Unebene Dachgeschossdecke dämmen

Diskutiere Unebene Dachgeschossdecke dämmen im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, nächstes Jahr soll (muss) in meinem Bauernhaus (Bj. 1920) die Dachgeschossdecke gedämmt werden. Es handelt sich um eine...

  1. #1 LesFleursduMal, 16. Dezember 2014
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    Hallo zusammen,

    nächstes Jahr soll (muss) in meinem Bauernhaus (Bj. 1920) die Dachgeschossdecke gedämmt werden. Es handelt sich um eine Balkendecke mit Lehmwickeln und ein bisschen Restzement (porös, löchrig) drauf. Das Problem was ich sehe ist, dass die Decke bestimmt bis zu 10 cm Unebenheiten (gerade auch wegen krummer Balken) hat. Die Arbeit soll von einem Fachmann erfolgen, aber bezüglich des Auftrags bin ich mir nicht im Klaren: Wie soll die Unebenheit ausgeglichen werden, eine Dämmung mit Dampfbremse oder besser nicht?

    Bei dem Dach handelt es sich um ein Kaltdach und es soll auch zukünftig nur "bedingt" begehbar sein, also Ausbau ist nicht vorgesehen, aber der Schornsteinfeger sollte schon drauf laufen dürfen. Und falls jemand ad hoc weiss, wo ich die Anforderungen bei der EnEV finde, wäre auch fein:-)

    Lieben Dank vorab
     
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  3. Julius

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    Die EnEV stellt an Holzbalkendecken gar keine Anforderungen (sie gelten stets als bereits ausreichend gedämmt, unabhängig vom tatsächlichen Wert).

    Wie sieht denn der Aufbau an der Deckenunterseite aus? Wird daran auch etwas gemacht?
     
  4. #3 LesFleursduMal, 16. Dezember 2014
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    Hm ... okay, vielleicht definiere ich erstmal mein Verständnis von einer Holzbalkendecke, vielleicht liege ich da ja schon schief: Also, die Decke besteht nicht mehr als aus den tragenden Holzbalken, dazwischen sind die Lehmwickel mit ein bisschen Zement oben drauf. Die Decke von unten ist mit neu mit Lehmputz verputzt worden.
     
  5. #4 Alfons Fischer, 17. Dezember 2014
    Alfons Fischer

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    jain.

    Julius hat teilweise recht: es gibt im Falle von Holzbalkendecken keine Nachrüstungsverpflichtung. Sobald aber unabhängig davon trotzdem vorgesehen ist, Dämmstoff aufzubringen (was auch durchaus sinnvoll ist), dann greift Anlage 3, Nr. 4d i.V.m. Tabelle 1, Zeile 4a. Konkret: U<=0,24W/m²K

    Unebene Decken kann man uneben lassen. Wenn ein ebener Boden gewünscht ist, kann man z.B. mit einer Kantholz-Aufdopplung ausgleichen. Oder man baut eine Stufe, um größere Höhenunterschiede zu überwinden.
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 17. Dezember 2014
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    ÄÄähhh wo bitte steht in der EnEV (oder deren DV), dass Holzbalkendecken von der Nachrüstpflicht ausgenommen sind???
     
  7. #6 Alfons Fischer, 17. Dezember 2014
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    ja, die Frage ist berechtigt.
    Richtigerweise muss man sagen: es steht nicht in der EnEV direkt, sondern ergibt sich aus der Forderung einer Nachrüstung für Decken, welche die Anforderung an den Mindestwärmeschutz nach 4108-2 einhalten. Entspricht etwa einem U-Wert von 0,93 W/m²K. Und das erreichen die meisten Holzbalkendecken eben...
    Im Einzelfall könnte es mal anders aussehen.

    Es gab in einer Auslegungsfrage zur EnEV (war aber EnEV 2009) mal die Aussage, die sinngemäß sagte, dass bei Holzbalkendecken aller Baualtersklassen davon ausgegangen werden könne...
     
  8. #7 LesFleursduMal, 17. Dezember 2014
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    Danke für Antwort, Alfons. Das bei energetischer Sanierung die EnEV greift, das hatte ich schon gelesen, eben aber auch, dass bis Ende 2015, falls das Dach bzw. die oberste Geschossdecke nicht gedämmt sind, man zur Nachrüstung verpflichtet ist. Ich halte das ja auch für sinnvoll. Also gibt die EnEV nur den Höchstwert des Wärmedurchgangskoeffizienten an, aber nicht, wie dies erreicht werden soll (?). Wer ist denn für dieses Gewerk zuständig?
     
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  10. sniper

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    frag mal bei einem zertifizierten flocker nach,der kommt mit seinen flocken bis in die letzte ecke
     
  11. #9 LesFleursduMal, 26. Dezember 2014
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    @all

    Eine Frage fiel mir dazu noch ein: So eine Dämmung hat ja auch ihr Gewicht. Auch wenn hier früher das Stroh auf dem Dachboden gelagert wurde, bin ich mir da ziemlich unsicher, zumal die Holzbalken in einem Abstand von einem Meter liegen und die Lehmwickel auch nicht gerade leicht sind. Beurteilt bzw. berechnet der Flocker das zulässige Gewicht oder muss das vorab von einem Statiker begutachtet und berechnet werden?

    Freundlichen Gruß

    Les
     
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