Ungeklärter zweischalige Wandaufbau? Wer kann helfen?

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  1. #1 Peter Schulz, 5. Februar 2008
    Peter Schulz

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    Hallo Bau-Freunde :winken

    ich besitze ein Haus aus der Gründerzeit und komme bei dem Ausbau vom Dachgeschoß zum Wohnraum einfach nicht mehr weiter. Genauer geht es um den ungeklärten zweischaligen Wandaufbau und die dahinterstehende Bauphysik.

    Grundinformationen:

    - Kellerwände ~85cm
    - Massivbauweise, zweischalig

    Nun schon die erste Kuriosität. Es handelt sich nicht einfach um eine Klinkerverblendung, sondern das äußere Mauerwerk ist ~25cm stark, ~12cm Luftschicht, ~12cm Innenwand. (Im Regelfall befindet sich die stärkere, tragende Wand ja innen, hier umgekehrt).

    - Das Erdgeschoß ist mit einer schönen Stuckfassade verziert
    - Das Obergeschoß + Dachgeschoß mit sichtbaren Klinkersteinen

    ABER: Die Innenwand (Stärke 12cm) endet im Fußboden im Dachgeschoß und ist _NICHT_ bis zum Gibel hochgeführt.

    Lüftungsschlitze in der Außenwand zur Luftschricht existieren KEINE. (Generell keine Belüftung, nur im Obergeschoß und das nur an der Westseite, sonst nirgends - näheres weiter unten)

    Die Innenwande sind ganz normal verputzt. Eine Besonderheit stellt dabei die Westseite des Hauses dar (Wetterseite), hier ist zwischen Innenputz und Mauerwerk eine Pappe angebracht, es scheint wie eine Feuchtigkeitssperre sein. Diese ist nur im Obergeschoß (Erdgeschoß: Stuckputz außen) und nur auf der Westseite des Hauses. Auf der Westseite befinden sich vier Lüftungskästen, ca 15x15cm, die eine direkte Verbindung zwischen der Luftschricht und des Rauminneren herstellt. Wenn man mit einem Streichholz rangeht, sieht man ganz deutlich die Luftaustausch. Die Wände sind trocken.

    Nun zur eigentlichen Problemstellung:

    Das Dachgeschoß ist bisher nicht beheizt und soll nun zum Wohnraum werden. Die Innenwand endet dort im Fußboden. Die Innenwand und die Außenwand ist in diesem Bereich zusammengemauert, aber nicht 100% dicht. Ich kann hier von oben mit dem Meterstab an einigen Stellen in den Hohlraum hindurchstecken.

    Ich frage mich, ob diese Undichtigkeiten in das kalte Dachgeschoß gewollt waren und eine gewisse Luftzirkulation bewirken soll, die ich vielleicht unterbinde, sobald das Dachgeschoß geheizt wird? :confused:

    Soll ich diese Undichtigkeiten lieber komplett verschließen (=Zusammenmauerung verputzen) oder im Gegenteil den neuen Fußboden im Dachgeschoß mit Abstand von einigen cm zur Wand verlegen und offen lassen? :confused:

    Verzweifelte Grüße,
    Peter
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 5. Februar 2008
    Ralf Dühlmeyer

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    Da war der Lohn billig und das Material teuer. Also hat man an selbigem gespart. Das Ergebniss sind diese hin und wieder bis in die allererste Nachkriegszeit zu findenden "Doppelwände"
    Ob die beschriebenen Lüftungskästen mal Speisekammern/-schränke belüftete haben oder welchen anderen Sinn das hatte - k.A.
    Ob man jetzt mit der Dämmung des DG ein bauphysikalisches System zerstört, kann ich so nicht sagen - möchte es aber eher bezweifeln.

    MfG
     
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