Umstellung von SIC8 auf SIC6 und nur einer Bohrung??

Diskutiere Umstellung von SIC8 auf SIC6 und nur einer Bohrung?? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, gestern habe ich erfahren, dass unsere Heizung noch einmal umgeplant worden ist. Einfamilienhaus 1,5-geschossig 3 Personen...

  1. #1 Hohenbuschei, 19. Juni 2011
    Hohenbuschei

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    Hallo zusammen,

    gestern habe ich erfahren, dass unsere Heizung noch einmal umgeplant worden ist.
    Einfamilienhaus 1,5-geschossig
    3 Personen

    Lt. Energiepass
    Endenergiebedarf: 15kWh/(m²xa)
    Primärenergiebedarf: 39kWh/(m²xa)
    Wohnfläche: 154m²

    Bohrung: 2x 68m
    Anlage Novelan SIC8

    Jetzt:
    Bohrung: 1x 76m
    Anlage Novelan SIC6.

    SIC8
    Heizbelastung: 8,9 KW
    Elektr. Leistungsaufnahme: 1,98 KW
    Enzugsleistung: 7,0 KW

    Sollten Daten für eine Meinungsbildung fehlen, dann sagt es mir bitte.
    Prügelt auf mich ein und sagt mir bitte eure Meinung.
    Ich habe natürlich Sorge, dass die Anlage unterdimensioniert ist.:(
     
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  3. R.B.

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    Was sagt die Heizlastermittlung nach EN12831?

    Mit den vorliegenden Daten kann man keinen Wärmeerzeuger dimensionieren.

    Also, Heizlastermittlung überprüfen, dann sieht man ob 8kW oder 6kW ausreichen.

    Gruß
    Ralf
     
  4. flo79

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    Hihi,

    Ralf hat Recht, ohne die Berechnung tut man sich schwer. Normalerweise müßte aber bei einem aktuellen Neubau mit der Größe und 3 Personen nen 6 kw. Modell ausreichen. Wird ne KWL verbaut? Kannst du uns was zu Wänden, Dach und Fenster sagen?

    Allerdings is die Bohrung mit 76 m denk mal das untere Limit. Wieviel Entzugsleistung soll den der Boden bringen? Evtl. würd ich die Quelle etwas großzügiger auslegen.

    Gruß Flo
     
  5. #4 Hohenbuschei, 23. Juni 2011
    Hohenbuschei

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    Danke Ralf, danke Flo!

    Es hat etwas gedauert, aber ich habe die Heizlastberechnung endlich bekommen.
    Vielleicht könnt ihr mal mit eurem geschulten Auge darüber fliegen?
    http://dl.dropbox.com/u/2665246/Heizlastberechnung.pdf

    Fenster: 3-fach Verglasung
    Dach: 200er Dämmung
    Wände: 17,9 Wienerberger Hohlloch - 16cm Dämmung + Putz

    Benötigt ihr noch mehr Daten?

    Gruß
    Andreas
     
  6. R.B.

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    Die Raumtemperaturen sind vielleicht etwas niedrig angesetzt. Prüfen ob man mit 20°C klar kommt. Aber 1° mehr macht den Kohl auch nicht mehr fett.

    Wir haben also eine Heizlast um 4kW, da ist die 6kW ausreichend, selbst wenn man Sperrzeiten o.ä. berücksichtigen müsste. Bohrung um 80m ist je nach Bodenverhältnissen auch schlüssig. Ob der Boden die 60W/lfm liefert? Keine Ahnung, ich kenne die Bodenverhältnisse nicht.

    Ich würde auf jeden Fall nicht an der Bohrung sparen, denn Deine "Quelle" ist mit entscheidend für die Effizienz.

    Gruß
    Ralf
     
  7. #6 Achim Kaiser, 24. Juni 2011
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    Ich halte zumindest die *neue* Bohrung für Krampf wenn die alte Bohrung nach den selben Kriterien bemessen wurde.

    Bohrungen sollten nicht nach der Geräteleistung bemessen werden sondern nach der zu erwartenden Jahresentzugsleistung.

    Durch das kleinere Gerät werden die Laufzeiten größer und die Regenerierphasen für die Sonden sinken. Die Laufzeitverlängerung ist bei der Sondenauslegung zu berücksichtigen.

    Betriebszeitunterbrechungen durch WW-Bereitung kann bei 6 kW Heizlast auch ein Thema sein.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  8. R.B.

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    Hallo Achim,

    mit der 6kW liegt er bereits deutlich über der Heizlast von 4kW. Da ist Reserve für WW und Sperrzeiten.

    Die 76m Tiefe sind mir auch aufgestoßen, deswegen mein Kommentar. Man hat wohl mit 1800h und 60W/lfm gerechnet. Über 6.000kWh Entzugsenergie p.a. wird er aber wohl kaum kommen. Das könnte hinhauen....wenn man wüßte was der Boden vor Ort so hergibt.

    Gruß
    Ralf
     
  9. #8 Achim Kaiser, 24. Juni 2011
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    Ich hab mir die Heizlast nicht im Detail angesehen.
    Prinzipiell mag ich aber keine Bohrungen die auf Kante genäht sind.
    Ich warte drauf bis der erste noch auf 5 cm festlegt und irgendwann der letzte noch mit veroptimierten Millimeter ums Eck kommt.

    Nachdem bei Bohrungen nachträglich nichts geändert werden kann leg ich sie so aus, dass sie auch bei einer anderen Gerätegröße zur Not noch nutzbar sind. *Ich* würde da eine Sonde mit 100 m setzen und ne besseren Verfüllstoff nehmen und ggf. prüfen ob das für nen frostfreien Betrieb ausreichen kann ....

    Aber für so Späßeken fehlt es am Gesamtüberblick.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  10. R.B.

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    Tja, es wird halt gerne vergessen, dass die Quelle entscheidend ist für eine gut funktionieren WP-"Anlage". So lange halt für Bohrungen solche Wahnsinnspreise aufgerufen werden, muss man sich nicht wundern, wenn auf Kante genäht wird.

    Deswegen mag ich Flächenkollektoren. Da kann man, vorausgesetzt das Grundstück gibt das her, für schmales Geld die Quelle überdimensionieren.

    Gruß
    Ralf
     
  11. flo79

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    Jupp, geb da Ralf Recht. Mit Flächenkollis kann man viel Feld sparen wenns geht. Grad wenn man selber noch Hand anlegen kann. Übrigens unsere neue Anlage funktioniert ausgezeichnet.

    Wenn aber mit Bohrung würd ich eher in die Richtung 90-100 m gehen plus gutes Verpressmaterial gehen so wie Achim geschrieben hat.

    Dürfte ja trotzdem noch billiger werden wie die alte Lösung.

    Gruß Flo
     
  12. #11 Hohenbuschei, 25. Juni 2011
    Hohenbuschei

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    Zuerst einmal vielen Dank für die guten Winweise und Ansatzpunkte! :28:
    Da hier in Dortmund viele Dinge "besonders" sind, habe ich bei Ausführung der Bohrung Mehrkosten von 600 Euro. Es wird ein spezielles Verfüllmaterial (soll wesentlich besser sein) verlangt und alle paar Meter muss der Bohrer komplett gezogen werden.

    Der Boden ist stark von Wasseradern durchzogen und das Grundwasser ist ebenfalls ziemlich hoch. Leider habe ich hier im Büro die Unterlagen nicht dabei.

    Bei meinen Angaben habe ich vergessen zu erwähnen, dass ich auf dem Dach noch ca. 5m² Solarkollektoren habe, die die Warmwassererzeugung unterstützen. :o
    Sperrzeiten gibt es keine, da der Sondertarif für Wärmepumpen nicht lohnenswert ist.
     
  13. #12 Hohenbuschei, 25. Juni 2011
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    Nachtrag: der geologische Dienst NRW gibt eine Ergiebigkeit von ca. 120 kWh/(m*a) bei 2400 Betriebsstunden und einer Erdsondenlänge von 40m für das Gebiet an.
     
  14. R.B.

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    Das ist relativ viel, und erklärt auch die kurze Bohrung. Bei Deinem ersten Angebot hatte wohl jemand den dicken Daumen ausgepackt.

    Gruß
    Ralf
     
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  16. #14 Hohenbuschei, 27. Juni 2011
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    Hallo Ralf,

    du meinst also, dass es von den Zahlen her doch schlüssig ist?

    Bei der ersten Berechnung ist man wohl nur von der reinen Heizungsfläche ausgegangen (154m²) und in dem Bereich liegt die Anlage mit 8kW.
    Wie schon beschrieben, ist dann noch die Lüftungsanlage mit Rückgewinnung und die 5m² der Warmwasseraufbereitung für die Dachkollektoren hinzu gekommen.
    Kann denn ein Bohrloch eigentlich "überdimensioniert" sein? Was wäre denn, wenn ich die beiden Löcher bohren lasse?

    Zumindest bin ich jetzt wesentlich beruhigter; danke euch dafür.

    Gruß

    Andreas
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Damit lässt sich aber eine so starke Reduzierung der Heizlast kaum erklären.

    An sich nicht. Durch die längere Sonde steigt die el. Leistungsaufnahme der (Sole)Pumpe.

    Dein Geldbeutel leert sich. ;)

    Irgendwann lohnt sich der Mehraufwand nicht mehr, weil die Kosten deutlich höher sind als die dann noch mögliche Verbesserung der Effizienz. Ich sag´s mal so, nur als Beispiel, Du sparst 30,- € p.a. an Stromkosten, legst aber 3.000,- € für die bessere Bohrung drauf.

    Die 2 x 68m sind bei den guten Bodenverhältnissen für eine 6kW Sole-WP nicht sinnvoll. Damit könntest Du mehr als 16.000kWh p.a. entziehen, und das brauchst Du für Dein Haus nicht. Somit hast Du "nur" eine höhere Soletemperatur die die Effizienz der Anlage steigert. Im besten Fall vielleicht 5% zusätzliche Einsparung (Achtung, das ist eine ganz grobe Dicke Daumen Schätzung).

    Man könnte mal mit einer 100m Bohrung rechnen und schauen wie sich das auf die Effizienz auswirkt. Das spart auch das Umsetzen des Bohrgeräts (kostet meist zusätzlich) gegenüber 2 Bohrungen.

    Gruß
    Ralf
     
Thema:

Umstellung von SIC8 auf SIC6 und nur einer Bohrung??

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