Unsicher bei Aussendämmung

Diskutiere Unsicher bei Aussendämmung im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo erstmal zusammen (1. Beitrag) :) Habe mich nun wirklich Nächte lang durch dieses und andere Foren gewühlt und hab mich nun entschlossen...

  1. #1 raccoon, 9. Juni 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. Juni 2015
    raccoon

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    Hallo erstmal zusammen (1. Beitrag) :)

    Habe mich nun wirklich Nächte lang durch dieses und andere Foren gewühlt und hab mich nun entschlossen mich anzumelden.
    Wir planen nächstes Jahr zu bauen (freistehendes EFM - Süd Ausrichtung) ... doch ich bereite mich gerne vor, daher sammel ich jetzt schon so viele Infos wie möglich.

    Vorab sei gesagt, dass wir natürlich energetisch gut bauen möchten, jedoch ist es kein Zwang für uns ein KFW55 Haus o.Ä. erreichen zu MÜSSEN. Es soll wie gesagt energetisch gut sein, zum Teil unabhängig von Versorgern (WP+PV).

    Momentan befasse ich mich intensiv mit der Fassadendämmung, doch ich komm einfach nicht weiter, weil mich immer wieder Leute verunsichern.

    Ich habe mir den Wandaufbau so vorgestellt:

    Kalksandstein 1,4 - 240mm
    Klebemörtel - 5mm
    w.....t..... EPS 032e Fassade - 200mm
    Armiermörtel - 5-8mm
    Außenputz - 20mm

    U-Wert ca: 0,147

    Hatte auch schon überlegt die EPS Platte durch eine W.... Resol Platte 140mm zu ersetzen - aber 6.500€ Mehrkosten scheinen mir nicht ganz "wirtschaftlich".
    So ... jetzt habe ich mich dann mit den EPS Platten beschäftigt und der 1. Kommentar in einem Forum der mir ins Auge fällt ist: "Das Haus atmet überhaupt nicht, mit EPS Platten lebst du wie in einer Tupperdose"

    Na toll ...

    Welche Dämmplatten kommen bei euch in Frage ... seid ihr der Meinung die 6.500€ Mehrpreis für R..... lohnen?

    VG

    Micha
     
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  3. rage82

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    vorsicht laienfrage:
    warum braucht man bei einer massiven wand keine dampfbremse vor der dämmung?
     
  4. R.B.

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    Einfachste Lösung, vergiss die atmenden Wände. Wände atmen nicht, weder in der Vergangenheit, noch heute, noch in der Zukunft. Wenn Du tiefer in die Materie einsteigen möchtest dann musst Du Dich mit Wasserdampfdiffusion beschäftigen. Kannst Du diese Erkenntnisse auch noch auf den Hausbau und die dort verwendeten Materialien übertragen, dann hast Du schon gewonnen. Dann wird Dir auch klar wie unsinnig die Bemerkungen wie Plastiktüte oder Tupperdose sind.
     
  5. #4 andreas2906, 9. Juni 2015
    andreas2906

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    Und wieso sollen überhaupt Dämmplatten drauf? Wieso wird ein monolithisches Mauerwerk von vorn herein ausgeschlossen?
    Wenn noch keine Planung existiert, weißt du doch noch garni wo die Reise hingeht. Wieso also vorher bereits Schranken im Kopf bauen?

    Edit: Was als negativ von WDVS trotzdem zu erwähnen währe, mögliche Veralgung, Schäden durch Specht...
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 9. Juni 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Hier irrt die Tante Edith aber ganz gewaltig.

    Der Te hat kein Dünnschichtsystem, sondern ein Dickschichtsystem vorgesehen.

    Dieses hat eine deutlich höhere Speichermasse als dünnschichtige Putzsysteme und ist wesentlich weniger anfällig für Veralgungen als diese.
    Und auch monolitische Fassade können veralgen. Sogar alte Wände mit geringer Dämmwirkung. Diese ist nämlich nur eine Variable von vielen!
     
  7. R.B.

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    Das mit dem Specht lasse ich irgendwie noch gelten, obwohl ich das selbst noch nie erlebt habe, und das trotz ländlicher Gegend und einer Menge Spechte in der Umgebung, aber die Veralgung hat nichts aber auch gar nichts mit dem WDVS zu tun. Das kann bei monolithischem Mauerwerk genau so auftreten, zumindest wenn die Wärmedämmung nicht unterirdisch ist.

    Mit dem o.g. Wandaufbau erreicht er einen U-Wert von knapp unter 0,15W/m2K bei einer Wandstärke von irgendwas um 47cm. Ob da ein T7 mit 49cm wirklich billiger wird, da mache ich mal ein dickes Fragezeichen.
     
  8. #7 andreas2906, 9. Juni 2015
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    Hab mich schon über die Angaben gewundert :think - das wäre dann der Punkt, wo ich Laie die Klappe halt. :winken

    kleines aber: Wird's denn wirklich auch so ausgeführt? Was ich von Arbeit so kenne und sehe - da bewegt sich sehr viel auf Kante gestrickt. Geiz is ja Geil :mauer

    Ein Edit für R.B.
    Firmengebäude vergangenes Jahr knapp 20 Löcher
    Schule in Dohna, vergangenes Jahr knapp 50 Löcher - hat es bis in die Zeitung geschafft, hat auch ne Stange Euronen gekostet.

    Wollt ja auch nur auf eine mögliche Alternative und freie Gedanken hinweisen. :think
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 9. Juni 2015
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    Das ist dann eine andere Sache ;) Wie sagte meine Oma immer:
    Dat ene, watt ick schall, dat aner, watt ick mutt!
     
  10. raccoon

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    Habe auch schon über ein monolithisches Mauerwerk nachgedacht! Was mich gestört hat war, dass es doch sehr "luftige" Steine (YTONG) sind und man (platt ausgedrückt) nicht mals einen Nagel in die Wand schlagen kann.
    Bin aber dennoch gerne für Alternativen offen!

    Ist mein Ansatz den ich oben genannt habe für ein WDVS also nicht empfehlenswert?
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 9. Juni 2015
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    Monolithisch ist mehr als nur Porenbeton.
    Da gibts noch gefüllte Ziegel jeder Form und Güte, ungefüllte Ziegel mit hohem Dämmwert, Holzrahmenbau (OK nicht wirklich monolithisch ;))
    Und es gibt auch mehr als EPS-WDVS. Vorhangfassaden z.B.
     
  12. R.B.

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    2 Fälle von wievielen Gebäuden in Deutschland? Also bei uns bevorzugen die Spechte ausnahmslos alte Bäume, denn dort finden Sie Nahrung und darauf sind sie primär aus.

    Wieso? Es spricht nichts dagegen. Es ist halt eine Möglichkeit von Vielen, und in meinen Augen nicht einmal die schlechteste. Ich vertrete die Meinung, dass man jedes Bauteil bestimmungsgemäß einsetzen soll, in Deinem Fall der KS als tragende Schicht, und das EPS als Wärmedämmung. Jedes Teil macht das was es am besten kann.
     
  13. raccoon

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    Als Alternative hatte ich mich auch mal mit dem Poroton T7 (Perlitfüllung) befasst in 425mm (alternativ 490mm) ... was mich da verunsichert hatte war das Dübeln... ist wirklich ein schweres Thema :(
     
  14. #13 andreas2906, 9. Juni 2015
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    Was meinst mit Dübeln? Schränke an die Wand hängen? Wenn das dein einziges Ausschlusskriterium sein sollte... mit den richtigen Systemlösungen bekommst du alles fest, da mach dir mal darüber keine Gedanken.
     
  15. R.B.

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    Zustimmung. Es wird oftmals der Fehler gemacht, dass man meint, der Dübel 08/15 passt für alles und überall. Das ist bei der Vielzahl der heute genutzen Wandaufbauten gar nicht möglich. Deswegen gibt es für fast jeden Fall eine passende Befestigungslösung. Wäre sonst ja viel zu einfach und die Hersteller müssten nur 1 Typ von Dübeln produzieren.
     
  16. #15 stockstadt, 9. Juni 2015
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    Hallo,

    da würde mich eher das Dübeln im WDVS verunsichern.
    Bei jedem Briefkasten, Außenlampe, Hausnummer oder Vordach wird hier ein Thema aufgemacht, wie man das befestigen kann und dass man aus Angst vor Kältebrücken kaum schlafen kann:mega_lol:

    LG
     
  17. raccoon

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    Recht hast du da!
    Ich weiß gehört nicht hier hin ... ist es sinnvoll Poroton Außen und Kalksandstein (17,5) für Innenwände zu verwenden?
     
  18. R.B.

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    Machbar ist fast alles. Die Frage ist, ob das auch sinnvoll ist.

    Was erwartest Du von den Innenwänden? Schallschutz? Speichermasse? Einfache Verarbeitung? usw. usw.

    Warum möchtest Du bei Ziegeln für die Außenwände nicht auch Ziegel für die Innenwände einsetzen?
     
  19. raccoon

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    Wir hatten überlegt, es wäre leichter zu verarbeiten (Eigenleistung) und es wäre bezgl das Schallschutzes angenehmer? Wie macht sich denn der Proton im Gegensatz zum KS bezgl Schallschutzes?
     
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  21. #19 polizei110, 9. Juni 2015
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    Ich habe gleiche Aufbau und kann dir von vorne rein sagen, solltest du dich für KS entscheiden vergiss ganz schnell Eigenleistung , das schaffst du nicht.

    Sonst bin ich ganz zufrieden mit EPS.
     
  22. raccoon

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    Kannst du mir auch sagen wieso es nicht zu schaffen ist :) ?
     
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