wo gewisse Detailpunke einfach weggestrichen werden.
     
  18. Friedl1953

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    Nicht unbedingt für die Flachdachausbildung aber für seine statische Berechnung. Da ist definitiv l/200 für die Gebrauchstauglichkeit zu viel. Dazu kommt noch Terassenbelag und somit auch eine Überprüfung des Schwingungsverhaltens. Da kommt schnell mal ein ganz anderer Querschnitt raus.
     
  19. Kalle88

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    Friedl: Die Statik muss stimmen und nicht so wie der TS hier kund tut. Wer also auch nicht weiß wie ein Umkehrdach funktioniert und auszusehen hat, der wird die Statik dazu auch nicht hinbekommen... Völlig egal ob mit L200 oder L300. HPF hatte es ja schon treffend in seinem Beitrag geschrieben. Bis dato wurde auch nicht auf seine Frage eingegangen.

    Wenn der TS von 50mm Kies redet, dann reden wir am Ende irgendwo auch nur über 50mm Dämmung. So wie ich es mal beigepult bekommen habe, gilt die Faustregel, die Auflastung muss in etwas das Gleiche betragen wie die Wärmedämmung. Es geht hier nicht nur um Windsog. Es geht hier auch ums Aufschwimmen, den absolut benötigten UV-Schutz, so wie der mechanische Schutz. XPS ist nicht UV-Resisstent.

    Nächter Punkt: Wie siehst mit dem Flächengewicht der Tragkonstruktion aus, damit keine Taupunktunterschreitung kommt? Ich glaub das lag irgendwo bei mindestens 230 kg/m². Deshalb sagte ich, das das Vorhaben mit der Statik steht oder bricht!

    Nun habe ich am Ende eine rießen Tragwerk um die Last aufzunehmen und das alles wofür? Weil ich die Dämmung und den Aufbau im Regen machen kann? Weil die Abdichtung besser vor UV geschützt ist und die Konstruktion evtl. länger hält? Das das beheben von Leckagen leichter fällt? Weil alles frei rivisionierbar ist? Dann machen.

    Die Statik geht aber eben leichter und dazu günstiger und genauso sicher... Es ist ein EFH und kein Gewerbebau...
     
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  21. Friedl1953

    Friedl1953

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    Und deswegen für mich #15, natürlich etwas verkürzt dargestellt.
     
  22. mls

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    auch das kann man machen ..
    die trag. konstruktion unterhalb der div. brems-trenn-dämmschichten
    ins trockene zu bringen, ist jedenfalls nicht neu ;)

    das thema flachdach, mit 0° oder 3° oder oder .. seh ich davon losgelöst.
    darüber haben schon generationen von dachdeckern und erst recht von
    holzbauern diskutiert - und dann gibts da noch die no-flachdach-fraktion.
    bei l/200 ist die diskussion ob 0 oder 3 eh oft akademisch .. dazu die
    etnwässerung an den hochpunkten: die frage beantwortet der wasserstand ;)
     
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Umkehrdach für Holzfertighaus

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