Unterkonstruktion Holzterrasse - bitte mal kurz Denkhilfe / Rechenhilfe

Diskutiere Unterkonstruktion Holzterrasse - bitte mal kurz Denkhilfe / Rechenhilfe im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo zusammen, war lange nicht mehr hier. Haus steht mittlerweile und wir wohnen sogar schon seit 9 Monaten drin. ;-) Jetzt wollen wir dieses...

  1. Manna73

    Manna73

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    Hallo zusammen,

    war lange nicht mehr hier. Haus steht mittlerweile und wir wohnen sogar schon seit 9 Monaten drin. ;-) Jetzt wollen wir dieses Frühjahr auch endlich die Terrasse anlegen. Passend zum Haus soll es eine Holzterrasse werden, die in Würde versilbern darf.

    Jetzt bin ich gerade dabei, die Unterkonstruktion zu planen. Wir wollen ebenerdig von der Terrassentür auf die Terrasse rausgehen können. Einen befestigten Schottenuntergrund vorm Haus haben wir schon. Vom Schotterbelag bis zum Fenstersims der Terrassentür sind es 33 cm Höhenunterschied. Die Dielen selbst haben 26 mm Dicke, also müssen wir noch gute 30 cm Höhenunterschied überbrücken (zwei Stufen).

    Wir haben von Bekannten ein paar Pflastersteine angeboten bekommen, die noch übrig sind. Dürften so um die 80 Stück sein, je 20 x 23 cm groß und 6 bis 7 cm dick. Zusätzlich wollen wir diese Kunststofffüße nehmen, auf denen dann die Trägerbalken montiert werden. Diese Füße haben den Vorteil, dass ich damit 14 bis 23 cm Höhenunterschied ausgleichen kann und sie sich durch Drehen sehr einfach und exakt an die gewünschte Höhe anpassen lassen. Damit bekomme ich dann auch das benötigte Gefälle problemlos hin.

    Jetzt habe ich beim Rechnen aber gerade einen Knoten im Kopf: Die Terrasse wird T-förmig. An den schmalen Seiten ist sie jeweils nur 1,50 m tief (soll später durch eine Überdachung einen Veranda-Charakter bekommen), die Hauptterrasse in der Mitte wird 3 m tief und 5,80 m breit. Die beiden schmalen Seiten sind jeweils noch mal ca. 2,90 m breit. Insgesamt hat die Terrasse also eine Breite von 11,60 m.

    Empfohlen wird ein Abstand von 50 cm zwischen den Stützen. Mit den ersten Stützen muss ich ganz außen am Rand beginnen - bzw. wie viel dürften die Dielen maximal überstehen? Rechne ich dann immer von der Mitte der Steine aus 50 cm? Oder dürfte der Anstand bei solchen Kunststoffträgern auch größer sein? Bei 11,60 m Länge brauche ich für eine Reihe ja schon alleine 23 Steine. Bei einer Tiefe von 1,50 m wären das dann 3 Reihen = 69 Steine. Plus das Mittelteil, da sind es auch noch mal 1,5 m zusätzliche Tiefe und 5,80 m Breite, also 3 weitere Reihen mit jeweils 11 Steinen pro Reihe = noch mal 33 Steine. Macht zusammen 102 Steine und Kunststoffpfosten für 26 qm Terrasse! Das kommt mir ehrlich gesagt verdammt viel vor. Und die angebotenen Steine von unserem Bekannten würden dafür auch nicht reichen.

    Kann es sein, dass ich mich da bei den Abständen irgendwie verrechne? Oder würde es prinzipiell auch mit einem etwas größeren Abstand zwischen den Träger funktionieren, so dass ich mit den 80 Steinen hinkommen würde?

    Wir wollen übrigens Eichendielen nehmen, das ist ja ein Hartholz. Die Dielen haben 26 mm Stärke und sind 3 m lang, werden also nicht "gestückelt". Zusammen mit den Kunststoffträgern sollte so eine Konstruktion schon einiges aushalten, denke ich. Also wie viele Steine und Träger brauche ich effektiv???

    Und eine letzte Frage zum Schluss: Die Steine, die wir für den Unterbau verwenden wollen, habe ich oben ja beschrieben (Betonpflastersteine, und mit 7 cm Dicke auch ziemlich massiv). Ist es zwingend notwendig bzw. empfehlenswert, diese Steine zusätzlich mit einem Mörtelbett auf dem Schottenuntergrund zu fixieren? Oder reicht es, wenn ich die Steine "lose" auf dem befestigten Untergrund auflegen? Die Träger werden natürlich mit den Betonsteinen verschraubt, und die Trägerbalken sind ebenfalls fest mit den Kunststofffüßen verbunden. Deshalb ja auch die Frage, ob da ein Mörtelbett überhaupt noch nötig ist? In entsprechenden Do-it-yourself-Anleitungen habe ich beide Varianten gesehen, deshalb bin ich unsicher.

    So, und wenn ich noch irgendwas anderes vergessen habe, dann sagt es mir bitte. Ist schließlich die erste Holzterrasse meines Lebens ... ;)
     
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  3. Manna73

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    *schubs* Hab' ich euch mit meiner Frage überfordert???

    Noch mal kurze Zusammenfassung:
    - Wie berechnet man den korrekten Abstand zwischen den Stelzlagern bzw. den Gesamtbedarf an Stelzlagern bei einer Terrassenkonstruktion von 11,60 m Gesamtlänge, maximale Tiefe 3 m, Eichendielen 26mm, Unterbau 30 cm hoch?
    - Benötigt man für die Terrassenplatten bzw. Betonsteine, die wir als Fundament für die Stelzlager verwenden wollen, ein zusätzliches Mörtelbett (Untergrund verdichteter Schotter)?
    - Gibt es hinsichtlich Konstruktion sonst noch was, was wir beachten müssen?

    Dankeschön!
     
  4. #3 andreas2906, 20. März 2015
    andreas2906

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    Mal es dir doch bitte einfach und sauber auf. Dann hast du auch gleich deine eigene Bauanleitung. Aus dieser kannst du dir dann auch deine Materialliste ableiten, was wovon wieviel. So eine kleine Terrasse ist jetzt kein Hexenwerk.

    Von einem Sockel / Abdichtung / Tür-Terrassenanschluss nach aRdT für deine Teerrasse gehen wir mal aus.

    Deine Auflagedielen solltest schon an den Rand bauen ohne Überhang, oder woran und wie willst deinen Aufbau verblenden? Da fängst dann extra an... Die Betonsteine würde ich nicht so auf deinem Schotteruntergrund legen. Ist dein Schotter verdichtet? Sollte er schon sein. Danach haust noch 2-5cm 5mm Splitt drauf, dann kannst deine Steine rein legen. Aso, bitte Torx-Edelstahl Schrauben verwenden.

    Den Rest bekommst schon hin, wenn nicht - kauf dir eine Fachkraft ein.
    Viel Spaß.
     
  5. Manna73

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    Sockel-Abdichtung: Eine Noppenfolie zwischen Schotter und Sockel (Putz). Tür-Terrassenanschluss: Granit-Fensterbänke. Schotteruntergrund ist verdichtet, ja. Dass da noch mal eine Splittschicht drauf soll, wusste ich nicht - danke für den Hinweis. Verblendung ist mit den selben Terrassendielen geplant - stimmt, da wird die Befestigung noch mal zur Herausforderung ... V2A Schrauben sind selbstredend - wir wollen zudem Clips zur unsichtbaren Befestigung einsetzen. Nicht nur aus optischen Gründen, sondern weil dadurch auch der direkte Kontakt zwischen Dielen und Unterkonstruktionsholz vermieden wird (eine häufige Schwachstelle bei Holzterrassen, wie ich mir habe sagen lassen).
     
  6. #5 SteveMartok, 23. März 2015
    SteveMartok

    SteveMartok Gast

    Pfusch!
    Noppenfolie dichtet nichts ab, schon gar keinen Sockel.
    Noppenfolie kann höchstens vor Abdichtungen angebracht werden, um diese vor dem Anfüllmaterial und evtl. dadurch entstehende Beschädigungen zu schützen!

    Der Tür-/ Terrassenanschluss nach aRdT mit einer Granit-Fensterbank ist sicher auch nicht ernstgemeint, oder?
     
  7. Manna73

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    Was empfiehlst du? Zur Info, falls relevant: Wir haben auf Bodenplatte gebaut, keinen Keller. NOCH steht die Terrasse nicht. NOCH kann ich eine passende Abdichtung nachrüsten.

    Und wie sollte ein ordnungsgemäßer Tür-/ Terrassenanschluss aussehen? Und was ist aRdT? (Sorry, bin Laie, mache ich auch keinen Hehl draus). Fensterbänke sind nun mal dran, ebenerdiger Ausgang auf die Terrasse gewünscht. Ich hätte jetzt halt zwischen Fenstersims und Terrassendielen eine Dehn-/Belüftungsfuge freigelassen und gut ist ...

    Sagte nicht jemand, so eine Holzterrasse sei kein Hexenwerk??? Ganz so trivial scheint's ja wohl doch nicht zu sein ...

    Ach ja, im "Fachmarkt" (nicht Baumarkt) waren wir auch schon und haben uns beraten lassen. Und im Web hab ich mir auch schon ein paar Bauanleitungen für Holzterrassen angesehen. Aber von Türanschluss und Sockelabdichtung war da nirgends die Rede. Deshalb bin ich jetzt hier gelandet. Also, was kann ich sonst noch alles falsch machen?
     
  8. R.B.

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    Tja, was man im WWW nicht alles findet. Das tolle daran ist, dass jeder so ziemlich alles schreiben kann.

    Was Deine Frage nach den Abständen betrifft, das hängt erst einmal von der Unterkonstuktion ab. Überspitzt gesagt, wenn Du dicke Balken legst, dann genügt auch eine handvoll Stützen (die natürlich die last sicher abtragen müssen), bei einer sehr dünnen Unterkonstruktion kannst Du alle paar cm Stützen setzen.
     
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  10. #8 andreas2906, 23. März 2015
    andreas2906

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    Zu deiner Frage der korrekten Sockelabdichtung.

    Dies können wir dir hier leider nicht beantworten. Dies hätte schon dein Häusle-Erbauer ordnungsgemäß für deine Anforderung machen müssen. Selbst würde ich da keine Hand anlegen, wenns schief geht, hast du einen enormes Schadenspotenzial.
    Da gibt's es u.a. evtl. deinen Lastfall zu beachten ( Wasser ), dann wäre die Ausführung in Abhängigkeit der Terrasse unterschiedlich. Dichtschlämme, Perimeterdämmung, Noppenbahn - Evtl. muss eine Entwässerung für Oberflächenwasser her etc. pp.
    Wie man es vielfach NICHT macht, kannst du dich hier super einlesen...

    aso: aRdT - anerkannte Regeln der Technik
     
  11. #9 Mater1984, 30. März 2015
    Mater1984

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    Hallo bezüglich deiner Rechenhilfe habe ich nochmal gegoogelt. Wenn du die UK mit 50 cm Abstand machst und 26 qm Terrasse hast komme ich auf 130 Terrassenfüße. Zumindest bei 5 Stück pro qm was durchaus passen sollte.
    Ansosnten hilft dir bestimmt jeder Händler gerne weiter bei dem du das Holz kaufst oder du kalkulierst es online nochmal durch.
    Mir persönlich sind die Füße zu kostspielig im Vergleich zu anderen Möglichkeiten. Bei uns sind es 32,5 cm am niedrigsten Punkt und 7,5 cm am höchsten Punkt gewesen (Hanglage)
    Wir haben am niedrigsten Punkt Hohlblocksteine verwendet mit 25 cm Höhe. Darauf 45x70 mm Unterkonstruktion und dann Dielen mit 28 mm. Und dann eben abfallend kleinere Steine.
    Betonestrich ist super um die Steine am Platz zu behalten und ggf. 2 -3 cm auszugleichen
    Sieht wohl in der UK nicht so hübsch aus wie die Terrassenfüße spart uns aber ca. ein Drittel bis die Hälfte an Kosten bei einer 10 qm Terrasse.
     
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