Undichtigkeiten mittels Thermografie nur feststellbar bei Druckdifferenz ?

Diskutiere Undichtigkeiten mittels Thermografie nur feststellbar bei Druckdifferenz ? im Spezialthema: Wind- und Luftdicht Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, nach Erwerb meines Fertighauses 2007 wurde dies von außen thermografiert. Außentemperaturen lagen unter Null, das komplette Haus war...

  1. HoBz

    HoBz

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    Hallo,

    nach Erwerb meines Fertighauses 2007 wurde dies von außen thermografiert. Außentemperaturen lagen unter Null, das komplette Haus war beheizt, Druckdifferenz war nicht vorhanden (kein BDT). -> Die Aufnahmen zeigten keine Unregelmäßigkeiten.

    Jetzt besteht der Verdacht, daß bei der Anbindung der Dampfbremse im Sockelbereich des Hauses geschlampt wurde und daß sich Feuchtigkeit in der Außenwand gebildet hat. Dies würde dann aber bedeuten, daß dies in der durchgeführten Thermografie 2007 nicht zu sehen war (zu wenig Luftströmung wegen fehlender Druckdifferenz ?).

    Ich würde durch Beziehungen kostenlos an eine Thermokamera (Auflösung 0,1°C) und einen Blower-Door Ventilator kommen. Jetzt stellt sich mir die Frage, ob es Sinn macht, das Gebäude bei tiefen Außentemperaturen nochmals zu thermografieren, und zwar mit Überdruck (um keine evtl. vorhandenen Schimmelsporen reinzusaugen).
    Könnte man nach einer gewissen Zeit (z.B. 1h) Wärmeströmungen an der Außenfassade feststellen ?

    Wären feuchte Stellen in der Außenwand in einer Thermografie grundsätzlich sichtbar, auch ohne Druckdifferenz ?
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Man kann sowohl mit Unterdruck als auch mit Überdruck arbeiten.

    Nein. Solche Stellen werden auch mit Druckdifferenz nicht als solche sichtbar. Feuchte Stellen nehmen die Wärme zwar zeitverzögert auf, im Vergleich zu Materialien mit geringerer Wärmekapazität, genauer gesagt nehmen sie nicht die Wärme zeitverzögert auf, sondern die Temperaturerhöhung erfolgt langsamer, aber dazu müsste man die Thermografie über einen längeren Zeitraum durchführen und anhand der Verzögerung bei der Temperaturveränderung anfangen zu spekulieren.
    Nässe entsteht auch erst dann wenn die feuchte Luft anfängt zu kondensieren, und dafür müssen auch die Temperaturbedingungen passen.

    Thermografie stellt nur Temperaturen dar, und diese muss man dann interpretieren.
     
  4. #3 Alfons Fischer, 27. April 2015
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    Formularausfüller
    ich würde bei solchen Verdachsfall zunächst von innen thermografieren. Und zwar mit Unterdruck.
    Auffällige Stellen (also mit deutlich niedrigeren Innentemperaturen gegenüber umgebenden Bauteilen) würde ich bei einer anschließenden Überdruckmessung (eigentlich gar keine Messung, sondern halt nur Überdruck) nach ausreichender Zeit nochmals thermografieren. Sollten diese Bereiche dann deutlich wärmer sein, ist das ein ganz starker Hinweis auf eine Leckage...

    dazwischen immer reichlich Zeit vergehen lassen. Die Idee ist einfach, dass einströmende Außenluft die umgebenden Bereiche auskühlt. Auffällige Bereiche werden dann bei Überdruck gemessen, dabei strömt dann warme Innenluft durch tatsächliche Leckagne von innen nach außen und erwärmt dann die zuvor ausgekühlten Bereiche wieder.
    Anhand der Temperaturdifferenz erkennt man dann die Leckage.
    Richtig gute Thermokameras und -Software kann sogar eine Bilddifferenz bilden. Da sieht man dann sogar grafisch sehr anschaulich auffällige Bereiche...
     
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