Ungefährer Terminplan??

Diskutiere Ungefährer Terminplan?? im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Hallo, ich würd gerne mal Expertenmeinungen hören, wie lange die einzelnen Phasen der Leistungen eines Architekten denn so ca. dauern dürfen....

  1. #1 samiproject, 17. Mai 2009
    samiproject

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    Hallo,

    ich würd gerne mal Expertenmeinungen hören, wie lange die einzelnen Phasen der Leistungen eines Architekten denn so ca. dauern dürfen.

    Wir haben seit November 2008 mit einem Architekten über unser Projekt Eigenheim gesprochen. Es geht um ein EFH mit ca. 150 m², im Prinzip normaler Standard, keine Besonderheiten. Ein vorhandenes Gebäude wird zunächst abgerissen und wir bauen auf den vorhandenen Keller neu und etwas größer auf.
    Im Dezember gab es auch schon erste Entwürfe, die wir sicherheitshalber als Bauvoranfrage eingereicht haben, für die wir dann auch positivie Resonanz von der Gemeinde bekommen haben.

    Weitere Details wurden im Januar besprochen und uns wurde gesagt, dass dies für die Ausarbeitung des Baugesuchs ausreiche. Trotzdem dauerte es dann bis Anfang März, bis das Baugesuch eingereicht wurde.

    Die Genehmigung haben wir Ende April erhalten, müssen jedoch noch ein Entsorgungskonzept für den Abriss vorlegen. Da die Abbrucharbeiten noch nicht vergeben sind, können wir dies aber noch nicht einreichen.

    In der letzten Zeit haben wir vom Architekten jedoch nicht wirklich viel gehört oder gesehen, "die Werk-Planungen seien in vollem Gange". Neue Pläne haben wir noch nicht gesehen (wir sind noch immer mit der Hundertstel-Planung unterwegs - beim Küchenbauer z.B.)

    Letztendlich war die Rohbauausschreibung Anfang Mai fertig und verschickt. Die Angebote haben wir in dieser Woche erhalten und werden jetzt ausgewertet. Das heißt, es wird mindestens Anfang Juni bis wir anfangen und außer dem Rohbau ist noch kein Gewerk geplant bzw. ausgeschrieben.

    Von Anfang an wurde uns aber gesagt, dass wir auf jeden Fall bis Dezember fertig zum Einzug sein werden. So habe ich auch die Finanzierung ausgelegt.

    Ist man da jetzt einfach zu ungeduldig oder geht das zu langsam?? Wer hat hier Erfahrungen??

    Vielen Dank.
     
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  3. ToStue

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    Mit eurem Bau hat sicher niemand Erfahrungen...

    Was sagt denn der Architekt dazu?
     
  4. #3 samiproject, 17. Mai 2009
    samiproject

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    die Frage richtet sich auch eher auf den Ablauf im Allgemeinen. Ich war einfach der Meinung, dass die Ausschreibung für den Rohbau weit vor der Baugenehmigung fertig ist und im Prinzip schon an weiteren Gewerken gearbeitet wird (Elektrik, Heizung/Sanitär-Installation, usw.).

    Wie weiß ich, ob hier in einem ordentlichen Tempo gearbeitet wird?

    Laut Architekt ist natürlich alles im grünen Bereich. Aber wirklich beurteilen kann ich das einfach nicht, weil mir die Erfahrung fehlt - deshalb die Frage hier im Forum.
     
  5. Baumal

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    nein.
     
  6. Seev

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    Mit Expertenmeinung kann ich nicht dienen, aber mit BH-Erfahrung.

    Bei uns dauerte die LP1-4 8 Monate, (jedoch gabs davor schon einen Anlauf mit anderem A. mit Abbruch nach 7 Monaten in LP2-3.)
    Nun sind wir in LP5, was sich bereits seit 3 Monaten hinzieht.

    Aber das hängt sehr davon ab, was man haben will und wie man rangeht. Für uns war die Zeit für LP1-4 völlig o.k., auch wir haben die Zeit dazwischen meist gebraucht, nur ca. 6-8 Wochen "Verzögerung" lagen am A. bzw. an dem Umstand, daß wir bereits in LP3 manches als Vorausschreibung parallel machen liessen, um höhere Kostensicherheit zu bekommen. Dabei ist manches unnötig liegengelieben. Da aber eh klar war, daß wir noch keine Baugenehmigung hatten, hat sich auch niemand besonders beeilt.

    Nun planen wir eben alles durch, was auf den Rohbau Auswirkungen hat, bevor da nicht alles vollständig ist, legen wir nicht los. Da sind wir uns mit unseren Planern völlig einig.
    Besser lange planen und dann schnell bauen. :)
    Als reine Bauzeit geht unser BL von 10 Monaten bis Einzug aus. Die Finanzierung mach ich erst fix, wenn wir wirklich absehbar anfangen.
     
  7. #6 ManfredH, 17. Mai 2009
    ManfredH

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    Was hat man sich darunter vorzustellen ?
     
  8. Seev

    Seev

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    Ist wohl falsch ausgedrückt: keine Ausschreibung, sondern einzelne Angebote nach dem damaligen Planungsstand für einige wenige Gewerke, wie z.B. Fenster. Für andere lagen teils sehr gut passende Angebote von Vergleichsobjekten vor.
     
  9. Dolin

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    Bei uns dauerte die LP1-4 8 Monate, (jedoch gabs davor schon einen Anlauf mit anderem A. mit Abbruch nach 7 Monaten in LP2-3.)

    Darf ich fragen, ob Ihr wegen des Architektenwechsels am Ende das Honorar für LP 1,2 und 3 doppelt bezahlen musstet?
     
  10. Eric

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    Und warum soll das Entsorgungskonzept von der Vergabe der Abbrucharbeiten abhängig sein? Mit dem Entsorgungskonzept wird doch geklärt, welches Material beim Abbruch anfällt und wie es entsorgt werden soll/muß.
     
  11. Eric

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    Wenn jetzt die Rohbauausschreibung ausgewertet ( LPH 7 ) wird, sollte die Ausführungsplanung ( LPH 5 ) aber fertig sein. Oder ist das wieder so ein Architekt, der rückwärts arbeitet, weil er sich vom Bauherrn drängeln läßt, der irrtümlich meint, die Rohbauausschreibung sei noch vor Erhalt der Baugenehmigung durchzuführen?
     
  12. sepp

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    da hast´es
     
  13. bauoli

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    Hallo an alle,

    also wir hatten genau dasselbe Problem mit einer uns etwas unverständlichen Projektplanung und sind nun auf der Suche nach einem neuen Architekten, für welchen wir nächste Woche einige Termine wahrnehmen werden.

    Aber nun mal eine Frage an die Architekten im Forum hier:
    Gibt es im Studiengang ein Fach namens "Projektmanagement"? Oder ist es usus sich ein wenig akademisch darauf vorzubereiten, um einfach ein gewisses Handwerkszeug an der Hand zu haben mit dem man arbeitet? Ich werde konkreter:
    - Zur Zeitplanung bietet sich ein GANTT-Diagramm ganz gut an- oder ähnliches
    - Meilensteinsetzung mit der Prüfschleife der Kontrolle der angestrebten und der erreichten Ziele- evtl. Nachsteuerung
    - Ziele, auch von Termin zu Termin, sollten im allgemeinen immer SMART sein. (Spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, terminiert)

    ich will jetzt hier nicht weitermachen, soll auch nur mal kurz umreissen, auf was ich hinaus will.
    Kann ich ein solches planvolles Vorgehen von einem Architekten erwarten, der ein Projekt managt, für welches meine Frau und ich mich für einen Großteil unseres Lebens verschulden?
    Wäre einfach mal interessant zu hören, was die Projektleiter hier im Forum dazu sagen und wie sie ihre Kunden- die Bauherren - mit Infos bez. Projektablauf, -fortschritt, -ressourcenverbrauch, -abweichungen usw. versorgen.

    Grüße
    bauoli (der die Zügel beim nächsten Archi sehr stramm halten wird)
     
  14. #13 DerSuchende, 14. Juni 2009
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    Entscheidender Punkt ist das in D tief sitzende Misstrauen zwischen Bauherren und den Bauausführenden, von denen jeder glaubt, der andere wolle ihn über den Tisch ziehen.

    IN LP2 ist das keine Grundleistung sondern eine besondere Leistung = Kostet eigentlich EXTRA.
    Erst in LP8 ist das Aufstellen und fortschreiben eines Zeitplanes eine Grundleistung.
    Das Aufstellen, überwachen und fortschreiben von Zahlungsplänen und differenzierten Zeit-, Kosten- oder Kapazitätsplänen ist eine besondere Leistung.

    MfG
    PM ist eine gesonderte Leistung.
     
  15. #14 Shai Hulud, 14. Juni 2009
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    Hat der Architekt auch das Jahr genannt? :D

    Wir haben von unserem Architekten zum Zeitpunkt der Finanzierung dieselbe optimistische Ankündigung (Einzug zu Weihnachten) bekommen. Fast alle der danach aufgetretenen Verzögerungen lagen nicht aber nicht an seiner Planung, sondern hauptsächlich an den ausführenden Unternehmen und am Winter. Mahnung und Fristsetzung für die Unternehmen ist auch nicht immer ein scharfes Schwert und muß nicht zwangsläufig zur Verbesserung von Kommunikation, Baufortschritt oder Ausführungsqualität führen.

    Deswegen sollte der Bauherr unbedingt rechtzeitig ein ausreichendes finanzielles Polster für die Zeit der Doppelbelastung aufbauen. In unserem Fall waren es ca. 5000 Euro ungeplante Mehrkosten durch die Differenz zwischen optimistischer Planung und Realität.

    Mein Fazit: Die genannten 10 Monate von Erstellung des Schnurgerüstes bis Einzug halte ich aufgrund unseren Erfahrungen für ein Architektenhaus für eine realistische Einschätzung. Es darf natürlich auch gern schneller gehen, der Bauherr sollte aber nicht von Anfang an davon ausgehen. Mit Projektmanagementools erstellte optimistische Terminplanungen werden die ungeplanten Verzögerungen und damit den Fertigstellungstermin nicht wesentlich beeinflussen. Wer diese Zeitspanne nicht abwarten kann, sollte lieber versuchen auf anderem Wege zum eigenen EFH zu kommen.
     
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  17. #15 hansaplast, 14. Juni 2009
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    Ist also die Lösung eine Planung komplett außer Acht zu lassen und alles dem "Zufall" zu überlassen?

    Dass das offenbar bei vielen Architekten genauso läuft lässt sich hier in manchen Threads lesen und leider scheint das auch bei meinem nicht viel anders zu laufen.
    Dass es dann hin und wieder dazu kommt, dass der Bauherr "Tacheles" redet darf da nicht verwunden.

    Dass in vielen Projektmanagement-Seminaren der Hausbau als Beispiel eines simplen Projekts dient ist die eine Sache. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Architektenzunft im Bereich Projektmanagement besonders versiert ist. Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren...
     
  18. #16 Shai Hulud, 14. Juni 2009
    Shai Hulud

    Shai Hulud

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    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum. :biggthumpup:
     
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