Unser KFW40 Haus - Schrott???

Diskutiere Unser KFW40 Haus - Schrott??? im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo, ich wäre den Experten für eine SPONTANE Antwort mit sachlicher Begründung dankbar!!! Energiesparhaus KFW40 mit einer Wärmepumpe,...

  1. #1 irisheyes, 18.09.2007
    irisheyes

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    Hallo,

    ich wäre den Experten für eine SPONTANE Antwort mit sachlicher Begründung dankbar!!!

    Energiesparhaus KFW40 mit einer Wärmepumpe, einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung UND !!! einer thermischen Solaranlage für Trinkwassererwärmung....Ist das Haus selber dann Schrott und das ganze System nur "schön rechnen"???

    Vielen Dank für viele Antworten!!!
     
  2. #2 planfix, 18.09.2007
    planfix

    planfix Gast

    Für eine KFW 40 Förderung müssen aber auch die Transmissionswärmeverluste die Sollwerte erheblich unterschreiten.
    Von Schrott würde ich von daher nicht reden.
    Es kommst eben auf die Substanz an! Mit einer KWL kann man sogar die Energiebilanz verschlechtern, allerdings kann die Lüftung im dichten Haus notwendig sein. Hier müßte man/frau die Werte gegenrechnen.
     
  3. drulli

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    Kann sein, muss aber nicht.
    Vielleicht, vielleicht aber auch nicht...
    Who knows :irre
     
  4. Julius

    Julius

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  5. #5 Ralf Dühlmeyer, 18.09.2007
    Ralf Dühlmeyer

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    Antwort von Radio Eriwan...

    Möglicherweise ja.
    Für die KfW Anforderungen genügt nicht alleine ein Wert im ENEV Nachweis, aber natürlich sind techn. Anlagen "nette" Stellschrauben zur "Sanierung" schlechter Hüllflächenwerte.
    Für eine klare Aussage müßte man den Nachweis einmal ohne den techn. Bimmelbammel aufstellen und sehen, welcher Wert dann zu Stande kommt.
    Mir wäre viel wichtiger, daß die Angaben im Nachweis auch mit der geplanten und gebauten Realität deckungsgleich sind.
    Es gibt Papiertiger-KfW-40-Häuser, die mit Sturzrollladenkästen gebaut werden. :yikes
    Ich kenne zum Glück den Nachweis zu dem Haus nicht. :o
    MfG
     
  6. ilis

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    Gehen wir recht in der Annahme dass der Hintergrund der Frage die Vermutung ist, dass Wärmepumpe, Wärmerückgewinnung und Solarthermie einzig den Sinn haben, den Primärenergiebedarf runterzurechnen und das Haus dann im Gegenzug mit einer "minderwertigen" Dämmung auszustatten?

    Wahrscheinlich nein. Für den Anbieter wäre eine dickere Dämmung wahrscheinlich billiger als die doch recht teuren Komponenten. Außerdem brauchen die Pumpen Strom um Wärme zu erzeugen, drücken den Primärenergiefaktor also nicht über Gebühr runter. Und i.A. ist KFW40 schon ziemlich weit unten und praktisch immer nur in Kombination verschiedener Maßnahmen sinnvoll zu erreichen. Also Dämmung PLUS "Ökoheizung".
    Im endeffekt wäre es aber ja auch egal. Wie Energieeinsparung erzielt wird ist ja relativ Wurst. Wichtig nur DASS sie erzielt wird. Der Rest ist dann nur noch Kosten/Nutzen, Geschmackssache, Gewissensfrage, etc

    Aber vlt findest du ja irgendwo Infos zu den verbauten Dämmstärken und Fenstern? Immerhin sagst du ja "unser" Haus und es ist wohl über den Status "Katalog-Bild" hinaus, oder?
     
  7. #7 irisheyes, 18.09.2007
    irisheyes

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    Noch einige daten

    Der Rohbau ist schon fertig, so weit so gut. Wir haben dieses Haus gekauft, da hatten wir keine Ahnung, was gut und was schlecht ist...:cry
    Jetzt ist aber zu spät...
    Nur nachdem ich so viel im Forum gelesen habe, bekomme ich so meine Zweifel, ob unser geliebtes Haus auch eine gute Substanz hat. Und da habe ich das Gefühl bekommen, dass mit Öko Technik die KFW 40 erreicht wurde und eben nicht mit z.B. guten Fenstern, Dämmung, etc.
    Einige Angaben
    Bodenplatte: U = 1/ΣRi = 0,27 W/m²K
    Wärmeübergang innen 0,170
    Fliesen 1,00 1,000 0,010
    Zementestrich 4,5 1,400 0,032
    Polystyrol-Extruderschaum 035 12,0 0,035 3,429
    Normalbeton DIN 1045 20,0 2,100 0,095
    Wärmeübergang aussen

    Außenwand: U = 1/ΣRi = 0,18 W/m²K (Porenbeton24cm+WDVS 12cm)
    Wärmeübergang innen 0,130
    Gipsmörtel 1,5 0,700 0,021
    Ytong Planstein 010 24,0 0,100 2,400
    Polystyrol-Hartschaum 040 12,0 0,040 3,000
    Kunstharzputz 1,00 0,700 0,014
    Wärmeübergang aussen

    Dach: U = 1/RT = 0,21 W/m²K (20cm 035 WLG, Mineralwolle)

    Fenster: Ug 1,30 W/m²K Uw 1,40 W/m²K

    Was sagen Sie dazu???
     
  8. #8 planfix, 18.09.2007
    planfix

    planfix Gast

    Naja, es gibt bessere Fenster. Das Dach wäre noch sinnvoll zu verbessern, aber wenn ich mal nur die U-Werte anschaue, isses doch ok. Übrigens kann man mit der Haustechnik wirklich den Nachweis verschlechtern.
    Schau noch mal in die Förderbedingungen der KfW. Dort ist die Unterschreitung des Transmissionswärmeverlustes, wenn ich mich recht erinnere, mit 45% angegeben. Wenn das alles passt, also Unterschreitung Transmissionswärmeverlust und Primärenergiebedarf, dann ist doch alles palletti.:lock
     
  9. ilis

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    Fenster scheinen irgendwie nicht zu passen. Ug 1.1 ist "Normal-Standard" und mit "Standard-Rahmen" etc kommt man dann (je nach Fenstergröße) so auf Uf-Werte von 1.3 bis 1.6 (afaik). Bei KFW60/40 Häusern ist mW eigentlich eher 3fach-Verglasung mit Ug <= 0.7 (oder schon 0.5?) üblich. Dann meist etwas bessere Rahmen und "warme Kante".
    Die restlichen Werte scheinen (!) im Rahmen zu liegen (http://ren-nordbayern.de/site/uploads/media/neubau-info_01.pdf , Seite 4 "Richtwerte" als ungefährer anhaltspunkt)
    Wichtiger ist bei nem KFW40 Haus aber meist, dass es auch vernünftig gemacht wird (Wärmebrücken etc) und nicht einfach nur U-Werte betrachtet werden.

    Also wegen der Fenster würde ich auf jeden Fall noch mal nachfragen. Die fallen mE irgendwie raus aus den anderen Werten.
     
  10. #10 Ralf Dühlmeyer, 18.09.2007
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  11. #11 VolkerKugel (†), 18.09.2007
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    Bei der ...

    ... Bodenplatte fehlt meiner Ansicht nach eine Trittschalldämmung
    (das Haus ist doch nicht unterkellert?).

    Die Fassadendämmung mit WLG 040 ist von vorgestern. Gestern hätte man 035 und heute 032 erwarten können.

    Ob U = 0,21 fürs Dach ausreichen, kann man so alleine nicht sagen.

    Verglasung mit Ug 1,30 ist auch von vorgestern. Gestern waren´s 1,1 und heute sind´s 1,0.

    Hoppla, Ralf war schneller :konfusius .
     
  12. mls

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    und mit so´ner §$%&/()=?konstruktion schafft man kfw40?
    :respekt:respekt:respekt :D
     
  13. Julius

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    Immerhin kann man sagen:

    Die Wärmedämmung ist deutlich besser als die Schalldämmung...
     
  14. bernix

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    Welche Schalldämmung....?:biggthumpup:
     
  15. Bruno

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    Bei diesen U-Werten glaube ich nicht an KfW-40. Was steht denn im Nachweis bei Transmissionswärmeverlust, zulässig und berechnet?
     
  16. #16 VolkerKugel (†), 18.09.2007
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    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Bei ...

    ... "quadratisch, praktisch, gut" könnte es u.U. hinkommen :konfusius .
     
  17. #17 bauworsch, 18.09.2007
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    bauworsch Gast

    Beim Primärenergiebedarf mag es durch den Technikhype ja noch irgendwie passen, nur was die Zusatzforderung Transmissionswärmeverlust angeht schließe ich mich Bruno an und stelle arg in Zweifel, dass das paßt.
     
  18. #18 Ralf Dühlmeyer, 19.09.2007
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    Ich sach doch...

    Nachweis mit geplanter (planbarer) und gebauter (baubarer) Realität abgleichen.
    Papier ist geduldig - EnEV Papier noch geduldiger. ;)
    :winken JDB - da war doch was :Roll
    MfG
     
  19. #19 irisheyes, 19.09.2007
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    Zul. Wert:0,48, Berechneter Wert 0,25

    Energiebedarf(Primär): Höchstwert 123,7, Berechneter Wert 39,74

    Das Haus ist wirklich sehr einfach und quadratisch. Die Rolläden sind übrigens nicht in der Berechnung berücksichtigt worden...warum auch immer...
     
  20. #20 irisheyes, 19.09.2007
    irisheyes

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    Keine Ahnung, im BWV steht 12cm Wärme- und Trittschalldämmung im EG und 30 mm im OG. Die Wände im EG - 11cm Porenbeton, Obergeschoss Gipskartonständerwände mit innenliegender Schalldämmung ca 11cm:deal

    :sleeping
     
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Unser KFW40 Haus - Schrott???

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