unsere Energieverbräuche - ein Rätsel ?

Diskutiere unsere Energieverbräuche - ein Rätsel ? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Guten Tag zusammen, wir sind gerade dabei, unsere Altbau- Sanierung zu planen, zum einen, weil das Haus bald den 50. Geburtstag hat...

  1. revilo

    revilo

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    Guten Tag zusammen,

    wir sind gerade dabei, unsere Altbau- Sanierung zu planen, zum einen, weil das Haus bald den 50. Geburtstag hat :e_smiley_brille02:, und uns sonst auch die Heizkosten auffressen...:mauer
    Eine Fassadensanierung wäre eh fällig (waagerechte Risse ca. 70 cm unterhalb der Decke, lt. Architekt nix problematisches)
    Ich möchte gerne das Forum nutzen, um meine Ideen und die Energieberaterergebnisse (folgen) zu diskutieren.
    Anfangen möchte ich gerne bei der Heizungssituation, daher starte ich hier:

    Unser Haus:
    2FH- Haus, Bj. 1959, Aussenwände 24 cm Hohlsteine (weiss nicht genau, wie die Dinger heissen) ungedämmt, Dach nach Standard ca. 1982 gedämmt
    Mit Anbau ca. 20 qm zur Erweiterung des EG + Dachterasse OG, um Bj 1970, 5 cm Styropordämmung auf'm Flachdach

    1. Wohnung = Schwiegermutter, EG = ca. 100 qm Wfl, Gas- Therme mit WW Junkers 24 kW (!) Baujahr um 1999
    Fenster: inzwischen größtenteils ausgetauscht, nur noch wenige Originalfenster

    2. Wohnung = wir (2 Erw.+2 Kinder), 1. OG + Dachgeschoß, ca. 150 qm, mit zwei Gasthermen Junkers 19 kW (OG) und uralte Therme im DG (nur im Winter bei ganz kaltem Wetter an)
    Die beiden Etagen sind zueinander "offen", das heisst, der größte Teil des DG wird durch die aufsteigende Wäme des OG quasi mitbeheizt, DG = "Schlafetage"
    Fenster OG ausgetauscht 2003, DG noch alte Velux- Fenster, die jetzt "reif" sind
    Verbräuche:
    GAS
    Jahr Wohnung Volumen kWh
    2003-2004
    unten 3.121 35.922
    oben 1.712 19.705
    Summe 4.833 55.627
    2004-2005
    unten 2.779 31.907
    oben 1.850 21.238
    Summe 4.629 53.145
    2005-2006
    unten 2.881 32.907
    oben 1.860 21.245
    Summe 4.741 54.152
    2006-2007
    unten 2.302 26.142
    oben 1.334 15.149
    Summe 3.636 41.291
    2007-2008
    unten 2.956 33.569
    oben 1.653 18.772
    Summe 4.609 52.340


    Nein, die Zähler sind richtig zugeordnet.... :-)


    Mir stellt sich jetzt die Frage, warum die Verbräuche so unterschiedlich sind, auch aus diesem Grund haben wir jetzt einen lokalen Architekten als Energieberater engagiert.
    1) Er verlangt für sein Gutachten um die 850 EUR, abzüglich BAFA 300 EUR. Ist dieser Preis realistisch? Er soll danach auch Baubegleitung machen.

    Meine Heizkosten im OG von runden 1000-1300 EUR (ohne den jetzigen RWE- Zuschlag von 27%) finde ich für eine Altbausituation schon OK.
    Um dem hohen Energieverbrauch der EG- Wohnung zu klären habe ich mich schon intensiv mit diesem und einigen anderen Foren beschäftigt.
    (Hierbei mal ein Dankeschön an alle - macht echt Spaß, selbst wenn mich viele Themen nicht direkt betreffen, aber zur Meinungsbildung beitragen)

    Meine Vermutungen zum EG:
    - Therme hat einen internen Wassertank (wahrscheinlich nur'n paar Liter), es war auf Komfort gestellt, das heisst, das Ding ist auch im Sommer ständig kurz gelaufen, im Juli 47 m3 Verbrauch
    (wir 15 mit Durchlauferhitzer- Therme und fast täglichem Duschen von 4 Personen)
    Habe dieses gestern abgeschaltet und werde den Verbrauch im Auge behalten
    - Therme maßlos überdimensioniert
    - Kellerdecke ungedämmt - werde ich in diesem Jahr erledigen
    - Anbau (Zimmer derzeit nicht benutzt, aber geheizt) kpl. ungedämmt => Energieloch, da 3 Aussenwände + Boden und Decke ungedämmt
    - teils alte Fenster - wir haben erst in diesem Jahr zwei weitere große Fenster ausgetauscht, nur noch wenig alte, die auch bald fällig sind
    - höheres Wärmebedürfnis meiner Schwiegermutter, evtl. auch bedingt durch:
    - keine Aussenwanddämmung
    - alte Rolladenkästen (überlege, diese einfach durch neue zu ersetzen)

    2) kann das so einigermaßen hinkommen oder gibt's noch weitere Hinweise?

    Wir warten jetzt erst einmal den Energieberaterbericht ab (kommt diese Wo. zur Klärung von Details, soll dann den Auftrag bekommen).
    Vorab sagte er schon, daß wohl :
    - um die 12 cm Dämmung auf uns zu kämen (qm- Preis um die 100 EUR incl. MwSt, Region Ruhrgebiet?), Dachüberstand Wand -> Dachrinne = ca. 20 cm, Fenster- Laibungstiefe 20 cm
    - Dachrinnen sind eh fällig und werden mitgemacht, da Gerüst dann steht
    - restliche Fenster erneuert
    - neue Heizung ist wohl sinnig (tendiere zur Zentralheizung, Gas- Brennwert, evtl. mit Solar, alternativ Pellets)
    - Kellerdecken und oberste Geschoßdecke dämmen (mache ich wohl selber)

    Meine Ideen decken sich damit grob plus:
    - Wenn Solarenergie, dann mit Heizungsunterstützung, dann evtl. Indachmontage plus aufnehmen aller Ziegel, Dämmung drauf und dann wieder mit den bisherigen Ziegeln eindecken.


    Zu meinen Heizungsfragen (oben) würde ich mich über ein Feedback freuen.

    Danke & viele Grüße!
     
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  3. bernix

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    ...die Zählerstände sind nicht ungewöhnlich, weder was die Unterschiede p.a. noch was die Höhe angeht.
    Die Höhe passt zu einem alten Haus. Der Winter 2006 war nach meiner Erinnerung sehr warm....
    Was die deutlichen Unterschiede zwischen oben und unten angeht, kann das mehrer Ursachen haben: Nutzerverhalten, die überdimensionierte Heizung und vielleicht auch erhebliche Wärmeverluste über die Kellerdecke (zumindest hatte ich mal eine Mietwohnung mit unbeheiztem Keller darunter und den hat man im WInter praktisch nicht warm bekommen...)
    gruss
     
  4. Uwe!

    Uwe!

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    oder Dauerlüften bei gekippten Fenster
     
  5. MartinB

    MartinB

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    Na ja,
    aber wie Ich gerade gelesen habe, hätte man die 850,00€ sparen können.
    Aber da du nicht in Marburg wohnst, haste auch keine Bauflicht zut Solarkollektoren instalatiom.:winken
     
  6. R.B.

    R.B.

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    Puuh...soviel Text, wie soll man da durchsteigen.

    Also zuerst mal zum jährlichen Gasverbrauch. Wenn ich mir die Zahlen grob anschaue, dann fällt mir eine Schwankung irgendwo um die 10-15% auf. Das ist nichts besonderes und völlig normal. Ich hatte den letzten Winter auch einen Mehrverbrauch von etwa 10%. Teils bedingt durch den längeren Winter, teilweise verursacht durch ein etwas anderes Nutzerverhalten (Raumtemperaturen, Heizzeiten).

    Warum im EG ein deutlich höherer Verbrauch zu verzeichnen ist, kann man aus der Ferne schwer ermitteln. Der WW Verbrauch ist sicherlich ein Thema, wobei eine ineffiziente Aufbereitung hier auch eine Rolle spielt.
    Dann natürlich die unterschiedliche Dämmung (Fenster), und so summiert sich eins zum anderen.

    Die angedachten Maßnahmen sind schon sinnvoll, aber was, wo, wie, das kann man nur durch eine Begutachtung vor Ort feststellen.

    Zum Thema Haustechnik könnte man eine Menge schreiben, aber auch hier gilt, "ohne Details"...
    Hast Du schon einmal die Vorlauftemperaturen ermittelt die notwendig sind um die Räume auf Temperatur zu bringen? Welche Raumtemperaturen müssen erreicht werden? Heizkörper oder FBH?

    Aktuell deutet Dein Gasverbrauch auf eine Heizlast von grob 15kW hin. Das deckt sich auch mit meinem Haus (270qm, ähnlicher Aufbau). Nach Abschluß der Maßnahmen wirst Du wohl irgendwo zwischen 10-15kW landen.
    Ich würde auch prüfen, ob und wie man einen zentralen Wärmeerzeuger verwenden kann. Dann könnte ich mir vorstellen, daß Du vielleicht mit einem Pelletkessel gut beraten bist. Je nach WW Verbrauch und Heizungsdimensionierung, könnte sich evtl. auch eine Solaranlage rechnen.

    Greifen die Dämmaßnahmen UND sind ausreichende Heizflächen vorhanden, dann könnte man über eine WP Lösung nachdenken. Nach den bisher vorliegenden Infos stünde eine WP aber erst ganz hinten auf meiner Liste. Deswegen lohnt es sich noch nicht über die verschiedenen WP Möglichkeiten nachzudenken.

    Sobald die Planung für die Maßnahmen feststeht, würde ich eine Heizlastermittlung machen (lassen). Dann kann man überlegen, wie man die Haustechnik optimiert.

    Gruß
    Ralf
     
  7. Julius

    Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Die weitverbreiteten Thermen mit athmosphärischem Brenner in raumluftabhängigem Betrieb sind übrigens oftmals extreme Wärmelöcher!

    Durch ihre Strömungssicherung (große Öffnung zwischen Brennraum und Abgasrohr) wirken sie in Verbindung mit dem Kamin wie eine Warmluftabsauganlage!!!
    Leider auch und gerade dann, wenn der Brenner NICHT läuft. Also eigentlich immer.
    Umso mehr, je höher der Kaminzug ist. Und in der EG-Wohung hat der Kamin natürlich mehr wirksame Höhe...

    Also im jedem Fall eraus mit den ganzen Dingern!
    Entweder Zentralanlage oder dezentrale Geräte mit raumluftUNabhängigem Betrieb.
     
  8. revilo

    revilo

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    Hallo und Danke an alle, spendiere hiermit 'ne Runde (virtuelles) Bier... :)

    @Bernix:
    Zitat: (zumindest hatte ich mal eine Mietwohnung mit unbeheiztem Keller darunter und den hat man im WInter praktisch nicht warm bekommen...)
    Deckenheizung für den Keller??? (Sorry, konnte nicht widerstehen...)

    @Uwe:
    Dauerlüften passt auch teils auf meine Schwiegermutter, sie sorgt sich jetzt schon wegen Schimmel wenn das Haus gedämmt ist, muß hier noch viel Aufklärung machen...

    @MartinB:
    Wie meinst Du das mit dem "Geld sparen"?

    @R.B. :
    Ja, viel Text, dachte ich packe alles halbwegs wichtige rein. (Viel Text kannst Du aber auch... Merci!)
    Es gibt hier übrigens keine FBH, alles klassische (teils alte) Heizkörper und natürlich nicht hydraulisch abgeglichen.

    Mit Vorlauftemperaturen habe ich noch nicht "gespielt", bisher war meine Heizung an oder aus und alle Regler nach Rechts = volle Kanne gedreht.

    Mit den 15 kw - meinst Du das ist die Heizlast des gesamten Hauses jetzt???
    (Habe ja geahnt, daß alle überdimensioniert sind...)

    Hmmm... ergibt eine neue Frage:
    Dann könnte ich doch auch jetzt im Sommer schon die drei Heizkreise plus WW zusammenpacken lassen und erst Mal von der 24 kW Therme (Junkers ZWR 24-5 KE 23 S0092) im Keller betreiben lassen.
    Macht das nicht Sinn? Und sobald umgestellt wird auf Brennwert oder Pellets muß nur noch die Heizung getauscht werden...
    Funktioniert der hydr. Abgleich dann auch mit der neuen Heizung oder muß da eine Menge Arbeit nochmal gemacht werden? (Zumindest die Thermostatventile könnte ich schon entsprechend installieren lassen)
    Wie wäre die ideale Lösung für Warmwasser?
    Ich habe vor, einen meiner 4 Kamine zu opfern für die Leitungen in die drei Bäder (plus Leerrohre Solar). Brauche ich dann eine Zirkulation (z.B. mit Zähler für jede Zapfstelle) oder Einzelstränge und/oder einen Speicher?
    Wenn Speicher, sollte dieser prophylaktisch solartauglich sein?

    @Julius:
    Danke für den Hinweis mit der "negativen Wärmepumpe" - auch hierüber habe ich noch nie nachgedacht!
    Das EG- Gerät ist schon im Keller, die beiden anderen hängen noch so in der Wohnung rum... Das passt ja auch zur Idee, alles an die vorhandene Therme im Keller zu hängen...

    Dieser Tag (und mein erster Arbeitstag nach 3 Wochen Urlaub) ist rum und ich habe wieder neue Ideen... :-)
    Danke nochmals - und Gute Nacht!
    -Revilo.
     
  9. #8 enerGIEberatung, 12. August 2008
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    Ich würde mal sagen das für die von dir beschriebenen Art von Gebäude der Preis sehr günstig erscheint! Wenn dann auch noch eine ordentliche Gebäudeanalyse dabei raus kommt -> Schnäppchen gemacht :28:
     
  10. R.B.

    R.B.

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    Die 15kW sind eine grobe Schätzung (Stichwort Schweizer Formel). Genaueres sagt eine Heizlastermittlung nach EN12831. Die 3 Thermen mit einer Gesamtleistung von etwa 60kW reichen aber für eine ganze Reihenhaussiedlung. :D

    Das wäre auf jeden Fall sinnvoll, da damit die Therme endlich auf vernünftige Laufzeiten kommt. Zudem werden die Verluste durch den Wegfall von 2 Thermen reduziert. Wie man das am besten bewerkstelligt, kann man aus der Ferne nicht sagen. Dazu müßte man sich die Verrohrung (Leitungsführung/-dimensionierung etc.) anschauen.

    An sich schon. Hängt davon ab, was beim Kesseltausch alles mit getauscht wird (Bsp: HK Pumpe). Das ist aber kein Problem.

    DIE ideale Lösung gibt es nicht. Die Erfahrung zeigt, daß die WW Aufbereitung über den zentralen Wärmeerzeuger in den meisten Fällen am sinnvollsten ist. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, beispielsweise dann, wenn der WW Verbrauch sehr gering oder sehr hoch ist. In diesem Fall können el. DLE (geringer WW Verbrauch) oder eine ergänzende Solaranlage (hoher WW Verbrauch) wirtschaftlicher sein.

    Ob eine Zirkulation sinnvoll oder gar notwendig ist, kann man nur anhand der vorhandenen Rohrlängen entscheiden. Das ist auch eine Frage des Komfort den man erwartet.
    Wichtig, alle Leitungen gut dämmen und Zirk.pumpe bedarfsgerecht steuern.

    Das hängt von Deinem Konzept ab (s.o.). Sollten die o.g. Berechnungen ergeben, daß eine Solarergänzung sinnvoll ist (WW und/oder Heizungsunterstützung), und eine Nachrüstung in absehbarer Zeit geplant ist, dann wäre ein Speicher mit Solar-WT schon sinnvoll.
    Evtl. könnte auch eine BW-WP sinnvoll sein. Das muß man durchrechnen.

    Fazit: Ich sehe bei Dir eine Menge Planungsbedarf. Deswegen ist der Schritt mit dem Energieberater schon einmal richtig. Jetzt braucht´s nur noch einen Berater der auch Ahnung davon hat (ist bei vielen der sogenannten "Energieberater" leider nicht der Fall).

    Gruß
    Ralf
     
  11. #10 enerGIEberatung, 13. August 2008
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    Wenn ich Du wäre, wäre ich lieber ich!
    Da muss ich dir leider zustimmen! Also!

    Augen auf :eek: beim Energieberater-Kauf :28:
     
  12. R.B.

    R.B.

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    :28:
    So isses.
    Nicht überall wo Energieberater draufsteht ist auch Energieberater drin. :biggthumpup:

    Gruß
    Ralf
     
  13. revilo

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    @enerGIEberatung: wäre deine PLZ nur nicht mehr als doppelt so groß wie meine... :-)
    Danke für den Hinweis zur Preisgestaltung - vielleicht hat das mein EB auch gelesen und deswegen den Termin für heute gecancelt... :motz

    Trotzdem bin ich gespannt, was schlussendlich rauskommt, mir ist immer noch nicht so ganz klar, was dann überhaupt im Gutachten stehen soll und MUSS.
    Da es ein lokaler, hier gut bekannter Architekt ist hat er auf jeden Fall mein Vertrauen.

    @Ralf: Danke wieder für viele Impressionen, werde in den kommenden Tagen mal 2-3 HB's antanzen lassen, dass die mir Vorschläge + Angebote unterbreiten. Nur wahrscheinlich den nicht, der die 24KW- Therme für die 100 qm verursacht hat...

    Danke!
    -Revilo.
     
  14. #13 Achim Kaiser, 13. August 2008
    Achim Kaiser

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    Kanns sein dass es keinen Platz für einen Warmwasserbereiter *auf dem Stock* gegeben hat ?

    Selbst *heute* bleibt einem bei Warmwasserbereitung im Durchlaufprinzip nichts anderes über als *Leistung* zu installieren, wenn die Warmwasserzapfleistung *einigermasen* sein soll.

    Bei solchen Anforderungen nagel ich heute noch ein 27 kW Gerät an die Wand ohne dabei blass zu werden, denn es geht nur anders wenn ein *WW-Speicher* eingesetzt werden kann.
    Ist das nicht möglich .... gibts nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera und keinen Impfstoff ;-).

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  15. revilo

    revilo

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    Hallo Achim,

    die Therme hat einen integrierten Speicher, der ja auch maßlos Energie verbraucht hat, da er die paar scheinbar schlecht isolierten Literchen 24h des Tages nachtemperierte.
    Platz für einen Speicher wäre im Keller satt (solange wir uns nicht über mehr als 3 m³ unterhalten)... und die Zapfstelle ist direkt über der Therme in der Etage, optimierter Leitungsweg wäre wohl an die drei Meter bis zum Waschbecken und meinetwegen 6 m bis zur Wanne. Ach ja, die Leitungen habe ich erst in der vergangenen Woche nachisoliert...
    Denke, der HB damals hat einfach an die Wand geschraubt, was im Lager war.
    Die Beratung von damals kann ich leider heute nicht mehr nachvollziehen (Schwiegereltern, damals habe ich meine Frau gerade erst kennengelernt), ich weiss nur, daß man sich damals warum-auch-immer gegen eine BW- Therme entschieden hat.
    Es gab auch keinen hydraulischen Abgleich etc.

    Da ich den Installateur auch bei anderen Dingen kennengelernt habe habe ich da etwas Vertrauen verloren...

    Trotzem Danke für's Feedback - aber erlaube auch die Frage, ob Du deine Kunden über den höheren Gasverbrauch durch die (heizungsmäßig dann wohl zu groß dimensionierte) Therme informierst?

    Bei den 3 HB'lern, die ich bisher kennen gelernt habe war neben dem o.g. ein recht engagierter, der auf meine vielen Nachfragen auch den Rat eines Energieberaters gab und verkäuferisch recht professionell agierte (finde ich voll OK) sowie einer, der sich nur dafür interessierte, hier am Besten zwei neue BW- Thermen zu verkaufen. Letzterer ist mir aus dem persönlichen Bereich bekannt und hat ehrlich gesagt die schlechteste Vorstellung hier abgegeben....

    Gruß,
    -Revilo.
     
  16. #15 Achim Kaiser, 13. August 2008
    Achim Kaiser

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    Ich mag die Kombikisten wie ein Nagelbrett auf meinem Sessel oder nen satten Pickel am Hintern ... :)

    aber manchmal gibts auch Kunden die *bestehen* auf so ne Kiste dann gibts 2 Möglichkeiten ... entweder du schraubst sie ran ... oder du lässt es bleiben.

    Je nach dem wie *entzückt* ich über die Ansagen bin passiert das eine oder auch das andere.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  17. revilo

    revilo

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    Hallo zusammen,

    ein kleines Update....
    Der E- Berater hat sich doch noch einmal sehen gelassen :winken, uns die Infos gegeben, die uns noch fehlten und den Auftrag bekommen.
    Es dauert aber noch ein paar Wochen, bis das Gutachten fertig ist.
    Ist mir auch ganz lieb, denn so können wir die langen Winternächte damit verbringen, beim fleissigen Klackern der Gaszähler die Sanierung zu planen...

    Hatte jetzt einen weiteres HB'ler da, beratungsmäßig hat der für mich bisher die beste Leistung abgeliefert.
    Das übrigens mit dem Hinweis, daß ich mich schon ein wenig hier und anderswo schlau gemacht habe - wenn 'se mitlesen::winken
    Sympathisch war mir auch, daß er schon ein paar Pelletanlagen gebaut hat (leider nur Junkers bisher) und dieses auch von sich angesprochen hat. Denn das ist ja so meine heimliche Passion... nur am WAF muß ich noch arbeiten.

    Die anhand der Schweizer Formel auf 15 kW geschätzte Heizlast hat der gute Mann "für eine vernünftige Warmwasserleistung" auf min. 20 kW hochgeschätzt und einen Schichtenspeicher um 150-200ltr. empfohlen.

    Meine aktuelle Schätzung anhand der Formel geht sogar noch drunter, denn wenn ich einfach mal die Heizlast der Wohnung meiner Schwiegermutter mit unserer gleichsetze (ihre 100 qm zu unseren 150 qm, Sie allein und wir zu viert, optimierte Heizungsanlage, bald gedämmte Kellerdecke) dann lande ich mit Angstzuschlag von 10% bei 13,3 kW.

    Hier kommen gleich wieder meine Fragen.
    - Ich habe bisher gedacht, einen solchen WW- Speicher macht man im Regelfall 1-2 Mal pro Tag warm (zum Bleistift morgens bevor die Bude nach der Nachtabsenkung wieder geheizt wird und notfalls noch mal abends) und das war's. Oder muß ein solcher Speicher auch nach 45 sek. Händewaschen schon wieder nachgeladen werden? Dann könnte ich mir den Speicher ja fast schenken... oder muß man das nur pfiffig programmieren und den Schwellenwert für's nachheizen niedriger setzen?
    - Und wenn das so funktioniert wie ich dachte, benötige ich dann extra Heizleistung für den Speicher? (Mal ganz abgesehen davon, daß ich die max. Heizlast ja wohl selten brauche, Angstzuschlag???)
    - schaue ich mir die Gasverbräuche für WW an (in den letzten beiden Monaten 10-15 EUR Gas) dann wird sich solar wohl kaum RECHNEN (nett wäre es trotzdem, auch für's Gewissen...)
    - Will ich aber evtl. Heizungsunterstützung, lohnt sich das bei "normalen" Heizkörpern und Optimierungen wie Heizkurven und hydr. Abgleich (soll >2k€ kosten) überhaupt? Platz auf Süddach hätte ich reichlich...

    Ich hatte ja ein paar Zeilen über diesem Roman geschrieben, daß ich überlege, jetzt schon die drei Heizkreise zusammenzupacken und über die 24kW- Therme im Keller laufen zu lassen. Leider klappt das wohl wegen der Warmwasserbereitung nicht (anscheinend kann das Monster nicht mit einem externen Speicher zusammenarbeiten). Schade...

    spätabendliche Grüße von
    -Revilo.
     
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  19. R.B.

    R.B.

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    So hat mein Opa auch immer gerechnet. Selbst wenn eine Fußballmannschaft zu Besuch gewesen wäre, Warmwasser war immer mehr als genug vorhanden. :biggthumpup:

    Also, Wasserbedarf abschätzen und dann entscheiden.

    Nehmen wir mal Deinen Speicher mit 200 Liter und unterstellen, daß dieser komplett mit Kaltwasser gefüllt ist. Jetzt soll die 15kW Ölheizung das Wasser auf eine Temperatur von sagen wir mal 45°C bringen. Dann reden wir von etwa 8,1kWh, also grob 35 Minuten die die Heizung benötigt.

    Der Kessel schaltet aber nicht erst ein wenn das komplette Wasser ausgekühlt ist, sondern schon deutlich früher.
    d.h. während Du Deine Badewanne noch befüllst, wird der Heizkessel schon mit seiner Arbeit beginnen.

    d.h. so lange nicht 3 Badewannen gleichzeitig befüllt werden müssen, sollte das ausreichen.

    Aber man kann ja rechnen.

    Sinnvolle Strategie. Ob das reicht hängt von Eurem Wasserbedarf ab. Man muß eine Heizugsanlage immer auf seine persönlichen Bedürfnisse einstellen. Dafür gibt´s die vielen Knöpfchen an den Regelungen. :D

    Theoretisch (worst case Szenario, kälteste Außentemperatur, Heizung läuft permanent um die Hütte auf Temperatur zu halten) JA.
    Praktisch, NEIN.

    Das ist oft der Fall. Ich kenne nur wenige Solaranlagen die sich wirklich "rechnen". Trotzdem ist Solar eine feine Sache, und wenn man sich die Anlage leisten kann, warum nicht. Ich bin schon immer für Solaranlagen gewesen, man sollte sich nur darüber im Klaren sein, daß man damit nicht den dicken "Gewinn" einfahren kann.

    Je höher das Temperaturniveau, um so schwieriger wird es solare Erträge zu verwerten. Daran ändern auch 100 Kollektoren auf dem Dach nichts.

    Gruß
    Ralf
     
  20. revilo

    revilo

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    PLZ 45... NRW
    raufschieb :-)

    Hallo zusammen,

    weiter geht's...
    Ich werde jetzt heizungstechnisch loslegen und hätte mal eine Frage an die Gasheizer:
    Im Vergleich zum Vorjahr haben wir im 2- Familienhaus runde 10% WENIGER Verbrauch als im Vorjahr, trotz des kalten Winters.
    Habe ein wenig an den (wenigen) Einstellmöglichkeiten unserer Thermen gespielt und einfach den Regler (1-5, = Vorlauftemperatur?) langsam runtergedreht. Da die Damen des Hauses nicht gemeckert haben schien es OK zu sein.

    Wie ist das bei denen, die schon ihre Heizung optimiert haben, mehr/weniger/ etwa gleicher Verbrauch im Vergleich zu Vorjahr?

    Danke,
    Revilo.
     
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