Unsere Finanzierung

Diskutiere Unsere Finanzierung im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, meine bessere Hälfte und ich planen den Kauf einer DHH. Wir haben das passende Objekt bereits gefunden, sind uns mit dem...

  1. anonymous

    anonymous

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    Hallo zusammen,

    meine bessere Hälfte und ich planen den Kauf einer DHH. Wir haben das passende Objekt bereits gefunden, sind uns mit dem Verkäufer einig und beschäftigen uns nun noch intensiv mit der Finanzierung.

    Unsere Idee war eine 100% Beleihung, Zinsen auf 10 oder 15 Jahre sichern und den Restbetrag über einen Bausparer.

    Wir haben bereits von zwei Banken Angebote und würden diese Finanzierung bekommen.

    Letztendlich stellen wir uns noch die Frage, welches Modell am besten ist.
    Sprich einen Zinssatz auf 10 oder auf 15 Jahre.

    Um das Risiko einer Zinserhöhung für eine Anschlussfinanzierung zu minimieren, wollten wir den Restbetrag mit einem Bausparer absichern.

    Angebot 1 wäre eine Finanzierung Commerzbank / KfW auf 10 Jahre
    - Hier ist eine Sondertilgung von bis zu 5% möglich.


    Angebot 2 wäre eine Finanzierung Commerzbank /KfW auf 15 Jahre
    - Hier besteht kein Anspruch auf Sondertilgung.


    Angebot 3 wäre eine Finanzierung Commerzbank / DBV-Winterthur auf 10 Jahre.
    - Sondertilgungen bis zu 10.000,00 EUR pro Jahr und eine variable Tilgung.


    In allen drei Angeboten ist eine Klausel vorhanden, in dem ein Forderungsverkauf seitens der Bank ausgeschlossen ist.

    Desweiteren haben wir mit einem unabhängigen Finanzierungsvermittler gesprochen, der uns von diesen ganzen Banken abgeraten hat. Wobei wir eher das Gefühl hatten, er möchte unbedingt das Geschäft machen und redet auf Grund dessen alle anderen Banken schlecht.

    Laut seiner Aussage ist die Commerzbank die schlechteste von allen. Angeblich würden sie sofort mit einer Zwangsversteigerung kommen, sobald man einen negativen Schufaeintrag hat und ggf. in eine Rate nicht bezahlt kann. Wir haben da bei unserem persönlichen Gespräch einen ganz anderen Eindruck vermittelt bekommen. Zumal das alles Endzeitszenarien sind, die man sicherlich bedenken aber auch nicht überbewerten sollte.

    Vielleicht hat ja der ein oder andere Fachmann hier eine wirklich unabhängige Meinung zu unserem Vorhaben.

    Vielen Dank und einen netten Gruß

    anonymous
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    hmmm...es wird sich hier sicherlich niemand direkt zu einer Bank äußern.
    Das hat einen guten Grund, denn die "gute Bank" oder "schlechte Bank" gibt es nicht. Was mit einer Bank machbar ist hängt maßgeblich von Deinem Betreuer (ich vermeide das Wort "Berater") dort ab.

    Deine 3 Angebote kann man auch nicht vergleichen, weil alle relevanten Daten fehlen.

    Wenn ich aber lese "100% Beleihung" und BSV Anschlussfinanzierung, dann fehlt nur noch die typ. 1% anf. Tilgung, und schon landen wir bei einer Finanzierung die Dich mit Sicherheit nicht glücklich machen wird. Da reden wir dann nicht mehr von Jahrzehnten, sondern man könnte fast schon (1/2) Jahrhundert sagen.
    Auch die Variante mit der BauFi über eine Versicherung ist nicht gerade der Brüller, aber auch da muss man sich zuerst die genauen Konditionen und Vertragsgestaltung anschauen.

    Niedrige Zinsen verleiten dazu lange zu finanzieren, aber wie wäre es, wenn man das "gesparte" Geld in höhere Tilgungen investiert? Sondertilgungen lesen sich auf dem Papier ganz gut, aber werden diese tatsächlich genutzt? Dazu gehört eine ständige Finanzplanung und strikte Disziplin. Die meisten halten das nicht einmal ein Jahr durch, geschweige denn über 10 Jahre und mehr.

    Eine 100% Beleihung verschafft Dir auch nicht gerade attraktive Zinsen. Auch die KfW Programme können das nicht kompensieren, zumal deren Konditionen auch nicht immer berauschend sind.

    Auch das Thema BSV wurde hier schon mehrfach diskutiert. Nur mal zum Überdenken, warum Geld ansparen (mit schlechter Verzinsung) wenn man damit gleich in einen teuren Kredit tilgen könnte? Nur wegen der Zinssicherheit, die genau betrachtet gar keine Sicherheit ist?

    Eine Finanzierung muss zu Dir passen, und daher gilt es eine Menge Varianten zu rechnen und zu vergleichen. Das ist viel zu umfangreich für ein Forum.

    Gruß
    Ralf
     
  4. Seev

    Seev

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    Suche Dir eine Bank, die Dich mit allen Kombinationen und v.a. mit BSV in Ruhe läßt. Beides wird m.E. zu teuer und bringt keine Sicherheit.
    Wenn Du keine solche vor Ort findest (was ich für möglich halte), dann versuch es bei einem seriösen Vermittler.

    Die Grundfrage scheint mir aber - vor dem WIE der Finanzierung:
    Seid ihr sicher, daß ihr Euch denn eine solche für dieses Objekt und in Eurer Situation leisten könnt? Heute und auch in 10..15 Jahren?
    Wenn eindeutig ja, dann kannst Du den optimalen Weg suchen. Wenn aber anscheinend nur einer oder wenige Wege bleiben, dann ist die Frage, ob das wirklich einer ist und ob ihr euch das wirklich antun sollt.

    Wenn Du im Forum liest, dann siehst Du schnell: Konkrete Tipps kriegst Du dazu immer nur wenn Du alle Deine Zahlen und Daten auf den Tisch legst. Und es gibt sicher schon Beispiele davon im Forum, mit denen Du eure Situation vergleichen kannst und eine erste Richtung siehst.

    Gruß Seev
     
  5. derF

    derF

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    An Deiner Stelle würde ich zu einer kleinen, regionalen Bank gehen.
    Da wird wenigstens nicht verkauft ^^
     
  6. seschmi

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    Hier mal meine Meinung:

    1. "Welche Bank" ist egal, und eine Nichtverkaufsklausel ist sinnlos, weil sie nicht den Verkauf der Bank verhindert. Jede Bank kann verkauft werden, auch eine Sparkasse, und zehn Jahren gehört die Sparkasse Buxtehude vielleicht zur Commerzbank, oder die Commerzbank zur Sparkasse Buxtehude. Spätestens der Insolvenzverwalter kann die Forderung sowieso weiterverkaufen. Im letzten Jahr hat ein großer Teil der deutschen Banken den Eigentümer gewechselt, und das wird so weitergehen.

    Wichtig ist, was im Vertrag steht, denn nur der gilt auch für den neuen Eigentümer.

    2. Wenn nach 15 Jahren die Unsicherheit bezüglich der Zinsen zu hoch ist, braucht man keinen Bausparer, sondern eine höhere Anfangstilgung. Es ist eine beliebte Masche der Banken, die Anfangstilgung niedrig anzusetzen und damit die Tilgung des Kredits auf den St. Nimmerleinstag zu verschieben, und den Schuldner dann mit einer langen Zinsbindung zu trösten. Die Laufzeit eines Kredits wird bei gleicher Tilgung deutlich länger, wenn der Zinssatz niedriger ist - das ist leider vielen nicht ganz klar, deshalb muss die Anfangtilgung umso höher sein, je niedriger der Zins ist.

    3. Diese Kredit-Bauspar-Kombipakete sind sehr schwer zu durchschauen. Es hat mich bei meiner eigenen Finanzierung einige Tage gekostet, das nachzurechnen und herauszufinden, dass es ein schlechtes Geschäft ist. Das ist auch vertraglich nicht einfach.

    4. Meine Erfahrung mit Sondertilgungen: In Niedrigzinsphasen wie zur Zeit sind die Banken da recht schmerzfrei, sie rechnen ohnehin damit, dass die Zinsen wieder steigen und dass sie dann das vorzeitig getilgte Geld gewinnbringender woanders anlegen können. Bei mir ließ sich das recht problemlos "reinverhandeln".

    Wie gesagt, das sind nur ein paar (ganz private) Anmerkungen.
     
  7. anonymous

    anonymous

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    Guten Morgen zusammen,
    vielen Dank für die informativen Antworten.

    @all
    Ein BSV ist in der Tat nicht unbedingt der beste Weg.

    Er kostet uns im Monat ca. 250 EUR um damit die Restsumme abzudecken. Würden wir diesen Betrag in einer höhere Tilgung investieren, liegt diese bei ca. 2,5% - 3,0%.

    Wenn ich es aber richtig sehe, besteht das Risiko eines höheren Zinssatzes bei der Anschlussfinanzierung immer noch. Auch wenn der Restbetrag durch die höhere Tilgung geringer ist.

    Ggf. ist es ja schlau, seine VL (40 EUR) in einem BSV einfließen zu lassen. Schließlich ist es geschenktes Geld. Somit hätte man zumindest einen gewissen Betrag nach Ende der ersten Zinslaufzeit sicher!

    @R.B.
    Warum ist eine BauFi über eine Bank / Versicherung (Kombination aus beidem) nicht gerade der Brüller, wenn man unterm Strich den günstigsten Zinssatz (auf 10 Jahre) und die meiste Flexibilität hat. Sprich Sondertilgung bis 10.000 EUR pro Jahr und eine änderbare Tilgung. Der Zinssatz von der Versicherung liegt hier sogar unter dem der KfW.

    @Seev
    Ja wir sind uns sicher... ;)
     
  8. Jessi75

    Jessi75

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    Kurze Anmerkung zur den VL: Einfach mal von deiner Personalabteilung durchrechnen lassen, was dir im Endeffekt von deinen 40,- netto bleibt... wir kriegen zwar nur 30 aber von diesen 30 bleiben mir ganze 12!!! Und auf 12,- mit 1% verzinst im BSV verzichte ich lieber! Da leg ich mein Geld sinnvoller an.

    Und ich würde lieber mehr tilgen als 250,- im Monat mit 1% anzulegen....
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Ich hatte ja geschrieben, da muss man sich das Komplettpaket anschauen. Das hängt maßgeblich davon ab, was die Versicherung an Bedingungen stellt.
    Beispiel.: endfälliges Darlehen, also TA gegen LV. o.ä.

    Das Problem ist, dass es so viele Konstellationen gibt, da kann man nicht pauschal sagen JA oder Nein.

    Gruß
    Ralf
     
  10. anonymous

    anonymous

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    @Jessi75
    Mir geht es bei einem BSV ja nicht um die 1% Zinsen, sondern um den Zinssatz den ich mir damit sichere.
    Und wenn ich Bausparen richtig verstanden habe, sicher ich mir auf einen bestimmten Betrag einen bestimmten Zinssatz, wenn die vereinbarte Besparung in der vereinbarten Laufzeit eingehalten wird.

    @R.B.
    Sicher hast Du recht, dass es für jeden ein passendes Komplettpaket gibt und man es individuell gestalten muss.
    Für uns ist halt wichtig an alles zu denken. So ärgert man sich hinterher nicht...
     
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  12. JensDecker

    JensDecker

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    Du must das einfach knallhart mit Zahlen durchrechnen.
    a) reine Hypothekenfinanzierung über 15 Jahre (damit hast Du mit Forwarddarlehen
    etwa 7 Jahre Zeit, eine Anschlußfinanzierung zu machen) mit höchstmöglicher
    Tilgung.
    b) Hypothekenfinanzierung über 10 und 15 Jahre wobei der 10 jährige (ggf. KfW Darlehen?) dann durch den BSV abgelöst wird, wodurch aber die Tilgung des
    Langläufers geringer wird, da Du ja den BSV besparen und später tilgen mußt,
    d.h. wenn die die Zinsen steigen, schlägt das heftiger rein, als wenn Du schon 70% getilgt hast. Den BSV mußt Du üblicherweise auch recht schnell tilgen, d.h. Du hast nicht lange was von den "günstigen" Zinsen ...
    c) anderes Konzept

    seschmi hat es schön gesagt, wenn Du nach 15 Jahren noch ein wirkliches Zinsrisiko Problem hast, ist einfach eine höhere Anfangstilgung fällig, wenn das Eigenkapital fehlt.
    Das Spielen mit Laufzeiten und BSVs ist Feintuning von dem man keine Wunder
    erwarten darf!
     
  13. anonymous

    anonymous

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    Nochmals vielen Dank für die vielen Information, die uns unterm Strich eine Menge gebracht haben.

    Wir haben nun die Zusage für unser Modell bekommen. :28:

    Das ganze läuft dann ohne BSV..., dafür mit einer Tilgung von einmal 4% und einmal 2%.
     
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