Unterdachplatten wölben sich

Diskutiere Unterdachplatten wölben sich im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo Forum! Ich habe schon ziemlich lange im Netz nach Infos über mein Problem gesucht aber scheinbar gibt’s das nicht so oft. Bin gespannt ob...

  1. #1 Hausbesetzer, 6. August 2010
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    Hallo Forum!
    Ich habe schon ziemlich lange im Netz nach Infos über mein Problem gesucht aber scheinbar gibt’s das nicht so oft. Bin gespannt ob ich hier Hilfe bekomme, also:
    Wir haben unser Haus vor einem Jahr gekauft. Baujahr 2004 also fast neu.
    Das Dachgeschoss ist noch nicht ausgebaut und genau darum geht’s: Im Augenblick schaut man im Obergeschoss auf Sparren und Holzfaserplatten. Wir möchten jetzt dämmen und ausbauen. Laut Plan von 2004 war folgender Aufbau vorgesehen und berechnet: Betonpfanne, Lattung, Konterlattung, Dämmplatte Celit 4D, Isofloc zwischen 24 cm Sparren, OSB-Platte 15mm, Lattung und Gipskarton. So soll es auch gerne werden

    ABER: Die Dämmplatten haben sich inzwischen nach innen gebogen und zwar zwischen 2 und 5 cm! (siehe Foto) Teilweise sind hierdurch an den Fugen Lücken entstanden durch die man die Dachpfannen sehen kann.

    Und jetzt?

    Folgende Fragen:
    1)Darf so eine Verformung sein? Feuchtigkeitseintrag / Kondensation sind mir ein Begriff aber das Dachgeschoss wurde als Abstellraum nicht bewohnt, und war durch eine Tür verschlossen, nicht Luftdicht, aber trotzdem... Und die Zwischendecke ist grosszügig gedämmt. Und selbst wenn grössere Mengen Feuchte an die Holzfaserplatten gelangen, das kann doch auf der Seite der Dachpfannen genauso sein (Die Platten sind doch als Schutz der Isolation vor Feuchte von Aussen gedacht?)
    2)Was tun? Die offensichtliche Antwort ist wohl: Dach auf, Lattung runter, neue Dämmplatten drauf etc. Aber das bedeutet einen erheblichen und gegenwärtig unakzeptablen finanziellen Aufwand.
    Meine eigenen Ideen sind a) Ignorieren und statt Isofloc Mineralwolle (Isofloc liesse sich ja nicht einblasen). Feuchtigkeit die durch die Lücken auf die Isolation gelangt kann dank diffusionsoffenem Aufbau ja wieder raus – Klingt selbst mir ein bischen einfach :-) b) An den offenen Stellen von innen eine Dichtung mit Delta-Folie oder dergl. Aufkleben oder c) die undichten Fugen grosszügig ausschneiden und dort neue Pavatexplatten mit Stufenschnitt einpassen.

    Hat jemand Erfahrung mit so einem Problem?
    Der Vollständigkeit halber: In alten Unterlagen haben wir herausgefunden das wohl nicht Celit 4D sondern Pavatexplatten eingebaut wurden. Laut Rechnung 18mm, Laut eigener Messung 22mm.

    Ich bedanke mich jetzt schon bei allen Antwortenden.
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 6. August 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Ich würde auf Längenänderung durch Auffeuchten aus Kondensat tippen.
    Kondensat wirkt da viel "besser" als da bissel Feuchte, was die Platten bei einem heilen Dach von oben kriegen.
    Ob die sich bei einer Trocknung zurückstellen, vermag wahrscheinlich nur der Hersteller zu sagen.

    Wenn die sich nicht zurückstellen, wird die Dämmung immer ein Schwachpunkt sein, weil sie unterschiedlich dick ist und die Unterdeckung ihre Funktion nicht mehr erfüllt.
     
  4. mls

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    mehr fotos?
     
  5. #4 Jürgen Jung, 6. August 2010
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    kommt mir bekannt vor.

    Längenänderung ca. 1mm je m Länge bei einer Materialfeuchteänderung von 3%

    Thema ist auch:

    • Dehnungsfuge auf den Sparren
    • und die unseeligen schwebenden Stösse im Sparrenfeld

    Das Problem wirst du von "unten" nicht lösen können
     
  6. #5 holler hannes, 6. August 2010
    holler hannes

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    Warum hast du kein dichtes bzw regensicheres unterdach ?
     
  7. #6 wasweissich, 6. August 2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    das weiss er nicht , er hat ein fünf jahre altes haus gekauft .......

    vielleicht würde lesen helfen -
     
  8. #7 holler hannes, 6. August 2010
    holler hannes

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    vielleicht Haus vor dem kauf einmal gründlich ansehen?
     
  9. Fritz531

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    bitte ein besseres Foto. Soweit ich die Oberflächenstruktur erkennen kann ist das keine Holzweichfaserplatte. Kann es aber nicht genau erkennen.
     
  10. #9 Anfauglir, 7. August 2010
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    Soweit ich die Oberflächenstruktur erkennen kann, ist das eine Holzweichfaserplatte.
     
  11. #10 Hausbesetzer, 7. August 2010
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    Zunächst mal einen Dank für alle schnellen Antworten!

    Die Ursache scheint so gesehen leider nachvollziehbar:( Ein Zurückstellen durch Trocknung ist nicht zu erwarten: die letzten Wochen waren sehr warm und ich denke die Platten sollten durchgetrocknet sein.
    Um auf Überlegungen zur Lösung zu kommen: Ist denn tatsächlich auch bei "modernen" Dachziegeln (Intaktheit vorausgesetzt) mit einem so grossen Feuchtigkeitseintrag von Aussen zu rechnen, dass bei nicht vollständig intaktem Unterdach ein sukzessives Durchfeuchten der Dämmung zu erwarten ist ? (Zwischenzeitliches austrocknen durch diffusionsoffenen Aufbau?)
    In welcher Form schadet eine unterschiedlich starke Dämmung (In diesem Fall wären es ja Schwankungen zwischen 24 und 19 cm)

    @Jürgen Jung
    Du schreibst Dir sei das Problem bekannt: gab es auch andere Lösungen als den "Komplettaufriss"? Sind Dir weitere Seiten bekannt auf denen das Thema behandelt wurde? Handelt es sich bei den frei hängenden Stössen um einen Fehler in der Ausführung? Um so etwas zu vermeiden müsste die Breite der Platten doch exakt die ein- oder mehrfache Sparrenbreite betragen?

    Im Anhang noch einige Bilder. Ich hoffe die Fotos ermöglichen eine bessere Vorstellung auch bezüglich der Frage ob es wirklich Holzfaserplatten sind.

    @holler hannes:
    Interessante Lösungsstrategie aber leider nicht rückwirkend anwendbar...
     
  12. Anfauglir

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    Auch wenn es bei der Lösung nicht wirklich hilft, falls es sich um die hier handelt, dann ist die Dicke 18mm wohl nicht für Montage direkt auf den Sparren geeignet.
     
  13. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    Gibt es...

    ... auch Rispenband (son Blechband mit vielen Löchern) im Dachstuhl?

    Auf dem zweiten Bild sieht man unten was, das sieht so auch wie Dämmung. Ist da ne gemauerte Fassade und die Luftschicht mit Dämmung geht so ins DG??

    Ansonsten: imprägniertes holz, die Sparren waren im Einbauzustand vermutlich schon mal klitschnaß
     
  14. Fritz531

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    ich glaube nicht dass es sich um eine Auffeuchtung durch Kondensat handelt. Für diese Verformungen sind schon größere Wassermengen notwendig.
    Ich glaube eher, dass das Dach längere Zeit nur mit den Platten, ohne Dacheindeckung gestanden hat.
     
  15. #14 Jürgen Jung, 7. August 2010
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    wenn die Platten tatsächlich 18mm stark sind und von Pavatex, dann hat Anfauglir zunächst einmal den Nagel auf den Kopf getroffen (steht ganz unten im verlinkten Datenblatt), nür ändert das an der Misere nichts

    auch die Frage nach dem vorhandenem oder nicht vorhandenem Windrispenband muss geklärt sein

    ja, ich habe so eine ähnlichen Fall gerade auf dem Tisch gehabt. Das Dach wurde zur Lösung des Problems immer flächenweise ab- und umgedeckt( mi den alten vorhandenen Ziegeln), die Platten kamen runter und wurden durch eine USB ersetzt, gleichzeitig wurde das fehlende Rispenband eingebaut. Und insgesamt waren die Platte, die Konterlattung und die Dachlattung nur mit 100mm langen Nägeln durch alle 3 Bauteile befestigt

    passt nicht 100% zu deinem Fall und nein, schwebende Stösse sind kein Mangel, wenns ordentlich verarbeitet ist, passiert ja auch nichts

    du wirst um eine Kontrolle von oben nicht drum herum kommen, erst wenn klar ist, wo und was:

    • für Nagellängen
    • für Plattenstärken
    • für Windrispenband
    • für Dehnungsfugen

    vorhanden sind, lässt sich eine Lösung erarbeiten
     
  16. #15 Wilhelm Wecker, 7. August 2010
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    Ein paar Vermutungen:
     
  17. ecobauer

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    Guck mal, da steht in den Hinweisen zu den Einsatzbereichen:
    Bis zu vier Wochen als Notdach geeignet.

    Da gehe ich doch mal davon aus, dass das dann auch vier Wochen der Bewitterung ausgesetzt sein darf!?
     
  18. #17 Hausbesetzer, 9. August 2010
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    Also: Rispenband ist drinn.
    Der Aufbau der Mauer ist von innen nach aussen: Kallksandsteinmauerwerk, Mineralfaserdämmung, Deltafolie, Zirkulationsspalt, Verblender.
    Die Dämmschicht geht dann tatsächlich in die Dachdämmung über (Wenn die denn eines tages endlich drinnen ist). Ist an dem Aufbau etwas auszusetzen?

    Über die Dauer einer eventuellen Bewitterung kann ich heut natürlich nur spekulieren... gleiches gilt wohl für den Plattentyp.

    Woran erkennt man denn das die Sparren schonmal klatschnass waren?
     
  19. #18 Jürgen Jung, 9. August 2010
    Jürgen Jung

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    • die Deltafolie im Mauerwerksaufbau, irrst du da nicht? Ansonsten gibt es da nichts auszusetzen.
    • wenn die Sparren nass waren, so sind sie jetzt wohl trocken, schade ja nichts, da noch nicht ausgebaut.

    und wie gehst du jetzt vor?
     
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  21. MoRüBe

    MoRüBe Gast

    eigentlich kannste nur...

    ... das machen wie von JJ beschrieben. Zusätzlich würde ich zusehen, daß die Luftschicht aus dem Mauerwek irgendwo anders hin entlüftet, aber nicht ins Unterdach. Wenn da Einblasdämmung rein soll, muß man das Fach eh abriegeln.

    Alles in allem: das wird ne größere Aktion...:konfusius
     
  22. mialein

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    Hallo,

    wie sind die Erfahrungen mit Holzfaserplatten als Unterdachplatten generell?
    Worauf sollte man speziell achten und gibt es eine Mindeststärke, die man verwenden sollte?
     
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Unterdachplatten wölben sich

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